Deponie

Tag: 23. März 2025

Wenn das Leben auf unruhigen Saiten spielt

Lebens ist das, was passiert, als man eigentlich etwas anderes vor hatte….so heißt es oft…und trifft uns in letzter Zeit so oft, das dieser Spruch quasi unser derzeitiger Alltag ist. Chaotisch und kaum planbar…. ständig leben in der Unsicherheit, das jeder Zeit das Telefon klingeln kann und ab der Sekunde alles wieder verändert. So auch wieder gestern, als wir eigentlich den Nachmittag und Abend eigentlich mit Freunden verbringen wollten. Kaum angekommen klingelte das Handy und schon wieder war wieder alles anders und statt einen netten geselligen Abend fuhr meine Frau mit ihrem Vater zusammen ihre Mutter wieder ins Krankenhaus und ich blieb allein in der Freundesrunde zurück. Seit Jahresbeginn leben wir alle in der Situation zwischen..es geht ihr besser und dann könnte es jetzt zu Ende gehen.. ständig in diesem Wechselbad zwischen Hoffen und erschrecken.. obwohl wir wissen, das es keinen wirklich guten Ausgang der Geschichte geben wird, sondern nur eine Erlösung für allen. Der Tod ist immer schwierig im Leben, aber wenn der Tod immer wieder ums Haus schleicht und wieder geht um dann in ein paar Tagen wieder zu klingeln, ist es nicht nur für die betroffene selbst eine unwürdige Quälerei. Sie selbst steckt fest in einer Situation in der sie nie langen wollen würde und sie nun am liebsten so schnell wie möglich beenden würde. Für uns ist die Person, die sie vor ihrer Gehirnoperation war nicht mehr anwesend, man erkennt nur noch Facetten ihres eigentlichen Wesens. Meine Frau steht vor dem Problem, in keinster Weise helfen zu können und dahinter stehe ich, ihr selbst ebenfalls in keinster Weise irgendwie helfen zu können. Das eigentliche Abwarten, was das Schicksal als nächstes in dem Kapitel mit uns vor hat ist die momentare Aufgabe des Lebens. Ich selbst befinde mich da nur in der zweiten Reihe des Geschehens, was mir aber auch genug Gelegenheit verschafft , selbst genug über die Situation als solches und das Leben mit seinen schweren Zeiten nachzudenken und mich so zu verunsichern, was kommt wohl noch auf mich in Leben zu? Welche Prüfungen muß ich noch bestehen? Welchen Schmerz noch ertragen? Und mit diesen Gedanken kommt die egoistische Schluß der Überlegung, das das eigene Leiden oder der eigene Tod die Bessere Sache sein kann, als Verlust erleben zu müssen. Man kann sich die Rollen im Leben nicht aussuchen und daher bleibt mir nur, mich auf ein Vertrauen zu stützen, das dies alles erdacht ist und letztlich irgendeinen Sinn und Zweck hat.