Piccata Milanese

Gedankenentsorgung

Nach nur drei Arbeitstagen ist nun wieder das Wochenende erreicht, aber die kurze Woche hatte es wieder mal in sich. Einer meiner Kollegen, zu dem schon länger ein schwieriges Problem besteht, hat sich nun komplett in meine Zone der totalen Ignoranz katapultiert. Eine sehr schwierige Persönlichkeit mit der ich immer wieder Probleme hatte, und diese Wogen dann immer so glätten konnte, in dem ich die Hand des Friedens reichte und ich immer den Schritt auf ihn zu machte und ich es immer war, der versucht hat, mich so anzupassen, das er keine Kritik an mir findet…einfach nur des heiligen Friedens wegen. Die letzen Monate waren wir immer wieder im kurzen Gespräch und ich versuchte zu helfen wo ich konnte und täuschte sogar reges Interesse an seinem langweiligen Geschwätz vor, nur um den Frieden irgendwie zu wahren. Tja und nun hatte nichtmal das gereicht, und ich höre es aus allen Ecken…Gefühle wie Neid kann ich bei ihm wohl nicht dauerhaft wegheucheln. Immer wieder gab diese Rückschläge, aber nun ist alles ein wenig anders, denn nun bin ich nicht „der“ mit dem er nicht kann, sondern es sind neben mir so ziemlich auch alle anderen Kollegen. Da ich mit allen andern „außer“ ihm eigentlich ganz gut klar komme, ist er es nun der sich da selbst mit seiner angreifenden Kommunikation selbst ins Abseits befördert hat.
Somit herrscht keine Grüppchenbildung um „verfeindete“ Parteien, sondern wir gehen uns so gut es geht aus dem Weg und beschränken uns auf das der Höflichkeit Mindeste. Damit kann ich wunderbar leben und hoffe insgeheim, das ihm genau dieser Status ebenfalls gefällt, in dem wir uns einfach nur in Ruhe lassen. Ich kann weiterhin mit allen anderen Kollegen gut auskommen und er kann weiterhin mit sich selbst sein stilles Süppchen kochen. Solange er seine Arbeit schafft, sollte das auch kein Problem sein.
Das Arbeitszeit auch Lebenszeit ist und das ich mir das selbst niemals so unerträglich unsozial gemacht hätte, wie er im Verlauf dieser Woche, zeugt davon, das wir wahrhaftig in total verschiedenen Welten leben.
Ich fühl mich durch die Beschränkung auf „Tach und Tschüß“ fast irgendwie befreit, das ich mich nichtmehr irgendwie ständig um ihn kümmern muß und für alles , was ihn so stört Verständnis heucheln muß. Was ihm jetzt nicht passt , macht er nun einfach mit sich selbst aus..das Wichtigste ist..er läßt mich dabei ihn Ruhe..so glaube ich ist es am Besten …zumindest für mich.
Daher fühle ich mich heute irgendwie befreit und beflügelt..durch die letzen Tage..





Nach einem halben Jahr, bin ich nun doch zu Audible zurückgekehrt. Die Lust auf ein schönes Hörbuch wurde in letzter Zeit immer größer. So tauche ich wieder ein, in die Welt meiner eigenen Vorstellungskraft und lasse mich in Geschichten mitnehmen.

.eigentlich der Tag an dem es ab Nachmittag gedanklich schon so langsam in Richtung nächste Arbeitswoche geht. Diesmal nicht, denn morgen bin ich noch krankgeschrieben und Dienstag ist Feiertag, was dann heißt unsere Woche startet erst am Mittwoch wieder. Also noch weitere zwei Tage entspannen und was genauso angenehm ist, dann ist nur eine kleine Drei-Tage-Woche zu schaffen und dann steht schon das nächste Wochenende ins Haus. So langsam habe ich auch die noch so bequeme Couch auch als Rückzugsort über, was heißt das es so langsam auch mal Frühling und Gartenwetter werden könnte. Draußen liegen und Abends grillen…das wärs doch wieder mal.
..hatte ich schon länger auf meiner Lise, der Dinge, die ich mal ausprobieren wollte. Heute mal schnell zum Frühstück gemacht.

Nach knapp 12 Wochen immer noch begeistert dabei. Im letzten Dezember angefangen zu spielen….mitten im Winter…und nun sieht’s schon fast nach einem frühen Frühling aus.

Eine Scheine Brot..Butter..Harzer Käse..Kräuterquark..Gurke..Tomate..Salz und Kräuter…einfach..und frisch.


Was für eine Zeit, in der die Welt seit Jahren nicht zur Ruhe kommt. Erst stellte Corona alles auf den Kopf und nun scheint sich Corona so langsam zu verabschieden, da fällt uns eine Kriegseskalation in den Alltag und in die Sorgen. Wenn man gedanklich gar nicht mehr zur Ruhe kommt…
Hab mich ja schon letzten Sonntag krank gefühlt und den Montag auf Arbeit dann doch sehr quälend gerissen. Mit Corona im Haus kann man sich den Rest aber auch einbilden. So zeigt bis heute jeder meiner Tests negativ an und nur der meiner Tochter gut positiv. Trotzdem habe ich mich nun für den Rest der Woche krankschreiben lassen und heute fast den ganzen Tag verschlafen, was mir doch zeigt, das ich irgendwas in mir habe, auch wenn’s kein Corona ist.
Nicht das die Welt schon eh mit dem Krieg in der Ukraine auf dem Rahmen zu fallen scheint, kommen dazu noch Probleme der alten Katastrophe auf uns zu.
Das vergessene Coronavirus wütend in der Großfamilie und hat schon Zwei, die sich gestern nicht so fühlten, heute als positiv bestätigt. Zu allem Überfluss ist unsere Tochter mit meinem Vater heute unterwegs, und von unterwegs kam die Nachricht, das ein Routinetest um in die Veranstaltung zu kommen positiv ausgefallen ist. Klar sind die Kinder mit ihrem Aufenthalt an den Hotspots des Virus, den Schulen, viel eher davon betroffen, aber dennoch hatten wir die Gefahr des Viruses schon fast abgeschrieben.
Am Wochenende wollten wir eigentlich nach Paris, aber nun scheint uns der Virus einen Strich durch diese Rechnung machen zu wollen. Ein zweiter Test meiner Tochter in einem Testzentrum fiel nun positiv aus, womit wir nun den Weg, samt umgewisser nervenden Wartezeit, gehen werden, morgen erstmal einen klärenden PCR Test anzustreben.
Wiedermal steht alles auf der Kippe und aus den Planungen wird eine gewisse Unsicherheit, was da im Falle einer Infektion auf uns zukommt. Nicht das man mit der eskalierenden Situation in der Ukraine schon genug Sorgen um das sichere leichte Leben hätte, nun kommt dieses Virus uns auch nicht n die Quere.


Kaum zu glauben, denn dieses Buch von Koontz habe ich im letzten Sommerurlaub angefangen zu lesen. Die Geschichte war nicht gerade die packendste und auch ansonsten hatte ich im letzten halben Jahr nicht oft den Zugang zum Lesen. Somit hat’s ein bisschen gedauert, diesen Schonken zu beenden. Selbst zum Schluss hin wurde es nicht spannender und somit bin ich froh, dieses Buch nach so langer Zeit einfach nur abgeschlossen zu haben.

Man kann sich hier und heute kaum vorstellen, was es bedeuten würde, auf einmal im Krieg leben zu müssen. Keine Lebenssituation kann ungewisser und beängstigender sein als die ständige Angst ums eigene Leben und das Leben der Menschen um einen herum, die man nicht mehr beschützen kann. Über Nacht ist nun was eingetreten, was ich in Europa nicht mehr für möglich gehalten haben. Auch ich konnte bisher immer die russischen Bedenken einer, sich immer weiter ausdehnenden, Nato irgendwie verstehen, aber jedes Putin–Verständnis ist mit dem Überschreiten dieser roten Linie komplett erloschen. Das Beenden jeder Diplomatie und die Fortsetzung des Konflikts mit Gewalt…raubt mir jedes Verständnis und jede Hoffnung an die Sicherheit in Europa.
