Freitag
Letzter Urlaubstag und absolut Kochfaul. Daher gibts nur Ofenfisch mit Offenchips.

Gedankenentsorgung
Letzter Urlaubstag und absolut Kochfaul. Daher gibts nur Ofenfisch mit Offenchips.

Es ist schon mehr als 12 Jahre her, als ich mal auf einem Seminar war, auf dem über Kommunikation gesprochen wurde. Der Dozent griff dabei immer wieder auf dieses Buch zurück und wollte uns das immer wieder als Lesestoff ans Herz legen. Seit dem ging mit der Titel des Buches nicht mehr aus dem Kopf, was wahrscheinlich auch daran lag, das der Typ ganz sympathisch und überzeugend rüberkam. Da es bei Amazon als Digitalversion vorliegt, habe ich nun beschlossen, das dieses Sachbuch mein nächster Wälzer werden soll. Wenn mir schon etwas so lange im Kopf bleibt…

Es kam gestern Abend und dann über Nacht, das Gefühl, gesundheitlich irgendwie leicht angeschlagen zu sein.
Ich bin seit einer Woche im Urlaub und hatte eigentlich nur wenig Kontakte bei denen ich mir etwas eingefangen haben könnte und trotzdem war es da, das kleine Gefühl, irgendwas ist nicht so wie immer.
Da auch einige meiner Allergiegenossen um nicht herum auch jetzt schon wieder über die ersten Belastungen durch Pollen reden, könnte es auch sein, das dies meine erste Reaktion des Jahres ist. Grund genug, heute mal viel entspannter angehen zu lassen und zu Hause auf der Couch bzw im Bett zu bleiben. Hatte den Tag heute zwar anders geplant, aber der Vorteil an meiner Urlaubswoche ist, das ich tun kann, wonach mir ist….und heute war mir nach…Schontag.












Total ungewöhnlich für mich, aber heute feiere ich ein ungewohntes Jubiläum. Heute bin ich genau seit 12 Jahren in meiner aktuellen Anstellung tätig.
Das ist für mich schon lange ein Rekordarbeitsverhältnis, denn eigentlich verlief mein Leben bis daher immer sehr sprunghaft, das ich es nie länger als 2 Jahre irgendwo ausgehalten habe. Meistens hat man es aber auch nicht länger mit mir ausgehalten.
Also sollte ich mich an diesem Tag nicht selbst beglückwünschen, sondern eher meinen Chefs und Kollegen, das es es schon so lange mit mir ausgehalten haben.
Passende Gedanken zum Arbeitsleben am ersten Tage meines Winterurlaubes.
Da wir am Samstag unser Fellkneul leider einschläfern lassen mußten, trug sich dieses Ende eines Familienmitgliedes natürlich durch das ganze Wochenende. Jeder hing irgendwie durch und war mit den Gedanken wohl immer wieder bei seinen ganz eigenen Erlebnissen mit dem Stubentiger.
Hatte der Kleine sonst sein Leben ein bisschen parallel zu unserem Alltag, denn Katzen schlafen ja viel und stehen oft erst auf wenn man selbst zur Ruhe kommen will, ist er nun durch ein Fehlen uns umso präsenter. Da jeder seine eigenen Momente mit dem Tier hatte, hängt nun jeder stumm seinen eigenen Erinnerungen hinterher.
Jedes Leben ist Endich und jedes Leben endet irgendwann mit dem Tod und gerade die letzten zwei Tage seines Lebens haben uns allen immer deutlicher gezeigt…manchmal ist der Tod auch eine Erlösung. Die Katze, die wir in den ganzen Jahren in unser Herz geschlossen haben, war irgendwie immer weniger da. Aus Lebensfreude eines Haustieres wurde immer mehr aus einem Leben ein Leidensweg, den wir ihm nicht zumuten wollten.
Trotzdem bleibt das Bild des sterbenden Tieres in unserem Kreise, aber auch die Gewissheit, das er bis zum Schluß im vertrauten Kreise seiner eigenen Umgebung und seiner Familie war.
Und trotzdem fehlt er und jeder von uns muss sich nun auf seine ganz eigene Weise an diese neue Situation gewöhnen.

Freitag..letzter Tag der Woche und nun steht mir wieder eine freie Woche in mein Leben. Eine Woche in den Winterferien, schon lange beantragt und nun hätte ich ihn wegen Corona stornieren können, aber die Aussicht auf eine freie Woche..ne ich lass das jetzt so.

Corona hat uns nun seit einem Jahr im Griff. Was erst als Randmeldung kam, wurde dann schnell sehr viel größer und katastrophaler. Was das alles mit sich bringen wird, war vor einem Jahr noch nicht absehbar und kurz darauf überschlugen sich die Ereignisse. Vor einem Jahr war das Leben noch ein ganz anderes und man war Stammgast an seinem Platz im Stadion bei jedem Heimspiel. Immer mal wieder schaue ich mal an meinem „Wohnzimmer“ vorbei und weiß dann genau , was fehlt.

Y
Die Woche startet mit der üblichen grauen dunklen Decke, die seit Wochen über uns herrscht. Wenn man gegen Mittag noch immer nicht das Gefühl hat, der Tag hätte nun begonnen.

Um die Hoffnung auf bessere Zeiten in dieser Coronazeit aufrecht zu erhalten , haben wir gestern für Ende Mai einfach mal ein verlängertes Wochenende an der Ostseeinsel Rügen gebucht. Eine Buchung von der wir noch bis vier Wochen vorher kostenlos zurücktreten können und somit kein finanzielles Risiko eingehen und uns nun optimistisch einen Hoffnungspunkt in der näheren Zukunft geschaffen haben, an dem wir einfach hoffen, das bis dahin diese kleine Reise möglich sein wird.
Keiner weis wie sich die Lage in dieser Pandemie entwickeln wird, aber es ist einfach schön einen kleinen Punkt zu haben, auf den man sich wenigsten ein bisschen hoffend freuen kann.
Zweiter Kauf heute geht an ein Spiel, von dem einige behaupten, es sei eine nervliche Herausforderung.


Diesmal ein stolzer Italiener..für das gute Samstagsbendgefühl.

Seit fast drei Monaten hocken wir alle im Corona-Lockdown Nummer zwei. Mittlerweile ist er länger als als der Erste im Frühjahr und ich mache mir so meine Gedanken.
War es früher kaum vorstellbar, das das breite Öffentliche Leben auch nur für mehrere Tage komplett eingestellt wird, so befürchte ich so langsam, das in die Situation so langsam eine gewisse Gewohnheit kommt.
Sicherlich vermisst man noch bestimmte Aspekte seines alten Lebens, aber auf der anderen Seite hat man sich auch in diese Extremsituation auch leicht gewöhnt.
Es gibt kein Reisen, keine offenen Shoppingcenter, keine Kinos, keine Konzerte..nichts.
Statt Stadion gewöhnt man sich an das Kulissenlose Fußballspiel im TV und das Restaurant liefert nach Hause oder man kocht einfach häufiger. Filme und Unterhaltung gibts in diversen Streamingformaten…ich habe so die Befürchtung viele von uns kommen immer mehr in dieser Situation an und nehmen sie als gegeben.
Was passiert, sollte auf einmal alles wieder da sein?
Rennen wir los und versuchen wieder genau so zu leben vor vor Corona und ALLES kommt irgendwie zurück? Oder haben wir sogar das Bedürfnis vieles Nachholen zu müssen? Oder bleibt etwas von dieser neuen Home- und Couch Gefühl übrig, das nach dem Runterfahren vieler Dinge nicht alle wieder erwachen und bestimmte Bedürfnisse auch nicht so wieder zurück kommen , wie sie vorher da waren?
Nach dem Erwachen aus dem Winterschlaf kommt das Leben wieder…aber, da bin ich mir fast sicher, nicht mehr in dem Umfang, den wir vorher hatten.

Keine klirrende Kälte, keine Wolke am Himmel. Die Sonne verursacht Licht unf Schatten, die das Bild eines Frühlingstags entstehen lassen. Mitten im Januar auf einmal so ein freundlicher Tag.
