Strandtag

Der Urlaub neigt sich dem Ende entgegen und bringt nochmal das zweifelnde Gefühl mit, einfach zu wenig am Strand gewesen zu sein. Also ist heute demonstrativ Strandtag, um diesem Gefühl entgegen zu wirken und vielleicht die Meer- und Strandakkus nochmal komplett vollzuladen, mit dem Wissen, ja dann erstmal nicht wieder so schnell in die Situation zu kommen, jederzeit runter zum Strand zu können.

Und nun doch ein wenig „Sandy Castle“

Wie erwartet und erhofft kommt sie nun doch, die kleine Melancholie am Ende des Urlaubs. Sie ist immer ein gutes Zeichen, eine sehr schöne Zeit erlebt zu haben, an die man sich noch lange gerne erinnert. Seit Tagen steht in mir der Vergleich zu meiner Zeit im Jahre 2013 sehr nahe, denn damals waren diese Emotionen ähnlich und im Nachhinein zeigte es sich auch, das dies hier ein sehr wichtiger und bedeutender Abschnitt in der Lebenszeit war und ist.

Raus aus dem Leben des Alltags und hier etwas völlig anderes leben , und dabei das alte Leben komplett zurück lassen, das ist mir hier irgendwie gelungen. Die Gedanken an zu Hause sind echt abzählbar geblieben. Im Hier und jetzt war ich wohl am meisten. Urlaub unter der völligen Verdrängung des Alltags zu Hause und sich drei Wochen nur mit den Dingen, die einen hier umgeben zu beschäftigen, das ist schon eine gelungene Urlaubszeit.

Ausgelesen

Hier angefangen zu lesen und hier beendet. In zwei Wochen und zwei Tagen habe ich mein „Urlaubsbuch“ ausgelesen. Es war mal wieder ein richtig gutes und spannendes Buch, was mich die ganze Lesezeit über gefesselt hat und an diesem Abendteuer hatte ich echt meine Freude beim Lesen.

Mond

Fast Vollmond.

Meine Runde

Habe mir heute die Kraft genommen, um nochmal meine Runde durch den Ort zu machen. Einmal am Anfang des Urlaubs und einmal gegen Ende. Ganz allein, nur für mich, mit meiner Musik für diesen Urlaub auf den Ohren. Hat irgendwas emotionales und magisches, als würde sich damit ein Kreis schließen. Einmal am Beginn und einmal am Ende einer schönen Zeit.

Und nochmal Praia da Rocha

Dieser Ort hat zwei Gesichter. Einmal die vollen Strände und ausgestorbenen Gassen am Tage und das Leben was hier erwacht, sobald es dunkel wird.

Aus runtergezogenen Eisenrollos werden auf einmal belebte Clubs mit Musik in denen dann die Massen strömen, die hier am Tage den Strand bevölkern. Um Urlaub zu machen, wäre es mir hier zu voll und zu belebt, um mit einem meiner besten Freunde das Nachtleben hier zu erleben, genau richtig. Aber schön, wenn man sich dann wieder ins viel ruhigere Nachbardorf zurückziehen kann , wenn man hier genug hat.

Die dritte Woche

Nun ähnelt dieser Urlaubsablauf schon dem vom letzten Jahr. Zwei Wochen Urlaub vergehen und dienen der absoluten Entspannung. Nach zwei Wochen merkt man dann, wie die Erholung in einem ankommt und, aber man auch irgendwie immer fauler wird. In der dritten Woche bekommt dieser Verlauf nochmal eine kräftige Wendung. Letztes Jahr kam eine befreundete Familie dazu, die hier dann wieder etwas frischen Wind reinbrachte und dem Leben hier wieder eine ganz besondere Note verleiht. Nach den zwei Wochen hier , fühlte ich mich bisher auch entspannt genug und bereit für neue Impulse, die den Tagesablauf wieder etwas aktiver gestalten und neue Energien mitbringen.

Immer erst skeptisch, ob diese neuen Energien auch in die Stimmung passen, habe ich schon letztes Jahr erfahren dürfen, das dies eine sehr wichtige Bereicherung sein kann. Genau wie dieses Jahr, als uns (spontan) ein Freund uns hier in der letzten Woche besucht und mit uns durch diese letzte Woche des Urlaubs geht.

Wieder ist alles anders als die ruhigen erholsamen zwei Wochen davor und wieder empfinden es alle als Gewinn, das sich in der dritten Woche doch noch ein bisschen was ändert.

Und wieder hat der Urlaub durch solch eine Veränderung gefühlt selbst aufgewertet. Und wieder werde ich wohl im Nachhinein sagen, das es so genau die richtige Option/Fügung war, das alles so gekommen ist, wie es ist.

Sagres

Heute wieder ein kleiner Ausflug, der dann doch irgendwie den ganzen Tag einnimmt.

Bis nach Sagres und bis zum westlichsten Leuchtturm ist dann doch etwas, was sich schon wegen des Eindrucks lohnt, wenn man oben auf dieser gigantischen Scholle steht.

Zwischen Lagos und Luz

Nachdem ich heute das Gefühl hatte, maximal ausgeschlafen zu sein, ging es dann auch heute mal wieder raus, was neues hier entdecken. Entlang der portugiesischen Küste zwischen Lagos und Luz, wo die Sandstrände weniger werden und sich mehr und mehr Steilküste durchzusetzen scheint , hat die Natur doch ein ganz eigenes und faszinierendes Bild. Schon beeindruckend, wenn man hier so steht und ringsherum weit aufs Meer gucken kann und die Höhe aus der man guckt, verleiht irgendwie etwas Erhabenes. Das kleines Örtchen Luz war genauso verschlafen und damit langweilig ,wie ich mir das vorgestellt hatte, aber die Natur drum herum hat mich heute wieder beeindruckt.

Uma Dourada

Wenn schon so direkt am Ozean, dann auch einmal richtig Fisch essen.

Ayamonte

….fährt man durch den Süden Portugals, ist irgendwann Schluss und ein Fluss schließt das Land ab. Hier von Vila Real de Santo Antonio kann man bis rüber nach Spanien in das Städtchen Ayamonte gucken. Eine Fähre verbindet hier Spanien und Portugal miteinander und beide Grenzstädte waren heute unser Ausflugsziel.

Ich bin von beiden Orten positiv überrascht, denn ich hätte hier irgendwie „weniger“ erwartet und mir die Orte viel trister und langweiliger vorgestellt. Obwohl nur ein paar Hundert Meter von einander getrennt, bieten dann doch beide irgendwie was ganz eigenes und typisch spanisches auf der einen Seite und portugiesisches auf der anderen Seite. Beides lohnt sich und war heute die Anreise wert. Geplant war das länger schon und immer wenn man unbekannte Orte sich länger nur vorstellen kann, hat man dann irgendwie ein erfundenes Bild im Kopf, obwohl man noch nie da war. Heute konnte ich dieses Phantasiebild durch ein echtes eintauschen und dieses ist auch noch viel bunter und lebendiger als ich mir das vorgestellt habe.

Ein schöner Ausflug und ein schönes Erlebnis.

Mal ein anderer Blick

Auch wenn ich schon das achte Mal an diesem Ort meine Urlaubszeit verbringe, achte ich immer darauf, neben dem vielen Bekannten auch immer wieder neue Eindrücke mit aufzunehmen. Zum Beispiel jedes Mal einen Ort besuchen, an dem ich noch nicht war.

Diesmal ein Zufallstreffer einer Wanderung , bei der wir auf einer kleinen Landzunge landeten, die die Sicht in unsere große Bucht und die Bucht nebenan erlaubt, welche sonst von uns nicht einsehbar ist.

Und wieder ein Moment erlebt, der nur mit diesem Jahr hier in Verbindung bleiben wird.

Sonnentag

Der erste Tag hier, der wirklich ein Strandtag war, und so habe ich mich heute ganze 6 Stunden am Strand aufgehalten und komme nun mit einem fetten Sonnenbrand zurück.

Und das, obwohl ich mich 99 Prozent dieser Zeit unter einem schützenden Sonnenschirm, also im sicher geglaubten Schatten aufgehalten habe, aber scheinbar ist selbst so ein bisschen Stroh nicht wirklich ein guter Schutz auf Dauer.

Gegen die Hitze der Sonne fühlte sich eine zeitweise angenehm frische Meeresbrise ganz gut an und täuschte über den wirklichen Zustand meiner Haut sehr gut hinweg.

So werde ich den Rest von Tag noch mehr aus der Sonne gehen und aufkommenden Kopfschmerz gleich mal mit einer Portion Ibu entgegengewirkt.

Strandtag

Heute wird der Tag mal genutzt um ihn komplett am Strand zu verbringen. Der weite Blick aufs Meer fühlt sich wieder so an, als würde man ein Akku aufladen, was nur für diesen Zweck da ist. Und genau aus diesem Grund sind auch alle anderen hier am Strand. Jeder für sich und dann doch alle zusammen aus dem gleichen Grund.

Entspannte Atmosphäre und obwohl so viele Leute an einem Ort ist, gibts eigentlich keine Differenzen oder gar Streit oder Stress. Das auftanken am Meer macht uns entspannt und tolerant. Irgendwie scheint es uns alle hier zu verbinden.

Portimão

Obwohl ich nun im absoluten chilligen Urlaubsgefühl angekommen bin, fand ich es doch heute, das es eine gute Idee wäre, den bevorstehenden Einkauf in Portimão gleich mit einem kleinen Stadtbummel zu verbinden.

Ok viel zu sehen gabs nicht, nur das im Vergleich zu 2010 wieder mehr Geschäfte offen haben und Portugal die Wirtschaftskrise offenbar vollständig überwunden hat.

Wieder etwas unternommen, was mir das Gefühl gibt, hier nicht nur faul abzuhängen und wieder einen Tag mit Inhalt gefüllt zu haben.

Abends am Strand

Nach dem Tag gestern, war heute einfach nur ausruhen angesagt und somit zog es mich gegen Abend umso mehr nochmal raus, um nicht den ganzen Tag nur in der Hütte zu verbringen. Aufgemacht zum einen Spaziergang am Strand zu machen und um doch noch einen Moment einzufangen, der dem Tag dann doch noch die besondere Note gibt. Hohe Erwartungen, aber sie wurden erfüllt. Die besondere Stimmung am Strand einfach genossen. Der besondere Moment.

Zoomarine

Es war klar, das dieses wieder als Wunsch der Kinder kommen würde und es geht ok, das wir einen Tag als Familie in diesen Freizeitpark gehen, auch wenn wir hier schon alles kennen, weil jedes Jahr hier drin sind.

Aber bei diesen milden Temperaturen sind selbst die acht Stunden Park-Programm auszuhalten, und die braucht man auch um wirklich alles gesehen und erlebt zu haben.

So verging dieser Tag im Fluge, aber jetzt zurück im Ferienhaus merkt man schon, was man heute so gelaufen ist.

Aber ich fand’s schön, das wir auch hier zu unserem Familienleben gefunden haben und noch irgendwie alle Interessen unter einen Hut bekommt. Für mich wird dieser Tag als perfekter Familientag im Urlaub auf jeden Fall in Erinnerung bleiben.

Praia da Rocha

Ausflug ins Nachbardorf. Da es das erste Mal, seit dem wir hier Urlaub machen, nicht ganz so heiss ist, machen auch Ausflüge irgendwie einfach mehr Spaß. Ich muss nicht schwitzend von Schatten zu Schatten springen und nutze die milden Temperaturen mal, um vieles hier mit mehr Geduld wahrzunehmen.

Alle Probleme zurück gelassen??

Gerade hier am Urlaubsort habe ich immer mehr, das Gefühl, viel zu Hause zurück gelassen zu haben, was ja auch irgendwie der Sinn des Ausstiegs aus dem Alltag ist.
Trotzdem erreicht mich mein „Leben“ hier in Form von den vorhandenen Problemen meiner Freunde. Da es nicht meine eigenen sind und ich hier vieles aus einer anderen Perspektive sehen kann, kann ich mich denen doch annehmen.
Gestern erst ein langes Telefongespräch mit einem meiner besten Freunde, in dem wir wieder seine Beziehungsprobleme/Bedenken besprachen und heute erreicht mich eine Nachricht meiner etwas verkomplizierten Freundschaft.Auf die Nachfrage, wie es ihm so geht, kam die Antwort, das es ihm doch wieder schlechter geht.
Nach einigen Nachrichten hin und her und im Gespräch mit meiner Frau, kam ich auf die Annahme, das sein Leben, welches er zu seiner Unzufriedenheit führt, jetzt ihn vielleicht doch in eine richtige Depression geschickt hat.
Eine kleine Befragung des Internets gibt ihr da in ihrer Annahme erstaunlich deutlich recht, das es wirklich sein kann, das sich das, für uns so abstruse Leben, der verkomplizierten Freundschaft nun doch in diesem Krankheitsbild niederschlägt, denn sehr viele Anzeichen sprechen dafür.
Ein Leben in völliger Isolation, zu deren Welt zeitweise nichtmal ich auf Monate zutritt oder Anteilnahme habe, und dessen Frust der Langeweile in exzessiven Sporteinheiten ohne Regeneration ertränkt wurde, scheint sich nun mit dieser Diagnose zu rechen.
Nach seinen Angaben, leidet er nun immer mehr unter dieser Antriebslosigkeit und Kraftlosigkeit.
Durch kleinste Dinge des Alltags fühlt er sich zu schnell komplett ermüdet, findet aber dann keinen Schlaf und verliert das Interesse an Allem, was bis vor einigen Monaten noch der Garant dafür war, ihn aus seiner Isolation ziehen zu können.
Nun bewegt sich der Mann von Arzt zu Arzt (in seinem Tempo wie er er überhaupt noch gebacken kriegt) und ich weiß, das er den Tipp, sich einem Psychologen anzuvertrauen, nur mit unverständlicher verbaler Aggression in meine Richtung enden würde.
Dabei haben wir gerade in unserem Freundeskreis miterlebt, wie ein seelisches Problem sich deutlich körperlich äußern kann.
Nach dem, was diese Frau berichtet hat, mußte es irgendwas schlimmes körperliches sein, denn die Schmerzen und Beeinträchtigungen waren eben real und körperlich. Nur das sie an der Lösung des Problems alles zugelassen hat, eben auch psychologische Fachkräfte, die dann das Problem auf ein kaum spürbares Minimum verringern konnten.
Nun beschäftigt mich die Frage, wie ich ihm, meinen Lösungsansatz, mit dem Aufsuchen eines psychologischen Facharztes wahrscheinlich auf die richtige Spur bringen könnte, ohne so auszusehen, als würde ich ihn abfällig in eine Anstalt einweisen wollen?

So lassen mich die Gegebenheiten des Leben, was ich zurück gelassen hatte nicht ganz los, aber da ich hier nichts habe, was mich selbst belastet (noch nicht einmal Arbeit) kann ich dafür Energie einsetzen und ich hoffe ich komme schnell zu einem Ansatz, wie ich ihm damit weiterhelfen kann.