Altes Spiel

Der alte Tomb Raider, ein Spiel was ich den in den späten 90ern selbst mal gespielt hatte. Natürlich gab es früher eine ganz andere Grafik und früher war es irgendwie auch mehr ein Spiel, denn heute wirkt es auf mich eher wie ein Film in den ich immer mal wieder eingreifen muss. Die Handlung heute ist mir etwas zu Actiongeladen und zu übertrieben hektisch, aber als kleines Nostalgie Erlebnis eines Abendteuerspiels, hier in meiner Playstation Isolation doch herzlich willkommen.

Play

Sonntagmorgen …und wie geht man um mit dem „wirBleibenZuHause“.??Zum Glück habe ich einen neuen Zeitvertreib gefunden, denn mich nur vom Fernsehen berieseln zu lassen, wird mir jetzt schon überdrüssig.
In den Spielpausen sehen ich immer besorgter auf die Entwicklungen, die uns da umgeben und meine Hoffnung, dies sei nur eine Phase schwindet mit jedem Tag in der Isolation. Sorgenvoll am Sonntag.

Mittag

Heute zum Mittag mal die guten alten Bratkartoffeln..

An die Luft

Grundsätzlich beliebe ich in dieser Zeit zu Hause, aber heute mußte ich mal raus. Für gut 90 Minuten hier Spazierengehen in das nahe gelegende Waldgebiet, wo nicht mit so viel Publikumsverkehr zu rechnen ist. Und so war es auch, die Waldwege waren leergefegt und ich war mal ein bisschen draussen an Licht nd Luft.

Gaming

Da mein Sohn nur noch auf seinem „Gaming PC“ spielt, steht seine PlayStation seitdem nur staubfangend in der Ecke. Daher meine Idee, das Ding von ihm mal im Wohnzimmer zu installieren , das auch der Papa mal zocken kann. Dabei bin ich gar kein Gamer, war’s auch noch nie. Früher mal Anno oder auch mal ein paar Jahre World of Warcraft gespielt aber auch nicht konsequent. Konsole war noch nie meins und daher habe ich so meine Startprobleme mit den ganzen Knöpfen des Controllers, ganz zur Unterhaltung meines belustigten Sohnes. Aber die ersten Schritte sind gemacht und gegen die Langeweile meiner „BleibZuHause“ Situation hilft es.

All is Lost

Netflix…vieles angefangenen und dann doch wieder abgebrochen zu gucken um dann doch noch heute einen guten Film zu erwischen. Gut erzählt und das ganz ohne Dialoge, was einen irgendwie noch dichter an die Geschichte ranbringt. Ein guter Film.

Freitag

Es ist Freitag und alles andere als ein typischer Freitag, denn ich bin zu Hause, in selbstverordneter Isolation. So merke ich aber, das mir der erste Tag zu Hause doch ganz gut tut, da ich mich diesem Corona-Thema zumindest zeitweise entziehen kann, in dem ich mir mal einen guten Film ansehe oder ähnlichem. Sicherlich holt mich die Realität schnell wieder ein, aber es gibt Pausen für die Gedanken, was noch nicht möglich war, wenn man draußen noch arbeiten und unterwegs war. Unter den Kollegen gibt es ja nur ein Thema und alle paar Minuten kommt ein Kollege mit einer neuen unfassbaren Nachricht rein, die dieses Dauerthema immer am Laufen hält. Ist man dann unterwegs im Gespräch mit den Kunden gibts ebenfalls nur das eine Thema und das Einhalten der neuen Sicherheitsabstände erinnert einen immer daran, das nichts normal ist und sogar beim ständigen Waschen der Hände stellt sich die Frage..“übertrieben oder unterschätzt“.
Ganz aus dieser Welt raus zu sein, läßt mich ein bisschen entkrampfen und diesen ständigen beängstigenden Gedankenkreislauf zu verlassen.

Krankgeschrieben

Heute morgen bin ich noch zur Arbeit gefahren, und wie schon in den letzten Tagen geht die Auftragslage immer weiter zurück. Dann hatte ich eine Eingebung, ein Bauchgefühl, von dem ich jetzt weis, das es das richtige war. Ich bin zum Arzt und habe mich krankschreiben lassen. Ich habe Asthma (zwar beschwerdefrei) und bin im Aussendienst und das Risiko ist mir nun einfach zur hoch. Ich mache mir auch keine Gedanken, denn in Zeiten einer kollabierenden Weltwirtschaft, wird mein Fehlen auf Arbeit zu verkraften sein, denn ich gehe der ganzen Problematik nun einfach aus dem Weg. Werde erstmal bis Ende nächster Woche zu Hause bleiben. Auch wenn ich nicht krank bin, kann ich diese Zeit nicht als „Freizeit“ werten, denn ich hätte wie alle anderen auch lieber mein normales Leben mit meinem normalen Alltag, ohne Sorgen ohne Ängste. Selbstverordnete Isolation aus Vernunft. So schütze ich mich und kann auch keinen anderen Menschen damit anstecken. So kann ich auch kein wichtiger Mitarbeiter des Coronavirus sein, der Teil einer langen Infektionskette ist. Die Botschaft ist nicht zu überhören, wer es kann, bleibt zu Hause….und ich habe beschlossen, ich kann es. Mein innerer Applaus und Anerkennung dient all denen, die es sich nicht aussuchen können und deren Fehlen im Alltag hier alles zusammenbrechen lassen würde.

Abgesagt

Es vergeht kaum eine Stunde in denen nicht irgendwas in dieser Corona-Krise passiert, was man eigentlich bisher für kaum möglich gehalten hatte. Fluglinien und große Konzerne stellen komplett den Betrieb ein, das ganze Leben fährt herunter und irgendwie hört Schlag auf Schlag eines nach dem anderen auf zu funktionieren.
Symptomatisch ist nun für mich die Absage des ESC, was für mich nur bedeutet, das man nicht mehr an ein schnellen Sieg über dieses Virus glaubt, sondern sich mit allem schon bis in den späten Mai oder gar Juni mit den drastischsten Einschränkungen einschiesst.
So habe ich immer stärker das Gefühl ,alles wird schlimmer, drastischer, trauriger und länger als wir uns das alle wahr haben wollen.

Es hätte ein so schöner Frühlingstag werden können

Ja das Wetter draussen ist wirklich herrlich und eigentlich könnte man sich einfach so an dem entstehenden Frühling erfreuen, aber die sich ständig ändernde Weltordnung läßt diese Freude einfach nicht zu. Man fühlt sich immer noch nich am tiefsten Punkt der Entwicklungen angekommen, von da es dann nur noch bergauf gehen kann. Vielmehr wie immer noch in einem langen freien Fall, der immer noch kein Ende gefunden hat und nun die Frage aufwirft, wie lange es noch nach unten gehen wir und wie lange der Fall noch dauern wird und was uns alle unten beim Aufschlag erwarten wird. Gerade dieses „alles ist offen“ im negativsten Sinne läßt wohl nicht nur mich irgendwie schon seit Tagen nicht richtig zur Ruhe kommen. Und dabei hätte es ein so schöner Frühlingstag werden können.

Kurzarbeit

Wie überall so Trift es natürlich auch mich, denn auch die Firma in der ich arbeite, muss jeden Tag neu zittern, was die Maßnahmen gegen das Coronavirus mit uns macht. Auch wenn momentan die Auftragslage noch akzeptabel ist, so ist ein Einbruch in naher Zukunft sehr wahrscheinlich, also gibt den Plan, das wir alle ab April auf Kurzarbeit gesetzt werden. Blöd, aber immer noch besser als gleich in diesen Zeiten den Job verlieren und ich denke andere Menschen in anderen Branchen sind mit Sicherheit noch schlimmer betroffen. So zumindest der erste Plan der Geschäftsleitung, wie es erstmal weitergehen könnte um diese Krise zu überstehen. Leider bin ich da nicht so optimistisch , das ich denke, das wir mit dieser Aufgabe noch ganz am Anfang sind und die Möglichkeiten immer noch nicht ausgeschöpft haben. Italien und Frankreich haben bereits eine Ausgangssperre und wenn uns ähnliches trifft, haben wir wieder eine neue Situation und alles was heute noch gut durchdacht schien, kann morgen schon wieder total überholt sein. Jeden Tag scheint sich Die Welt zu ändern und mir scheint es so, wir kommen nicht mehr hinterher.

Montag

..und Start in eine sehr ungewöhnliche Woche.Die Ereignisse, die die Bekämpfung des Covid-19 Virus betrifft, haben an ihrer Informationsüberschlagung das ganze Wochenende aufgefressen. Man hat sich ja kaum getraut, den laufenden Nachrichten mal für 1 Stunden den Rücken zu kehren, aus Angst irgend eine wichtige Wendung oder Warnung zu verpassen. Und so war heute der Tag natürlich auch ganz in der Auswertung der jüngsten Ereignisse gewidmet. Überall im Gespräch, was da über uns gekommen ist, und welchen Weg das noch nehmen soll und wann wir wohl das schlimmste überstanden haben und ob wir uns jemand davon erholen werden. Angst vor der Dynamik und Unsicherheit vor dem steuerlosen Boot, das keiner so richtig weis wo die Reise hingeht und was zu tun ist. Ich merke auch langsam, ds diese Situation aus Endzeitberichten und Hamsterkäufen und Existenzängste mir per Dauerstress auf die Nerven geht und das nicht im übertragenen Sinne. Leichte Ermüdungserscheinungen , die ich kenne, wenn ich wegen einer Sache lange unter Dauerstrom stehe , weil sich ständig meine Gedanken darum drehen. Ich sehne mich schon jetzt nach dem Tag, an dem die Sache beginnt sich zu entspannen und wir alle wieder zur Ruhe kommen können. Man kann fast alles wieder aufbauen, aber der Moment in dem das Erdbeben noch immer nicht vorbei ist, sondern die Erschütterungen immer stärker werden , ist echt eine Belastung.

Garten

Heute Nachmittag …eine Einladung in den Garten meiner Schwiegereltern. Auf Kuchen und Bier. Mal für zwei Stunden so tun, als wäre in den letzten Tagen nichts passiert, was uns alle beunruhigen könnte. Obwohl das Thema natürlich ständig da ist, tat es mal gut, einfach mal raus…und zumindest für ein paar Stunden aus der Spirale der Gedanken zu kommen.

Im Tiefschlaf

Nichts geht mehr in meiner Stadt und offensichtlich auch weit darüber Hinhaus. Restaurants, Kinos, Bars und Kneipen ..alles zu. Es gibt praktisch keine Freitzeitaktivitäten mehr, da ja vieles mit vielen anderen zu tun hat, außer dem gewöhnlichem Spaziergang in einer kleinen Gruppe. So hocken wir alle zu Hause bei unseren Familien und viele sind etwas planlos, was sie anstatt dessen mit der Zeit anfangen sollen, was sie sonst so in dieser Zeit getan hätten. Urlaubs- und Reisepläne lösen sich in Luft auf. Wir wollten eigentlich am Ende des Monats mit der ganzen Familie übers Wochenende nach Warschau und dann ich mit meiner Frau im April nach Athen, alles gestrichen und mittlerweile auch verdaut. Kann man alles nachholen und werden wir auch. Haupthoffnung gilt nun unserem Jahresurlaub im Sommer, von dem wir nicht wissen, ob wir ihn antreten können oder ob wir diesen dieses Jahr auch dem Virus zum Opfer geben müssen. Beruhigt sich die Lage bis dahin, das uneingeschränktes und angstfreies Reisen wieder möglich ist und wird unsere gebuchte Fluggesellschaft bis zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch da sein? Morgen gehts erstmal mit Arbeit weiter, an Alltag wird wohl nicht zu denken sein, alles ungewiss und keiner weis, was uns die nächsten zwei Tagen noch für Veränderungen bringen.

Zu Hause

Das Virus, oder zumindest die Umstände des Lebens, die das Virus mit sich bringt hält uns fest im Griff. Außer heute einmal raus zum Einkaufen waren wir heute den ganzen Tag zu Hause. Wo will man auch hin, wenn ds Ziel fehlt, denn die Stadt und die ganze Welt werden nach und nach immer weiter runtergefahren und schlafen gelegt.So bleibt derzeit nur das Wohnzimmer und das Fernsehen, wo man abwechselnd Filme und Serien guckt und sich dann alle paar Stunden in den Nachrichten informiert, was noch alles auf uns zukommt.Dazu kommt noch der Nachricht, das einer meiner Freunde mit Fieber und Atemnot zu Hause ist und er nun vier Tage auf sein Ergebnis warten muss.Frage mich, wie überlastet die Labore sein mögen , wenn sowas so lange dauert und welchen Ausmaß die Infektion jetzt schon hat, auch wenn sie noch nicht so weitreichend dokumentiert ist. Allgemein gedrückte Stimmung.

Der Pass

Hab von dieser Serie schon vor knapp einem Jahr auf den Plakaten erfahren, die damals überall hingen und bin durch Zufall in der ZDF Mediathek drauf gestoßen. Hat mich gleich so in den Bann gezogen, das ich die Stoffe wohl heute als Ersatzprogramm zum ausgefallenen Freitagfußballabend durchgucken werde.

Meine pflanzliche Woche

Ich habe es geschafft, und das ganz ohne Zwang und Einschränkungen, meine erste rein vegane Alltagswoche ohne Ausrutscher über die Bühne zu bringen.
Schon oft versucht, ob ich es schaffe, mich rein vegan zu ernähren, hielt bisher nur ein oder zwei Tage, dann reichten die Ideen nichtmehr aus, womit man seinen Appetit und Hunger stillen könnte.
Diese Woche (ab Montag) fand ich aber gar nicht so schwer, wie ich mir das vorgestellt habe, denn gute Supermärkte bieten genug vegane Alternativen an, auch wenn man nicht kochen kann.
Bin irgendwie froh, das ich es wirklich über die ganze Woche bringen konnte und somit auch noch viel länger durchziehen könnte. Tja wären da nicht die ganzen Fleischfresser in der Familie nicht um mich rum, und ständig da die Extrawurst zu machen ist mir dann auch zu blöd. Werd aber den Beweggrund nicht vergessen, warum ich vom Fleischessen und generell tierischen Produkten weg will nicht vergessen, was mir dabei helfen wird, die Sache gut zu mischen und oft auf vegetarisch oder vegan umzustellen, sobald ich eine unkomplizierte Wahl habe.

Freitag

Es ist Freitag und diesmal, wie für alle anderen, kein normaler Freitag, den die Meldungen rund um den Virus Convid-19 beherrschen die Gedanken, die Gesprächsthemen und damit den Tag. An Normalität ist nicht zu denken, sondern eher die Sorge, wo das alles noch wirtschaftlich enden soll, wenn man alle rotierenden Räder zum Stillstand bringt. Wie wird die Welt um mich herum wohl aussehen, wenn der Virus schon wieder Vergangenheit ist, und man die Scherben zählt, die die Panik um ihn herum hier hinterlassen hat?

Corona überall

Man kann der Panik, die dieses Virus verbreitet kaum noch ausweichen. Die Maßnahmen die da getroffen werden, um die ganze Sache einzudämmen, leuchten zwar fast jedem ein, aber deren Umgang säht auch jede Menge Unsicherheit und Angst.
So kann ich verstehen, wenn Menschen sich verunsichert fühlen, wenn die Hiobsbotschaften quasi im Stundentakt über uns hereinbrechen. Keine klare Linie, sondern ein „heute gehts noch“ und „morgen schon abgesagt oder verboten“, wirkt halt so, das man sich so verunsichert fühlt, das man nicht genau weis, wo die Sache endet oder wie ernst es in zwei Tagen oder zwei Wochen ist und somit bleibt jeder Phantasie genug zum reinsteigern und selbst eskalieren.
Wieviel Sorgen nun wirklich angebracht sind, dieses Thema soll sich wohl jeder selbst beantworten, je nach Fassung.
Bin eigentlich auch immer der Paniker der ersten Stunde, der sich aber in der zweiten Stunden schon wieder beruhigt, aber die aktuellen Entwicklungen in ihrer Dynamik lassen mich auch irgendwie nicht zur Ruhe kommen. Ich befürchte fast, dieses war nicht mein letzter niedergeschriebener Gedanken zu diesem Thema.

Die Farbe meiner Erinnerungen

Wie fühlen sich Erinnerungen an?
Stelle in letzter Zeit immer wieder fest, wenn ich mich an vergangene Tage erinnere, wie sich die Farbe in meinen Erinnerungen ändert.
Das, was noch nicht so weit zurück liegt, fühlt sich oft so an als wäre es erst gestern passiert oder auf jeden Fall ist es zeitlich schon viel weiter weg, als es sich fühlt.
Ganz alte Erinnerungen hingegen, strahlen mich einfach nur hell und weiß an und haben eine totale Zeitlosigkeit. Passiert ja, Vergangenheit auch, aber dennoch so weit weg, das sie schon irgendwie außerhalb meines Erinnrungsstrom liegen. Wie vollendete Kapitel in meinem Leben stehen sie nicht da wie Dinge, die ich gerade erst erlebt habe, sondern wie weggeheftet aber dennoch nicht verblasster als eine aktive Erinnerung.
Und die Emotionalität in dieser so strahlenden Erinnerung ist so überwältigend und rein positiv als wäre im Laufe der Zeit alles schlechte von diesem Moment abgefallen und nur die reifen Früchte übriggebliebene sein.
So wirken auf mich diese fernen Momente, die sich weniger als aktive Erinnerung anfühlen, sondern eher wie entfernte Sonnen, die einen auch durch noch so weite Entfernungen trotzdem noch blenden können, fast übersinnlich öder göttlich an. Als wäre der persönlich so wichtige Moment in der Vergangenheit zu reiner Energie zerfallen abzüglich jeder schweren Emotion und ohne Zweifel und Ballast.
Diese Wahrnehmung meiner eigenen (mehr als 20 Jahre entfernten Erfahrungen) ist für mich neu. Habe ich bisher Erinnerungen immer gleich wahrgenommen habe ich nun dafür zwei Qualitätsstufen.