Vorweihnachtszeit

Gedankenentsorgung


Von Hochsommer auf Herbst in einer Woche.

Untypisch zu dieser Jahreszeit, denn eigentlich zieht es mich immer im Winter hier her. Heute eher als spontane Aktion, meinen See mal mitten im Sommer zu besuchen, um sich ganz kurz an die alten Zeiten erinnern, die ich mit diesem Fleckchen Erde verbinde.

Vor mehr als 10 Jahren war ich das letzte Mal hier, und in den letzten Jahren bin ich hier unzählige Male vorbeigefahren und immer wieder kann der Gedanke…hier müßte ich doch auch mal wieder hin.
Aber wie es im Alltag so ist, man verschiebt und verschiebt…bis man dann irgendwann einsieht, das hier nur der Wunsch existiert und dieser wohl nie umgesetzt wird. Machen und nicht reden, war heute mal meine Intuition, das ich einfach mal wieder rein bin. Einfach so, um mich mal selbst in meiner Aufschiebefaulheit zu bezwingen.


Freitag war noch der Tag mit 36 Grad und seit dem fallen sie Temperatur und nach und nach werden die Temperaturen erträglicher und der Sommer scheint damit vorbei. Jeden Tag und vor allem jede Nacht zieht das Thermometer ein bis zwei Grad ab. Ja irgendwie ist es sehr angenehm endlich mal wieder aashaltbarere Temperaturen im Alltag zu haben aber auf der anderen Seite ist das fühlbare Ende des Sommers auch irgendwie schade. Dieses Jahr scheint es so als hätte der Sommer gar nicht richtig stattgefunden. Alle war so Krisenbehaftet , verboten, ausgefallen und reglementiert.
Neues kleines Spielzeug gekauft. Im Schlafzimmer sorgt nun die kleine Box von Apple TV um die Auswahl im Entertainmentbereich.

Nach 5 Jahren hat es mich gestern wieder getroffen..ein Verkehrsunfall. Zum Glück nur Blechschaden und nochmal Glück total unverschuldet. Als sich von hinten ein Krankenwagen ankündigte, kam mir von links ein LKW immer näher.Da ich in seinem toten Winkel war, schrammte dieser kurz darauf an meiner linken Seite entlang. Wie gesagt Blechschaden, daher muss ich mir ein paar Sorgen weniger machen. Aber warum gibts noch keine Vorschriften, LKWs so auszustatten, das es keine toten Winkel gibt.Wäre statt mir ein Radfahrer gefahren, hätte der keine Chance gehabt. Nun ist mein Auto in der Werkstatt und ich bin vorerst wieder Smart-Fahrer.
Ein Sonntag auf einem Floß auf der Havel. Zusammen mit der Familie. Besser konnte ich mir meinen Geburtstag eigentlich nicht vorstellen. So kam es mir sehr gelegen, das dieser Familienausflug doch auf den Tag meines Geburtstages fiel, denn so brauchte ich mir keine Gedanken machen, was ich an diesem Tag mache, denn alles war schon geregelt…das größte Geschenk an diesem Tage überhaupt.
Ganze vier Wochen hatte die Playstation Pause, und heute war der erster Tag an dem ich mal wieder Zeit und Lust hatte mich in die Spielwelt von „The Last of us 2“ einzulassen. Aus dem eigentlichen „kurz mal reinschauen“ sind dann auch wieder fast vier Stunden geworden. Wieder fasziniert von der packenden und einfach beeindruckender Story vergeht die Zeit einfach wie im Flug.

Heute Vaters 70ster Geburtstag, und er lädt ein zum gemeinsamen Esse beim Italiener.

Es ist der erste Freitag der ersten Arbeitswoche nach dem Urlaub und mit diesem Tag endet nun diese verkürzte Woche wie im Fluge. Bin nachdenklich wie so typisch an Freitagen, aber diesmal fehlt mir etwas der Abstand zu den Gedanken. Lasse ich sonst immer vergangene Zeiten passieren, sind es diesmal aktuelle Probleme und Gedanken die mir sehr dicht unter der Haut brennen.
Fast auf den Tag nach ganzen 4 Wochen starte ich nunwieder in meinen Arbeitsalltag und stelle fest, das der Urlsubseffekt noch deutlich spürbar ist. Entspannter und belastbarer gehts in den Tag.

Manchmal überrascht man sich doch selbst. Habe eben, aus einem Bauchgefühl heraus, mein Facebook-Account gelöscht. Nach 11 Jahren der „Nutzung“. Denn so richtig aktiv war ich da nicht, aber dennoch immer wieder passiv in dem endlosen Runterscrollen der Postimgs, immer in dem Wahn, bloß nichts zu verpassen und immer soweit zu lesen, bis etwas kommt, was man schon kennt. Was für ein elender Zeitfresser, denn wirklich kleben geblieben ist mir von den „wichtigen“ Informationen dann doch fast nichts. Nun bin ich raus und habe wieder eine Plage weniger um die mich täglich wie im Zwang kümmern muss.

Ankunft Tegel als letzter Flieger des Tages. Nun nur noch nach Hause. Verrücktes Gefühl bei 30 Grad im Urlaubsland loszukriegen und bei 35 Grad zu Hause anzukommen.

Heute ist Abreisetag, aber was diesen etwas angenehmer macht, wir fliegen erst Abends zurück. Also fing heute alles mit Ausschlafen an und nach einem gemütlichen Frühstück war noch eine Abschiedsrunde durch den Ort bis zum Strand drin. Eine kleine gedankenverlorene Runde nur mit mir allein und ein letzter Blicks aufs Meer…

Morgen um diese Zeit werden wir schon fast wieder zu Hause sein. Genau der richtige Punkt um am letzten Abend nochmal gemeinsam essen zu gehen , den Urlaub ausklingen zu lassen und noch einmal gemeinsam durch den Ort zu streifen.




Am Ende der Urlaubszeit angekommen mischen sich die Emotionen. Auf der einen Seite gesättigt vom Urlaub , eine schöne Zeit erlebt und gut erholt…auf der anderen Seite natürlich etwas Wehmut , das jetzt schon alles zu Ende sein soll. Und dann dennoch irgendwie froh, das wir in diesem verrückten Jahr überhaupt so Urlaub machen konnten, in dem wir uns kaum einschränken mussten und für drei Wochen die ganze Schieflage der Welt fast vergessen konnten. Und so mischt sich auch ein Gefühl mit ein, das nun wieder was neues beginnen wird, denn hier waren wir, nach vier Jahren in Folge, erstmal das letzte Mal. In den nächsten Jahren wollen wir mal wieder neue Urlaubsziele erkunden, und somit fühlt sich der Abschied hier gleich etwas tragender an, da wir diesmal nicht sagen können…in knapp einem Jahr ja wieder hier zu sein. Speakless-Sandy Castle

Versprochen ist versprochen und somit gibts einmal hier einen selbstgebratenen fangfrischen Fisch. Wenn man schon am Meer ist, dann muss es auch einmal was aus dem Meer zum Essen geben. Auch wenn meine Frau die Zubereitung von kompletten Fischen so gar nicht mag, einmal muss sie da durch.

Eine Abendtour zur Portugiesischen Westküste. Hier erscheint das Meer irgendwie wilder und rauer, selbst die Landschaft sieht nur eine Autostunde entfernt komplett anders aus als an der Südküste. Das Wichtigste aber heute, hier kann die Sonne nur im Meer verschwinden wenn sie untergeht und wir haben hier endlich mal unseren perfekten Sonnenuntergang.




