Ein gutes Gespräch

Einmal in der Woche geht meine Tochter zum Tanzen.
Fast immer bin ich es, der sie dort hinbringt und dort wartet, bis die Stunde vorbei ist.
Meistens nutze ich die Wartezeit zum Lesen.
Es sei denn, jemand gesellt sich ebenfalls wartend zu mir und ein Gespräch entsteht.
So war es heute.Ein sehr gutes Gespräch entstand und wir erkannten sehr schnell viele Gemeinsamkeiten und dieses Gespräch verließ schnell den Rahmen einer „Small Talk“ Konversation und ging erstaunlich schnell in die Tiefe.
So waren wir beide überrascht vom schnellen vorbeischreiten der „Wartestunde“ und die Mädels waren zwar mit ihrer Tanzstunde fertig aber offenbar wir nicht mit unserem Gespräch.
Schön das ich heute mein Buch zulassen konnte, denn lesen kann ich noch genug wenn ich alleine bin.
Fortsetzung folgt…hoffentlich.

Schmerzfrei

Heute, gut 10 Tage nach dem Auftreten meiner Rückenschmerzen, fühle ich mich heute wieder komplett schmerzfrei.
Schon die letzten Tage waren erträglicher geworden, nur ab und zu spürte ich noch ein leichtes Ziehen in den Beinen bei bestimmten Bewegungen.
So wie jetzt lebt es sich gleich viel besser, aber irgendwie traue ich mich nun garnicht mich wieder richtig zu belasten.
Kein Radfahren und kein Joggen.
Der Schmerz ist weg und das soll auch erstmal so bleiben und da will ich nichts riskieren, so kurz vorm Urlaub mir wieder was schmerzhaftes einzuholen.
Schade eigentlich, denn mit Sport fühlte ich mich besser und wacher, will mich aber nicht zu früh fordern.
So wie es jetzt ist kann es bleiben..ich gönne meinem alten Körper noch etwas Ruhe.

Spontangrillen

Eine spontane Idee einfach schnell umgesetzt.
Den Grill an…und das Mitten in der Woche.

Foto

Am Pool

Nach einem schweren Arbeitstag mit vielen anstrengenden Gesprächen bin ich nun am Pool meiner Eltern angekommen.
Auch wenn der Pool für meine Verhältnisse noch unbegehbar ist, tut es doch gut, einfach so am Pool zu liegen und sich die Sommersonne ins Gesicht scheinen zu lassen.
So ein Moment fühlt sich nach Sommer und Urlaub an.
So können die Kinder noch draußen noch ein bisschen toben und für mich ist es ein ganz anderer Tagesausklang, als wenn ich gleich nach der Arbeit (wie sonst) nach Hause gefahren wäre.
Ein kleiner Ausbruch aus dem Alltag, aber ein Erfolgreicher.

Foto

Geister

Absolute Stille.
Tochter und Frau schlafen schon und mein Sohn sitzt in seinem Zimmer vor seinem Rechner.
Ich liege auf der Couch im Wohnzimmer, lasse den Tag ausklingen und starre an die Deckenlampe , die noch immer mit den Ballons vom Geburtstag meiner Tochter geschmückt sind.
Stille..nichts bewegt sich..kein Auto fährt vorbei und ich kann in der Stille fast den hohen imaginären Ton des eigenen Nervensystems hören, wenn wirklich es wirklich keine weiteren akustischen Signale gibt.
Auf einmal (und das ohne nachvollziehbaren Grund) beginnt der weiße Ballon sichtbar (wenn auch nur sehr schwach) zu vibrieren.
Keine erkennbare Ursache oder Quelle dieser Bewegung.
Wahrnehmbar nur mit einem starren geduldigen Blick auf die Ballons.
Eine Bewegung, die nur in dieser Stille und in solcher bewegungslosen Situation auffallen kann.
Ein unregelmäßiges Zucken..mal 5 Sekunden mal 10.
Mit Sicherheit kann mir jeder Physiker und Statiker gleich hundert Gründe für diese Beobachtung nennen, fantastisch ist aber der Moment, in dem man selbst keine Erklärung fürs Erlebte findet.

Foto

RushHour

Eigentlich hat meine Tochter dieses Spiel zum Geburtstag bekommen und nun sitzen wir gebannt davor und versuchen eine Aufgabe nach der Anderen zu lösen und den eingeparkten Eiswagen freizubekommen.
Das ganze sieht langweiliger aus als es dann wirklich ist, wenn man erstmal dabei ist.
Zusammenhänge verstehen und auch mal drei Schritte vorausdenken und immer das große Ganze im Blick behalten.
Einfache Spielidee…großer Spielspaß.

Foto

Sommerlich

Auch wenn die Temperaturen noch nicht ganz auf Sommer hinweisen, scheint die Natur nun auf dem Zenith seiner Entfaltungskraft sein.
Immerhin kann man draußen schon im T-Shirt rumlaufen ohne das es sich zu kühl anfühlt.
Angenehme Wohlfühltemperaturen schenkt uns dieser schwedische Sommer.
Irgendwie wirkt gerade jetzt die Natur am lebendigsten, wenn überall dicke Pollen übers Land geweht werden und die Vögel im Wald lauter nach Gleichgesinnten rufen als sonst.
Im Hochsommer von Juli und August scheint das meiste Grün schon halb verbrannt durch Hitze und Sonne und das Leben erstarrt in dieser Temperaturen.

Foto

Bauernhof

Meine Tochter hat Geburtstag.
Mit 6 Jahren ist es nun vorbei mit Topfschlagen oder ähnlichen Kinderspielen.
Wir sind am Anfang des Sommers und das Wetter stimmt.
Daher sind wir mit der jungen Partygesellschaft einfach auf einen Kinderbauernhof gefahren.
Hier gibt es mädchengerechtes Tierefüttern und Ponnyreiten.
Zum anderen sind wir an der frischen Luft und können die Kids einfach mal so toben lassen.
Beim zweiten Nachdenken zeigt sich mir wieder, wie klein sechs Jahre zusammenschmelzen können.
Die meisten ihrer Kindergartenfreunde wird sie in einem Jahr nichtmehr kennen, es war der letzte Geburtstag vor der Schule.

Foto

Raus

10 Autominuten raus aus Berlin und man befindet sich auf dem Land.

Foto

Rückenschmerz

Seit genau einer Woche plagen mich jetzt schon meine Schmerzen im Rücken, immerhin mit leicht abnehmender Tendenz.
Früher hatte ich sowas nie, was mir zeig, das ich älter werde und wohl so langsam einroste.
So habe ich heute beschlossen, sobald ich wieder schmerzfrei bin, dem alterlichen Verfall noch über das Joggen hinaus mit Sport vorzubeugen.
Bisher habe ich das vielleicht noch selbst in der Hand, wie stark und wie oft ich in Zukunft unter Rückenschmerzen leiden werde.
So beginnt heute ein neues Denken, das ich meinem Alltag zwischen Wohnzimmercouch, Autositz und Bürosessel noch etwas mehr bieten muss um mich heute fit und zukünftig schmerzfrei zu halten.

Von fremden Erfahrungen gelernt

Ein Geschäftstermin in Berlin Neukölln.
Er gehört eher zu unseren unbedeutenden Kunden, die wir mit engagierten Besuchen eher übergehen, aber heute sollte ich prüfen, ob und wo man diesen Kunden noch aufbauen könnte.
Mitten in Neukölln führten wir ein sehr tiefes und ehrliches Gespräch.
Es ging um den Kiez und deren Menschen, die hier viel von Arbeitslosigkeit und Armut betroffen sind.
Hier ist einfach kein Geld zu verdienen, weil hier einfach kein Geld ist, so meinte er.
Die Kaufkraft geht kontinuierlich runter und wo die Menschen wenig Geld haben, braucht man nicht über Werbung und Beratung zu sprechen und nicht versuchen Menschen was zu verkaufen, was sie nicht brauchen.
Selbst die, die Jobs haben, würden immer weniger verdienen.Geht heute Jemand mit 3000 Euro aus der Stelle wird diese kaum mit einem 2000 Euro Budget wieder besetzt, wenn überhaupt.
Immer weniger Verdienst, bei immer weiter steigenden Mieten und Preisen.
Seine letzten Worte bei unserem Gespräch waren…“Heute ist das ein typischen Bild von Neukölln, aber jedes Jahr wird „Neukölln“ größer“..ein Satz der mir, wie das ganze Gespräch noch lange in meinen Gedanken geblieben ist.
Heute hab für die Firma keinen Kunden aufbauen können, aber viel über das Leben und das System in dem wir leben gelernt.
Gelernt von den Erfahrungen eines intelligenten und sympathischen Mannes, den wir bisher nur als „undankbaren D-Kunden“ in unserer Kartei hatten.
So kann man sich täuschen, wenn man denkt ,man weis schon was der Tag so bringen wird.

Wieder im Rücken

Seit Montag hab ich es mal wieder im Rücken.
Alles scheint darauf hinzudeuten, das es mit meinen handwerklichen Aktivitäten am Sonntag zu tun hat und der Rückenschmerz eher auf einen Muskelkater, in der sonst kaum beanspruchten Rückenmuskulatur, zurück zu führen ist, als auf eine Verzerrung.
Gerade langes Stillsitzen ruft dann diesen Schmerz bei der ersten Bewegung wieder hervor.
Bin ich jedoch einige Zeit in Bewegung wird’s besser.
Wie auch immer, diese Art von Verschleiß im Körper ist mir neu.

Bewerbung

Ich hab’s wahr gemacht und mich bei der Konkurrenz beworben.
Der Hauptgrund für diesen Schritt ist nicht mal das liebe Geld, denn in meiner neuen Stelle würde ich weniger verdienen als jetzt.
Der Gedanke kommt eher durch das Feststecken in bestimmten (meinen) Projekten und meine generelle Perspektivlosigkeit in dieser Firma um meine Ideen und Visionen durchzusetzen.
Die angespannte Lage unterschiedlichster Erwartungshaltungen zwangen mich nun diesem Schritt.
Dann ging alles sehr schnell und ich fand umgehend eine mögliche neue berufliche Heimat, in der man mich nach meinen Vorstellungen tun und lassen machen was ich für den besten Weg halte.
Hin und her gerissen zwischen diesen beiden Unternehmen, hatte ich nun eine ganz neue Verhandlungsbasis im direkten letzten Gespräch mit dem Chef.
Ohne ihn über meine Alternativen zu informieren führte ich ein letzten Gespräch zum Ziel der Einigung.
Wahrscheinlich ließ mich die Alternative im Hinterkopf anders argumentieren….absoluter.
Nun sind wir zu einer Einigung gekommen, die sicherlich aus einem Kompromiss besteht , der jedoch alle meine wichtigsten Kriterien als erfüllt ansieht.
Am Ende informierte ich ihn in einem privaten Gespräch (jetzt nachdem meine Alternative hinfällig war) welchen Weg ich schon eingeschlagen hatte um mich von dieser Firma zu lösen.
Man könnte meinen…gezockt und gewonnen…mein Fazit ist eher…“Eine andere Herangehensweise an ein Problem bringt gleich eine andere Lösung“ …oder „Wer seinen eigenen Zielen treu bleibt, geht manchmal durch unwegsames Gelände….aber nur dieser Weg führt auch zum Ziel.“

Über das Ziel

Das Erreichen eines Ziels macht das Selbe im gleichen Augenblick bedeutungslos.

Trennungsjahr

Dieses Jahr scheint wie verhext zu sein, denn um uns herum hört man immer öfter von Beziehungsproblemen.
Es fing da an, wo man es hat schon länger kommen sehen und ging dann über die Paare weiter, wo man das eigentlich nie angenommen hätte, das da mal Probleme auftauchen.
Auch die Tiefe und Ernsthaftigkeit der Differenzen scheinen unerwartet drastisch.
Eine Scheidung löst die andere ab und die Probleme links und rechts von unserem Bekanntenkreis werden gravierender.
So scheint um uns gerade viel zusammen zu brechen, was uns wieder näher zusammenrücken läßt.

Noch 4 Wochen

Noch ganze vier Wochen arbeiten, dann steht der große Jahres-Sommerurlaub an.
Eigentlich eine überschaubare Zeit in der man schon in voller Vorfreude die Tage bis zum Urlaub runterzählen könnte.
Aber irgendwie bin ich hier so in den Umbrüchen des Lebens gefangen, das an eine Auszeit noch gar nicht vorstellbar ist.
Auf der einen Seite bricht nun der Wohnungsumzug an, der uns über den Urlaub hinaus noch beschäftigen wird.
Zum anderen feiert meine Tochter bald Geburtstag und wird dann in die Schule kommen.
Zum Schluss denke ich meinerseits noch über eine berufliche Neuorientierung nach, was nun auch noch den ruhigen Gedanken an einen nahenden Urlaub mit aufwühlt.
Ich glaube so sehr wir hier uns auch drehen und machen, eine Auszeit kommt genau dann genau zum richtigen Zeitpunkt.
Auch wenn viele Dinge und Gedanken hier zu Hause unvollendet zurück bleiben müssen, wird uns die Ferne gut tun und Kraft geben, mit Abstand die besten Entscheidungen zu treffen und gleichzeitig große Veränderungen im Leben durchzustehen.

Projekt beginnt

Mit dem ersten Rückbau der Schranknische beginnt heute der Umzug endgültig.
Ab nun wird aus der Theorie die dreckige Praxis, länger in einer Baustelle leben zu müssen.
Die Ruhe vor dem Sturm ist vorbei, das Abbrechen der Zelte hat begonnen.

Foto

Germendorf

Heute Kindertag, also sind wir mit den Kids in den Tierpark und Saurierpark Germendorf.
Eine gute Autostunde von uns entfernt wollten wir schon lange mal mit den Kids hier hin.
Heute am Kindertag bot es sich dann an.
Den ersten Tag im Juni den ganzen Tag draußen gewesen, erst bei der Abreise kam der übliche Regen.
Ob Ende Mai oder Anfang Juni…das Wetter hat nichts damit gemeinsam.

Foto

Vorbei mit Mai

Der letzte Tag im Mai, der in seiner trüben Nassheit mich irgendwie an den verregneten Sommer 1996 erinnert.
Der reichhaltige Regen hat die Natur sprießen lassen, aber von dem, was der Mai ausmacht war noch nicht viel zu spüren.
Die Jahresuhr schlägt nun 10 Uhr.

Foto

Überdruck

Heute mal beim Chefgespräch so richtig Dampf abgelassen.
Unkontrolliert alles aufgezeigt, was nicht funktioniert oder was mir nicht passt.
Eine emotionale Debatte, die meine Position zukünftig deutlich verbessern oder verschlechtern wird.
Für mich war es mal wichtig, mich im Rahmen der 95 Prozent (die gut klappen) über die 5 Prozent auszulassen, die mich meiner Meinung nach eher behindern als nützen.
Klare und harte Worte verließen meine Person.
Was es mir bringt, weiß ich nicht …aber ich habe das Gefühl, das Richtige getan zu haben.
Das reicht mir….egal wo es mich hinspült.