Weihnachten 2020


Gedankenentsorgung


Bei diesem etwas anderen Weihnachten, warte ich die Zeit ab mit ein paar anderen Weihnachtsfilmen. So laufen erstmal alle Stirb Langsam Filme durch…Dank Netflix. Sonst mit den Vorbereitungen auf die großer Weihnachtsparty beschäftigt fehlt dieser Stress heute mal ganz und es geht an diesem Vormittag noch etwas gemütlich zu. Einfach mal anders als sonst.

Durch den zerrissenen Alltag, auf das Wochenende nur einen Tag arbeiten gewesen zu sein und seit dem in den Weihnachtsferien zu sein, stellt sich mein „Aus der Zeit gefallenes“ Gefühl diesmal sehr schnell ein, was mir immer auch sofort das Gefühl gibt, der Erholungseffekt setzt ein.
Dieses „in den Tag hineinleben“ hat bei mir jetzt schon den Stand erreicht, das ich auf Anhieb nichtmal den aktuellen Wochentag nennen könnte, ohne kurz darüber nachzudenken.
Ein gutes Zeichen dem Trott schnell entkommen zu sein.


Eigentlich waren wir heute bei meinen Eltern zum großen „Vor“ Weihnachtsessen eingeladen, haben aber dieses aus Gründen der Vorsicht auf Eis gelegt. Es war der Wunsch meiner Mutter, das wir uns das Essen trotzdem bringen lassen sollten und somit hab’s bei uns heute doch diesen Braten, aber jeweils gut 10 Kilometer voneinander entfernt. Da bei meiner Mutter im Januar die nächste Chemo starten soll, wollen wir einfach jedes Risiko vermeiden, das dieses Virus mit sich bringt. Daher ist dieses Jahr alles etwas anders, sogar die Weihnachtszeit , aber auch damit sind wir nicht allein.



..geht die Sonne nochmal glutrot auf, bevor hier alles wieder in einem Winterschlafähnlichen Zustand des Lockdown2 versinkt. Wann alles wieder normal wird, keiner weiß es.

Heute nach dem Ausschlafen mich drei Stunden CoD Coldwar gewidmet und schon scheint der Tagesteil mit Licht schon fast vorbei zu sein. Kämpfe mich durch den Rest der Arbeitswochen genauso durch wie durch dieses Spiel.


..In diesen Tagen ist wieder Bloggeburtstag und dieses Mal jährt sich meine kleine Gedankendeponie zum 14. Mal.
Was alles damals aus purer Neugier bei Blog.de anfing, wurde schnell zu meiner eigenen Therapie, Dinge die mir auf der Seele liegen einfach wegzuschieben und das Gefühl zu haben, es einmal ausgesprochen zu haben. Persönliche Gedanken in meinen Blogeinträgen waren dann dort weggeparkt und damit der Kopf nach dem Schreiben wieder frei.
Schon früh wurde mir klar, das ich in erster Linie für mich selbst schreibe und es gar nicht darum geht, ob und wie viele sich das wirklich antun, was ich aus meinen Gedanken lasse.
Trotzdem gehe ich den öffentlichen Weg, da so das Gefühl herrscht, ich würde es dann irgendwie doch der Welt erzählen und vielleicht damit sogar irgendwann irgendwo irgendjemand einen Nutzen bringen. Das Internet und meine Worte darin, werden nichts vergessen und mich wahrscheinlich überleben, was irgendwie das Gefühl vermittelt, alles was ich hier niederschriebe bleibt bestehen und überdauert die Zeit. Der grundlegende Wunsch in uns allen tiefe Fußstapfen der eigenen Existenz zu hinterlassen, die Zeitdokumente sind und vielleicht auch irgendwann einen Nutzen hinterlassen trägt das Ganze und gibt es seinen Sinn.
Nun also seit 14 Jahren mal tiefergehend und mal flach und auf den ersten Blick bedeutungslos ..ist trotzdem jeder Eintrag ein Zeuge eines Moments meines Lebens.
..ist dieser Abstand zwischen den Nächten heute. Schon jetzt zeigt sich das diese Jahreszeit von der düstersten Sorte. Früher gab es bei dieser Wetterlage in dieser Jahreszeit meist den ersten Schnee, aber Schnee wird immer seltener und immer öfter wird diese geblgraue Tagessuppe..noch nicht richtig hell und dann schon wieder fast Nacht. Eigentlich ist der frühe Dezember bei uns die Zeit in der sich die Familiengeburtstage nur so häufen und wir dann nach und nach in Familie feiern und uns neben der Gartensaison auch oft sehen. Dieses Jahr ist verständlicherweise alles ein wenig anders und man gratuliert sich nur einfach schnell am Telefon, im engsten Kreis geht man kurz mal vorbei, große Parties wie sonst, gibt es dieses Jahr einfach nicht. Und schon dieses Tatsache läßt den Dezember anders aussehen , da irgendwie ein Ritual fehlt, was so nach und nach auf die Weihnachtszeit einstimmt.
Das in dieser Zeit jeder der Großfamilie irgendwie „jeder für sich“ ist und irgendwie zu Hause die Zeit abwartet, ist gerade an so einem Tag ohne Tageslicht schwer.
Obwohl ich nicht allein bin, fühle ich mich isoliert.
Gestern Abend kam unsere Tochter ins Wohnzimmer und bat darum, sich hier ihre alten Babyvideos ansehen zu dürfen. Da uns das fernsehen langsam zum Hals raushängt, bin ich diesem Wunsch nachgekommen und auf einmal gesellte sich unser Sohn ebenfalls dazu. Ich fand es bemerkenswert, da es normalerweise nicht so einfach von seinen Computerspielen wegzuziehen ist. Aus dieser spontanen Idee wurde dann ein lustiger Familienabend an dem wir uns gemeinsam ein altes Video nach dem andren ansahen.
Was mich daran freut, das es irgendwie so spontan und ungezwungen zu einem Familienabend wurde, der gestern echt ein kleiner Lichtblick in dieser eher düsteren Zeit war.
Dieser Winterblues fällt heftiger aus und er wird noch viel heftiger ausfallen. Das war ja vorauszusehen ds die Situation um uns herum mich spätestens zum Winter hin ganz schön auf den Keks geht.
In meiner derzeitigen Mischung aus Abgeschlagenheit und Corona-Perspektivlosigkeit fühlt sich das Leben irgendwie sehr zäh an. Der seit Monaten gezwungene Wechsel zwischen Arbeitsplatz und heimischer Couch, der kaum was Anderes zuläßt sägt an den Nerven ud an der Stimmung. Konnte man in den Corona-Sommermonaten noch wenigstens viel Zeit draußen verbringen und so tun als wäre alles in Ordnung, so ist das nun bei dieser ganztägigen Nacht, die durch eine kurze Phase von Wintergrau unterbrochen wird, kaum noch möglich.
Das Schlimmste am runtergefahrenen Leben ist eigentlich die Tatsache, das man keinen Lichtblick hat, bis wann das alles noch gehen soll und das eben kaum noch was passiert, was einen Austausch oder Kommunikation bedarf. Man erlebt nichts mehr und auch vielen anderen geht es so. Selbst wenn man sich nun treffen würde, könnte man sich kaum was neues berichten, außer wie sehr uns diese Gesamtsituation ankotzt.
Hab es früher immer belächelt, wenn man Gefängniszellen mit Fernseher und Unterhaltungselektronik gesehen hat. Was dies für eine Strafe der Monotonie ist, verstehe ich jetzt.
Gedanken über das Leben, was es für ein Leben ist, wenn es nur aus Warten besteht…aber vielleicht hat selbst dies einen tieferen Sinn, den wir nur derzeit nicht verstehen.
Nach drei Tagen Quarantäne ein kleiner Spaziergang gegen den drohenden Hüttenkoller. Ein bisschen raus, wenn das Wetter schon so sonnig einläd. Gleich gemerkt, wie schnell man körperlich abbaut, wenn man in der Wohnung gefangen ist.

War schon früher fasziniert von dieser Serie und ihrer ruhigen Erzählweise. Vor zwei Wochen die gesamte Serie bei Prime entdeckt und seitdem gibt es bei mir jeden späten Abend eine Folge. Ich bin eigentlich nicht so der Krimifan, aber Derrick ist irgendwie anders.

Heute wäre es mal wieder soweit, das meine Heimatstadt dem großen Derbysieger verfallen würde. Wir wären jetzt alle im Stadion wenn wir Karten hätten und wenn nicht dann zusammen angespannt in irgendeiner Kneipe.
Die Situation um die Geisterspiele und Kontaktverbote nimmt der ganzen Sache irgendwie den Schwung und die Leidenschaft, die sich sonst heute hochkochen würde.
Nun sitzt irgendwie jeder für sich alleine zu Hause und wird dann später auf den Fernseher starren und ein Mindestmaß an „miteinander“ im Fußballchat ausleben.
Und so versichert wieder ein Stück Lebenszeit in dieser Corona-Krise, in der wir eigentlich was anderes vor hatten.
Nachdem meine Frau und ich uns seit dem letzten Wochenende mehr schlecht als recht durch die Woche plagen und nun bei uns beiden Kopfschmerzen und Husten zu der ungewöhnlichen Müdigkeit dazugekommen ist, gingen wir nun den Weg zum Arzt um uns krankschreiben zu lassen. Einmal mit diesen Symptomen beim Arzt angekommen, standen wir auch schon in der Schlange der Leute, die sich heute auf Covid19 testen lassen.
Nach der allbekannten Testprozedur bin ich nun in meinem Bett angekommen und frage mich, ob es mich erwischt hat, oder ich einen der tausenden anderen Wintertypischen Infekte erwischt habe.
Vielleicht schlafe ich die Zeit meines Hausarrestes bis zum Testergebnis einfach durch.
..und wieder ging ein Wochenende im Schnelldurchlauf vorbei und wieder einmal merke ich jetzt auch wie durch ich eigentlich so bin.
Könnte gleich von hier aus in eine Mehrwöchige Auszeit starten.
Halte mich heute an die zwei guten Dinge..Das eine ist, das es nur noch 17 Arbeitstage sind, die es zu schaffen gilt und als zweites, danach habe ich fast drei Wochen frei.
Habe diese Auszeit am Ende des Jahres so richtig nötig und bin auch überhaupt nicht mehr enttäuscht über die Situation ,das in diesem Jahr zwischen den Jahren Pandemiebedingt kaum etwas stattfinden kann. Die Ruhe die mich da erwartet, soll mir herzlichen willkommen sein.