Grün
Der Hof steht im vollen Grün auf den letzten Apriltagen.

Gedankenentsorgung
Der Hof steht im vollen Grün auf den letzten Apriltagen.

Meine zweite Reha-Woche. Zwischen vielen Behandlungen und viel Sport rund um meine verletzte Schulter, gibts auch immer wieder Seminare, die uns etwas beibringen sollen. Oft geht das Thema an mir vorbei, aber das kann keiner wissen, der mich in diese Seminare steckt und es ist gut, das alle irgendwie gleichermassen abgeholt werden. Heute sass ich also mit einigen Anderen in einem Seminarraum und es ging im Grunde um das Thema „Schmerz“. Wie geht man damit um, was löst ihn aus und wie kann man dem begegnen. Irgendwann fragte die Dozentin in die Runde, wer von uns denn völlig schmerzfrei ist und mein Arm ging wahrheitsgemäß hoch. Um mich herum staunten viele Ältere aber auch viele Jüngere Seminarbesucher, da ich mich wohl als einziger meldete.
Dieses Bild beschäftigt mich heute den Rest des Tages, wenn ich mir schmerzfrei Gedanken darüber machen kann, wie gut ich bei der Sache, die mir passiert ist, weggekommen bin. Ich habe gerade in den letzten Monaten wie belastend Scherz sein kann, aber was ich heute von den Anderen im Seminar an Erfahrungsberichten gehört habe, gibt mir doch echt zu denken, wo ich , trotz Unfall und langer Krankheit noch immer auf der Brücke des Glücks stehe.
Und wieder mal ist es ein Sonntagnachmittag an dem Gedanken über mich kommen, aber diesmal sind es eher positive.
Unvorbereitet hat mich heute morgen ein neues Körpergefühl erreicht. Bin Ich seit meinem Unfall subjektiv in dem Gefühl gefangen, eigentlich krank zu sein und habe mein Fokus darauf gesetzt, was ich trotz meines Unfalls , der Operation noch für Bewegungen ausführen kann, die trotz meines Krankseins möglich sind, herrscht nun eine andere Wahrnehmung.
Seit Heute Morgen fühle ich mich gesund, bis auf ein paar Baustellen, die noch nicht so funktionieren, wie ich das gern hätte und an den es noch zu arbeiten gilt.
Aus der Übermacht, des Krankseins mit Außnahmen ist nun ein Gesundsein mit schwindenden Einschränkungen geworden. Dieses neue Mindset fühlt sich an, als wäre das Gröbste schon geschafft und man müßte nun nur noch sich auf die „Reste“ fokussieren, was für eine deutlich bessere Stimmung in mir selbst sorgt. So fühle ich mich erst jetzt so wirklich auf der Zielgerade, auf der man das Ziel uch wirklich sieht und die abnehmende Distanz zum Selbigen positiv wahrnimmt.
In diesem Jahr einen Tag früher. Kaum zu fassen, das es nun schon 29 Jahre her sein soll, als ich diesen Film im Kino sah, ich noch jung war und großes Kino noch großes Kino war. Die Gedanken reisen zurück, während dieser Film einmal im Jahr vor mir und in mir wiederholt wird.

War es bisher immer nur leicht eingeschränkt und nicht lange und nur mit halber Kraft möglich, habe ich heute festgestellt, das meine Genesung so weit voran geschritten ist, das ich wieder volle Kontrolle über den Controller habe…und damit endlich wieder zocken kann, wenn mir danach ist . Und schon hat mich Assasins Creed Shadows erreicht.

Nach dieser Reha-Woche ist mir einfach nur nach Regeneration. Gemütlich auf der Couch mit einem fantastischem Buch.

Ein Leibgericht gekocht…

Bewegung am Samstag. Auch wenn mir sehr nach Ruhe ist, wenigstens einmal heute raus. Ein knappes Stündchen spazieren gewesen. Tat gut und musste sein.



Es ist Freitag und trotz schönem Wetter habe ich mich fürs Wochenende doch für die Stadtwohnung entschieden. Praktisch nahe gelegene Einkaufsmöglichkeiten haben mich letztlich zusammen mit meinem Bauchgefühl überzeugt. Auch hier genieße ich gerade die Ruhe und ein Buch auf der Couch.

Heute mal als kleiner Wochenteiler mal den Nachmittag und die Nacht draußen im Sommerhaus verbringen. Die Abwechslung machts.

Gibt doch so viele Dinge, die ich noch nie gehört habe. Aber zum Glück lebe ich in einer Großstadt , die mir immer wieder was Neues beibringt. Heute mal ein Kumpir, was ich mir heute zum Essen geholt habe, weil ich selbst das Wort noch nie gehört habe. Diesen Geschmack hatte ich noch nie in dieser Zusammensetzung und alles was neu ist, ist auch erstmal gut.

Wieder einmal trifft sich die Großfamilie zum netten beisammen sein. Diesmal in der „Glocke“ essen gewesen..und alle mal wiedergesehen ..das erste große Treffen für mich nach meinem Unfall.

Sehr spät aber nun…der erste Spargel für dieses Jahr.

An diesem Sonntag, an dem die Welt da draussen ruhig wie ein Bild vor meinen Fenstern steht, kommen in dieser Ruhe Gedanken um die Zeit um mich herum.
Seit 11 Wochen beschreite ich nun diesen Sonderweg völlig abseits meines einstigen Alltags auf einer langen Strasse der Genesung, die gewünscht irgendwann wieder zu diesem alten Alltag führen soll.
Dabei fällt mir auf, das keine Lebenszeit als umsonst oder reine Wartezeit angesehen werden sollte. Jeder Lebensabschnitt hat doch eine ganz bestimmte Farbe und damit wahrscheinlich seinen ganz eigenen Sinn.
Die letzten 11 Wochen waren definitiv ruhiger und mit anderen Gedanken beladen, als ich je im Alltag dazu solchen Zugang gehabt hätte.
War es oft auch einfach enttäuschend, nicht wie gewohnt im Leben zu stehen und Dinge zu tun, die man sonst gerne tat, war es trotzdem eine Zeit, die irgendwie ein „Out of the Box“ Gefühl in mir hervorbringt.
Ich bin mir sicher, das diese Zwischenzeit auch einen Sinn, eine Botschaft oder eine Weiche hat, die mich bis in den Wiedereintritt in den Alltag verändern soll.
Also sehe ich es nun als meine spirituelle Aufgabe, herauszufinden, was diese „Zwischenzeit“ in mir ausgelöst oder gar verändert hat. Das traurige Gefühl, „erstmal raus“ zu sein, wird irgendwas in mir bewegen, was mich verändert. Erkenne ich noch in dieser Zeit, welche Weichen gestellt wurden, erkenne ich vielleicht auch den Abstand zwischen altem und neuem Weg und genau darin wird der Sinn dieser Zeit liegen.
Ein stabiles warmes Wetter kann man Mitte April noch nicht erwarten. Und so werden wir den Sonntag wohl teilen und gegen Nachmittag wieder in die Stadtwohnung wechseln und die neue Woche von dort beginnen.Freu mich schon auf den Moment hier im warmen Teil des Jahres zu sitzen und meinen Gang der Genesung fast hinter mir zu haben.

Ein gegrilltes Steak und ein Bier…tut der Seele gut.

Dieses Jahr sollen es mal einfache Sonnenblumen sein.

Beim Besuch im Baumarkt , sah ich diese Eule und konnte nicht widerstehen…

Besser kann es heute nicht mehr werden..

Passend zu meinem letzten Hörbuch, soll mich dieser Roman entführen.
