Die zwei Seiten von Freizeit

Frei zu haben ist natürlich immer gut. Die aktuelle Krise verschafft uns allen diese Freizeit im Überfluss. Das wichtigste ist, das wir mit der Situation recht gut umgehen können. Keiner von ist ist eine große Risikogruppe und das was wir jetzt durch die Bestimmungen entbehren müssen, müssen auch die meisten anderen. Finanziell brauchen wir uns trotz Kurzarbeit und Co keine großen Sorgen zu machen, also eigentlich müssen wir diese Krise nur irgendwie aussitzen und abwarten. Trotzdem beschleicht mich so langsam ein Gefühl, das es nun auch mal wieder gut ist und ich langsam aber sicher diese Situation über habe. Alle möglichen Zeitvetreibvarianten kommen mir langsam zum Hals raus und sind im besten Fall einfach nur Zeitschlucker, bei denen der Tag besonders einfach und schnell vorbei geht.
Und auch wenn es vielen genau so ähnlich gehen dürfte, tröstet es überhaupt nicht, das sich ein Gefühl einschleicht, vom Leben abgehängt und ausgegliedert geworden zu sein.
Das die anderen ja ebenfalls in ähnlichen Situationen gefangen sind, wie man selbst, erlebt man ja nicht und man sieht halt nur die eignen isolierte Situation und so komme ich mir selbst auch immer isolierter vor.
Freizeit im Überfluss zu haben ist was sehr schönes, aber mit den Grenzen von Regeln, was man damit anfangen darf und wo man überhaupt hindarf und das man eigentlich niemanden treffen darf, mindert stark den Wert dieser Zeit. Jetzt verstehe ich auch was Isolation im Strafvollzug für eine Strafmaßnahme ist.
Gefühle schwanken bekanntlich schnell mal ins Extreme und morgen kann wieder alles anders aussehen, aber heute bin ich der ganzen veränderten Situation einfach nur überdrüssig und kann mich nicht über die ganze freie Zeit schenken, die ich selbst, im engen Rahmen, selbst bestimmen kann ohne existenzielle Probleme haben zu müssen…aber das ist einfach auch nicht alles, was das Leben ausmacht.

Haus des Geldes

Vierte Staffel dieser spannenden Serie gleich mal in zwei Tagen durchgeschaut.

Spieltag

Hab es heute wieder den ganzen Tag geschafft in Los Santos zu verbringen. Einmal richtig ins Spiel gefunden macht es dann auch richtig Spaß und frisst unheimlich viel Zeit. So kam es mir Abends vor als sei es erst Nachmittag und ich hätte gefühlt viel weniger gespielt als ich in Wahrheit on diesem Spiel war.

Drei Stunden draußen

Drei Stunden draußen …so viel wie schon lange nicht mehr. Schon fast ungewohnt so lange unter freiem Himmel zu sein..und nach drei Stunden im Sauerstoffbad zeigt sich die erste Müdigkeit. Aber es tat gut.

Platz in der Sonne

Nach tagelangem Hocken in der Wohnung gehts heute mal wieder raus. Zwar nur mit der Familie in den Garten der Schwiegereltern aber um ein paar Stunden Licht und Luft zu tanken, ist das eine willkommene Abwechslung. Alleine hier im Garten ist anders als sonst, leerer, ausgestorbener, verlassener und damit auch irgendwie trauriger. In der veränderten Nutzung des gewohnten merkt man erst, was alles anders geworden ist.

Ein Happen Normalität

Auch wenn alles anders ist und die Portionen kleiner sind als sonst…es ist Frühling und damit Spargelzeit.

Pokémon Go

Gucke ja immer wieder mal unregelmäßig rein, aber meistens fehlte mir die Zeit für dieses Spiel und nun die nötige Bewegungsfreiheit. Wie ein Zeichen, haben mir die Pokémon Leute nun einen Pokestopp genau vor die Haustür gelegt, so das ich quasi von der Couch aus jederzeit spielen kann.

Retrogame

Hab ich es gestern fast geschafft, den ganzen Tag vor der Playstation zu verbringen, kam mir gestern Abend noch der Gedanke, wie für mich früher Computerspiele aussahen. Schnell mal die alte Retrokonsole rausgeholt und auf den späten Abend noch in Nostalgie gespielt.

Los Santos

Ab heute herrscht ein neues Spiel, das mein Alltag bereichern soll. Gestern noch Tom Raider beendet und heute schon das nächste Spiel auf der Konsole meines Sohnes entdeckt.

Durchgespielt

Rise of the Tomb Raider…habs geschafft und einmal durchgespielt.Ok, mein Sohn und ich haben es durchgespielt, da ich ihn bei den den Szenen mit erhöhter Reaktionsfähigkeit doch zur Hilfe rufen musste. Aber immerhin, einmal komplett durch die Story.War ein aufregender Zeitvertreib.

Der erste Freitag im April

Den ganzen halbherzigen Winter war der erste Freitag im April für mich ein Datum, das in weiter Ferne stand, aber für eine Zeit in der der ersehnte Frühling gerade so richtig in Fahrt kommt. Daher hatte ich diesen Tag auch immer als „Ziel“ und „Frühling“ anvisiert, da ich irgendeinen festen Punkt brauchte, auf den man sich hinarbeitet oder wodurch man einfach nur weiß, wie lange diese Düsterwinterzeit noch so dauert. Nun ist der Tag da und natürlich komplett in anderen Umständen als ich mir das immer ausgemalt habe. Wie fast alle Menschen auf der Welt bestimmt dieser Coronavirus meinen Alltag und mein Leben und sorgt für viele Einschnitte. Dabei hätte heute echt alles gepasst, sogar das Wetter sieht heute so aus, wie ich mir das seit Monaten vorgestellt hatte.

Neuer Tag…gleicher Punkt

Die Tage gleichen sich, aber heute ist besser als gestern, schon weil sich mein ständiger Kopfschmerz, der sich gestern durch den ganzen Tag gezogen hat, heute nacht von mir gewichen, so das ich heute mich zumindest schmerzfrei langweilen kann. In der ganzen Corona-Panik, in der ich in den letzten Wochen nur von Nachrichtensendung zu Nachrichtensendung gesprungen bin, kommt jetzt mehr und mehr die Ruhe in mir an. Es fühlt sich mittlerweile sogar an, wie ein großes Zeitgeschenk, mit dem Haken das man die Wohnung nicht allzuoft und zu lange verlassen darf. Man kann sich mit allem beschäftigen , solange man in den eigenen vier Wänden bleibt. Zocken, lesen, Fernsehen, basteln, malen…es wäre alles erlaubt. Mach einfach das, wonach dir ist, aber bedenke, das in diese Wartezeit auch Lebenszeit ist, daher versuche sie möglichst sinnvoll zu nutzen. Eine große Aufgabe.

Kopfschmerztag

Eigentlich schon seit heute morgen, dieser leichte Druck im Kopf. Kein Wunder von dem ganzen Leben auf Couch und Bett, bis ich irgendwann Nachverspannungen bekommen würde, die sich dann zu erwachsenen Kopfschmerzen entwickeln würden. Dabei bin ich heute extra lange raus um mit Bewegung da was entgegensetzen, aber es gibt auch sonst solche Tage, an denen eine Kopfschmerztablette den Schmerz vielleicht lindern kann aber nicht ganz wegbekommt. Diese Attacken kenne ich auch als Alltagszeiten, aber nun sind sie nerviger, da man in der Wohnung nicht viele Optionen hat, den Schmerz zu ignorieren. Der Tag gilt für mich als verloren, zumindest alles was bis hier passiert ist… aushalten abwarten…

Große Runde

Heute mal wieder raus und knappe 90 Minuten schnellen Schrittes spazieren gewesen. Dadurch das das „Draussen“ schon die Ausnahme ist, merke ich wie die Sonne mich stärker blendet und ich bilde mir ein, das ich das „Draussensein“ immer weniger gewöhnt bin und mein Körper sich auf das Leben in den vier Wänden umstellt. So wie halt im Spätherbst wenn man immer öfter und länger drinnen ist und vom Kommen oder Gehen des Tages kaum noch was mitbekommt und zwischendurch auch nicht viel Tageslicht abbekommt. Dann fährt der Körper runter irgendwie in den Wintermodus. So ähnlich fühlt sich das bei mir auch gerade an. Habe das Gefühl, würde ich mich nicht zu den langen Spaziergängen zwingen, würde ich hier drinnen auch gut klar kommen und immer müder und träger werden. Die leichten Verzerrungen vom ewigen Couch und Bettliegen sind nach einer Stunde Bewegung weg gewesen. Trotz Isolation, trotz Virus…ich muss öfters raus, erst recht wenns draussen so richtig warm wird.

Neues Hörbuch

Und wieder eins, was mich schon immer interessiert hat, aber mir als Lesestoff wohl nie untergekommen wäre. In der faulen Situation des Zuhörens kommen irgendwie ganz andere Bücher und Themen in Betracht, als die sonst so leicht zu lesenden Bücher. So bringt mir das Medium Hörbuch wieder ein Inhalt näher, der sonst an mir vorbeigezogen wäre.

Am Ende des Monats

Der letzte Tag im März geht und das erste Viertel des Jahres ist auch schon wieder rum. Eigentlich eines der schönsten Zeiten im Jahr, denn gerade jetzt, wo überall der Frühling erwacht, zieht es nicht nur mich besonders stark einfach nur raus. Das erste Grillen, die Tage werden länger und man abends länger draussen bleiben. Schade das dieses Jahr alles irgendwie ins Wasser fallen muss und wir uns in dieser Situation den Frühling fast völlig verkneifen müssen.

Kurz raus

Heute nur kurz raus…eine halbe Stunde auf den Hof, meine Mavic Mini hatte es geschafft, mich heute zu überzeugen.Kurz nur heute…morgen muss ich mal wieder länger raus.

Mittag

…Quarantäne wird heute beliefert von meinen Eltern…Kartoffeln und Eier mit Mutters Spezialsosse..

Die Bibel

Ich habs geschafft..Die Bibel als Hörbuch, diesen 88 Stunden Marathon in drei Monaten einmal durchzuhören. Mich einmal durch dieses Buch zu wälzen, war schon immer eine Idee von mir, und das obwohl ich komplett konfessionslos aufgewachsen bin. Das Medium Hörbuch schien mir hier als geeignet und beim Zuhören der sehr anstrengenden Erzählweise und Wortwahl wurde mir klar, ich hätte es nie durchgehalten, dieses Buch durchzulesen. Zuhören kann man immer und es geht schneller und viel einfacher als das selbst lesen und gerade bei solchen Werken, war dies die Option, das ich heute sagen kann, mich einmal durch dieses Buch gearbeitet zu haben.
Hat es mich verändert? Ich denke ja. Nicht nur die ganze Komplexität der Geschichte, sondern auch das ja in fast jedem Fers eine tiefere Bedeutung oder Symbolik ableitbar ist, macht es ganz schön tragend und weis heute schon, das ich den Inhalt und das was es mit mir gemacht hat, nie wieder vergessen werde. Ich denke, ich habe längst nicht alles verstanden was in diesem Buch steht, aber bestimmte Dinge sind in mir angekommen und werden wirken. Ich bin froh zu, nun das Wissen zu haben, das ich weis, was in diesem Buch wirklich steht und bin auch etwas bewegt darüber wie oft mir bestimmte Geschichten im Alltag noch begegnen. Ich denke, es war ein Buch, das sich noch öfters durch meine Gedanken schlängeln wird.

Aquarium

So langsam kommt Leben in die Bude…