Trennung um mich herum

Man hatte es schon länger geahnt, das dort was in Scherben liegt und keinen ewigen Bestand hat, heute hat das Paar in unserer Großfamilie es offiziell gemacht, das sie nun offiziell getrennt sind.
Auch wenn man schon seit langem damit eigentlich gerechnet hat, war es dann heute doch immer wieder Gesprächsthema zwischen meiner Frau und mir.
Auf gedanklich läßt mich die Tatsache heute auch nicht so richtig los. Immer wieder schleichen sich da Gedanken ein. Wie es wohl ist, wenn man mit über fünfzig auf einmal wieder Single ist und die Frage steht, ob und wie man nochmal im Leben Neustarten kann? Wie es sich gerade jetzt in der Corona-Zeit anfühlen muss, wenn man eigentlich zu Hause gefangen ist und Kontaktsperren hat und sich nicht wirklich ablenken und auf andere Gedanken bringen kann?
Was sich wohl alles in der Gruppe dieser Großfamilie ändern wird, denn irgendwie war das Paar ja ein fester Bestandteil bei allem was irgendwie mit Familientreffen und Unternehmungen zu tun hat und wie und mit wem geht es weiter?
Gedanken über Gedanken, die nur immer wieder den Schluß zulassen…das es wirklich die schlechteste Zeit für das Scheitern einer langen Beziehung ist und immer die Frage offen läßt, wie kann es nach so langer Zeit überhaupt dazu kommen, das man nichtmehr miteinander kann?

Die Sache mit dem Blutdruck

Wenn ich sporadisch mal beim Arzt bin, höre ich seit mehr als 15 Jahre, das man meinen Blutdruck im Auge behalten sollte. Für mich war es bisher immer das typische Geschwätz eines übereifrigen Arztes, denn ich sah das so, das der eine eben einen leicht erhöhten und der andere eben einen leicht zu schwachen Blutdruck hat. Menschen sind eben verschieden und nicht jeder kann daher einen exakten Wert erfüllen.
Als jedoch neulich ein Kollege ein Blutdruckmessgerät mitbrachte, da er (viel jünger und sportlicher als ich) mit dieser Krankheit zu kämpfen hat, wurde es schnell ein Pausensport, das wir alle unseren Blutdruck mal gemessen haben.
Als dieses Ger#t bei mir sehr hohe Werte anzeigte, konnte es sich nur um einen Messfehler handeln. zu Hause mit dem eigenen Gerät nochmal nachgemessen und auch das funktionierte nicht so richtig und zeigte Werte, die ich nicht haben wollte. Ein besseres Gerät gekauft und offenbar lag es nicht an den Messfehlern billiger Geräte, sondern ich hatte wirklich einen bedenklichen Bluthochdruck.
Natürlich war ich nun beim Arzt und habe mir eine passende Dauertherapie verschreiben lassen, mit der ich lieber erst am Freitag begonnen habe, da es bei der anfänglichen Einnahme dieser Medikamente zu deutlichen Nebenwirkungen.
Nun bin ich heute am zweiten Tag meiner Einstellung und die Nebenwirkungen am Anfang halten sich eigentlich in Grenzen, aber was ich durchaus positiv wahrnehme ist ein deutlich ruhigeres Körpergefühl. Rückblickend kann ich Bluthochdruck mit einer ständigen hohen Spannung vergleichen die man irgendwie ständig in sich hat, die nun angenehmerweise nachläßt. Für mich war diese Hochspannung immer die Normalität und ich möchte gar nicht wissen wie lange ich schon ahnungslos mit diesem Risiko derart hoher Werte durchs Leben laufe.
Viele Dinge im Leben kann man leider nicht vorhersehen oder sich dagegen schützen, aber dieses Risiko hätte ich schon früher minimieren können.

Kranke Woche

Montag ging’s noch und am Dienstag habe ich schon meinen Arbeitstag lieber abgebrochen und bin von dort aus gleich nach Hause und ins Bett. Einen großen Schlafmarathon später stand ich heute morgen auf und fühlte mich eigentlich wieder gesund und fit, was auch immer ich da in den Knochen hatte. Der Tag heute zeigte in der ersten Hälfte, das ich wohl noch nicht ganz über das hinweg bin, was ich mir wahrscheinlich schon am letzten Wochenende eingefangen hatte, denn irgendwie wurde ich wieder etwas müde, was anhand meiner vielen Schlafstunden in den letzten zwei Tagen einfach nicht normal sein kann.
Heute Abend gehts wieder ein Stück weit besser und ich möchte mir gar nicht weiter überlegen, welche Art von Infektion ich gerade mit mir rumschleppe. Aus aktuellem Anlass achte ich nun noch kleinlicher darauf, fast überall eine Maske zu tragen, selbst da wo ich es eigentlich nicht muss, aber in diesen Zeiten auch nicht weiter auffällt.
Ob nun Corona oder nicht, diesen dauerhaft angeschlagene und müde Gefühl muss ich ja nicht unbedingt weitergeben und hoffe für mich selbst auf das Wochenende, welches ich absoluter Ruhe verbringen werde und hoffe einfach darauf, das dies ausreichen wird, mich wieder komplett zu genesen.
Somit war diese Woche einfach nur für n Arsch…kaum was geschafft und nun den Blick auf Freitagnachmittag, das nun endlich Wochenende ist.

Tegel

Als wenn ich es mit eigenen Aufen sehen müßte um es zu glauben. Die ewige Baustelle des Berliner Flughafens ist fertig und alles geht nur noch über den BER. Tegel hat ausgedient. Da ich heute nur 10 Min weit entfernt einen Termin hatte, musste ich da mal kurz hin um mich davon zu überzeugen, das er einstige zugestaute Weg zu einem völlig überlasteten Provinzflughafen heute total leer ist und in Tegel echt nichts mehr los ist. Kein Publikumsverkehr von An- und Abreisenden sondern große Müllcontainer vorm Terminal, die wohl nun ausmisten, was nicht mit umgezogen ist. Tatsächlich ist Tegel (Welcher auch das Tor zur Welt meiner Generation war) nur noch ein Gebäude ohne Betrieb.

Spieltag

Am zweiten Tag meines kleinen Urlaubs habe ich mich meiner Spielwelt gewidmet ..undzwar quasi den ganzen Tag. Nach dem Tag gestern irgendwie genau das Richtige.

An der Müritz

Letzte Station heute…die Müritz. ich war noch nie an diesem riesigen Gewässer und der Wunsch, die Müritz und deren Größe mal mit den eigenen Augen zu sehen, ist schon sehr alt. Irgendwie hat sich es nie ergeben, und blieb immer ein Vorhaben…“Irgendwann gehts auch mal hier hin“´..“ Heute habe ich es spontan mal durchgezogen, aus meinem „Irgendwann“ mal ein „Heute“ zu machen. Mein erstes Mal am Ufer der Müritz, den Blick fast auf Unendlich….so oft vorgehabt…heute einen Traum in ein Erlebnis verwandelt.

Warnemünde

Wenn ich schonmal in der Nähe der Ostsee bin, könnte ich es mir selbst nicht verzeihen, wenn ich nicht hier wenigstens vorbeigeschaut hätte. Und so bin ich nach meiner Reise nach Rostock, doch wieder hier in Warnemünde gelandet. Sicherlich ist das Meer eigentlich immer das Selbe und daher eine beruhigende und kraftgebende Konstante. Der Ort ansich ist kaum wieder zu erkennen. Noch nie habe ich Warnemünde so ausgestorben erlebt, wahrscheinlich sind die Meisten doch vernünftiger als ich und harren zu Hause aus , wie es uns das Virus zwingt. Ich zähle sonst auch zu den Vernünftigen, aber nach einem halben Jahr Einschränkungen durch Corona, mußte ich einfach mal raus, als wenn ich einmal aus der Box muss um es dann weiter wieder still und weggeschlossen in der Box auszuhalten. Ein kurzer Moment, in dem man gedankenverloren aufs Meer starrt, dieser Moment…allein für ihn hat sich der Ausflug hier hin gelohnt. Ich glaube uns besteht ein Winter bevor, in dem wir auf vielen verzichten müssen. Jetzt noch einmal kurz Luft zu schnappen, war heute einfach eine gut tuende Idee.

Rostock

Seit Monaten trage ich mich schon mit dem Wunsch rum, mal wieder die Stadt Rostock zu besuchen. Es ist schon fast 20 Jahre her, als ich das letzte Mal dort war und irgendwie verfolgte mich dieser Reisegedanke schon fast ein Jahr. Im Frühjahr kam Corona und machte erstmal alle Reisepläne unbrauchbar, da man ja nichtmal in das Bundesland einreisen durfte. Nun ist Corona zwar immer noch ein Thema, aber es gibt keine Einreiseverbote für Tagestouristen mehr und da wir überall mit dem Virus zu kämpfen haben, hatte ich mich entschlossen zwei Tage vorm Wochenende Urlaub zu nehmen. Einen Urlaubstag davon wollte ich endlich mal nach Rostock fahren, um meinen inneren Fernweh nachzugeben. So war ich heute mal nicht auf Durchreise Richtung Ostsee, sondern habe mir die Stadt als erstes Ziel ausgesucht und mir auch viel Zeit mitgebracht um Alt- und Innenstadt mal komplett abzulaufen. Nun weiß ich, warum es mich immer wieder hier her gezogen hat. Rostock ist einfach eine schöne Stadt und hat das gewisse Plus, was in mir eine schöne Stadt zu einer meiner Lieblingsstädte macht. Habe den halben Tag heute hier sehr genossen und mich trotz der ganzen Lebenseinschränkungen hier sehr wohl gefühlt. Leider ist der Virus natürlich auch hier ein Thema und daher wirkt das Stadtbild auch hier nicht komplett, da Restaurants, Kneipen und Strassencafes nicht öffnen dürfen. Mein Fazit als Halbtagestourist heute ist demnach…ich möchte wiederkommen…bald…am besten wenn der Virus überstanden ist und man das ganze Leben der Stadt geniessen kann. Und ich werde wiederkommen.

Tesla

Es war eine ganz spontane Idee, meinen Sohn nach der Schule aufzugabeln und mit ihm gleich mal zur Baustelle der Tesla Gigafactory zu fahren. Als junger Tesla und Musk-Fan habe ich damit genau ins Schwarze getroffen. Auch wenn es noch nicht so viel zu sehen gibt, als eine gewöhnliche Baustelle so war es für ihn wohl weitaus mehr. Immerhin konnten wir mal wieder ein gemeinsames Erlebnis teilen, denn soviel Auswahl, was man unternehmen kann, hat man ja derzeit nicht so.

Kneipe

Samstag der 31.Oktober, der letzte Samstag vor dem zweiten Corona-Lockdown. In ein paar Stunden wird das öffentliche Leben wieder auf ein Minimum heruntergefahren. In diesem ganzen Corona-Jahr haben wir uns kaum gesehen und haben gestern einfach mal die letzte legale Chance auch genutzt um uns noch einmal in der Stammkneipe zu treffen, bevor alles wieder in den Winterschlaf gelegen wird. Noch einmal raus und einen ausgelassenen Abend mit den Freunden verbringen. Das ganze Jahr auf Kontaktbeschränkungen geachtet und wohl auch zukünftig darauf zu achten geht nur, wenn mal sich rausnimmt einmal im Jahr auch wieder für einen Abend das alles vergessen zu können und das Leben wieder zu zulassen. Somit wars ein Abend den ich sehr geniessen konnte und auch mal wieder gezeigt hat, was im Leben derzeit so fehlt. Aber so ein Moment kann auch Kraft geben und das Gefühl, das das Leben doch nicht an einem einfach so vorbeigeht.

Spielwelt am Abend

Freitagabend und auf die Fortsetzung meines digitalen Abendteuers habe ich mich eigentlich schon den ganzen Tag gefreut. Abtauchen in eine andere Welt und damit für ein paar Stunden die Probleme des Alltags gegen schnell lösbare Probleme in einem Spiel eintauschen, wirkt wie ein kleiner kurzer Urlaub von der Wirklichkeit einer aus den Fugen geratenen Welt.

Freitag

Depressiv und nachdenklich kommt mir dieser Freitag entgegen. Was heute erst noch sehr stressig startete läuft langsam aus und wird ruhiger. Ein paar Momente um sich ein wenig ins Wochenende einzustimmen und diese Woche abzuhaken….die wieder einmal wie im Flug vergangen ist.

Pankow

Heute wieder einmal zwischen zwei Terminen, ein kleiner Spaziergang in Pankow. In dieser Ecke habe ich einige Zeit meiner frühesten Kindheit verbracht und hatte somit noch einige schwache Erinnerungen an diese Gegend. Aus dem einstigen grauen Arbeiterbezirk ist mittlerweile eine recht gute Wohngegend gentrifiziert worden. Jedoch war doch recht viel für mich wieder zu erkennen..Hausnummer 11 bekam nur einen neuen Anstrich.

Orankesee

Heute wieder zwischen zwei Terminen eine knappe Stunde für einen kleinen Spaziergang gehabt, der mich heute an und um den Oranje-See geführt hat. Schön hier, aber auch hier läßt einen der Ausnahmezustand um uns herum nicht ganz in Ruhe. Selbst hier im Stadtpark erinnern mich immer wieder Menschen mit Masken, das das Spazierengehen in einem Park wohl bald wieder eines der wenigen Dinge sein wird, die man noch unternehmen kann.

Dunkel

Wenn mir das erste Mal wirklich auffällt, wie früh es jetzt schon wieder dunkel wird. Die Zeitumstellung letzten Sonntag hat mich gefühlt gleich viel weiter in die dunkle Winterjahreszeit hineinkatapultiert. Freue mich irgendwie jetzt schon auf den Moment , an dem ich das erste Mal bemerke das die Tage wieder länger werden, auch mit der starken Hoffnung das diese dann mal wieder ein normales und unbeschwertes Jahr mitbringen.

Rund um den Trümmerberg

Kleine Runde an der frischen Luft. Zeit zwischen zwei Terminen perfekt genutzt.

Golden

Dieser Herbst könnte so schön sein. Mit seinen hellen und goldenen Farben. Die Tage werden kürzer und die Vorfreude auf die Weihnachtszeit naht. Ist es aber nicht. Noch immer bestimmen andere Dinge unser Leben und versperren die Sicht auf die Dinge, die jetzt Ruhe und Freude spenden könnten.

Am letzten Abend

Gestern Abend..ein Treffen im Garten mit der ganzen Familie. Eisbeinessen und gemütliches Zusammensitzen bei der abendlichen Feuerschale.Dieses Mal hatte ich mich auf dieses Event sehr gefreut und wohl auch diesmal bewußter genossen als sonst, denn ich habe so das Gefühl, dies könnte das letzte Treffen der ganzen Familie in diesem Rahmen sein, für eine längere Zeit. Mit dem Jahr, was sich so langsam wegschleicht und irgendwann dem Winter Platz macht (ist eh kein Sitzen im Garten mehr möglich) aber auch die sich schnell verändernde Situation der Pandemie gibt mir dieses Gefühl. Zur Zeit weis man einfach nicht, was die nächsten Wochen oder gar Tage bringen und dieses ist ein sehr bedrückendes Gefühl. Man kann nicht planen und sich damit auch auf nichts freuen. Symbolisch daher gestern der letzte Abend an dem wir einfach mal so geplant zusammen kommen können…

Bei Ikea

Freitag und ein früher Feierabend haben uns die Idee gebracht, man könnte mal zu Ikea und diverse Wünsche umsetzen , unsere Wohnung ein wenig umzugestalten. Angekommen bei Ikea stellte ich fest, das genau diesen Gedanken wahrscheinlich sehr viele andere haben, denn es war einfach nur voll. Nicht nur das es voll war, so fand ich auch das viel viel Geld dort ausgegeben wurde. Auch von uns und wahrscheinlich geht es sehr vielen genau so wie uns. Corona hat uns im Griff und läßt fast nichts mehr zu. Man kann kaum noch was unternehmen. Keine Konzerte, Kein Kino, Kein Reisen…eigentlich kaum noch Möglichkeiten Geld auszugeben, zumindest nicht da, wo man es früher ausgegeben hatte. So fehlt vielen Coronaleidenden Unternehmen das Geld mangels Aufträge und dabei fließt das Geld nur einfach woanders hin. Wenn man schon immer mehr verdonnert wird zu Hause zu bleiben und es immer weniger Ziele gibt, wo man überhaupt noch sorgenfrei weggehen kann, dann macht man sich eben das zu Hause einfach schön…oder noch schöner..denn immerhin muß man ja hier immer mehr Zeit verbringen. Geld ist halt nicht weg, es landet nur eben nichtmehr in der Veranstaltungsbranche und Hotels, sondern landet bei Ikea und Amazon..

L Osteria

Bin schon unzählige Male an diesem Klotz hier vorbeigefahren, bis heute meine liebe Frau auf die Idee kam, heute nach der Arbeit hier essen zu gehen und somit das Wochenende einzuläuten. Da ich hier noch nie war und mir auch keine bessere Alternative eingefallen ist, haben wir diese Idee in die Tat umgesetzt. Hier war es um eine Mittagsuntypische Zeit voller als ich das erwartet hatte und das Essen hier war ok. Nichts geht über die Qualität meines Stammitalieners aber schlecht war es auch nicht, und das wichtigste war eigentlich, ds wir am Freitag nach der Arbeit überhaupt mal wieder was anderes machen als geschafft von der Woche einfach nur auf die heimische Couch zu fallen. Früher waren wir öfters mal an Freitagen an denen wir beide zeitig ins Wochenende starten konnten einfach mal zu weit was essen, aber seit Corona ist das ja alles nicht mehr so einfach und die ganzen Regeln und vor allem sich ständig ändernde Regeln vermisst einem so ein bisschen die Spontanität auf solche Sachen. Heute mal spontan durchgezogen und trotz Kellner die Maske tragen mußten, konnte man die wilde verrückte Welt draussen ganz kurz ein bisschen ausblenden..und damit hat es sich gelohnt.