Zocken
Und wieder vor der Glotze. Abwechslung vom Filme und Serien gucken bringt nur das Zocken irgendwelcher Spiele…Noch eine willkommene Ablenkung , aber ich glaube irgendwann hängt mir der viereckige Kasten auch zum Hals raus.

Gedankenentsorgung
Und wieder vor der Glotze. Abwechslung vom Filme und Serien gucken bringt nur das Zocken irgendwelcher Spiele…Noch eine willkommene Ablenkung , aber ich glaube irgendwann hängt mir der viereckige Kasten auch zum Hals raus.

…nach Ossi-Art..

Wieder eine Runde spazieren gehen, heute mal eine Größere. Einmal raus, schon sieht der Tag etwas anders aus, in Zeiten in denen man nicht so kann wie man eigentlich will.


Eigentlich wollte ich jetzt mit meiner Familie im Auto sitzen und bereits kurz vor Warschau sein, wo wir das Wochenende verbringen und die Stadt kennenlernen wollten. Anstatt dessen sitzen wir hier alle zu Hause in bekannter Situation zwischen Hoffen und Bangen. Ohne richtige Perspektive und keine Ahnung wie lange das alles noch geht und wann und wie alles enden wird. Nicht nur mein Jahr mit meinen Plänen läuft anders als gedacht, aber irgendwie stimmt es einen doch nachdenklich. Nicht unbedingt sauer oder traurig über die Tatsache, das diese Reise nicht stattfindet, sondern über die Tatsache, das auf einmal so elementare Probleme und Ängste auftauchen können, die an einem nagen. Ich kann nur noch hoffen, das dieser Albtraum schnell enden möge und diese Ungewissheit sich endlich in eine planbare Perspektive umwandelt.
Elf Jahre hatte ich meinem Provider O2 die Treue gehalten und hätte es wohl nochmal 11×11 Jahre, wenn ich nicht im letzten Herbst das Gefühl nicht loswurde, man nimmt mich nicht ernst oder will mich einfach nur verarschen. Bis mir der Kragen platzt muß einiges passieren, aber das hat O2 geschafft. Daraufhin wurde ich noch einige Male angerufen und man wollte mich zum bleiben bewegen und fragte nach meinem Kündigungsgrund, den ich dann jedes Mal neu erzählte…Man wollte sich jedes mal darum kümmern, bis zuletzt. Nun ist der Vertrag endlich ausgelaufen, meine Nummer endlich „nicht mehr vergeben“..Nach 11 Jahren ist das schon komisch wenn sich was ändert und sei es nur die Handynummer.Bin über die Tatsache, das meine alte Nummer nicht mehr zu erreichen ist, froh…ist es doch ein Indiz dafür, das man mich dort in Sachen Kündigung doch verstanden hat.
Es fällt schon auf, das wir anders miteinander umgehen. Kommt mir auf den einsamen Pfaden meines Spazierweges doch mal Jemand entgegen, so passiert man sich voller Skepsis im größtmöglichen Abstand. Wir alle leben in einem Zustand, in dem der soziale Kontakt nach aussen nicht mehr ist, der es mal war. Irgendwas zwischen stark reduziert bis hin zu Null-Kontakt ist da die Regel. Ich frage mich nun, was das aus uns macht, wenn wir nun lernen uns besser aus Angst aus dem Weg gehen. Ich halte diese Maßnahmen zwar auch für notwendig, aber macht mir dennoch Gedanken, welche Spuren diese Zeit, von der keiner weis wie lange diese dauern wird, in uns hinterlassen wird und wie uns das verändern wird. Bleibt am Ende etwas von der Angst vor anderen Menschen übrig, wenn man einmal so in der Angst versunken ist? Gewöhnen wir uns ein Stück weit an das eigenbrödlerische Leben? Momentan stellt die halbe Welt seine sozialen Gewohnheiten um und ich habe Bedenken, das etwas davon bleiben wird und unser Miteinander nicht mehr so aussehen wird, wie es mal war, weil wir anders sind und immer ein Stück weit vorsichtig bleiben.
Eine Stunde mal vor die Tür und raus Bewegung in der Sonne wirkt Wunder. Eine Stunde, die mich mal rausreißt aus der Isolation hier und aus dem gleichen Trott zwischen Bett und Couch. Bewegung die so gut tut und man sich danach so ausgeglichen fühlt. Wichtig um nicht den Hüttenkoller zu bekommen.

Zweiter Netflix-Film des Tages und wieder mal einen mit unerwarteten Wendungen und spannender Unterhaltung erwischt.

Ich bin ja ein Fan solcher Zaubertränke und wenn ich dann noch einen empfohlen kriege, von dem der wenige sagt, er fühle sich nach der Kur besser, bin ich schnell dabei dieses auch auszuprobieren.
Also gleich mal bestellt und schon nach drei Tagen frisch aus Österreich eingetroffen, mein neuer Zaubertrank. Sicherlich kann man sich das alles auch so einreden das es einen suggestiven Effekt gibt, aber schon deswegen glaube ich an meinen neuen Zaubertrank.

Heute Teil 2 von „Schwiegereltern haben gekocht“.

Seit einiger Zeit wirbt dieser Film bei jedem meiner Starts von Netflix für sich. Da ich ja nun genug Zeit habe, dachte ich, ich guck mir die Nr.1 der Liste mal an. Der Film bekam von mir einen Daumen hoch. Die Geschichte, die da sehr einfach erzählt wird, läßt mich schon etwas grübelnd zurück. Und genau das macht ja einen guten Film aus, der irgendwie im den Gedanken Hägen bleibt, auch wenn er schon läge vorbei ist. Der einzige Beigeschmack ist meine Frage, ob man die Geschichte nicht hätte mit weniger Brutalität erzählen können. Da es aber keine Gewaltverherrlichung ist, sondern eben eher eine absolut widerwärtige Gewalt, denke ich mal, das man den Zuschauer in aller Form einfach schocken wollte um den Inhalt noch drastischer zu erzählen. Trotzdem ein guter Film und absolut empfehlenswert.

Ja irgendwie alles anders.Der Alltag fühlt sich ein wenig so an, wie der zu meinen Zeiten in denen ich mal frisch arbeitslos war, nur mit ein paar Unterschieden. Man kann nicht einfach mal so raus, denn erstens ist draußen eh nichts los und es gibt kein Ziel wo man hin kann, denn Besuche bei Freunden fallen aus und nichtmal der Besuch einer Eisdiele ist möglich. Man kann nur draußen sein um des draußen sein willens ohne Ziel umherirren und sich mit Niemanden treffen. Also findet das Leben in der Wohnung statt..und dann logischerweise vorm Fernseher oder Macbook. Bei den Kids siehts eher nach großen Ferien mit Stubenarrest aus. Deren Tag kippt immer mehr in die Nacht und findet immer mehr vor dem Handy oder dem Gaming-PC statt, aber ich lasse sie , denn auf ihr Leben steht Kopf und da muss ich nicht versuchen Struktur reinzubekommen, wo um uns herum derzeit auch keine ist. Wäre es eine Zustand mit einem vordefinierten Ende, könnte man die Zeit irgendwie versuchen sinnvoll zu nutzen, aber gerade diese Ungewissheit läßt einen nicht zur Ruhe kommen, als das man diese freie Zeit auch nur ansatzweise geniessen kann. So bin ich wohl nicht der Einzige, der jeden Tag die Medien verfolgt und immer wieder die Hoffnung hat irgendwo einen kleinen Funken zu erhaschen der darauf hindeutet das dieses nur eine Phase ist, und irgendwann alles wieder so ist wie es mal war, oder zumindest so ähnlich.
Gerade mal am letzten Wochenende beschlossen, wurde das Aquarium gestern geliefert und gleich heute Abend hielt es meine Frau nicht länger aus und mußte sich gleich an dessen Aufbau machen. Erstmal leuchtet nun ein trübes Milchglas im Wohnzimmer und bevor Pflanzen oder gar Fische reinkönnen, muß dieser neue Lebensraum sich erstmal ein paar Wochen setzen. Der Anfang ist gemacht…

Jetzt in Krisenzeiten, rückt man irgendwie zusammen, selbst dann wenn man physisch auf Abstand gehen muss. So ist es Immer ein schönes Gefühl, zu wissen , eine Familie hinter sich haben auf die man sich verlassen kann. Allzuoft als Normalität gesehen, wird gerade in solchen Zeiten sichtbar, auf was es im Leben eigentlich wirklich ankommt. Da ich kaum kochen kann, wurden wir heute von den Schwiegereltern beliefert und ich musste das vorgekochte Essen praktisch nur warm machen und schon war das Menü fertig…mehr als nur ein Essen.

Manchmal wenn ich zu Hause bin und sehr lange viel Zeit habe, kommt der Moment, die Idee, mir mal wieder die alten Bilder anzusehen. Weit und tief in meiner Vergangenheit entspringen ziehen sich mich wieder zurück in diese Zeit, als fast lebendige Erinnerung. Unterlassende Digitalaufnahmen, als wäre kaum Zeit vergangen. Nach und nach fällt man immer tiefer in diese melancholische Fahrt der eigenen Resümees.

So ganz in der persönlichen Quarantäne geht es doch nicht. Und wenn es nur eine Stunde am Tag ist, aber diese kleine Unterbrechung am Stubenhocken gibt den Tag schon irgendwie eine ganz neue Note. In dieser kleinen Gefängnisrunde fällt mir immer wieder auf in welchem Kontakt das Leben heute zu dem steht, was man noch vor ein paar Wochen als selbstverständlich draussen bezeichnet hat. Mir fehlen die geselligen Rundem im Garten, die ersten Grillabende aber auch der Besuch im Garten meiner Eltern, den wir nun leider zum Gegenseitigen Schutz nicht besuchen können. Irgendwie ist alles eher und trostloser und wirkt bei dem strahlenden Wetter noch trauriger. Umso länger man in dieser Situation zu recht kommen muss, desto mehr merkt man auch, was man eigentlich alles erstmal verloren hat.


Was fängt man an mit der ganzen Zeit, die man nun zu Hause verbringen muß? Wir haben uns jetzt (Danke Amazon) ein Aquarium liefern lassen. Außer den zukünftigen Bewohnern ist alles mit dabei und Leben wird in dieses Becken erst kommen, wenn die Zooläden wieder öffnen und somit beginnt unser Projekt erst so richtig wenn diese Krise vorbei ist. Zwei Wochen soll es ja eh erstmal nur so mit Wasser gefüllt rumstehen, könnte also passen.

Wenn man schon draußen zur Zeit nicht viel erleben kann, bleibt mir nur, mich mal wieder seit langem mal so so richtig auf ein Spiel zu konzentrieren. In Zeiten von Homeoffice und Skype kann man sich doch auchmal etwas widmen, was man unter „normalen“ Umständigen nie gekommen wäre. Obendrein habe ich mit diesem Spiel wieder ein Thema zwischen meinem Sohn und mir gefunden , wenn wir zusammen in virtuelle Abendteuer tauchen.

Ich kenne mich schon aus den Zeiten von World of Warcraft, wie Shell mich ein Spiel fesseln kann. Dieses ist nun wieder passiert, als ih heute nur kurz mal den Abendteuern des Tom Raiders folgen wollte und dann irgendwie genau wußte, was ich in diesem Spiel zu tun hatte und es dann immer mehr Spaßt machte und die Zeit vor dem Spiel im Fluge vergehen ließ. Zack waren ein paar Stunden gespielt und ich bin mal wieder gefangen in einem neuen Spiel.

Es ist kalt aber die Sonne scheint, Zeit eine kleine Runde hier durch die Gegend zu machen und mal Luft und Licht an mich ranzulassen und mich wenigstens ein bisschen zu bewegen um den Hüttenkoller vorzubeugen.
Selbst hier fällt mir auf, wie wenig Menschen unterwegs sind und wie genau sich an die „zwei-Mann“ Regel gehalten wird, denn nirgends sind wirkliche Gruppen zu erkennen. Die Angst der Vernunft geht um, denn begegnet man sich auf der Strasse, weicht man praktisch gegenseitig beim pasieren nicht ein Stück aus, das der höchstmögliche Abstand entsteht. Schon irgendwie gespenstisch. Für mich eine Runde zum Müggelsee und eine Stunde draussen…mehr geht in diesen Tagen leider nicht.
Trotzdem ist von dieser Runde was hängen geblieben…der Spruch an meinem geschlossenen Lieblingsrestaurant, welches über die aktuellen Bestimmungen zur Schließung informiert und mit der Weisheit schließt….Gehe immer mit der Sonne im Gesicht, dann sind die Schatten hinter Dir…
