Quiche

Gedankenentsorgung

Kleine Kinder kleine Probleme…große Kinder….ja irgendwie ist da was dran.
Seit Monaten hat nun die Erkrankung meiner Tochter auch auf mein Leben eingewirkt und mich verändert. Sie hat nichts „schlimmes“ also nicht Lebensbedrohliches (und darüber sollte man schon mal froh sein) aber dennoch eine lebenseinschränkende Erkrankung, zumindest subjektiv einschränkend. Der Winter ist vorbei, wo sie ihr „Problem“ noch Kleindungsbedingt relativ gut verstecken konnte, aber nun wo die Natur von Winter auf Blitzsommer umstellt, ist jede Tarnung dahin und schreit nach neuen Lösungen. Mich belastet es schon seit Monaten, das sie mit ihrem „Makel“ (der irgendwann wieder verschwinden soll) sich in ihrer jugendlichen Bewegungsfreiheit eingeschränkt sieht. Während ihre Schulfreundinnen ihre ersten Schritte in ein Teenagerdasein gehen, kann sich auf diesem Weg einfach nicht dabei sein, da sie sich schämt und natürlich gehemmt ist. So habe ich immer das Gefühl, diese Krankheit raubt ihr die ganze Jugend samt dem Gefühl ins Leben aufzubrechen. Statt Treffen mit Freundin hockt sie in ihrem Zimmer mit geschlossenen Türen und wird einfach ungeduldig abwarten, das sich der Zustand soweit ändert, das sie eben genau das haben kann, was ihr in dem Alter eigentlich zusteht. Die Ungeduld macht ihren psychischen Druck nicht besser und so ist das irgendwie wie ein Teufelskreis. Ihre Abschottung von der Welt und die Berichte von immer neuen Sprüchen in der Schule über ihr Äußeres erinnern mich jedes Mal erneut an diese ohnmächtige Situation. Ihr mit nichts richtig helfen zu können, ist eigentlich das Schlimmste. Man kann nur alles dafür tun um es ihr so angenehm wie möglich zu machen, aber ihren sehnlichsten Wunsch nach Normalität ist von keinem Menschen erfüllbar.
Dieser Zustand hat mich auch irgendwie auch total aus dem Halligalli Leben katapultiert. Es gibt bestimmte Sachen auf die ich noch Lust habe und auch gerne wahrnehme aber so richtig raus, so als wäre alles gut, geht nicht, aber ich versuche so gut wie möglich, genau dieses vor ihr zu verstecken.
Nach drei Tagen strikte und auch notwendige Bettruhe fühle ich mich nun wieder auf dem weg der Besserung. Hatte heute mit dem ersten Aufstehen seit Tagen eigentlich viel geplant für den Tag, muss aber das eine oder andere, wegen Kräftemangel dann doch hinten anstellen. So fällt zum Beispiel mein Spaziergang heute leider aus, da ich merke das mir das Wuseln in der Wohnung schon ausreicht um an meine derzeitigen Genzen zu kommen. Nutze ich die Zeit heute ein bisschen für mich und versuche zu Hause ein wenig „Urlaub“ draus zu machen. Zeit für einen selbst, nimmt man sich sonst einfach zu selten.
Ja, ich bin wieder krank. Innerhalb kürzester Zeit wieder schlapp, Fieber und kränklich. Diesmal schlimmer als vor ein paar Wochen. Hab Sonntag schon gemerkt, das irgendwas nicht stimmt und in der folgenden Nacht hohes Fieber bekommen. Corona Schnelltests waren alle negativ, was bedeutet, das sie vielleicht nichts taugen oder ich nun wirklich alle anderen verfügbaren Krankheiten durchgehe. Drei Impfungen haben mich vielleicht wirklich etwas widerstandsfähiger gegen eine Coronainfektion gemacht, aber zwei Jahre Maske und Abstand haben mein Immunsystem wahrscheinlich derartig in den Schlafmodus versetzt, das ich nun kaum Antworten mehr habe, was Viren angeht, die außerhalb der COVID Welt es noch auf mich abgesehen haben.
Jedes Jahr im aufblühenden Frühling, kommt die Formel 1 wieder in die Welt. Endlich gehts wieder los, obwohl ich mir überlege, wie breit dieses Event noch ist, wenn es das zweite Jahr nur noch kostenpflichtig im Pay TV läuft.



Es ist wieder Freitag und scheinbar der erste Freitag im Frühling. Sonniges warmes Wetter begleitet mich an diesem Freitag und weckt in mir die Vorfreude auf morgen, wo ich im Garten die erste frühlingshafte Grillparty geniessen werde. Dieses tröstet mich auch über die Tatsache hinweg, das auf Arbeit das Kollegiale Klima sich etwas abgekühlt hat und auch ich mich dadurch nun auch professioneller bewegen werde, und nicht mehr in der privat-beruflichen Mischstimmung, die bisher so bei uns vorherrschte. Auch wenn die Umstellung, nicht mehr so viel privates Preis zu geben, in der Umstellung noch schwer fällt, ist es längerfristig die bessere Option und ich kann in diesem Klima sehr gut leben/arbeiten.
Die Szene des Vampirs kennt wohl jeder, auch ich, aber gesehen habe ich diesen Film noch nicht. Einhundert Jahre hat dieser Film dieses Jahr auf dem Rücken, und da dieser Film sehr bedeutend ist und irgendwie ein muss, habe ich jetzt beschlossen , ihn mir anzusehen. Einfach nur so, damit auch ich ihn wenigstens einmal gesehen habe.

Leider sind meine ersten Bitcoins vor Jahren in irgendeiner Wallet verschollen. Wahrscheinlich sind aus den Centbeträgen in Bitcoin mittlerweile ein paar Euro geworden, aber egal weg ist weg. Diesmal passe ich mehr auf und habe mich heute um die große Spekulation, was uns dieser Kryptowährungen eigentlich bringen und habe mich mit einem Kauf beteiligt. Ein eher kleiner Betrag, denn für mich gehts es eher darum, mit dabei zu sein und es auch verkraften zu können, sollte am Ende alles wertlos sein.

..gleich hinter meiner alten Schule. Dieser Ort war der erste am Wasser, wenn man aus der Schule kam und war somit oft Ziel und Treff für uns, bei ausgefallenen oder bewusst ausgefallenen Schulstunden. Die Erinnerung an die Schulzeit wieder abgestoßen…bringen Gedanken hervor, die so lange verschollen waren.

Gucke seit langem mal wieder auf das eingezäunte Waldstück, in dem sich mal mein Kindergarten befand. Versuche mich zu erinnern, über 40 Jahre zurück in der Zeit. Fragmente meiner Erinnerung blitzen auf. Kurze Eindrücke..dazwischen alles leer..vergessen zu lange her…

Herrliches Frühlingserwachen …Sonne…Wasser…Vogelgezwitscher ..


Seit nun zwei Jahren befinden wir uns alle in diesem nervenden Ausnahmezustand, bei dem man fast jeden Tag vor neue Realitäten gestellt wird und irgendwie dadurch nicht zur Ruhe kommt. Ständig muss man die Nachrichten verfolgen, und immer in der Hoffnung irgendwann sichert das Licht am Ende des Tunnels durch, was die alte Ruhe verspricht. Seit März 2020 leben wir ständig mit dieser Zukunftsangt allein deswegen weil wir nicht wissen , was sie uns bringt. Hätte man mit diesem Virus nicht schon genug zu tun, herrscht nun auch noch Krieg in Europa, bei dem man ebenfalls die Chance hat, sich einfach nur noch Sorgen um die Zukunft zu machen. Was passiert, wo steuert das hin und der morgendliche Blick in die Nachrichten, ob man was wichtiges überschlafen hat. Zwei Krisen die sich um sich selbst drehend, immer für Ungewissheit sorgen, was kommt kurz und Mittelfrist auf uns zu. Das Schlimmste an der Ungewissheit ist, das man sich kaum auf irgendwas einstellen kann. Sowas fühlt sich schon etwas bizarr an, als wenn wir uns zu bestehenden Problemen noch andere mit ins Haus kacken müssen. Und nebenbei rollt der Klimawandel wieder auf uns zu und keiner hat in diesen Zeiten einen Nerv, sich damit auch noch zu beschäftigen. Tausche unruhige Zeiten , gegen alte planbare ruhigere Zeiten.

Nach nur drei Arbeitstagen ist nun wieder das Wochenende erreicht, aber die kurze Woche hatte es wieder mal in sich. Einer meiner Kollegen, zu dem schon länger ein schwieriges Problem besteht, hat sich nun komplett in meine Zone der totalen Ignoranz katapultiert. Eine sehr schwierige Persönlichkeit mit der ich immer wieder Probleme hatte, und diese Wogen dann immer so glätten konnte, in dem ich die Hand des Friedens reichte und ich immer den Schritt auf ihn zu machte und ich es immer war, der versucht hat, mich so anzupassen, das er keine Kritik an mir findet…einfach nur des heiligen Friedens wegen. Die letzen Monate waren wir immer wieder im kurzen Gespräch und ich versuchte zu helfen wo ich konnte und täuschte sogar reges Interesse an seinem langweiligen Geschwätz vor, nur um den Frieden irgendwie zu wahren. Tja und nun hatte nichtmal das gereicht, und ich höre es aus allen Ecken…Gefühle wie Neid kann ich bei ihm wohl nicht dauerhaft wegheucheln. Immer wieder gab diese Rückschläge, aber nun ist alles ein wenig anders, denn nun bin ich nicht „der“ mit dem er nicht kann, sondern es sind neben mir so ziemlich auch alle anderen Kollegen. Da ich mit allen andern „außer“ ihm eigentlich ganz gut klar komme, ist er es nun der sich da selbst mit seiner angreifenden Kommunikation selbst ins Abseits befördert hat.
Somit herrscht keine Grüppchenbildung um „verfeindete“ Parteien, sondern wir gehen uns so gut es geht aus dem Weg und beschränken uns auf das der Höflichkeit Mindeste. Damit kann ich wunderbar leben und hoffe insgeheim, das ihm genau dieser Status ebenfalls gefällt, in dem wir uns einfach nur in Ruhe lassen. Ich kann weiterhin mit allen anderen Kollegen gut auskommen und er kann weiterhin mit sich selbst sein stilles Süppchen kochen. Solange er seine Arbeit schafft, sollte das auch kein Problem sein.
Das Arbeitszeit auch Lebenszeit ist und das ich mir das selbst niemals so unerträglich unsozial gemacht hätte, wie er im Verlauf dieser Woche, zeugt davon, das wir wahrhaftig in total verschiedenen Welten leben.
Ich fühl mich durch die Beschränkung auf „Tach und Tschüß“ fast irgendwie befreit, das ich mich nichtmehr irgendwie ständig um ihn kümmern muß und für alles , was ihn so stört Verständnis heucheln muß. Was ihm jetzt nicht passt , macht er nun einfach mit sich selbst aus..das Wichtigste ist..er läßt mich dabei ihn Ruhe..so glaube ich ist es am Besten …zumindest für mich.
Daher fühle ich mich heute irgendwie befreit und beflügelt..durch die letzen Tage..




