Melancholie am Fenster

Es wird Abend und mein Blick geht gerade gedankenverloren durch dieses Fenster in die Weite. Wie ein Blitz erreicht mich ein Gedanke, der mich sofort melancholisch trübt. Wir haben Anfang Mai und ich befinde mich noch immer halb außerhalb des alltäglichen Lebens ins meiner Generationsphase. Den Sommer hier draußen, auf den ich mich so gefreut habe, hat zwar noch gar nicht richtig begonnen, aber wir wurde gerade klar, das im nächsten Monat schon der Zeitpunkt sein wird, an dem wir den längsten Tag und die kürzeste Nacht feiern, die Helligkeit des Tages ihren Zenit überschritten hat. Und ich befinde mich immer noch in der Genesungsphase meines Unfalls , der mitten im Winter passiert ist. Als würde die Zeit wieder einfach ungefragt und ungenutzt weiterziehen….

Gestern und heute

Da hab ich mir gestern mal was gegönnt.,Zwei Bier im Garten und ein Glas Rotwein auf dem Balkon. Es tat der Seele gut und ich hab’s genossen. Aber heute zeigt sich wieder die Kehrseite des Alkoholgenusses, der nach den drei Wochen kompletter Abstinenz natürlich kräftiger in mir zuschlägt , als in meinem früheren Ich. Ich frage mich heute, wie ich früher soviel und so oft trinken konnte, fühle ich mich heute richtig „vergiftet“. Die Nacht war nicht sehr ergiebig und der Tag wird zum reinen Erholungstag. Einfach mal in mich gehen, jetzt wo ich fühle, was Alkohol wirklich mit mir macht.