Nach einem Gespräch bleiben wieder die Gedanken an besprochener Thematik hängen.

Es ging um Langzeitsingles.

Immer irgendwie ruhelos auf der Suche zu sein und dadurch immer unter dem eigenen Druck zu stehen, in der Hoffnung, die Situation würde sich bald ändern.

Ich selbst war nie lange Single, aber ich kann mich an diese Zeiten noch gut erinnern, auch wenn sie schon sehr lange her ist.

Immer das Gefühl es würde was fehlen und das sich dieses bald mal ändern müsste.

Die großen Hoffnungen, die man in einer Chance auf eine Beziehung sieht (oder nur die Chance Jemanden kennenzulernen) und dann das große Gefühl der Enttäuschung, wenn dann dich wieder alles beim Alten bleibt.

Die Resignation beim Vergehen der Zeit und die quälenden Zweifel, ob da überhaupt noch mal Jemand in mein Leben kommt.

So gut und intensiv ich mich daran erinnern kann, beschreibt es doch nur das Gefühl von wenigen Wochen.

Wie hart muss diese Tendenz sein, wenn man sich jahrelang als unfreiwilliger Single durchs Leben bewegen muss?

Ein Gespräch mit einem Langzeitsingle kann diese Gefühle nicht beschreiben, jedoch sind es einige Äußerungen, die mir stellvertretend für diese Situation im Gedächtnis geblieben sind.

Er meinte, das man sich als Langzeitsingle sich in so ziemlich jede dritte Person etwas verliebt, mit der man Kontakt hat.

Bei simplen Flirts ist es fast Jede, die dann schon Schmetterlinge verursacht.

Es liegt wahrscheinlich daran, das hier der Wunsch nach Nähe einen so sensibel reagieren läßt.

Umso mehr Zeit als Single vergeht desto schlimmer und trauriger wird’s eigentlich aber umso besser lernt man mit einem Bein zu laufen.