Urlaub
Jetzt bin ich so richtig angekommen im Urlaub. Hab mein Platz und mein Buch für diesen Urlaub gefunden.

Gedankenentsorgung
Jetzt bin ich so richtig angekommen im Urlaub. Hab mein Platz und mein Buch für diesen Urlaub gefunden.

Nach 5 Stunden Flug und einer Stunde Autofahrt, sind wir nun in unserer Ferienfinca auf der Nordseite von Teneriffa angekommen. Auf den ersten und zweiten Blick wirkt alles schonmal perfekt, was ein gutes Ankommen-Gefühl erzeugt.


Abflug in den Urlaub. Heute mal vom neuen Berliner Flughafen BER.

..vorm Sommerurlaub. Es ist Freitag und diesmal ein besonderer, denn morgen geht es nach Teneriffa. Selbst der typische Anblick hier zu Hause und fast fertig gepackten Koffern stellt in mir noch nicht dieses typische Urlaubsgefühl ein. Die letzten Monate der Pandemie haben irgendwie ihre Spuren hinterlassen und somit wird das alles hier noch sehr unrealistisch und irgendwie unmöglich. So sehr ich mich sonst schon immer auf den Anreise freue, ist mir jetzt so, das ich am liebsten den Anreisetag schon hinter mir hätte und mich in dieser neuen Urlaubsrealität vorfinden möchte.
Wie auch schon letztes Jahr, wird es kein Normaler Urlaub werden, wie man ihn sonst ohne Corona so kennt, was wirklich auf mich zukommt, weis ich nicht und das nimmt mir irgendwie die Vorfreude. Morgen um diese Zeit bin ich einen wichtigen Schritt weiter.
…Temperatur liegt zwischen den letzten Nächten hier im Schlafzimmer. Vor ein paar Tagen noch 29 Grad in der Nacht im Zimmer, eine Temperatur, bei der ein bequemes Einschlafen nur schwer möglich ist, ohne Ventilator gehts praktisch nicht. Zwei Tage später, und nur drei Grad kühler und schon bleibt der Ventilator aus und ein normales Einschlafen ist bequem möglich. Erstaunlich wie drei Grad Temperatur einen so großen Unterschied in meinem Wohlbefinden bewirken können. Mal drüber nachdenken, wie fein man selbst auf ein paar Grad Unterschied reagiert, wenn man bisher immer dachte,…was sind schon 2-3 Grad wärmer.
Heute gekommen, mein Lesestoff für die anstehende Urlaubszeit. Seit Jahren mal wieder ein richtiges Buch, gedruckt auf Papier.

Heute war der längste Tag des Jahres und er ist als stinknormale Arbeitstag einfach so an mir vorbei gezogen. Und trotzdem einen kurzen Moment anhalten und festhalten , wo wir uns schon wieder im Jahr befinden, denn ab heute werden die Tage wieder langsam kürzer.

Es ist Sommer und da gehören ein paar heiße Tage dazu. Trotzdem ist diese krasse Hitze über der 35 Grad Marke doch etwas anstrengend und lähmend. Man versucht nur irgendwie die Hitze möglichst schonend auszuhalten. Selbst ein längerer Aufenthalt imFreien gestern , wurde mir irgendwann einfach zu viel. Da es in der Wohnung tagsüber nicht ganz so heiss ist wie draußen, verkriecht man sich drinnen. Nachts dreht sich dieser Vorteil zum Nachteil, denn den ganzen Tag hat die Hitze die Chance unsere Stadtwohnung so richtig aufzuheizen , welche man Abends, selbst mit Dauerlüften einfach nicht mehr unter die 28 Grad-Marke bekommt. Eher noch 29 Grad.

Es ist Freitag und nur noch eine Arbeitswoche trennt mich von meinem Sommerurlaub. Zufrieden ins Wochenende, da mein neuer Arbeitseinsatz bei fast allen Kollegen auf positive Resonanz stößt. Dies lässt auch die kleine Missstimmung mit einem Kollegen immer kleiner wirken, die Zufriedenheit überragt dies einfach. Am bisher wärmsten Wochenende des Jahres, lähmt mich die Hitze da draußen aber so, das ich mich ins 28 Grad kühle Wohnzimmer flüchte, und mit es mit Netflix und einem guten Wein gut gehen lasse.
Heute Sommerbeginn, daher musste es heute mal sein.

An diesem späten Samstagabend bekomme ich dann doch noch meinen Moment. Familie schläft schon und ich sitze allein vor dem TV und habe vom Fußball auf einen alten Film gewechselt, da passiert es, ich komme ins Nachdenken.
Bei all dem Alltag, der sich wie ein schnell fahrender Zug anfühlt, fühlt sich diese Grübelei an, als würde genau dieser Zug auf freier Strecke zum stehen kommen und man selbst würde aussteigen. Auf einmal spielt Geschwindigkeit und das wechseln der Landschaft keine Rolle mehr, denn ab hier kann man sich kurz in der umliegenden Landschaft des Lebens umsehen und fast gleichzeitig in alle Richtungen gucken..auch zurück.
Ein zeitloser Moment, der mich inne halten läßt und mich für ein paar Minuten mal ausserhalb des Hamsterrades der Probleme und Gedanken verweilen läßt.
Auch wenn ich nicht weiß, was dieses Moment so spontan auslöst, so genieße ich es einfach , mal kurz „draussen“ zu sein.
Es ist Samstag und es fühlt sich jeden Tag mehr nach dem „Leben nach der Pandemie“ an. Immer mehr Lockerungen und Schritt für Schritt werden Regeln und Verbote zurück gefahren.
Ein Moment, auf den wir lange warten mussten und in fast eineinhalb Jahren Leben mit der Extremsituation hatte man schon Wünsche und Träume, was man wohl alles machen wird, wenn erstmal alles wieder geht und alles überstanden ist.
Und nun??
Die Lockerungen sind da und ich verbringe wieder ein Wochenende zu Hause auf der Couch. Immerhin gibts die EM im Fernsehen, Bier ist im Kühlschrank und Essen wir bestellt…so als wären wir noch mitten in der Pandemie.
Sicherlich gehts seit Wochen ab und zu mal raus, dahin was vor Monaten noch nicht möglich war, aber so richtig krass verändert hat sich bei mir noch nichts. Es scheint mir so, als hätte ich mich in der Zeit der Pandemie an die neuen Lebensmäglichkeiten gewöhnt und mich einfach selbst in meinem Verhalten umerzogen, denn es mangelt ja nicht an Möglichkeiten es liegt definitiv an mir, das um mich herum fast alles so bleibt wie es seit Monaten ist, obwohl dies gar nicht mehr notwendig ist.
Wie ein Käfig der nun offen ist, aber man bleibt trotzdem in dem offenen Kasten sitzen…direkt an der Futterstelle.
Euro 2020 heißt es und scheint nicht nur als ein Relikt aus einem verschenktem Jahr, sondern auch in dem Heute noch ein bisschen fehl am Platz. Ich bezweifle ja, das sich das EM-Fußball-Fieber bei mir überhaupt noch breit macht, dazu ist sie Grundbegeisterung um mich rum einfach zu flach. Und so ist dieser Wettbewerb auf einmal plötzlich da…völlig unerwartet und dann doch irgendwie als kleine Abwechslung willkommen.

Alles, was ich theoretisch über die Regeln der Marktwirtschaft gelernt habe, trotzt in einer realen Arbeitswelt jedem Vergleich.
Meine erfahrene Realität sieht so aus :
Wir suchen keine Kunden, die Kunden bitten uns, ob wir aktiv werden können. In den letzten Jahren hat die persönliche Kundenpflege sehr nachgelassen, mit der Wirkung, das diese uns mit noch mehr Aufträgen bestraften. Wir erhöhten die Preise, und nochmal mehr Arbeit. Die Qualität geht immer weiter zurück, und nochmal mehr Arbeit. Der Kunde ist eigentlich nur Rechnugszahlmeister, ansonsten machen wir das so wir wir das wollen und wann wir es wollen. Umso schlechter wir mit der Kundschaft umgehen, desto lauter klingelt die Kasse bei uns. Umso unzuverlässiger wir werden, desto mehr wechseln von der Konkurrenz zu uns. Die Corona-Pandemie hat in viele Arbeitswelten ein Loch geschlagen, wir haben noch nie soviel Umsatz gehabt, wie in dieser Krise.Je mehr wir nach einer Planwirtschaft leben, desto reichlicher werden wir belohnt. Je mehr wir uns von den Gesetzen der Marktwirtschaft lösen, desto besser behauten wir uns in dieser. Wir machen nichts Besonderes oder seltenes und fahren unseren Service immer weiter zurück…mit steigendem Umsatz und Gewinn.Keine vielversprechende Werbung und umso lustloser wir an die Sache rangehen, desto reicher werden wir belohnt.
Klingt für mich heute auch immer noch unglaubwürdig, aber ich lebe damit seit Jahren , ohne es mir irgendwie erklären zu können.
Ich wünsche mir eine kalte Dusche und mal eine betrieblich härtere Zeit..einfach nur um meine Welt wieder ins Verständnis zu bringen.
Es fällt mir in letzter Zeit wieder häufiger auf.
Jetzt, wo wir Corona fast hinter uns haben und sich das Leben auch so wiederkommt, das die Strassen deutlich voller werden, fällt mir immer wieder die Handynutzung bei Autofahrten meiner Mitmenschen auf.
In einer Situation, legt der Fahrer vor mir ein merkwürdiges und unberechenbaren Fahrverhalten an den Tag. Verzögertes Anfahren oder plötzlich starkes Bremsen, dann wieder mit 45 auf einer 70er Strecke, obwohl davor kein Hunternis oder langsameres Fahrzeug erkennbar. Den Grund sah ich dann beim Überholen, das die meiste Aufmerksamkeit auf die Bedienung eines Handy ging und das Fahren eigentlich nur so nebenbei funktionierte…soweit man das noch funktionieren nennen kann.
Viel weniger gefährlich aber dennoch für mich völlig unverständlich, ist das immer wiederkehrende Bild an roten Ampeln.
Eine Rotphase dauert im Schnitt nur 30 Sekunden und diese Zeit scheint für immer mehr Leute einfach zuviel zu sein, um sie total ungenutzt verstreichen zu lassen. Also Handy raus, Nachrichten lesen und schreiben und dann gehts weiter.
Kann natürlich jeder seine Zeit nutzen wie er will, aber ich finde es einfach stressig, wenn ich mir vorstelle, in jeder noch so kleinen Pause im Alltag sofort zum Handy greifen zu müssen um auch noch die kleinste Pause mit irgendwas zu füllen.
Eine Rotphase einer Ampel ist verordnete Wartezeit, eine kurze Bahnfahrt die Chance mal gedankenverloren aus dem Fenster zu starren. Warum können wir immer weniger einfach so kurz und planlos vor uns hinstarren? Ich denke in diesen Sekunden macht auch das Gehirn ganz kurz Urlaub und das ausnutzen von jeder Sekunde im Tag…für dieses Dauerfeuer sind wir vielleicht gar nicht gemacht.
Mein Handy bleibt beim Autofahren in der Tasche. Was wichtig ist ruft eh an…über die Freisprecheinrichtung …alles andere kann warten.
Es ist neu und es ist von Apple, also muss ich es auch haben. Dabei ist es für mich völlig normal, wochenlang auf die Zusendung des Artikels zu warten, bis ich eben an der Reihe bin. Nun ist er da, mein erster kleiner AirTag und er funktioniert, wie gewohnt unf erwartet, sofort einwandfrei. Nun muss mir nur noch aufgehen, was ich genau mit diesem Spielzeug machen möchte..zu was ich das Ding überhaupt brauche. Ich glaube schon jetzt, zu der Erkenntnis zu kommen, das es richtig war, so etwas zu besitzen, aber ich es in meinem Leben nirgends wirklich sinnvoll einsetzen kann. Spielzeug eben.

Ein kleiner Geburtstagstreff des kleineren Verwandschaftskreises im Garten, um den Geburtstag meiner Tochter doch irgendwie etwas aus dem Tag hervor zu heben.Ihr hat’s gefallen und was noch viel besser war, das ihre beste Freundin wieder mit dabei war. Die Coronazeit hat die beiden ganz schön getrennt und beide viel zu stundenlangen Videochats gezwungen und nun kann man wieder ein bisschen so wie in „alten“ Zeiten. Dabei habe ich sie heute so glücklich und komplett überdreht erlebt, wie schon sehr lange nicht mehr. Dieser Mensch , der ihre Freundin ist, ist das beste Geschenk, was man ihr heute wünschen konnte …um alles zu haben.

Kleiner Zufalls-Schnappschuss, der mir irgendwie gefällt.

Heute ist wieder ein Jahr rum, diesmal für meine Tochter. Mir kommen heute wieder die Bilder in den Sinn, wie alles damals angefangen hat und nun auch schon wieder 14 Jahre her ist. Nun hoffe ich auch, das für sie mit ihrem Ehrentag wieder ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Nach der Coronazeit in der sie sehr gelitten hat, kommt nun auch wieder ihr soziales Leben mit ihren Freunden zurück. Das wäre wohl das größte Geschenk, was man ihr machen kann.

Zur Zeit rennen die Arbeitstage mir einfach so wie Sand durch die Finger. Immerhin haben sich die Probleme auf der Arbeit, oder mit einer gewissen Person, dahingehend entspannt, das man sich nun gekonnt ignoriert und den persönlichen Umgang auf ein Minimum reduziert. Ein Waffenstillstand, bei dem ich zumindest meine Ruhe habe und daher kann es ruhig so bleiben, da es mir nicht noch mehr Aufregen in den Tag bringt, als unbedingt sein muß.
Ansonsten kann ich der ganze Nach-Corona-Öffnngshysterie noch nicht wirklich viel abgewinnen, wie viel Zeit ist nun in dieser Krise mit veränderten Realitäten vergangen, so das ich mit der neu gewonnenen Freiheit noch gar nichts richtiges anzufangen weis.
Ich kann mich noch gut an meine Pläne am Anfang der Pandemie erinnern, was ich alles wieder tun werde, wenn das alles hinter uns liegt..Ich wollte mal wieder richtig essen gehen, oder nach der Arbeit durch wieder gefüllte Strassen der Stadt spazieren, doch nun ist alles offen und mir fehlt immer noch die Energie, mein altes Leben wieder aufzunehmen.
Bald geht es in den Urlaub, was sich immer noch sehr fremd und unrealistisch anfühlt.
In zwei Tagen beginnt die Fußball EM und war ich sonst jemand, der so einem Ereignis schon Wochen vorher entgegengefiebert hat, hat mich diese Tatsache heute irgendwie nebenbei erwischt und bisher absolut kalt gelassen.
Diese Zeit hat uns allen sehr viel abverlangt, aber ich stelle immer wieder fest, das man sich zum großen Teil auch an ein anderes Leben einfach angepasst hat.