Zufall

Heute wieder ein Außentermin.
Und dieser führt mich durch Zufall in meine alte Wohngegend.
Auch wenn mein Leben hier mindestens 15 Jahre her ist, befüllt die fast unveränderte Gegend meine Gedanken voller Rückblicke auf diese alte Zeit.
Und wieder sind es die eigentlich so unbedeutenden Kleinigkeiten, die einen als erstes einfallen, wenn man sich erinnert.
Ich stelle fest, das so gern ich mich auch an das hier erinnere, zurück möchte ich nicht, weder in die Gegend noch in dieses Leben.
Somit blicke ich zwar gedankenverloren aber den Weg nach unten in meine Vergangenheit und erkenne, wie weit ich mich seit „hier“ entwickeln konnte.

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Unwetter

Unterwegs auf der Autobahn.
Auf einmal öffnet sich der Himmel und schickt Regen, Sturm und Hagel auf die Erde.
Als würden ganze Eimer von Wasser über die Windschutzscheibe geschüttet und der Gegenwind peitscht den Regen doppelt gegen die Scheibe.
Durch das Unwetter wird die Sicht, gerade beim Fahren, immer schlechter.
Das erste Mal in meinem Leben muss ich aufgeben und spontan an den Seitenstreifen fahren und die Warnblinker an.
Als sich die Lage etwas bessert und ich weiterfahren kann, sehe ich das viele andere Autofahrer genau die gleiche Option gewählt haben wie ich und ebenfalls vom Seitenstreifen starten.

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Wahlkampf

Es geht los, seit gestern hängen die ersten Wahlplakate an den Laternen..
Die Sprüche und Slogans sind auf eine so breite Masse gerichtet, das sie so keinen direkt ansprechen, sondern eher unwirksam weich gespült werden.
Einige wenige Sprüche wirken so naiv wie der Wunsch nach dem ewigen regenlosen Sommer.
Andere unbekannte Gesichter haben außer ihr Parteikürzel und ihren Namen gar nichts mitzuteilen, warum man gerade sie wählen sollte.
Wenn man schon einen oberflächlichen Sympathiewahlkampf um das netteste Gesicht macht, dann sollte man sich doch wenigstens sympathische Typen raussuchen.Statt „Zukunft“ , „Gestalten“ , „Verändern“ und „sozial gerechter“ sollte mal einer den Slogan wagen „Ick hab ne Idee, darauf is bisher noch keiner gekommen“

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Grüner Tunnel

Straßen an denen sich die grün behangenen Blätter dich zur Mitte neigen, das man den Eindruck gewinnt, man fährt durch einen grünen Tunnel.

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Erinnerungen

Nach den schönen Erlebnissen des Wochenendes bin ich jetzt wieder im durchgeplanten Alltag angekommen.
Und so schwelge in an diesem 5.August in Erinnerungen.
Den Blick zurück gerichtet auf das letzte Wochenende und die letzten Sommer allgemein.

Datenschutz und Spam

Wir ziehen um.
Es wird sein, wie beim letzten Mal.
Nur die, die es wirklich wissen müssen bekommen anfangs unsere neue Adresse.
Also Meldeamt,Finanzamt,Telefongesellschaft …u.s.w.
Eigentlich nur Freunde und Firmen mit denen wir laufende Verträge haben..
In jeden dieser Verträge verpflichtet sich mein Vertragspartner dazu meine Daten vertraulich zu behandeln oder ich verbiete es ihnen sogar explizit meine Daten an Dritte weiterzugeben, sollte diese selbstverpflichtende Klausel fehlen.
Ich weiß schon jetzt, das es auch dieses Mal nicht funktionieren wird und ich nach drei Wochen den ersten (an mich persönlich) adressierten Müll im Briefkasten meiner neuen Wohnung habe.
Und das obwohl von denen keiner wissen dürfte, das ich hier wohne.

Ferienende

Die Sommerferien sind bei uns vorbei.
Ab morgen wird es dann wieder unseren gewohnten Tagesablauf geben.
Es war recht angenehm, nach dem Urlaub noch nicht ganz auf den durchgeplanten stressigen Alltag zu treffen, sondern in der Ferienzeit sich etwas entspannter durch die dünne Auftragslage zu arbeiten.
Die Kinder abwechselnd bei beiden Großeltern, konnten wir hier den Tagesablauf noch ganz auf uns abstimmen.
Zum einen konnte ich morgens länger schlafen, da nicht mehr der Umweg über Kita und Schule vor mir lag und auch Nachmittags konnte ich meine Freizeit mal ganz egoistisch gestalten.
Vorbei die Zeit der Alltagseingewöhnung.
Ferienzeit vorbei..sowohl für die Kinder als auch für uns beginnt morgen eine neue (alte) Zeit.

Der Buchladen

Neulich im Buchladen.
Auf den meisten Bestsellern prangt der Hinweis, das es dieses Buch auf der Webseite dieser Kette ebenfalls als eBook gibt und oft sogar dort etwas günstiger.
Weiter hinten im Laden kann man gleich die eigenen eBook-Reader gleich mal probeweise in die Hand nehmen und natürlich auch kaufen.
Mir ist klar, das keine Buchkette hier irgendwelche Trends verschlafen will, aber diese gezielte Werbung fürs EBook in einem physischen Buchladen scheint mir doch sehr eigenwillig.
Mir scheint es so, als gehe man in der Branche davon aus, das sich der gesamte Buchhandel ins Internet verlagern wird und man will hier die bestehenden Filialen dazu nutzen, möglichst viele Kunden auf seine (Web)Seite zu ziehen, bevor es keine Buchläden im Sinne von begehbaren Läden mehr gibt.

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Sommerkonzert

Wieder Konzert, wieder in der Wuhlheide.
Heute mit Silbermond, Sunrise Avenue, Lena und anderen.
Fünf Stunden Konzert, die wie im Fluge vergangen sind.
Ein sehr schöner Abend und ein Erlebnis, an was man sich gern erinnert.
Meine angeschlagene Freundschaft war tatsächlich auch mit dabei, aber ob das nun eher die Ausnahme oder ein neuer Anfang einer Freundschaft war, kann ich emotional noch nicht einschätzen.
Ich nehme den Abend erstmal nur so auf, wie er auf mich gewirkt hat…in diesem Moment war alles perfekt.

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Frieden am Ende der Zeit

Eine lange Geschichte mit vielen Tälern des Unverständnisses ist meine verlorene Freundschaft.
Unzählige Einträge im Salzwasser belegen das zähe Sterben einer langen Freundschaft.
Nach einer langen Zeit der Funkstille war ich dann war ich es wieder, der den ersten Stein einer Brücke legte.
Ein Treffen wurde anberaumt, um sich mal auszusprechen.
Nun gehe ich am Samstag mit einer größeren Gruppe zu einem Konzert und habe ihn spontan gefragt, ob er mitkommen möchte.
Erstaunt und überrascht war er, aber er kommt mit.
Vielleicht ist bei einem Neuanfang ein ungezwungenes gemeinsames Erlebnis einfacher als ein quälendes Gespräch.
Die Zeit wird’s zeigen.

Einkaufen

Der Umzug zwingt uns wieder einmal bestimmte Dinge doch ganz zu erneuern.
Ein neues Leben in der neuen Wohnung soll dann auch neu erscheinen und so überlegt man, was überhaupt noch mit muss und was man auch mal erneuern kann.
So schlendern wir durch dieses schwedische Möbelhaus und haben am Ende doch mehr gekauft, als geplant.
Und wenn ich schonmal hier bin, wollte ich diese berühmten Fleischbällchen mal probieren.

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Die letzten Stunden im Juli

Der Juli schleicht sich leise aus dem Jahr.
Die Veränderungen in meinem Leben geben derzeit jedem Monatsende gleichzeitig das Ablaufen irgendeiner Frist.
Monatswechsel heißt derzeit, entweder endet Irgendwas zum Monatsende, an das man lange gewohnt war, oder es beginnt damit etwas Neues, das aber schon zum neuen Leben gehört.
Der August wird der letzte Monat sein, in dem diese Wohnung hier noch unser zu Hause sein wird, also ist es der letzte Monatswechsel hier.
Die Monate fliegen so durchs Jahr.
Wäre das Jahr ein Tag, dann wäre es jetzt genau 14 Uhr.

Der letzte Gang

Heute war es soweit.
Vor sieben Jahren wurde mein Sohn in dieser Kita angemeldet und verbrachte hier seine Kindergartenzeit.Direkt im Anschluss, war dies der Kindergarten meiner Tochter.Seit sieben Jahren gehörte dieser Kindergarten zu unserem Familienalltag.Heute war nun der letzte Kindergartentag meiner Tochter und somit der Abschied dieser Einrichtung aus unserem Familienleben.
Ein schwerer letzter Gang, den ich nicht in völliger emotionalen Fassung bewältigen konnte.
Sinngemäß schließt sich hier für mich ein dickes Kapitel des Leben.
Die Kindergartenzeit ist endgültig vorbei.
Im Grunde können wir sehr zufrieden mit dieser Einrichtung und der Arbeit der Erzieherin sein.
Trotzdem war es heute ein sehr schwerer Gang, das Haus hinter sich zu lassen und damit ein Stück (altem) Lebens.
Heute geht etwas zu Ende und morgen wird alles ein bisschen neu sein.

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Wenn der Regen fällt

Ich mag es wenn es regnet.
Am schönsten ist es, wenn es nachts regnet und man bei offenem Fenster schläft und die vielen Tropfen wie ein Rauschen auf die Blätter der Bäume im Hof fallen.

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Wolken

Abwechselnd Wolken und Sonne.Lichtspiele des Sommers.

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Zwischen Sommer und Sommer

Heute scheint der Sommer mal kurz dem Herbst einen Auftritt zu gestatten.
Bis gestern noch lähmend heiß mit Sonnenschein, nun die herbstliche Pause und dann soll der Sommer zum Wochenende wieder voll zuschlagen.
Bei den Wetter draußen kann man sich das gar nicht vorstellen, aber es ist mal ganz angenehm…unter 30 Grad.

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Nie wieder Maxdome

Ich war lange zufriedener Maxdome-Kunde, aber von heute an betrachte ich mich als geheilter Ex-Kunde.
Mal schnell einen Film aussuchen und gleich gucken, so einfach war das mal.
Beim letzten Versuch (spontan) einen Film zu sehen, wurde ich von Maxdome aufgefordert mich erstmal kostenpflichtig bei einer Drittfirma als Volljährig zu registrieren.
Die ganze Prozedur sollte 2-3 Tage dauern.In der Zeit hätte ich wohl jede Videothek Deutschlands mit dem Fahrrad erreichen können.
Nun ist eine Woche rum und mein Fazit ist : Geld weg und immer noch kein Zugang zum Ü16 Bereich.Weder diese Drittfirma noch Maxdome hält es bis heute für nötig auf meine Frage- und Beschwerdemails zu reagieren.Für mich wars das..hab die Geduld verloren und fühle mich verarscht.

Seelen-Kater-Blues

Es ist immer das gleiche Gefühl.
Nach einem schönen Tag oder einem schönen Abend kommt das „Gefühl des Tales“.
Als wenn man mit dem Erlebnis einen großen Berg erklimmt und am nächsten Tag im Tal hinter dem Berg aufwacht.
Eigentlich hat sich nicht verändert, doch wirkt nun alles etwas einsamer und farbloser, wenn man ein ein Abend voller zufriedenen Glücksgefühle und schönen neuen Eindrücken hinter sich hat.
So ist mein Tal sicher nicht tief, es wirkt nur tief im Verhältnis zu dem Berg auf dem ich gestern stand.
Solch eine Stimmung fühlt sich an, wie seelisch verkatert.
Sie stimmt mich wieder sentimental melancholisch.
Ich werds annehmen und nicht verdrängen und mich dann wieder mit der nächsten Vorfreude bekämpfen.
Mit dem Blick auf den nächsten Berg läßt man das Tal mental hinter sich.

Konzert

Gestern also „Ina Müller“.
Als Idee meiner Frau und ich bin mit.
Dachte an meine Vorsätze im Zweifel eher „ja“ zu sagen und danach zu urteilen.
So war es doch ein recht kurzweiliger schöner Abend.
War ein bisschen überrascht, hatte Ina Müller soviel Live-Entertainment gar nicht zugetraut.

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Wieder Enttäuscht

Immer noch die seit Jahren sterbende Freundschaft im Kopf, wollte ich die lange Zeit des Schweigens beenden, in dem ich (wie immer) den ersten Schritt machte.
Als er mir mit dem sprichwörtlichen „Wenn du den Finger reichst, nimmt man die ganze Hand“ Mentalität begegnete, schlug ich vor, das wir uns mal treffen sollten, aber nicht gleich ,erst nach meinem Urlaub.
Seit dem war Funkstille, die ich nun durchbrochen hatte, weil ich nun nach der selbst verordneten Schonzeit stand.
Eigentlich erwartete ich wieder diese „Fingerreich“ Mentalität , doch anstatt dessen wurde mein hinreichender Finger fast ignoriert.
In seinem Leben gibt es zur Zeit scheinbar wichtigere Dinge, als mit mir zu kommunizieren.
Eigentlich müsste ich mich selbst Ohrfeigen, da ich wieder der Part war, der hier angekrochen kam um den ersten Schritt zu unternehmen.
Aber andererseits zeigt ein vergebliches Versuchen auch die Ausweglosigkeit der Situation.
Kein falscher Stolz kann später Fragen stellen, denn wenn man alles versucht und trotzdem nichts gewinnt, gehts irgendwann in den Verstand über.
Und nach drei Jahren sterbende Freundschaft ist diese auch immer weniger Teil meines Lebens.
Erst als schlechte Phase gehofft, lerne ich nun schon länger, zu Leben ohne mir immer wieder Gedanken darüber zu machen.