Gedankenspiel
Noch zwei ganze Reha-Tage liegen vor mir, dann bin ich wohl noch nicht komplett wiederhergestellt aber dennoch schleisst sich damit ein Kapitel, das Kranksein. Da ich Schulter und Arm wieder alltagstauglich benutzen kann, führt mich der Weg mach diesen zwei Tagen wieder zurück ins Leben und damit auch in meinen Arbeitsalltag. Auch wenn ich mit Links noch keine Bewegung überhalb der Kopfhöhe ausführen kann, fühle mich mich doch fit genug mein altes Leben wieder aufzunehmen. Der letzte Weg, bis zum völligen Funktionsradius wird wohl noch Monate dauern, aber ich verlasse meine aktuelle Phase mit Erfolg. Was ich vor allem hier auf meiner Reha gelernt habe ist, das es ganz andere Schicksale gibt und ich wirklich glücklich davon gekommen bin. Wenn man so hört, wie präsent Schmerz und Zukunftsangst sein kann, bleibt dieses als ständiger Vergleich zur mir in meinen Gedanken. So mehren sich nun zum Ende dieser Phase auch die Gedanken über die zurück liegende Phase im Allgemeinen. Wie den Weg, den man hinter sich hat, wenn man das Zielband vor einem sieht.