Red Dead Redemption 2

Gedankenentsorgung

Heute ist es genau zwei Jahre her, als unsere Großfamilie Plus Freunde am zweiten Weihnachtsfeiertag sich auf den gemeinsamen Weg auf nach Dänemark machte. Dort hatten wir ein sehr großes Haus angemietet um dort, wieder einmal eine Woche zusammen über den Jahreswechsel zu verbringen.
Wenn man mit fast zwanzig Personen ein großes Haus bezieht, macht man irgendwie vieles Zusammen und trotzdem irgendwie jeder seins. Egal wann man in den Aufenthaltsraum/Küche kommt, irgendjemand sitzt immer dort zum quatschen. Wenn die einen aufstehen, gehen die anderen gerade mal ins Bett. Ein großes Chaos, was aber dann doch irgendwie System hat.
Man ist keine große Gruppe, sondern meist sind es viele kleine Grüppchen in ständig wechselnder Kombination. Je nach Idee finden sich dann immer um eine Idee auch eine neue Gruppe von Interessenten.
für mich wars immer eine schöne Zeit in Dänemark und in dieser Gruppe..ungezwungen und zugleich geborgen.
Gerade in diesen Zeiten der Isolation und in Zeiten in denen fast nichts mehr geht, denke ich nun an diese Zeit zurück…gerade heute, als diese letzte Tour zwei Jahr her ist und wir heute eigentlich wieder auf „unsere Woche in Dänemark“ aufgebrochen wären….so bleiben nur wehmütige Erinnerungen an bessere Zeiten und die Hoffnung, das alles irgendwann wieder gut ist.
Die ganze Klimadiskussion hat mich bisher immer nur mittelbar erreicht. Ich bin kein Leugner des Klimawandels, dazu habe ich zu großes Vertrauen in die Wissenschaft. Und ja ich finde es gut, wenn Schüler freitags laut werden und für das in einen Streik treten, was ihnen wichtig erscheint, denn ich denke, sie sind es, die später mit den Entscheidungen von heute klarkommen müssen und haben dazu jedes Recht ihre Welt mitbestimmen zu wollen.
Letztlich war der Gedanke, ob da unangenehme Zeiten auf uns zurollen oder alles etwas scharf gezeichnet wurde immer nur eine Momentaufnahme meines Denkens.
In den letzten Monaten denke ich über dieses Thema allerdings immer sensibler nach und wenn dann mal irgendwo neue Informationen und Berichte über dieses Thema kommen, höre ich aufmerksamer zu.
Ob es nun in einer Region zwei Liter mehr regen gibt als letztes Jahr, war für mich immer kein Beweis, die Erfahrungsberichte von Leuten, die sich lange an einem Ort aufhalten und beobachten bringt mich mehr zum Nachdenken.
Forscher in der Arktis, die immer wieder veranschaulichen, das es auch hier saisonale Schwankungen im Wettergeschehen gibt, aber trotzdem einen sich unzweifelhaft beschleunigten Trend, nehme ich irgendwie schon als fatale Tatsache hin.
Allein meine persönliche Wahrnehmung, das für mich in meiner Lebenserinnerung der Sommer immer 28 Grad hatte und der Winter kalt war und es Schnee gab, bringt mich zum grübeln, wenn ich feststellen muss, das hier Schnee wohl nur noch sehr selten die Tatsache sein wird.
Die Erfahrungen der Arktisforscher, die sich gestern mehr durchs Knietiefe Schmelzwasser und immer größer werdende Spalten mit ihren Scheemobilen bewegt haben, als durch dickes Packeis, zeigt mir doch ein eindeutiges Bild.
Sicherlich ist Schmelzwasser für die Forscher auch nichts neues, aber selbst sie sagen…es wird mehr und immer schneller mehr.
Trotz der Launen der Natur kann man sagen, irgendwas stimmt nicht mit dem Gleichgewicht des Planeten.



Bei diesem etwas anderen Weihnachten, warte ich die Zeit ab mit ein paar anderen Weihnachtsfilmen. So laufen erstmal alle Stirb Langsam Filme durch…Dank Netflix. Sonst mit den Vorbereitungen auf die großer Weihnachtsparty beschäftigt fehlt dieser Stress heute mal ganz und es geht an diesem Vormittag noch etwas gemütlich zu. Einfach mal anders als sonst.

Durch den zerrissenen Alltag, auf das Wochenende nur einen Tag arbeiten gewesen zu sein und seit dem in den Weihnachtsferien zu sein, stellt sich mein „Aus der Zeit gefallenes“ Gefühl diesmal sehr schnell ein, was mir immer auch sofort das Gefühl gibt, der Erholungseffekt setzt ein.
Dieses „in den Tag hineinleben“ hat bei mir jetzt schon den Stand erreicht, das ich auf Anhieb nichtmal den aktuellen Wochentag nennen könnte, ohne kurz darüber nachzudenken.
Ein gutes Zeichen dem Trott schnell entkommen zu sein.


Eigentlich waren wir heute bei meinen Eltern zum großen „Vor“ Weihnachtsessen eingeladen, haben aber dieses aus Gründen der Vorsicht auf Eis gelegt. Es war der Wunsch meiner Mutter, das wir uns das Essen trotzdem bringen lassen sollten und somit hab’s bei uns heute doch diesen Braten, aber jeweils gut 10 Kilometer voneinander entfernt. Da bei meiner Mutter im Januar die nächste Chemo starten soll, wollen wir einfach jedes Risiko vermeiden, das dieses Virus mit sich bringt. Daher ist dieses Jahr alles etwas anders, sogar die Weihnachtszeit , aber auch damit sind wir nicht allein.



..geht die Sonne nochmal glutrot auf, bevor hier alles wieder in einem Winterschlafähnlichen Zustand des Lockdown2 versinkt. Wann alles wieder normal wird, keiner weiß es.

Heute nach dem Ausschlafen mich drei Stunden CoD Coldwar gewidmet und schon scheint der Tagesteil mit Licht schon fast vorbei zu sein. Kämpfe mich durch den Rest der Arbeitswochen genauso durch wie durch dieses Spiel.


..In diesen Tagen ist wieder Bloggeburtstag und dieses Mal jährt sich meine kleine Gedankendeponie zum 14. Mal.
Was alles damals aus purer Neugier bei Blog.de anfing, wurde schnell zu meiner eigenen Therapie, Dinge die mir auf der Seele liegen einfach wegzuschieben und das Gefühl zu haben, es einmal ausgesprochen zu haben. Persönliche Gedanken in meinen Blogeinträgen waren dann dort weggeparkt und damit der Kopf nach dem Schreiben wieder frei.
Schon früh wurde mir klar, das ich in erster Linie für mich selbst schreibe und es gar nicht darum geht, ob und wie viele sich das wirklich antun, was ich aus meinen Gedanken lasse.
Trotzdem gehe ich den öffentlichen Weg, da so das Gefühl herrscht, ich würde es dann irgendwie doch der Welt erzählen und vielleicht damit sogar irgendwann irgendwo irgendjemand einen Nutzen bringen. Das Internet und meine Worte darin, werden nichts vergessen und mich wahrscheinlich überleben, was irgendwie das Gefühl vermittelt, alles was ich hier niederschriebe bleibt bestehen und überdauert die Zeit. Der grundlegende Wunsch in uns allen tiefe Fußstapfen der eigenen Existenz zu hinterlassen, die Zeitdokumente sind und vielleicht auch irgendwann einen Nutzen hinterlassen trägt das Ganze und gibt es seinen Sinn.
Nun also seit 14 Jahren mal tiefergehend und mal flach und auf den ersten Blick bedeutungslos ..ist trotzdem jeder Eintrag ein Zeuge eines Moments meines Lebens.
..ist dieser Abstand zwischen den Nächten heute. Schon jetzt zeigt sich das diese Jahreszeit von der düstersten Sorte. Früher gab es bei dieser Wetterlage in dieser Jahreszeit meist den ersten Schnee, aber Schnee wird immer seltener und immer öfter wird diese geblgraue Tagessuppe..noch nicht richtig hell und dann schon wieder fast Nacht. Eigentlich ist der frühe Dezember bei uns die Zeit in der sich die Familiengeburtstage nur so häufen und wir dann nach und nach in Familie feiern und uns neben der Gartensaison auch oft sehen. Dieses Jahr ist verständlicherweise alles ein wenig anders und man gratuliert sich nur einfach schnell am Telefon, im engsten Kreis geht man kurz mal vorbei, große Parties wie sonst, gibt es dieses Jahr einfach nicht. Und schon dieses Tatsache läßt den Dezember anders aussehen , da irgendwie ein Ritual fehlt, was so nach und nach auf die Weihnachtszeit einstimmt.
Das in dieser Zeit jeder der Großfamilie irgendwie „jeder für sich“ ist und irgendwie zu Hause die Zeit abwartet, ist gerade an so einem Tag ohne Tageslicht schwer.
Obwohl ich nicht allein bin, fühle ich mich isoliert.
Gestern Abend kam unsere Tochter ins Wohnzimmer und bat darum, sich hier ihre alten Babyvideos ansehen zu dürfen. Da uns das fernsehen langsam zum Hals raushängt, bin ich diesem Wunsch nachgekommen und auf einmal gesellte sich unser Sohn ebenfalls dazu. Ich fand es bemerkenswert, da es normalerweise nicht so einfach von seinen Computerspielen wegzuziehen ist. Aus dieser spontanen Idee wurde dann ein lustiger Familienabend an dem wir uns gemeinsam ein altes Video nach dem andren ansahen.
Was mich daran freut, das es irgendwie so spontan und ungezwungen zu einem Familienabend wurde, der gestern echt ein kleiner Lichtblick in dieser eher düsteren Zeit war.
Dieser Winterblues fällt heftiger aus und er wird noch viel heftiger ausfallen. Das war ja vorauszusehen ds die Situation um uns herum mich spätestens zum Winter hin ganz schön auf den Keks geht.
In meiner derzeitigen Mischung aus Abgeschlagenheit und Corona-Perspektivlosigkeit fühlt sich das Leben irgendwie sehr zäh an. Der seit Monaten gezwungene Wechsel zwischen Arbeitsplatz und heimischer Couch, der kaum was Anderes zuläßt sägt an den Nerven ud an der Stimmung. Konnte man in den Corona-Sommermonaten noch wenigstens viel Zeit draußen verbringen und so tun als wäre alles in Ordnung, so ist das nun bei dieser ganztägigen Nacht, die durch eine kurze Phase von Wintergrau unterbrochen wird, kaum noch möglich.
Das Schlimmste am runtergefahrenen Leben ist eigentlich die Tatsache, das man keinen Lichtblick hat, bis wann das alles noch gehen soll und das eben kaum noch was passiert, was einen Austausch oder Kommunikation bedarf. Man erlebt nichts mehr und auch vielen anderen geht es so. Selbst wenn man sich nun treffen würde, könnte man sich kaum was neues berichten, außer wie sehr uns diese Gesamtsituation ankotzt.
Hab es früher immer belächelt, wenn man Gefängniszellen mit Fernseher und Unterhaltungselektronik gesehen hat. Was dies für eine Strafe der Monotonie ist, verstehe ich jetzt.
Gedanken über das Leben, was es für ein Leben ist, wenn es nur aus Warten besteht…aber vielleicht hat selbst dies einen tieferen Sinn, den wir nur derzeit nicht verstehen.
Nach drei Tagen Quarantäne ein kleiner Spaziergang gegen den drohenden Hüttenkoller. Ein bisschen raus, wenn das Wetter schon so sonnig einläd. Gleich gemerkt, wie schnell man körperlich abbaut, wenn man in der Wohnung gefangen ist.
