Gleich zu Beginn des Jahres starb eine Freundschaft endgültig, die schon lange im sterben lag.
Irgendwann war es wirklich der berühmte Tropfen, der das Fass überlaufen lies.
Am Ende reagierte er nichtmehr auf meine Kontaktversuche, strafte mich mit Ignoranz bei vollem Bewusstsein, wie schädlich ich sowas für jede Art von Beziehung oder auch nur für gesunde Kommunikation finde.
Sicherlich war er der Annahme, das ich (wie immer) irgendwann wieder den ersten zweiten und dritten Schritt auf ihn zu machen werde, ganz gleich wer sich von uns falsch verhalten hat.
Eine solche Freundschaft ist einfach Keine.
Ich habe Jahre gebraucht, dies zu kapieren, das irgendwo ein Gleichgewicht der Dinge herrschen muss.
Nun ist es also vorbei und auch wenn ich irgendwie daran zu knabbern habe, habe ich die tiefste Überzeugung in mir, das dieses ein notwendiger und der richtige Schritt war, hier ein Schlussstrich zu ziehen.
Nichtmal das konnte ich ihm verkünden, da mich der Herr zu dieser Zeit für mich nicht zu sprechen war und er in keiner Weise auf mich irgendwie reagiert habe.
Nun sind Wochen ins Land gegangen und heute meldete er sich wieder bei mir per SMS.
Er bringt eine „Erklärung“ an, die als solche sein Verhalten nichtmal im Ansatz entschuldigen könnte, ganz im Gegenteil, es wirkt eher lächerlich.
Auch wenn ich noch genauso davon überzeugt bin, die Sache ruhen zu lassen und uns beide unseren verschiedenen Lebenswege gehen zu lassen, wühlt mich das auch wieder irgendwie auf.
Die Ruhe, die ich durch den Abstand erfahren habe, ist nun weg.
So trifft mich die SMS heute leicht zweischneidig.
Auf der einen Seite kommt der erste Schritt mal nicht von mir sondern von ihm, aber auf der anderen Seite ist es nur ein kleiner Schritt, der wahrscheinlich die nächsten 10 Schritte auf ihn zu von mir erwartet…und so hoffe ich irgendwie….er besinnt sich wieder auf seine egoistische Art, die ihm weitere Schritt in meine Richtung schon aus Stolz verbietet.