Sylt Ellenbogen
Ausflug zum windigsten Punkt der Insel. Hier mit dem Blick auf die Südküste der Insel Römö sind die Gedanken wieder 17 Jahre zurück, als wir dort unseren Sommerurlaub verbrachten.







Gedankenentsorgung
Ausflug zum windigsten Punkt der Insel. Hier mit dem Blick auf die Südküste der Insel Römö sind die Gedanken wieder 17 Jahre zurück, als wir dort unseren Sommerurlaub verbrachten.







Nach den zwei Tagen voller Belastung hier auf Sylt, gönne ich mir und meiner operierten Schulter heute mal einen Ruhetag. Und schnell ließ das morgendliche ziehen nach , was mich bestätigt…heute richtige Entscheidung getroffen .
Klein und eher Regional der Bahnhof von Westerland. Alles wirkt noch wie im Winterschlaf ..



Kleine Spazierrunde durch Westerland am späten Nachmittag.






Ausflug heute Vormittag zum Südkap. Hörnum im nebligen Winterschlaf.










Nach 17 Jahren mal wieder auf Sylt..ja so lange ist es schon wieder her. Man denkt sich öfters im Leben, nett hier, komme ich bestimmt bald noch mal wieder…und auf einmal sind 17 Jahre vergangen.








Angekommen in Westerland und erstmal das Haus bezogen. Um 7 Uhr los und um 14:30 Uhr schon im Haus. Obwohl ich nur Auto-Beifahrer war, sehnt sich mein Körper nun dennoch nach einem kleinen Mittagsschlaf .

Schon komisch ..in einem Auto zu sitzen und trotzdem von einem Zug chauffiert zu werden…


Am Tor vor Sylt, warten wir nun auf einen Zug, der uns mit Auto auf die Insel bringen soll. In nur 5:30 Stunden sind wir schon bis hier her gekommen .

Nun wird es kein reiner Urlaub sondern ein Teil meines Genesungsprozesses sein..eine Woche raus..eine Woche Sylt.

Zwei gute Nächte und dann wieder eine mit wenig Schlaf. Wenn man nur in einer Position schlafen darf, aber so kaum noch einschlafen kann. Die Ruhe bringt den Schmerz. Nervenaufreibende Nächte , der Bewegungseinschränlung. Liegen geht nicht, nicht liegen geht auch nicht, einfach zu müde und trotzdem schmerzt es , einfach nur ruhig dazuliegen. Es wird ein ganz neues Leben sein, endlich so zu ruhen, wie es gefällt. Noch zwei Wochen….
Zufällig an der Eisdiele festgestellt, das Frühling offiziell angekommen ist und spontan mir das erste Eis der Saison gegōnnt.

Tanken ist quasi über Nacht teurer geworden…

Eigentlich sollte ich jetzt in einem Flugzeug sitzen und auf dem Weg nach Sri Lanka in meinem vorgezogenen Sommerurlaub sein. Diese Pläne wurden zum ersten Mal durchkreuzt, als ich mir vor einigen Wochen die Schulter brach und in meiner wackeligen Genesung diese Reise zu riskant fand. Der zweite Strich durch diese Pläne machte mein Freund, mit dem wir verreisen wollten, aber seine Krebserkrankung nun doch schneller voranschreitet, das eine Fernreise nicht infrage kommen kann. Als wir alle eh schon mit dieser Reise abgeschlossen und längst storniert haben, bricht nun im Iran ein Krieg aus, das unser Flug nach Colombo über Doha nun endgültig annulliert wurden spätestens jetzt, hätte sich diese Reise für uns erledigt. Es scheint so, als wäre die Welt gleich mehrfach gegen diese Reise und hat es gleich dreifach versucht zu verhindern. Es ist natürlich schade, das ich nun nicht gesund auf dem Weg in mein Urlaubsort bin, aber ich werde den Gedanken des Widerstandes nicht los, der mir das Leben entgegen brachte. Gott soll immer einen Plan haben, nur versteht man ihn nicht immer sofort. Da ich in meinem Leben schon viele Schicksalsschläge oder Pechsträhnen später anders bewertet habe, als im Moment als sie passierten….vertraue ich auch hier einfach mal auf den Plan Gottes und nehme mich zurück, vielleicht verstehe ich diese Weiche im Leben ja noch zu Lebzeiten. Trotzdem bleibt es ein Tag in Gedanken, was wäre jetzt wenn…alles nach Plan gelaufen wurde.
Heute auf meinem Spaziergang gesehen..


Die warmen Tage machen es möglich und gut das ich heute nochmal auf einem kleinen Spaziergang war um diese ersten Blumen des Jahres zu erblicken.

..und gefühlter Frühling, aber dennoch kein guter Tag, denn die ganze Aktivität gestern lässt mich heute schlapp und angeschlagen fühlen. Das vier-Wöchige Liegen im Bett und Couch hat mich merklich abbauen lassen und der euphorische Schwung von gestern hat mir wohl alle Kräfte geraubt. Ich hoffe, das alles wird irgendwann eine Lehrreiche Zeit meiner Vergangenheit sein.

Das Wetter schreit danach, heute den Grill anzuschmeißen und das erste gegrillte des Jahres zu genießen. Leider bin ich durch meinen Arm immernoch mit einem Handycap versehen, aber das draußen sein tut mir gut.


Bei diesem anhaltenden Frühlingswetter zieht es einen doch gleich raus ins Sommerquartier. Nach dem langen Winter nun ein bisschen an der frischen Luft zu liegen, soll meine Genesung beschleunigen. Auf jeden Fall tut es der Seele gut.

