Dampf ablassen

Heute hatte ich mal die Gelegenheit, in meiner Firma, gegenüber meiner Vorgesetzten, so richtig Dampf abzulassen.

Innerhalb einer Stunde sprudelte so ziemlich alles aus mir heraus.

Ungefiltert und ohne Hemmungen und Tabus berichtete ich über alles, was mir stinkt, was mir nicht passt und in welcher Weise ich mich zu reglementiert finde und dadurch nur ein Bruchteil meiner Kapazitäten auffahren kann.

Enge Kompetenzrahmen engen mich ein, und obwohl man mit meinen Leistungen innerhalb dieser Grenzen zufrieden ist, liegen meine Möglichkeiten (und damit die Chancen der Firma) viel höher als dies wahrgenommen und umgesetzt wird.

Ich habe heute kein Blatt vor den Mund genommen, um auf wirklich alles hinzuweisen, was in meinen Augen schief oder suboptimal läuft, ohne Rücksicht auf Verluste und keine Angst vor einer Eskalation, die mir diesen Job kosten könnte.

Ich denke, man sollte dankbar sein, das ich so hemmungslos das Maul aufmache und auf Fehlentwicklungen hinweise.

Ich ließ kein Zweifel daran, meinen Weg für den einzig richtigen zu halten, ob nun hier mit ihnen oder in den Reihen der Konkurrenz gegen sie.

Ich bin der Meinung, das wir genug befehlsausführendes Personal haben, welches Blind sich auf dem Kurs befunden, ohne nachzudenken, ob dieser Kurs der richtige ist.

Nun habe ich mich auf die Brücke begeben und den aktuellen Kurs angezweifelt und einen anderen vorgeschlagen, von dem ich glaube, das dies der bessere ist.

Ich habe die Unterhaltung (meiner Selbstinszenierung ) ohne Erwartung eines Resultats verlassen und weiß nun, das ich eine große Runde des Nachdenkens hinterlassen habe.

Nun, nachdem ich diesen Weg eingeschlagen habe, weiß ich…das ich nun entweder als Steuermann begrüßt werde oder als durchgeknallter Befehlsausführer von nun an auf dem Weg nach unten bin.

Ich bin froh keine konkreten Forderungen gestellt zu haben, sondern nur die puren Tatsachen präsentiert habe.

So ganz ohne erkennbaren Eigennutz werde ich bestimmte Personen heute zum Querdenken animiert haben.

Nach 4 Wochen Pause

In den letzten vier Wochen bin ich irgendwie nicht ins Fitnessstudio gekommen.

Eine lange lähmende Erkältung , die zwar nicht richtig ausbrechen wollte, aber mich dennoch irgendwie immer hat schlapp und kränklich hat fühlen lassen, hinderte mich, angeschlagen Sport zu machen.

Nun ich ich so fast wieder hergestellt und somit bin ich heute den ersten und schwersten Weg gegangen, das erste Mal nach ganzen 4 Wochen wieder mein Training zu beginnen.

Nun fühle ich mich natürlich noch kraftloser als vorher, aber ich habe Hoffnung, das ich nun trotzdem wieder auf dem Weg bin und ich mich morgen besser fühle, allein deswegen weil ich heute beim Sport war.

Heute

Es ist etwas diesig heute und glaubt man dem Wetterbericht, liegt das am hoch über uns schwebenden Sahara-Staub.

Ich fühle mich auf der breiten Straße der gesundheitlichen Besserung, obwohl ich noch immer nicht behaupten könnte, ich wäre top fit.

Daher lasse ich auch bisher alle sportlichen Aktivitäten ruhen, bis es mir wieder 100 Prozent gut geht.

Ich werde mehr als drei Kreuze machen, wenn ich in meinem Wunschalltag wieder angekommen bin und ins Fitnessstudio und laufen gehen kann.

Es ist schon bedrückend so einen kleinen Infekt (oder was auch immer das ist) seit Anfang März mit sich rumzutragen und nicht richtig loszuwerden.

Ich hoffe nun, ich liege mit meiner Genesung in den letzten Zügen und werde gleichzeitig wieder voll hergestellt sein, wenn sich dieser Dunst im Himmel verzogen hat und Platz für die Sonne und blauem Himmel macht.

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Foto

In meinem ewigen inneren Kampf, wie ich meine Eindrücke festhalten sollte, lieferten sich lange Foto und Video ein geheimes Wettrennen ohne Sieger.

Mal sah ich den Vorteil ein einem bewegten Film mit Ton, dann wieder in der Momentaufnahme von Bildern, die nachher in einer Fotoshow nur mit Musik nachvertont werden.

Vor jedem Urlaub stand ich vor der Qual der Wahl, ob ich filmen oder fotografieren sollte.

Beim Anblick meiner letzten Bilderserien von diesem Jahr, habe ich mich nun endgültig für das Fotografieren entschieden.

Eine Bilderschau wirkt immer ruhiger und unverwackelter als ein selbstgedrehtes Video aus dem Handgelenk.

Dazu kommt noch, das die Anreihung von Bildern, sich mehr aufs Thema bezieht, als endlose (mir immer aus dem zeitlichen Ruder laufende) Videosequenzen, die den Film schnell viel zu langatmig werden lassen.

Zwanzig Minuten Fotoshow mit den richtigen Bildern können die Eindrücke und Emotionen viel treffender und knackiger wiedergeben als zwei Stunden langweiliges Video.

Kopfschmerz

Ich habe eigentlich sehr selten Kopfschmerzen, erst recht nicht solch starke wie letzte Nacht.
In den Morgenstunden bin ich davon aufgewacht und habe mich sofort medikamentös versorgt.
Bis die Wirkung dann endlich einsetzte war kein Liegen im Bett mehr möglich.
Mal sitzend mal durch die Wohnung wandernd habe ich die zwei Stunden bis zum Wirkbeginn abgewartet und auch dann wurde es zwar leicht besser aber nicht gut.
Am Morgen dann total übermüdet, war an Schlafen noch nicht zu denken und zu allem Überfluss wurde mir mit der Schmerztablette im nüchternen Magen dann auch noch leicht schlecht.
Ein Kampf gegen die Müdigkeit und den rebellierenden Magen, der mich jetzt etwas angeschlagen aussehen läßt.
Zumindest hält mich das noch einen weiteren Tag von der Arbeit fern, wobei ich heute lieber gesund in den Arbeitstag gestartet wäre, als mich mit den Erscheinungen der Nacht zu plagen.
Zum Glück bin ich ja jetzt nicht richtig krank und falle länger aus.So gehe ich davon aus, das morgen früh die ganze Sache vergessen ist als wenn sie nie passiert wäre.
Am Rande fällt mir immer auf, das Kopfschmerzen bei mir eigentlich nur im Frühjahr stattfinden.
Also zeigt mein Kopfbarometer nun endgültig auf „Schön“.

Ruhe

Nach dem lauffreudigen aber auch anstrengenden Wochenende in Rom bin ich ganzen schön KO.
Auch wenn ich sagen kann, das meine Antriebslosigkeit der letzten beiden Wochen durch das Wochenende nun endgültig vorbei ist, steckt mir die Anstrengung noch in den Knochen.
So war es heute auch irgendwie ein willkommenes Ereignis, das es meinem Sohn nicht ganzen gut ging und ich mit ihm deswegen heute zu Hause bleiben musste und wir ihn lieber nicht zur Schule geschickt haben.
So konnten sich Vater und Sohn gleichermaßen den Tag über regenerieren.
So konnten wir uns beide noch einen Tag Ruhe und Erholung gönnen, ehe es morgen wieder in das volle Programm geht,

Ende März

Der letzte Tag im März und damit ist das erste Viertel des Jahres auch schon wieder rum.

Wäre das Jahr ein Tag, so wäre es jetzt 6 Uhr am Morgen und der Tag würde beginnen.

Zu Hause

Hier endet jede noch so ferne und interessante Reise.
So wie das Urlaubsgefühl schon am Flughafen startet, so endet es hier auch wieder genauso plötzlich.

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Rückreise aus Rom

Die 4 Tage Rom finden nun ein Ende und es geht wieder auf die Rückreise in die Heimat und den Alltag.
Was bleibt, sind frische Eindrücke, die erst mit der Zeit ihre wahre Magie gewinnen.

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Verwelkte Erinnerungen

Eine Reise an einem Ort, an dem ich schon mal war, ist auch immer ein Stück “gehen auf dem Weg der Vergangenheit”.
Mit bekannten Plätzen assoziierten Erlebnisse und frühere Eindrücke.
So ein Eindruck ist für mich ein Garten in Rom, der stufenweise angeordnet ist.
Die 24-Jährige Erinnerung an diesen Ort ist mit der Zeit so verblasst, das man es fast für einen Traum halten könnte.
Aber ich verbinde meinen Rom-Besuch von 1990 irgendwie immer mit diesem Garten.
Gestern waren wir auf der Suche nach diesem Ort, um ihn in meiner Erinnerung wieder aufzufrischen.
Trotz bester Wegbeschreibung konnte ich nichts entdecken, was dem Garten in meiner Erinnerung gleicht.
Ich glaube, man muss auch nicht jede Erinnerung auffrischen, man kann auch sowas mystisches einfach mal so als “vergangenen Eindruck” stark verblasst in der untersten Schublade früher Erinnerungen liegen lassen.

Rom..dritter Tag

Heute war ein richtiger Frühlingstag, an dem man in T-Shirt durch Rom treiben lassen konnte.
Heute ist der dritte und damit der letzte (vollständige) Tag hier.
Nachdem ich nach ganzen 24 Jahren hier wieder aufgeschlagen bin, sehe ich die Zeit hier nun mit anderen Augen als damals.
Vor 24 Jahren stellte sich nicht die Frage, ob ich an schöne Orte und Plätze irgendwann im Leben noch einmal zurückkehren werde, denn mit 17 Jahren Hartmann noch wirklich alles vor sich und hätte (wenn man irgendwann wiederkommen wollte) ja genug Lebenszeit um dieses dann umzusetzen.Wie sie das Leben von da an entwickelt, davon hatte ich damals noch keinen Plan.
Heute bin ich wieder hier und habe fast ein Vierteljahrhundert gebraucht um “zurück zu kommen” und ganz nebenbei habe ich die erste Hälfte (optimistisch) gerechnet meines aktiven selbstbestimmten Lebens hinter mir.
Sicherlich noch genug Zeit um genug zu erleben, aber dennoch ist nun nichtmehr so viel Zeit, das man sich keine Gedanken machen braucht, ob man im Leben hier nochmal her möchte.
Entweder ist es der feste Wille, nochmal hier hin zu reisen, oder man ist sich dessen bewusst das es wohl das Letzte Mal war, oder es steht offen.
Da es bei mir offen steht, ob ich hier nochmal herkomme, muss ich die Stadt so betrachten, als wäre es das letzte Mal.
Ein letzter Blick auf den Vatikan und auf die spanische Treppe…fest mit dem Gedanken…wahrscheinlich der letzte eigene Blick.
Festhalten und in der eigenen Erinnerung verankern.

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Rom am Abend

Unterwegs in den Abendstunden.

Der Sonnenuntergang über der Stadt und städtische und touristische Treiben schaffen irgendwie magische Momente.

Augenblicke, die wahrscheinlich immer als die Augenblicke dieser Reise stehen werden.

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Unterwegs in Rom

Voll und überfüllt von Touristen wirkt die Stadt.Voller und belebter als ich das in Erinnerung habe.
Den ganzen Tag per Fuß durch die Stadt und den Blick in der Schablone, die „gerade gesehen“ mit den Gesehenen der Erinnerung vergleicht.

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Ankunft in Rom

Kommt man nach so langer Zeit an einen Ort zurück, fragt man dich fast immer, was man noch wiedererkennt.

Da sich in der ewigen Stadt kaum etwas verändert, erscheint mir die Stadt auf der einen Seite genauso, wie ich sie im Gedächtnis habe, aber auf der anderen Seite stelle ich fest, das sich mein Blick auf die Dinge verändert hat.

So sind die Dinge zwar gleich, aber werden von mir anders wahrgenommen.

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Wieder Tegel

Gerade vor zehn Tagen hatte es uns von hier nach Köln verschlagen und nun sitzen wir das zweite mal innerhalb von zwei Wochen am

Flughafen Tegel und warten auf unseren Abflug.

Diesmal geht es nach Rom und meine Gedanken sind irgendwie bei meinem letzten Besuch in dieser Stadt, der nun auch wieder 24 Jahre her ist.

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Bahn

Seit Jahren bin ich eigentlich nur mit dem Auto unterwegs, wenn es heißt von A nach B zu kommen, selbst in der Stadt.

Habe heute mal , seit langem, wieder erfahren, was es heißt in Berlin mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren.

Irgendwie mittendrin im Stadttrubel zwischen Menschen anstatt in einem abgeschlossenen eigenen Auto-Kosmos.Fühle mich an die Zeit erinnert, in der ich eigentlich nur mit der Bahn unterwegs war, da ich kein eigenes Auto hatte.

Mit Auto steigt man irgendwo ein…dann Straße und irgendwo aus.Zwischen den Stationen bekommt man nichts mit.

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See mit Bedeutung

Seit Jahren führt es mich einmal im Jahr an den See, an dem ich in meiner Jugend oft baden war.

Immer im Frühjahr zieht es mich hier her, um mich zu erinnern und kurz auf diese Zeit zurück zu schauen.

Jetzt hier wieder zu stehen und wieder Zugang zu meiner, doch angenehmen, leicht melancholischer Nachdenklichkeit zu haben, zeigt mir auch, das die turbulente und stressige Zeit der letzten Monate damit endlich vorbei ist und ich nun die Ruhe dazu gefunden habe, was das Wesen meiner Seele ist.

Nach nervenaufreibender turbulenter Lebensfahrt scheint nun wieder die Zeit zu kommen, in der es stur gerade aus geht, denn nur im ruhigen Fahrwasser kann man einen Blick zurück werfen.

Bin froh, hier und jetzt wieder angekommen zu sein.

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