Urlaubsakku gefüllt

Man redet immer davon, im Urlaub seine Akkus wieder aufladen zu wollen. Auch ich habe immer das Gefühl, in der Urlaubszeit wir irgendwas in einem selbst wieder gefüllt. Daher war ich schon länger der Ansicht, das dieser Vorgang zwischen 2-3 Wochen an Zeit benötigt. Und so ist es auch. Nach zwei Wochen hatte ich immer das Gefühl, das die Zeit gut tat aber irgendwie nicht gereicht hat, in der dritten Woche aber irgendwann immer das Gefühl hatte, das es nun reicht. Sicherlich könnte ich auch nach diesen drei Wochen noch eine Woche dranhängen, aber trotzdem habe ich seit heute morgen (Mitte der dritten Urlaubswoche) das Gefühl, das der Akku der hier geladen werden sollte nun voll ist. Die Urlaubserholung ist komplett und zufrieden kann ich auf die letzten Wochen hier zurück blicken und die Vorfreude auf „zu Hause“ keimt auf. Der Gedanke an Alltag und Arbeitsleben fühlt sich gar nicht mehr so ätzend an, fühle ich mich doch soweit erholt, das nun auch langsam wieder was neues (altes) in mein Leben kommen darf. Ein sehr glückliches und zufriedenes Gefühl.

Der Tag am Meer

Damit wollten wir uns eh etwas Zeit lassen und uns nicht gleich in den ersten Tagen von der Sonne am Strand verbrennen lassen. Aber nun sind wir alle genug an die Sonne gewöhnt um es mal einen Tag am Strand auszuhalten. Vor allem ich. Und nun am Strand zu liegen ist so wieder das Schönste was man sich so vorstellen kann, bei dem man den Urlaubseffekt am stärksten bemerkt. Weiter kann man dem Alltag nicht entkommen.

Essen gewesen

Heute Abend sind wir doch hier im Ort geblieben uns sind dann hier in unser Lieblingsrestaurant, welches wir im letzten Jahr dazu gemacht haben. Im Coronajahr ist irgendwie alles anders, daher brauchten wir keine Reservierung und konnten heute mal spontan hin.
Lecker wars ….

Kein Fernsehen

Hier im Urlaub fällt es mir wieder auf, wie wenig ich eigentlich noch das Fernsehen brauche. War es mir früher irgendwie mal ganz wichtig so ist mir gerade das Dudel/Dödel Fernsehen immer unwichtiger. Gibt eh immer weniger, warum man noch einschalten sollte und wenn man mal die Glotze an hat, bleibe ich dann doch eher bei Amazon oder Netflix hängen, klassisches Fernsehen gucke ich immer weniger.
Habe ich im letzten Jahr noch während meines Urlaubes meine Aufzeichnungsgeräte programmiert um während meiner Abwesenheit im Urlaub alles aufnehmen zu lassen, das ich mich nach einer dreiwöchigen Fernsehlosen Zeit dann doch auf das konzentrieren kann, was mir so am wichtigsten ist und was ich nicht unbedingt verpassen wollte um es dann wenigstens nachzuholen. Sowas bleibt dieses Jahr komplett aus. Es gibt nichts, nichtmal meine einstige Lieblingsserie muss aufgenommen werden. Ich habe das Fernsehen sich selbst überlassen. Die letzte Instanz „meine Serie“ war der letzte Grund, am Fernsehen festzuhalten, ist damit gefallen.

Das Ende vom Outsider

Ich habs geschafft mein „Urlaubsbuch“ auszulesen. Stephen Kind und sein Outsider habe ich hinter mir und war als Buch eine gute und spannende Wahl für den Urlaub. So kann ich mich heute noch erinnern welche Bücher ich in den letzten Urlauben so gelesen habe, deren Geschichte mir heute immer noch präsent ist.

Mond am Abend

Als perfekten Abschluss dieses Tages zeigt sich der Mond heute sehr deutlich und dominant am Himmel über dem Meer.

Felsen am Strand

Heute Abend ein Spazierganz auf, über und durch die Felsen, die hier so typisch sind für den Strand der Algarve.Bei vollkommener Ebbe gab die Natur hier ein Bild ab, das heute einen tiefen Eindruck in mir hinterlassen hat. Ich kenne die Gegend hier schon seit Jahren, aber bisher waren ich wohl nicht am perfekten Zeitpunkt hier, wenn die Mischung aus Gezeiten und Licht diese Landschaft hier ihre besondere Note geben. Ein schöner Ausflug, den ich so beeindruckend gar nicht erwartet hatte und ich weis schon jetzt das dieser zu den Highlights meiner Zeit hier zählen wird.

Zeit am Pool

Heute steht mal ein Tag an und im Pool der Ferienanlage auf dem Programm. Konnte mit ein eher schattiges Plätzchen sichern um mich nicht nochmal von der portugiesischen Sommersonne so verbrennen zu lassen .

Urlaubsblues

Auch das musste irgendwann kommen, eine Phase in der man nicht weis welcher Tag überhaupt ist und es auch noch total egal ist, welche Tageszeit gerade ist, teilt man den Tag eh nur nach hell und dunkel.
Heute ist so ein Tag an dem für mich so rein gar nichts passiert ist. Die Energie der ersten zwei Wochen, jeden Tag irgendwas erleben und sehen zu müssen ist weg und so war heute ein kompletter Faullenzertag oder auch ein Tag im Bett. Hab mich eben nochmal kurz in den Ort geschleppt und war noch mal im Pool um wenigstens irgendwas heute draussen gemacht zu haben. Ich kenne diese platte Phase im Urlaub, doch bisher waren wir nie die ganze drei Wochen alleine hier und irgendwer kam uns dann in der letzten Woche besuchen und hat dann wieder etwas „Energie“ mitgebracht und die Uhren liefen wieder anders. In diesem Jahr werden wir bis zum Ende der Zeit hier alleine bleiben und ich lasse mich von der Situation mal überraschen, wohin sich nun diese schwerfällige Faulheit noch entwickelt.

Wein am Ende des Monats

Das war’s mit Juli und dafür kann man auch schon mal die zweite Flasche regionalen Wein öffnen. Mehr als die Hälfte des Jahres und des Urlaubs sind vorbei. Den Wert der Zeit bestimmt das, mit was man sie füllt.

Zoomarine

Auf großen Wunsch der Kinder ging es heute, wie jedes Mal hier, wieder in die Zoomarine. Hätte ich mir persönlich in diesem Corona-Jahr sparen können, da man sich zwar im Park gut und frei bewegen kann, da nur ein Drittel (oder noch weniger) der üblichen Tagesbesucher hier reingelassen werden, aber das Masketragen in den Shows nervte schon und so viel neues gibts ja nach den ganzen Besuchen hier auch nicht.
Nach 8 Stunden, praktisch einen ganzen Arbeitstag in der Sonne und Hitze habe ich es nun geschafft und wir sind wieder zurück in der Ferienwohnung. Bin trotzdem froh, das wir heute da waren, so war in diesem Urlaub irgendwie für jeden gleich mehrfach was dabei.

Am Rande des Tages

Der Tag geht und die Gedanken verändern sich. Ich merke erst jetzt, das mich dieser Ortswechsel komplett aus meinem Alltag gerissen hat. Es stimmt schon, hier gehen die Uhren anders, aber hier ist man auch total raus von dem, was das Leben sonst so umgibt. Eine ganz andere Insel mit ganz anderen Früchten und Farben und die Gedanken an zu Hause sind immer weiter weg.

Meine ganz eigene Runde

Heute mal alleine los auf meine ganz eigene Runde, allein.
Mit Musik auf den Ohren gehe ich mal ganz meditativ meiner Wege und nutze die Zeit mal um meinen Gedanken freien Lauf zu lassen, oder auch mal meiner nachdenklichen melancholischen Seite im Urlaub nachzugehen. Wieder hier auf meiner Runde, da kommen schon Gedanken, wie wars das letzte Mal und wie das vorletzte mal hier und wie lange das wohl wieder alles her ist und wie schnell eigentlich die Zeit vergeht. Trotz der ganzen Grübelei eine doch sehr angenehme und wichtige Ego-Tour um mal die Gedanken zu ordnen, jetzt wo ich im Urlaub zur Entspannung und zur Ruhe komme.

Silves

Sie wirkt ein wenig wie die Stadt der Treppen, wenn man sich durch die ganze Stadt bis zur Burg nach oben schleppt. Hier etwas weiter weg vom Meer, zeigt sich irgendwie deutlich wie wenig Menschen dieses Jahr hier Urlaub machen, denn eigentlich ist hier auf dem Weg nach oben immer was los und dieses jähr wirkt das Städtchen richtig leer und verschlafen. Als kleiner Ausflug hat sich die Tour aber gelohnt, auch wenn wir gerade vor drei Jahren das letzte Mal hier waren, ist es trotzdem immer beeindruckend wenn man denn ganz oben auf der Burg steht und herunterguckt.
Tag mit etwas sinnvollem gefüllt. Zufrieden.

Burger Ranch

Nach einigen Jahren habe ich es geschafft, die Familie zu einem Essen in dieser portugiesischen Fast-Food-Kette zu lotsen. Schmeckt zwar wie jedes andere Fastfood auch, aber mc Donalds habe ich zu Hause genug und damit ist es irgendwie kultiger.

Gedanken am Abend

Abend auf dem Balkon. Der Tag geht langsam und wieder stelle ich fest, das sich im Vergleich zum letzten Jahr nur meine Sicht und mein Blickwinkel geändert hat, aber ansonsten ist alles wo, wie ich es mir hier erhofft habe. Ganz im Gegenteil, denn durch Corona hatte ich meine Erwartungen an den Urlaub dieses Jahres schon weit runtergeschraubt. Hauptziel war eigentlich nur, das wir einfach mal raus müssen, egal ob nun geplantes Urlaubsziel oder irgendeine Alternative in Deutschland. Nun sind wir doch hier und der Urlaub verläuft fast ohne gefühlte Einschränkungen. Das man hier wie zu Hause beim Einkaufen eine Maske tragen muss, daran hab ich mich schon zu Hause gewöhnen können und große Nachschwärmer, die von Bar zu Bar tingeln waren wir früher schon nicht.
Daher freue ich mich, das ich hier irgendwie zu dem gewohnten Urlaubseffekt komme, auf den ich sonst auch hoffen konnte, in einem ganz normalen Jahr.

Quarteira

Es gibt nach 10 mal hier an der Algarve immernoch Orte, die ich bis heute nicht gesehen habe.
Einer dieser weissen Flecke ist „Quartiera“ welches in vielen Reiseführern als „bloss nicht“ beschrieben wird. Also einfach mal auf einen Besuch hin um seinen Horizont zu erweitern und selbst mal ein Bild machen.
Ok Quartiera ist nicht der schönste Urlaubsort und eigentlich voll mit billigen Neubauten zugebaut. Der Strand ist sehr schmal, so das ich mir überlege, wie es hier wohl in den Urlaubsjahren ohne Coronaeinschränlungen aussehen soll, wenn es jetzt schon echt voll und gedrängt aussah. Die Strandpromenade ist typisch für hier (Restaurant, Läden mit Badeutensilien und das die nächste Snackbar) und anspruchslos, daher fand ich die Reise nach Quartiera heute als Interessant um einfach mal was anderes zu sehen, aber nochmal brauche ich hier nicht her. Es hat als Ort für Massentourismus nicht diese besondere Note die hier Praia da Rocha oder Albufeira haben und daher ist es auch wirklich der unattraktivste Ort hier an der Algarve aber ich bin trotzdem froh, wieder neue Eindrücke in mich aufgenommen zu haben. Daher war es keinesfalls umsonst oder enttäuschend.

Urlaubsstimmungen

Bereits nach einer Woche Urlaub stellt sich bei mir ein deutlicher „Runterkommen“ Effekt ein. Genug erlegt und genug ausgeruht , kommt es dazu das gefühlt die Gedanken sich auch etwas ausbremsen. So kommt in mir langsam ein Stück der Stimmung durch, von der ich gehofft habe, das sie sich auch dieses Mal irgendwann durchsetzen wird. Am Ende dieser Phase werde ich dann voll erholt sein und wieder bereut für meinen Alltag zu Hause.

Dieser eine Moment

Am Anfang des Tages den Sonnenaufgang am Meer erlebt und dann war er da, dieser eine kleine Moment, als ich nach links und rechts schaute und niemanden am Strand sah. Selbst auf dem Wasser war kein Schiff oder Boot auszumachen. In diesem kleinen Moment war ich allein an einem riesigen Strand und neben mir nur Sand und vor mir nur Wasser und Himmel. Für ein Augenblick diese unbeschreibbare Magie eines einzelnen Moments.