Mittagsschlaf

Was habe ich es als Kind gehasst, wenn man mich mitten am Tage ins Bett zwang, um zu schlafen. Als Kind ist man eh nie müde und dann muss man auch noch ins Bett und die Großen dürfen aufbleiben. Wenn man dann gefühlte 6 Stunden im Bett die Zeiger des Weckers verfolgt hatte, bis man aus der Haft entlassen war, hatte man dieses Umsinne Unterfangen endlich hinter sich.
Heute hingegen bin ich ein großer Fan dieses kleinen Schläfchens zwischen Mittag und Nachmittag. Im Idealfall brauche ich nur 20-25 Minuten um einmal richtig wegzudösen, um dann mit vollen Akkus und total erholt wieder aufzustehen. Eine kleine Pause am Nachmittag, heißt dann für mich auch immer mehr vom Tag, da ich Abends bedeutend länger wach und fit bin, als würde ich ihn weglassen. Da man selbst am Wochenende um die gleiche Zeit wach wird, wie in der Woche, ist der Mittagsschlaf am Wochenende immer ein schöner Tagweiser, bei dem ich nochmal so richtig Schwung für den Abend holen kann.
So können sich die Zeiten ändern..

Neue Spielwelt

Es war 15:48 Uhr, als mich mein Sohn darüber informierte, das beim OGame ein neues Universum gestartet ist. Wir hatten mal die Verabredung, das wir in diesem Falle beide zusammen anfangen wollten in diesem Universum zu spielen. Da wir beide von Anfang an dabei wären, würde eine Art Chancengleichheit herrschen um sich zu messen. Und so war es dann nun auch und nun wetteifern wir heute im gleichen Spiel…möge der Bessere am Ende vorn liegen.

Freitag

Es ist Freitag und am Ende der Woche habe ich mir den frühen Feierabend verdient. Eine Woche liegt hinter mir, in der sich das Arbeitsklima deutlich entspannt hat, was mir irgendwie den Kopf angenehm leicht macht und mich viel sorgenfreier ins Wochenende starten läßt.

Das Leben kommt zurück

Auch wenn das Wetter heute etwas durchhängt, so sehe ich die ersten Anzeichen, das es sehr wohl ein Leben nach Corona geben kann. Überall stoße ich auf Events, Konzerthinweise und Ankündigungen. Die Kinos scheinen wieder so langsam den Normalbetrieb zu planen, die Masken im Stadtbild nehmen nach und nach ab wie die Infektionszahlen.
Ich nehme das alles wohlwollend wahr, kann dem Frieden aber noch nicht ganz trauen. Zwei Jahre Vorsicht, Angst und Abstand haben auch in mir ihre Spuren hinterlassen, die mich daran hindern, mich vorschnell in die neu gefühlte Sicherheit zu stürzen.
Aber immerhin ein Zeichen hin zur Normalität, zumindest wenn man mit den Gedanken nicht zu weit die Landesgrenzen verläßt, scheinen sich die Probleme des Alltags zu verringern.

Erstes Eis

An so einem eher herbstlich stürmischen Tag, hab ich es das erste Mal zur Eisdiele geschafft. Dafür war’s schön leer.

Entspannt

Schön, das sich das Klima auf Arbeit immer weiter zu entspannen scheint. So, das ich ohne Ärgerfalte auf der Stirn jeden Tag irgendwie versuche rum zu kriegen, sondern das nun der Kopf wieder frei ist für andere Gedanken, die mir so spontan einfallen. Ein Ärgernis weniger…sehr angenehm.

Life of Pi

Ich weiß noch wie ich diesen Film damals unbedingt um Kino sehen wollte, ohne das ich richtig wußte um was es in ihm geht und was da überhaupt auf mich zukommt. Zum Glück habe ich diesen Wunsch auch umgesetzt und ich weiß noch heute, wie beeindruckt ich damals aus dem Kino kam, da dieser Film mich absolut fasziniert hat. Heute zählt diese Zufallsentdeckung zu meinen Lieblingsfilmen…und heute…ja heute ist es mal wieder soweit.

Der 2.April

Heute ist der zweite April, und dieses Datum ist für mich eigentlich ein Tag, an den ich dachte, als wir noch im tiefsten Winter steckten. Wenn erstmal der April anfängt und gleich am ersten Wochenende in diesem Monat, wird bestes frühlingshaftes Wetter sein und man wird sich draussen aufhalten können. Spürbar längere Tage und der Geruch eines frisch angeworfenen Grills, so habe ich mir diesen ersten Samstag im April die letzten Monate vorgestellt. Erstens kommt es anders…und so bin ich an diesem Wochenende Strohwitwer mit Kindern, die aber schon ihren eigenen Hobbys nachgehen und somit praktisch allein.
Allein auf der Couch, draussen das Wetter hat noch wenig mit dem zu tun, was ich mir für diesen Tag einst vorstellte. Noch dazu kommt, das ich meine Schwiegereltern zwischen Nacht und aller frühe zum Flughafen gefahren habe, was dann meinen Tag im Schlaf-Wach-Zyklus komplett durcheinander gewirbelt hat.
Versuche den Tag trotzdem irgendwie „besonders“ zu machen, denn auch wenn es heute noch nicht nach meinem Frühlingsbild aussieht, so wird dieser Tag auch kommen…nur eben nicht auf Bestellung.

The Father

Bin gestern zufällig in der Sendung „Aspekte“ auf diesen Film aufmerksam geworden, der sonst wohl leider ungesehen an mir vorbeigezogen wäre. Musste ihn gleich heute bei Prime gucken und hab den Kauf nicht bereut. Was für ein stimmungsvoller, aber auch erdrückender Film, der mich nun mitsamt seiner ganzen Thematik schwermütig zurück läßt.

Freitag

Wieder Freitag und diesmal ein langer Spätdienstfreitag. Dennoch ist er geschafft und ich gehe etwas entspannter ins Wochenende, da sich die Stimmung auf der Arbeit in den letzten Tagen speziell heute etwas entspannt hat, was mir ein paar Sorgenfalten ausbügeln läßt, die dann doch irgendwie immer wieder in meinen Gedanken war. Fürs Kochen fehlt mir heute irgendwie die Kraft, daher gibts nur schnelle Fish and Chips aus der Konserve.

Alte Gegend

Heute hat es mich zufällig wieder in meine alte Wohngegend verschlagen, in der ich lange nicht mehr war. Kurz hier und schon stand ich im Regen meiner Erinnerungen. Wie lange ist das alles schon her, als ich hier wohnte, wie fühlte ich mich damals und wie sehr habe ich mich verändert. Die lange Zeit, in der ich schon nichtmehr hier wohne zeigt mir wieder, wie schnell doch die Zeit vergeht und vor allem wie schnell die Zeit an mir vorbeizieht. Alles wirkt hier, als wäre es noch garnicht so lange her, dabei sind es nun auch schon zwanzig Jahre her.

Spargelhaus

Gestern schon eins gesehen…heute stehen sie überall, die temporären Verkaufsstände für Spargel. in voller Vorfreude auf dieses Gemüse…

Eingeladen

Ein guter Freund hatte gestern Geburtstag…mitten in der Woche, und ich war natürlich auch eingeladen. Nur ist es mit mir derzeit so, das ich gar keine Ambitionen habe, irgendwie raus zu gehen , irgendwas zu unternehmen oder Lust habe auf große Freundesrunden. Hab die ganze Woche mit mir gehadert, aber irgendwie wurde in mir schnell klar, das ich ihn nicht enttäuschen möchte und da ich weis, wie sehr er sich über mein Erscheinen freuen würde, gerade in dieser meiner Phase, bin ich dann doch hin. Und er hat sich so gefreut, wie ich mir das schon gefacht habe, eigentlich noch mehr und ich war irgendwie froh, das ich mich aufgerafft habe, und ihm diese Freude machen konnte, und den Abend mit ihm gemeinsam verbracht zu haben. Ein Schritt in die richtige Richtung.

Suppenhuhn

Alles auf schnelle Genesung .

Nur draussen scheint die Sonne..

Irgendwie ist der Wurm drin.
Betrachte ich mich und mein Leben und lasse den Blick mal um mich rum schweifen, dann fällt mir auf, das ich nicht allein bin.
Heute ein Gespräch mit den Kollegen und mit einem Freund (zu dem ich viel zu lange nur sporadischen Kontakt hatte) zeigt mir immer das gleiche Bild. Viele um nicht herum fühlen sich irgendwie antriebslos mit einer Mischung von Verunsicherung, Unruhe und Niedergeschlagenheit in Körper und Geist.
Draussen lacht die Sonne und normalerweise beflügelt uns die gute Laune und mit den ersten Sonnenstrahlen verändern wir sofort unseren Gemütszustand und werden aktiv, unternehmungslustig und haben einfach irgendwie ein Hoch..wie sonst immer am Ende der dunklen Jahreszeit, wenn der Frühling hereinbricht.
Die lange Coronazeit, in der wir nie sicher sein konnten, was die nächste Woche wirklich mit sich bringt, har scheinbar tiefes Mißtrauen in die Zukunft entstehen lassen, was nun mit der Kombination eines neuen Krieges und noch weiter verunsichert und weiter so stresst, das man einfach keine dauerhaften ruhigen Gedanken fassen kann, planen kann. Die Welt ist ganz schön aus den Fugen geraten und das Dauerfeuer von schlechten Nachrichten scheint dafür verantwortlich zu sein, das wir uns selbst mit den Rufen des neuen Frühlings nicht aus der Deckung hinein ins Leben trauen.
Alles was sonst so unter Corona gelitten hat, plant nicht, weil es der Zukunft einfach nicht traut und keine Mittel mehr hat um irgendwas zu wagen. Die Menschen selbst, in Zukunftsängsten in ihren mentalen Löchern, werden wohl nicht so zahlreich in die Restaurants strömen, die noch nicht wissen, wie sie aus der Corona-Krise kommen sollen und mit utopisch steigenden Lebensmittelpreisen, wohl auch nicht alles wieder grün rechnen können. Wenn die Leute überhaupt dazu bereit sind und die immer stärker werdenden wirtschaftlichen Ängste, eh die Freude am Geldausgeben mildern und man es lieber zusammen hält oder dringend für andere Dinge braucht, die gerade ebenfalls viel teurer werden.
Wo ich auch binblicke und mit wem ich auch rede, befinde ich mich entweder in einer Blase von Meinungen, die einfach zurückgezogen und vorsichtig bleiben wollen, oder es ist ein sehr breites Problem.
Hört man andere Meinungen , scheinen viele nur noch auf einen Teil ihren Kräfteakkus zurückgreifen zu können. Alle sind irgendwie ständig durch, KO und gereizt bis hin zu depressiv.
Keine Frage, die letzten Jahre und die Tatsache gleich in die nächste Krise zu stürzen hat uns allen mehr abverlangt, als wir denken, aber was dies wirklich in uns hinterlassen hat, wie es uns verändert hat und noch verändern wird….läßt sich meiner Meinung nach noch gar nicht erfassen.
Ich habe nur das Gefühl, die Welt ist eine andere sein.

Montag

Es ist Montag und nach einer Woche kranksein bin ich wieder im Arbeitsleben zurück. Auch wenn es wieder halbwegs geht, kann ich nicht von mir behaupten, wieder komplett fit zu sein und somit schnleppe ich mich heute schon ganz schön durch den ersten Arbeitstag. Wahrscheinlich ist es die Mischung von „Noch nicht ganz gesund zu sein“ und in der letzten Woche einfach zu lange gelegen zu heben, das ich heute noch mit jeder Bewegung kämpfe. Hoffe, das sich das im Laufe der Woche noch gibt und nun von jedem Tag an mir besser geht.

Zwiebelringe

Heute mal Zwiebelringe frittiert..einfach mal so, um zu sehen , ob ich’s auch kann. Und ..schmeckt genauso wie bei Burger King.

Gedanken an Krieg

Seit einem Monat tobt ein Krieg in Europa. Krieg in Europa, das war vor ein paar Monaten noch eine Sache, die ich für meine Lebenszeit komplett ausschließen konnte. Europa war friedlich und wer oder was sollte das ändern?
Nun herrscht Krieg und dieser hat alles verändert, überall und für Jeden. Die Menschen im Krieg, für die ist es am schlimmsten. Ich kann mir nicht vorstellen, wie es sich anfühlen muss, des eigenen Lebens nicht mehr sicher zu sein und und um sich und seine Familie fürchten muss.
Aber auch für uns alle ändert sich was, denn nun bauen sich die alten Fronten wieder auf, Europa ist wieder geteilt und steht der grenzenlose Frieden und grenzenloser Freiheit ist vorbei.
Am nachdenklichsten stimmt mich aber die Tatsache, das hier, mit diesem Angriff, Tatsachen geschaffen wurden, deren jetzige Tragweite garnicht einberechnet war und man jetzt übers Ziel hinaus geschossen hat und nun nichtmehr zurück kann, ohne das Gesicht zu verlieren.
Rußland wird mit Putin die Geister nicht mehr los, die es auch komplett überschätzt hat, denn wie soll dieser Krieg enden und als „Gewinn“ wahrgenommen werden. Man kann doch mit Putin selbst nie wieder normal diplomatisch umgehen. Ein Zurück zur Normalität, selbst wenn der Krieg in dieser Minute enden würde, gibt es nicht mehr.
Ich hab dein Eindruck, mit dem Angriff öffnete man eine Tür, hinter der man eine Kammer vermutete und nun ist die Tür nicht nur offen und kaputt, und obendrein wars die Tür nach draußen. Die Auswirkungen des eigenen Handelns nichtmal ansatzweise so weitreichend und unwiderruflich eingeschätzt und nun vor einer Situation stehen , in der man nicht mehr gewinnen kann.
Die aktuelle Frage kann daher nur sein, wie viel man noch verlieren will.

Gedanken an Absturz

In unserer größeren Familie…eine Trennung..eines Paares, was man bis dahin nicht als überhaupt trennbar empfunden hatte. Keiner der Beiden war eigentlich ein Typ dafür, mit Ende 40 nochmal neu durchzustarten. Nun hat sie ihn verlassen, die Kinder sind groß und aus dem Haus, das alles liegt schon über ein Jahr zurück.
Seitdem beobachte ich sie, wie sie nochmal 19 zu sein scheint und irgendwie sehr viel nachzuholen hat. Kurz um, ihr gehts gut in ihrer neuen Beziehung, auch wenn es auf mich immer noch wie di Phase im Mitten eines Lebens aussieht, bei der man nochmal komplett frei drehen muss und nicht als was, was nun auf Dauer bestand hätte…aber wie gesagt ihr gehts gut dabei.
Er hingegen zeigt genau die Gegenteilige Tendenz. Alkohol war wohl schon immer etwas, mit dem er nicht gut umgehen konnte, aber gerade in seinem Trinkverhalten hat er sich komplett zu seinem Nachteil verändert und verändert damit auch seine Persönlichkeit.
Was bis vor kurzem noch eine normale Depressive Phase eines Gescheiterten war, der auch hier und da mal seine Sorgen in Alkohol ertränkt, ist nun eine Welt geworden, in der zusehends die Kontrolle zu verlieren scheint und sein letztes Umfeld die Kraft, dem irgendwie noch entgegen zu wirken.
Jeder kennt die schlechten Phasen im Leben, aber hier sehe ich einen Mann nach unten stürzen mit einer immer höheren Geschwindigkeit und uns allen steht die Hilflosigkeit auf die Stirn geschrieben.
Gegen eine fehlende Einsicht, auf dem falschen Weg zu sein, könnte man mit anhaltender Überzeugungsarbeit begegnen, aber wie begegnen man der Tatsache, wenn der Absturz des Betreffenden ihm selbst total egal zu sein scheint?
Ich habe mit diesem Menschen nicht viel zu tun und stehe nicht ganz vorn in der Verantwortung und trotzdem ist es ein Thema, was mich immer wieder packt und dann lange nicht aus den Gedanken will. Zwischen Verantwortung und Ohnmacht sucht man nach Lösungen, wie man ihm irgendwie helfen kann und sucht nach Wegen damit, auch für sich selbst, umzugehen. Alle guten Lösungsansätze haben immer weine zweite Seite, die einem dann eigentlich noch mehr Sorgen bereitet.
Für mich immer wieder erschütternd wie brüchig jeder gute Stand von Glück und Zufriedenheit doch ist.