Spielrunde am Abend

Gedankenentsorgung

Nachdem ich nun wirklich ganze 4 Wochen lang immer etwas angeschlagen fühlte und noch vor einer Woche nicht ohne Nasenspray über den Tag kam, bin ich heute wieder zum Sport. Nach einer Woche Sicherheitszeit wollte ich ab morgen eigentlich wieder zurück zur Bewegung, aber wenn ich es eh vorhabe und mich gut fühle, warum nicht gleich heute? Einmal da und schon ist man wieder drin, als wäre es nie anders gewesen, und das gibt heute diesem sonst so faulen Sonntag die besondere Note.

..frisch geladen und gleich mal probiert…

Freitagabend …endlich mal wieder Zeit…für eine Oper…auf der Couch mit Kopfhörer..Heute…Tosca.

Es ist Herbst und eine neue Folge Call of Duty ist heute frisch raus und wir sofort gekauft und geladen. Vielleicht komme ich später noch zum Spielen…ein wenig Ablenkung nach dieser niederschmetterndern Woche.

Im letzten Jahr verlor ich meine Mutter an dieser Krankheit und im Sommer erreichte mich die Nachricht, das meine erste große Liebe an den Folgen eines Gehirntumors verstorben ist.
Heute erreichte mich die Nachricht, das bei einer Arbeitskollegin ein Tumor im Kopf festgestellt wurde.
Ja die Arbeit ist ja irgendwie eine kleine Familie und auch wenn es mich diesmal bei weitem nicht so trifft, wie bei Personen, die mir mal wirklich nahe gestanden haben, ist es doch irgendwie ein Schlag und wieder die Gewissheit, das Krebs kein Alter kennt. Wieder trifft es jemanden der bedeutend jünger ist als ich und wieder bewirkt diese Tatsache eine Selbstreflexion auf das eigene Leben und was man selbst eigentlich für ein Glück bisher hat, das man einfach so sein Leben geniessen kann.
Das ganze Wochenende wird wohl gedanklich im Zeichen dieser neuen Tatsache sein, das es den Nächsten erwischt hat und um so mehr darüber nachdenke, desto mehr denke ich auch an die Menschen um diese Kollegin herum, die nun direkt mit dieser Situation fertig werden müssen.
Es ist Freitag und das Wochenende steht vor der Tür und ich habe vor, es mit denen zu geniessen die mir lieb und um mich rum sind…man rückt wieder ein Stück näher zusammen.
Diesmal war es gar nicht so lange her, als ich das letzte Mal hier war. Doch diesmal ist wieder alles ein wenig anders anders als beim letzten Mal. Immer mehr habe ich das Gefühl, mit jedem Tod um mich herum, stirbt auch ein Teil von mir und ich bleibe allein mit unseren gemeinsamen Erinnerungen zurück. Je mehr gehen, desto mehr Last bei mir, desto schwerer trägt sich das Ganze.

Derzeit ist mir einfach nach „Film“…keine Lust auf Serien und keine Lust auf Dudel TV und erst recht keine Lust darauf, mit etwas anzusehen, was ich schon kenne. Lust auf neue Filme..Stöber hier und da die Streaming-Dienste durch ..2-3 Filme täglich derzeit..weil mir genau danach ist.

Der gestrige Samstag ging wieder komplett für das Heimspiel drauf, was wir wieder verloren, aber wieder den Tag gewonnen. Mit Treffen weit vor dem Spiel und noch einen langen Kneipenabend nach dem Spiel war der Tag wieder ein Gewinn und ein so schöner Tag, das man nun den ganzen Sonntag braucht, um sich halbwegs wieder zu regenerieren.

Jetzt fallen die gelben Blätter in Massen von dem Bäumen und beim richtigen Licht, wirkt der Herbst gar nicht so depressiv. Heute ist der erste Tag , nach nun fast drei Wochen, an dem ich mich wieder als komplett wiederhergestellt fühle, nachdem ich mich seit genau dieser Zeit irgendwie immer mehr oder weniger angeschlagen gefühlt hatte. Offensichtlich hatte ich mit irgendetwas zu kämpfen, was nun hinter mir liegt.

Heute zeigt sich der Herbst von seiner schönsten Seite. Eine sonnenteicher Tag gib mir das Gefühl, als wäre es Anfang Oktober. Wieder mal mit dem Gefühl in der Zeit einen Monat zurück.

Heimreise ..auf dem schnellsten Weg. Sind wir doch bis hier hin in einem Reisetag und einer Reisenacht angereist, gehts nun in etwas über einer Stunde den ganzen Weg zurück.

Dienstagmorgen in aller Früh heißt es nun Abschied nehmen von dieser Stadt und unserem Tiny-Appartment, was klein aber total ausreichend war. Zurück geht’s nach Hause und ich freu mich, das die ersten zwei Tage dieser Woche schon hinter mir liegen werden, wenn morgen wieder der Alltag losgeht.


…oft im Urlaub…wenn ich irgendwo „neu“ bin…kommt dieses Spiel wieder …

…und auch hier heute das passende Herbstwetter dazu. Nutzen den Tag um ein bisschen durch die Läden zu schlendern, mit der typischen alten nostalgischen Tram zu fahren und natürlich …einmal noch Pasta essen..schließlich sind wir in Italien.








Kleine Abendrunde und wieder verändert sich das Bild dieser Stadt. Es scheint mir fast, als wenn hier nach Einbruch der Dunkelheit nochmals mehr los ist als am Tage. Einmal den Dom schön angestrahlt sehen und einmal vor der berühmten Mailänder Scala stehen.











Heute mit einer Stadtrundfahrt alles abgefahren, was wir uns gestern schon abgelaufen hatten. Trotzdem heute nochmal alles in sonntäglicher Ruhe angesehen und lecker essen gewesen.











Angekommen in Mailand…mit dem Schlafwagen-Nachtzug aus München. Hab mir diese Fahrt irgendwie ruhiger vorgestellt, daher war schlafen nur sporadisch möglich und so kommt man einfach nicht früh ausgeruht in am Ziel an, wie man sich das so beim Nachtzugreisen vorstellt . Dafür heute so früh da gewesen , das wir zumindest den Domplatz einmal fast leer gesehen haben.








Und weiter geht’s mit einem kleinen Abendteuer. Die Reise von Berlin nach Mailand wird komplett mit dem Zug zurückgelegt. Erst mit dem ICE nach München und nun den Rest über nach in einem Schlafwagen. Wollte ich schon immer mal machen und gerade jetzt, wo viel darüber diskutiert wird, wie das nachhaltige Reisen der Zukunft aussehen soll, wollte ich einmal nicht nur mit dem Flugzeug verreisen, sondern einfach mal selbst erleben, wie es mit dem Nachzug ist. Ist es wirklich ein fahrendes Hotel, was mich ausgeschlafen am Morgen am Ziel abwirft, oder ist die Fahrt über Nacht (mit Schlaf) irgendwie doch keine Alternative?






Ich war noch nie in meinem Leben in einer Kunstausstellung. Auch fehlte mir in den bisherigen Lebensjahren auch irgendwie der Zugang, aber intuitiv wollte ich auch mal was Neues in mein Leben lassen, als ich hier in München am Haus der Kunst vorbei kam…und Zeit und Lust hatte. Hab’s nicht bereut …viele ganz neue Eindrücke hinterlassen eine gedankliche Nachbearbeitung dieser Eindrücke.




