Allein
Die ganze Woche hatte ich den Vor- und Nachteil, tagsüber größtenteils allein zu sein.
Eine Woche, die nun an diesem Freitag seinen Höhepunkt erreicht, in dem ich meine typische nachdenkliche Freitagsstimmung wiederfinde und damit ein Stück zurück zu mir selbst.
Manchmal tut es gut, mal ganz allein zu sein und die Stille solange ohne Ablenkung zu zulassen, bis man seine eigenen Gedanken hören kann.
Diese einsame Stille kann gut tun, seinen Gedankenfluss mal neu zu starten.Zumindest wenn sie von begrenzter Dauert ist.
So kann ich das Alleinsein genießen, weil ich das Wissen habe, das es in weniger als einer Stunde zu Ende sein wird.
Phasen der Einsamkeit können gut tun, der Gedanke, es könnte ein Dauerzustand sein, fühlt sich an, wie eine Abkühlung die irgendwann zur Unterkühlung führt, wenn sie zu lange dauert.
Und schon wieder die alten Bilder
Ein paar Tage ungeplant frei bringt irgendwann auch die Gefanken ins Freie.
Kurz bevor man es wirklich Langeweile nennen kann, befindet sich doch der entspannteste Punkt überhaupt und es entstehen Interessen, für die man sonst zu wenig Zeit und Ruhe hat.
Entschleunigung im Kleinen kann man es nennen.
Ein weiten Blick zurück zeigen die Bilder und lassen mich wieder in die Vergangenheit blicken.
Es vermittelt das Gefühl, man würde im Leben einfach mal stehenbleiben und sich umdrehen, welcher Weg schon hinter einem liegt.
Erstaunt feststellen, wie weit manches schon hinter einem liegt, mit alles gemischten Gefühlen inklusive.


