Gegen die Regel

Seit fast einem Jahr beherrschen uns alle die Einschränkungen der Anti-Corona-Maßnahmen. Im Grunde halten wir uns daran und haben eigentlich großes Verständnis dafür, das man nirgends so weitermachen kann wie bisher und sind da vorsichtig wo es nur geht und ich vermeide eigentlich jedes unnütze Risiko.
Nun kam gestern die Einladung eines Freundes, bei ihm mal vorbei zu schauen und ich wußte was mich da erwartete. So sassen wir gestern in einer langen und fröhlichen Runde mit zehn Leuten und haben den Abend einfach mal so genossen, als würde es die weltweite Lage, in der wir uns befinden, gar nicht geben.
Sicherlich im Grunde war dieses auf den ersten Blick sehr unvernünftig, aber menschlich gesehen tat es einfach mal gut, nach der ganzen Zeit der Selbstisolation mal für einen Abend das Leben wieder zurück zu lassen.
Gerade gestern fiel es mir auf, wie sehr mir diese Runden im großen Freundeskreis die letzten Monate gefehlt haben, was mir so im Leben am meisten gefehlt hat.
Auch wenn es ein schöner und mal wirklich seelisch gesehen wichtiger Abend war, bin ich mir über das Risiko solcher spontanen Ideen dennoch bewußt und werde dies nicht einreißen lassen dieses in diesen Zeiten all zu schnell wiederholen.
Ich hoffe mal einfach, das unsere Zusammenkunft am gestrigen feucht fröhlichen Abend kein gesundheitliches Nachspiel hat und nehme das als Wohltat für die Seele einfach mal so mit und versuchen daraus neue Kraft zu schöpfen, diese Zeit der sozialen Isolation zu überstehen.

Der letzte Urlaubstag

Heute ist mein letzter Tag von meinem doch sehr langen Urlaub. Zusammen mit den Betriebsferien hatte ich nun über den Jahreswechsel fast drei Wochen frei und nun trennt mich nur noch ein normales Wochenende vom Beginn des Alltags.
Wie schon nach drei Wochen Sommerurlaub ist es nun nach drei Wochen ebenfalls so, das ich sagen kann…..es reicht..jetzt kann auch wieder was anderes kommen.
Für mich ist das der Moment der Erkenntnis, mich in dieser Zeit maximal erholt zu haben und genau am Zeitfenster zwischen schön langem Urlaub und langsam einrosten zu stehen.
So sehr ich mich auf diese lange freie Zeit gefreut habe und so sehr ich sie auch genossen habe, bin ich nun echt froh, einen Job zu haben, der mir ab Montag wieder ein anderes Leben bietet. Noch länger weiter machen wie bisher, und vielleicht dann auch mit einer unendlichen Option, ist eine sehr beunruhigende Vorstellung.
Auch wenn mir die sozial eingefrorene Coronasituation um mich rum immer mehr nervt und ich auch immer mehr gesellige Abende in meinem großen Freundeskreis vermisse, konnte ich diese ruhige Zeit hier um den Jahreswechsel doch sehr gut nutzen um mal komplett runter zu kommen und mit mir selbst ins Reine zu kommen.
Gerade der Besuch bei meiner verkomplizierten Freundschaft vor zwei Tagen, hat mir wieder deutlich vor Augen gefühlt, wie froh ich sein kann das sich mein Alltag ab Montag wieder ändert.
Ich meine, er kann tun was er will und zwischen uns ist seine Dauerarbeitslosigkeit nie ein Thema und hat für mich keinerlei Relevanz, aber wenn ich das so auf mich übertrage und mir vorstelle, das dieser „Urlaubsstatus“ den ich jetzt habe ohne zeitliche Begrenzung weitergehen soll, so ist das schon ein schauerlicher Gedanke.
Was Kann ich also besseres von mir behaupten, als das ich mich am Ende eines langen und erholsamen Urlaubes wieder auf den Arbeitsalltag freue?

Zu Besuch

Da ich noch Urlaub habe aber heute echt mal raus musste, hatte ich die Idee doch mal meine verkomplizierte Freundschaft besuchen zu fahren. Vielleicht auch gerade, weil unsere letzte Kommunikation nicht so klärend war.
Es kam dann so, wie ich mir das schon gedacht hatte. Als ich erstmal da war, freute er sich das ich ihn mal besuchen kam und schon in den ersten Gesprächsminuten stellte sich heraus, wie sehr ihn dieses Coronathema mit seinen ganzen Einschränkungen launisch macht und belastet.
Ein kleiner Besuch und schon war für uns beiden damit heute wahrscheinlich der Tag gerettet, denn auch mir fällt hier so langsam die Decke auf den Kopf. Urlaub und frei haben ist ja was schönes, wenn man viele Optionen hat, mit denen man die Zeit füllen kann. Einfach nur abzuwarten und eigentlich kaum noch raus zu dürfen, da sehe dem Ende meines Urlaubes gelassen entgegen.
Für uns beiden war dies heute ein Gewinn, ein kleines Zeichen von Zusammenhalt in einer Zeit in der man noch gar nicht weiß, was gerade alles auseinanderbricht.

Frühstück

Ein guter Tag beginnt mit einem starken Frühstück..

Titanic

Immer wiedermal…Titanic ist irgendwie Kult. Schon so oft gesehen, aber nicht in den letzten Jahren. Heute ist es dann mal wieder soweit.

1991

Wie durch eine innere Eingebung habe ich heute morgen meine Playlist mit meinen Hits von damals gestartet. Irgendwann zog es mich so rein, das ich mir gleich ein paar Fotos aus der Zeit rausgesucht habe. Mich an diese meine Zeit erinnert und dann wieder einmal festgestellt, das sich dieser Teil meiner Erinnerungen in diesem Sommer bereits 30 Jahre in der Vergangenheit befinden werden.
So richtig scheine ich mich nicht daran gewöhnen zu können, wie subjektiv falsch man ein zeitliches Erlebnis weit weg schätzt. Und wieder fällt mir auf, das die ersten 10 Jahre nach dieser zeit so viele Veränderungen für mich hatten und daher von heute aus, viel länger wirken als die letzten 10 Jahre. Fazit : die Zeit vergeht im Leben mit zunehmenden Erfahrungsalter immer schneller. Aber in mir ist keine Angst und kein Gefühl, irgendwas verpasst zu haben. Ich kann mit absoluter Zufriedenheit sogar dreißig Jahre zurück blicken und mich warmherzig an diese magische Zeit erinnern ohne das Gefühl zu haben, es wäre schon zu viel Zeit vergangen und ich hätte irgendwo irgendwas ausgelassen. Ein schönes Gefühl, sich so weit erinnern zu können ohne richtigen Wehmut und Dankbar zu sein, diese Zeit so unbefangen und tief erlebt haben zu dürfen.

Geburtstag

Nicht mal meiner, sondern viel bedeutender, der meines Sohnes. Sein Geburtstag fällt dieses Jahr leider etwas unspektakulärer aus, ohne große Familienfeier, Coronabedingt..aber das geht ja so ziemlich allen so. Da ich diese Woche noch Urlaub habe, habe ich versucht den nun Sechzehnjährigen zu irgendwas zu bewegen was man machen könnte, aber schon beim Überlegen festgestellt das die Virussituation dort draussen kaum irgendwas als spontane Aktion zulässt, was den Tag dann doch irgendwie besonders machen könnte. Also bleibe ich hier heute mit meinen Gedanken zurück und lasse ihn an seinem PC spielen. Beim Geburtstag der Kinder denkt man immer zwangsläufig an genau den Tag der Geburt zurück. Wie war es damals genau, als ich alles durch die Ankunft eines neuen Menschen, der von nun an für immer in deinem Leben steht , verändert. Ich denke gern an diese Zeit zurück, erschrecke aber immer wieder wie lange das schon alles her sein soll. Noch mickerige zwei Jahre dann ist er volljährig…kaum zu glauben, wie alt man sich mit einem Gedanken fühlen kann. Als kleine Tradition gibts die Geburtstagstorte immer im Mottodesign…gerade so, was gerade so beim Geburtstagskind angesagt ist. Angekommen in dem Alter, in dem Bargeld das beste Geschenk ist, um sich seine Wünsche selbst zu erfüllen, gab es einen „Mainboard-Kuchen“ da die meiste der beschenkten Kohle für die Elektronik draufgehen wird. Gerade an solchen Tagen tut mir das heruntergefahrene Leben der Pandemiesituation besonders weh. Alle Einschränkungen die man so hinnehmen muß, man selbst kann sie eigentlich ganz gut wegstecken und aushalten….das Gefühl den eigenen Kindern aber einen Teil der Jugend zu nehmen, ist sehr schmerzhaft.

Ein seltenes Bild

Es hat geschneit….und taut nicht sofort weg. Werde das Gefühl meiner Erinnerung nicht los, das es früher öfter und mehr Schnee gab. Trotzdem heute mal ein schönes winterliches Bild.

Neujahr

Ein neues Jahr beginnt oder beginnt letztlich nur ein neuer Tag? Wie streng mal auch die Symbolik nimmt, der Jahreswechsel hat immer etwas von zurückblicken und vornehmen. ich stelle fest, das ich an diesem Jahreswechsel weder das eine noch das andere über mich ergehen lassen mußte und ich bin sonst eigentlich schon der nachdenkliche Typ, der öfter mal resümiert oder für die Zukunft plant. Ich denke ich habe momentan einen so zufriedenen Stand erreicht, das ich mich mit dem was mich umgibt eigentlich zufrieden sein kann und jeder Lage und jeder Phase im Leben irgendwie etwas nützliches abgewinnen kann. Daher schaue ich nicht im Groll auf dieses Coronajahr zurück, denn für mich hatte das Ausbremsen des sozialen Lebens auch durchaus seine Vorteile um mal zur Ruhe gezwungen zu sein um sich selbst neu zu orientieren. Wer dann selbst in diesem Jahr viel Gutes erkennt, für den kann es doch garnicht schlecht werden, und daher blicke ich optimistisch ins neue Jahr.

Silvester

Wie schon das Weihnachtsfest so verlief auch unser Silvester 2020 im Rahmen der engsten Familie und auf jedes größere Tamtam wurde verzichtet. Und schon wie beim Fazit übers kleinere Weihnachtsfest komme ich auch hier zu dem Schluß, das dieses Silvester den anderen um nichts nachsteht. Es war sicherlich familiärer, was aber irgendwie auch ein Gewinn war. Es gab Raclette wie immer an diesem Tag, und danach versammelten wir uns mal alle wieder vor dem Fernseher um uns gemeinsam alte Familienvideos aus alten Zeiten anzugucken. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal an diesem Silvestertag so gelacht habe. Ein echt lustiger Abend, der mich in seiner Intensität der Familie doch ins Grübeln bringt, ob nicht auch bei Feiern manchmal weniger gleich mehr ist.

Gedanken am letzten Tag des Jahres

Ein letzter Spaziergang am letzten Tag des Jahres. Auch wenn es sich heute garnicht wie der letzte Tag anfühlt, ist es der letzte Tag in einem Jahr, das viele wohl als verlorenes Jahr ansehen. Auf den ersten Blick könnte ich mich dieser Meinung anschließen und dann doch wieder nicht, denn gerade in dieser Krise und verbunden damit sind in meinem Leben Dinge passiert, die wichtig und notwendig waren, die ohne diese Krise nicht gekommen wären. Somit bin ich nun eher der Meinung, das 2020 nur ein Jahr der besonderen Schule war, in der wir vielleicht auf vieles verzichten mussten, was aber im Großen und Ganzen dann doch irgendwie für viele Aspekte hatte, die notwendig waren und damit auch ihren Sinn hatten. So gibt es im Leben nicht nur Wege die geradeaus gehen, sondern es gibt auch Berge und unwegsames Gelände, was in der Summe aber alles mit zu großen Weg dazugehört. Und da ich für mich schon den Sinn, gesehen habe, das plötzlich im Leben mal der Stecker gezogen wurde und nun erstmal alles anders ist, kann ich einfach viel besser darauf vertrauen, das dieses Jahr ein ganz normales Jahr an der Schule des Lebens war. Es war sicherlich anders, aber nicht besser oder schlechter als die anderen. Es war ein Jahr meiner begrenzten Lebenszeit, die ich nicht missen möchte.

Endstation

Wiedermal Gedanken um meine verkomplizierte Freundschaft.
Seit Monaten verläuft mein Kontakt zu dieser (selbst)-isolierten Person nur noch sporadisch ab. Er meint selbst, das er in Zeiten des Coronabedingeten Lockdowns kein Unterschied zu seinem „normalen“ Leben sieht, da auch nun sein Tag nur aus Aufstehen-Fernsehen-Schlafengehen besteht, wie vorher auch. Nein halt, früher war noch der regelmäßige Besuch im Fitnessstudio der Rausreißer überhaupt, aber damit ist es auch seit zwei Monaten vorbei und damit der einzige Faktor, der einen Unterschied macht.
Nachdem er nun immer knapper auf meine Fragen und Anfragen reagiert hatte, frage ich nun mal, ob ich ihm irgendwo getan habe, denn auf jeden Vorschlag, was man zusammen unternehmen könnte und sogar was man schonmal planen könnte, kam in letzter Zeit ein fest stehendes Nein.
Ein Nein, was ich irgendwie nie ganz verstehen werde, denn ich weiß das ich einer seiner letzten Kontakte im Leben bin und sein einziger Kontakt in eine halbwegs soziale Umgebung.
Die Antwort kam schnell und ich habe ihm nichts getan, aber er würde es vorziehen, im nächsten Jahr erstmal ein paar Monate NICHTS zu tun.
Ok weis ich bescheid, brauche ich nicht mehr nachzufragen, frage mich aber schon wie das NICHTS aussieht, wenn man sich bereits im NICHTS befindet.
Wenn man eine kleine Sozialwohnung nur zwei mal in der Woche zum Einkaufen verläßt und keinen Kontakt zu irgendjemand wünscht aber auch kein Interesse an möglichen Nachbarn hat, dann frage ich mich schon, ob die Corona-Krise einen einsamen Menschen noch einsamer manchen kann und einen eh schon verstörten noch weiter zu verstören?
Wie kann man so weit mit dem Leben herunterfahren das man den Drang zurück ins Leben nicht mehr verspürt, sondern dieses Runterfahren und isolieren selbst zu einer Suchtspirale zu werden scheint wie bei Magersucht oder ähnlichem?
Wie kann man sich im Leben so zunehmend rausnehmen, das ich mich ernsthaft frage, wie mehr man noch in diesem NICHTS versinken möchte. Kommen Tage und Wochen in denen man selbst keinen Sin darin sieht das Bett zu verlassen?
Beim Vergleich mit mir selbst sehe ich, wie diese gezwungene soziale Isolation einen auf Dauer anbrechen kann, und kann daher kaum verstehen, wie man darin einen erstrebenswerten Zustand sehen kann.
Mir bleibt nichts anderen übrige, als sein Wunsch zu akzeptieren und ihn weiter in Ruhe und damit in seinem NICHTS zu lassen…nachvollziehen kann ich dieses aber nicht , was die Vermutung offen läßt, das es sich um ein richtiges Problem handelt.
Wir sind beide im gleichen Alter und ich frage mich, ab bei ihm es jetzt schon an der Zeit ist, den aktiven Teil des Lebens hinter sich zu lassen? Kann ein aktives Leben in diesem Alter mental schon vorbei sein? Ich denke in diesen Tagen oft an unsere gemeinsame Zeiten zurück und sehe immer, das ich an den wichtigsten Weichen im Leben einfach nur die größere Portion Glück hatte, nun auf diesem Gleis gelandet zu sein.

Italienischer Wein

Im Sommer schonmal von Bier auf Wein umgestiegen und es als bekömmlicher wahrgenommen, haben wir uns heute mal eine Flasche italienischen Wein aufgemacht.

Neues Spiel

The Shadow of the Tomb Raider …hab ich nun begonnen, wahrscheinlich da ich die Reihe von früher noch kannte und ich gleich weis worum es geht. Neues Spielabendteuer also ..

Raus

Heute mal wieder raus…ein bisschen Bewegung an der frischen Luft. Gleich ne neue Strecke ausprobiert unf für gut befunden. Acht notwendige Kilometer notwendige Bewegung in dieser faulen Zeit.

Anti Hüttenkoller

In diesem faulen, aber mal ganz angenehmen, Trott ist eine Stunde draußen an der frischen Luft am Tag doch irgendwie Pflicht. So sehr ich es auch genieße, nichts tun zu müssen und gerade das zu tun, wonach mir ist…muss ich ab und zu mal raus…und dann tut es auch richtig gut.

Red Dead Redemption 2

Nach drei Monaten Spielzeit habe ich mich mit Freude durch die längste Story Story überhaupt gespielt. Gerade ab Mitte des Spiels wurde die Geschichte hinter den Missionen immer dominanter und es hat mich einfach sehr gefreut und mir sehr viel Spaß bereitet, durch diese Geschichte geleitet zu werden. Nach „The Last of us“ ist das nun das Spiel mit der packendsten Geschichte. Nun ist das Spiel zu Ende und wie am Ende einer langen Serie die man man geguckt hat, steht man irgendwie auch im Nichts und weis noch nicht so richtig wie es weitergehen soll, was als Nächstes kommen soll, aber dieses Westerngame war für mich einfach Top!!!

Mit den Gedanken zwei Jahre zurück

Heute ist es genau zwei Jahre her, als unsere Großfamilie Plus Freunde am zweiten Weihnachtsfeiertag sich auf den gemeinsamen Weg auf nach Dänemark machte. Dort hatten wir ein sehr großes Haus angemietet um dort, wieder einmal eine Woche zusammen über den Jahreswechsel zu verbringen.
Wenn man mit fast zwanzig Personen ein großes Haus bezieht, macht man irgendwie vieles Zusammen und trotzdem irgendwie jeder seins. Egal wann man in den Aufenthaltsraum/Küche kommt, irgendjemand sitzt immer dort zum quatschen. Wenn die einen aufstehen, gehen die anderen gerade mal ins Bett. Ein großes Chaos, was aber dann doch irgendwie System hat.
Man ist keine große Gruppe, sondern meist sind es viele kleine Grüppchen in ständig wechselnder Kombination. Je nach Idee finden sich dann immer um eine Idee auch eine neue Gruppe von Interessenten.
für mich wars immer eine schöne Zeit in Dänemark und in dieser Gruppe..ungezwungen und zugleich geborgen.
Gerade in diesen Zeiten der Isolation und in Zeiten in denen fast nichts mehr geht, denke ich nun an diese Zeit zurück…gerade heute, als diese letzte Tour zwei Jahr her ist und wir heute eigentlich wieder auf „unsere Woche in Dänemark“ aufgebrochen wären….so bleiben nur wehmütige Erinnerungen an bessere Zeiten und die Hoffnung, das alles irgendwann wieder gut ist.

Zufällige Gedanken übers Klima

Die ganze Klimadiskussion hat mich bisher immer nur mittelbar erreicht. Ich bin kein Leugner des Klimawandels, dazu habe ich zu großes Vertrauen in die Wissenschaft. Und ja ich finde es gut, wenn Schüler freitags laut werden und für das in einen Streik treten, was ihnen wichtig erscheint, denn ich denke, sie sind es, die später mit den Entscheidungen von heute klarkommen müssen und haben dazu jedes Recht ihre Welt mitbestimmen zu wollen.
Letztlich war der Gedanke, ob da unangenehme Zeiten auf uns zurollen oder alles etwas scharf gezeichnet wurde immer nur eine Momentaufnahme meines Denkens.
In den letzten Monaten denke ich über dieses Thema allerdings immer sensibler nach und wenn dann mal irgendwo neue Informationen und Berichte über dieses Thema kommen, höre ich aufmerksamer zu.
Ob es nun in einer Region zwei Liter mehr regen gibt als letztes Jahr, war für mich immer kein Beweis, die Erfahrungsberichte von Leuten, die sich lange an einem Ort aufhalten und beobachten bringt mich mehr zum Nachdenken.
Forscher in der Arktis, die immer wieder veranschaulichen, das es auch hier saisonale Schwankungen im Wettergeschehen gibt, aber trotzdem einen sich unzweifelhaft beschleunigten Trend, nehme ich irgendwie schon als fatale Tatsache hin.
Allein meine persönliche Wahrnehmung, das für mich in meiner Lebenserinnerung der Sommer immer 28 Grad hatte und der Winter kalt war und es Schnee gab, bringt mich zum grübeln, wenn ich feststellen muss, das hier Schnee wohl nur noch sehr selten die Tatsache sein wird.
Die Erfahrungen der Arktisforscher, die sich gestern mehr durchs Knietiefe Schmelzwasser und immer größer werdende Spalten mit ihren Scheemobilen bewegt haben, als durch dickes Packeis, zeigt mir doch ein eindeutiges Bild.
Sicherlich ist Schmelzwasser für die Forscher auch nichts neues, aber selbst sie sagen…es wird mehr und immer schneller mehr.
Trotz der Launen der Natur kann man sagen, irgendwas stimmt nicht mit dem Gleichgewicht des Planeten.

Tenet

Ein Film, den ich mir eigentlich mal im Kino angesehen hätte, aber in diesem Corona-Jahr war nicht viel mit Kino. Der Filmstart wurde verschoben und kam dann doch immer Sommer in die Kinos, als Kino für mich nicht infrage kam, da Kino nichtmehr das war was ein Kino ausmachte. Nun liegt der Film schon ein paar Wochen zum Kinopreis in den Streamingangeboten rum und gestern hatte ich da zugeschlagen. Der Film war spannend und verwirrend zu gleich, aber irgendwie genau das was ich erwartete. Über die Handlung eines gelungenen Heimkinoabend stelle ich mir aber die Frage, ob dies mein erstes Mal war. Das erste Mal, als ich mir damals das Kino zum Kinopreis nach Hause holte und damit selbst ein teil der neuen Zeit war, in der Heimkino und direkte Filmvermarktung von neuen Filmen durch Streamingportale das Kino ab da zum Sterben verurteilt hat. Ich frage mich, ob das Streaming nach den Videotheken nun auch die Kinos frisst und alles so schnell geht, das die meisten noch wissen, wie es vor ein paar Jahren war?