Hier draussen in Gedanken

An diesem Sonntag, an dem die Welt da draussen ruhig wie ein Bild vor meinen Fenstern steht, kommen in dieser Ruhe Gedanken um die Zeit um mich herum.
Seit 11 Wochen beschreite ich nun diesen Sonderweg völlig abseits meines einstigen Alltags auf einer langen Strasse der Genesung, die gewünscht irgendwann wieder zu diesem alten Alltag führen soll.
Dabei fällt mir auf, das keine Lebenszeit als umsonst oder reine Wartezeit angesehen werden sollte. Jeder Lebensabschnitt hat doch eine ganz bestimmte Farbe und damit wahrscheinlich seinen ganz eigenen Sinn.
Die letzten 11 Wochen waren definitiv ruhiger und mit anderen Gedanken beladen, als ich je im Alltag dazu solchen Zugang gehabt hätte.
War es oft auch einfach enttäuschend, nicht wie gewohnt im Leben zu stehen und Dinge zu tun, die man sonst gerne tat, war es trotzdem eine Zeit, die irgendwie ein „Out of the Box“ Gefühl in mir hervorbringt.
Ich bin mir sicher, das diese Zwischenzeit auch einen Sinn, eine Botschaft oder eine Weiche hat, die mich bis in den Wiedereintritt in den Alltag verändern soll.
Also sehe ich es nun als meine spirituelle Aufgabe, herauszufinden, was diese „Zwischenzeit“ in mir ausgelöst oder gar verändert hat. Das traurige Gefühl, „erstmal raus“ zu sein, wird irgendwas in mir bewegen, was mich verändert. Erkenne ich noch in dieser Zeit, welche Weichen gestellt wurden, erkenne ich vielleicht auch den Abstand zwischen altem und neuem Weg und genau darin wird der Sinn dieser Zeit liegen.

Ein Blick aus dem Fenster

Ein stabiles warmes Wetter kann man Mitte April noch nicht erwarten. Und so werden wir den Sonntag wohl teilen und gegen Nachmittag wieder in die Stadtwohnung wechseln und die neue Woche von dort beginnen.Freu mich schon auf den Moment hier im warmen Teil des Jahres zu sitzen und meinen Gang der Genesung fast hinter mir zu haben.