Draußen

Ruhe.Kein Hintergrundrauschen des Stadtverkehrs.Liegt man Nachts wach, kann man den fiependen Grundton des eignen Nervensystems „hören“.

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Karlovy Vary

Im Winter 90/91 war ich hier und verbinde diesen Ort mit einer Zeit in der es mir nicht besonders gut ging.
Seit Jahren wieder hier, nun mit der Erkenntnis das sich mein Leben in allen Lagen zum positiven gewendet hat.
Auch wenn das Leben mal grau und traurig aussieht, kann sich das schneller wieder komplett ändern.Zurück an diesem Ort, will ich nicht vergessen, wie schlecht es mir mal ging.

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Fichtelberg

Ich weis, das ich hier schonmal war.
Aber ich war noch ein Kind und kenne das Erzgebirge sammt Fichtelberg nur von den Erzählungen meiner Eltern.
Ich wollte hier mal rauf, um eigene lebendige Erinnerungen an diesen Berg zu haben.
Seit Jahren zieht es mich auf verschiedene Berge des Landes, kann sie aber nur besuchen, wenn sich das irgendwie damit deckt, das man eh gerade in der Nähe ist.
Heute kann ich also einen Gipfel mehr auf meiner Liste abhaken.
Der Fichtelberg ist weder besonders schön, noch hat mich die Aussicht nun komplett umgehauen.
Es ist mehr der befriedigte Wunsch, endlich mal hier drauf zu stehen und alt genug zu sein um sich lebenslang daran zu erinnern.
Für mich kein Ort, den ich noch einmal besuchen muß.

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Bauernhof

Urlaub auf dem Bauernhof.Mitten in Bayern…besser und entspannter als ich mir das gedacht habe.
Wärend die Kids sich hier auf dem Gelände frei bewegen können und es für sie immer was zu spielen oder entdecken gibt, kann man sich als Elternteil einfach mal so sorgenfrei auf die Sonnenwiese legen.
Mit uns sind hier nur andere Eltern, mit ihren Kids, die genau das gleiche schätzen wie wir.
Ich war erstaunt, wie begeistert meine Kinder mit im Kuhstall aushelfen, wenn es um das Füttern der Tiere geht.
Ein Abendteuerhof für Kinder und ich mittendrin.
Abends bleibt das gemeinsame Bier mit den Anderen, wo dann jeder ein wenig aus seinem Leben plaudert.
Ich glaube ich kann hier gut abschalten vom Arbeitsärger zu Hause.Das Wichtigste am Urlaub.

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Letzter Arbeitstag

Es hätte heute so angenehm sein können.
Der letzte Arbeitstag vorm Urlaub…ein ruhiger Freitag.
Statt dessen ein hartes Wortgefecht zwischen mir und denen , die über mir stehen.
Uneinsichtigkeit und aufgeschaukelte aggressive Kommunikation.
Ein ganzer Strom von Unterstellungen, die einfach nicht der Wahrheit entsprechen.
Man sagt, einer alleine kann nicht streiten.
Was mich angeht , ich kenne meine Wegpunkte an denen ich ungerecht überzogen habe…ich hoffe mein Gegenüber auch.
Voller Ärger, Wut und Enttäuschung starte ich nun in meinen Urlaub..
Das Schlimmste ist die Ungewissheit, wie es nach meinem Urlaub weitergeht.
Setzt man den Streit genau an diesem Punkt fort?Wird alles noch schlimmer? Oder reicht die Zeit, das beide Seiten sich gesundkühlen um rational denken zu können.
Mein Zeitpunkt zu gehen sollte eigentlich meine Entscheidung bleiben und bis dahin würde ich nur ungern in einer Hölle ausharren.
Ich hoffe auf die Wunder der Zeit, die jedes Problem und jeden Ärger jeden Tag in einem neuen Licht erscheinen lassen.

Bedient

Heute mal wieder zuviel des „Guten“.
Der Druck in der Firma steigt, meine Ansichten und Meinung differieren immer weiter mit denen des Chefs.
Immer höhere Erwartungen bei immer schlechteren Bedingungen begleiten mich.
Nicht etwas ,weil wir ums Überleben kämpfen würden, werde ich zu Höchstleistungen gezwungen, sondern weil bestimmte Leute den Hals nicht vollkriegen und in mir einen guten Krieger sehen, den man nur richtig antreiben muß um noch effektiver kämpfen zu lassen.
In einer Umgebung in der von mir nur genommen wird und man als Dank noch die Vorhaltung bekommt, warum man nicht noch mehr liefert, ist keine Gesunde.
Meine Leistung reicht ihnen nicht mehr und mir ist heute klar geworden, das ihnen nie eine Leistung reichen wird.
Oft habe ich mich über diese Firma aufgeregt und dann doch wieder beruhigt.
Heute habe ich ruhig und enttäuscht beschlossen, diese Firma zu verlassen.
Egal was kommt und wie sehr sich die Ruhe zwischen den Stürmen setzen wird, mein Entschluss steht fest.
Nicht überstürzt und nicht unüberlegt, aber meine Tage hier sind nun begrenzt und überschaubar.
Es wird Zeit das ich mich beruflich und damit nervlich wieder verbessere.

Kopfschmerzwetter

Irgendwann mußte das ja kommen.Seit gestern dreht das Wetter von Herbst einmal in Richtung Sommer und schon drückt mir der Wetterumschwung auf den Kopf.
Seit gestern plagen mich wetterbedingte Kopfschmerzen , die sich durch Paracetamol abschwächen und erträglich machen, aber bisher keineswegs auslöschen.
Matt und niedergeschlagen.
Irgendwie habe ich ein erhöhtes Schlafbedürfnis und das frühe Einschlafen begünstigt wieder das ich mit neuem Kopfdrücken aufwache.
Erfahrungsgemäß dauert diese Phase nicht allzu lange und morgen dürfte es mir wieder richtig gut gehen.
Einen Schmerzfreien Tag werd ich dann richtig schätzen, wenn man zwei Tage des Schmerzes hinter sich hat.

Wochenende wie Urlaub

Es sind Ferien.
Unsere Kita hat Sommerpause und in den Schulhort geht mein Sohn nicht so gern.
So sind die Kids bis bei Oma und Opa untergebracht, da wir keine 6 Wochen Ferien/Urlaub haben.
So sind Oma und Opa (in ihrem Urlaub) nun auch eine Woche mit den Kindern weggefahren.
Nachdem ich schon das letzte Wochenende allein mit meiner Frau an der Ostsee verbringen konnte, stand dieses Wochenende der Besuch von Kindern mit Oma und Opa an ihrem Urlaubsort auf dem Plan.
Nachdem wir letztes Wochenende schon gefühlt jede Sekunde der freien Zeit voll auskosteten, taten wir das dieses Wochenende genauso.
Freitag nach der Arbeit gleich losgefahren in den Harz, wo meine Schwiegereltern mit unseren Kindern ihr Urlaubsdomizil bezogen hatten und wir sie da quasi übers Wochenende besuchen konnten.
Ein Wochenende in der wir quasi jede Sekunde auf den Beinen waren um so viel wie möglich zu erleben.
Erlebt man viel, läßt es das Wochenende irgendwie länger erscheinen .
Nach dem letzten Wochenende an der Ostsee und nun diesem im Harz, kommt es mir fast vor, als würde ich ständig Urlaub haben und zwischendurch die Woche über arbeiten gehen.
Auch wenn ich jetzt so richtig KO bin, waren es zwei richtig schöne Wochenenden…immer fast wie ein kleiner Urlaub.
Und nun noch nur diese Woche…dann haben wir wirklich Urlaub und dann mehr als nur ein Wochenende.

Wenn der Tag geht…

….nimmt er heute den Juni mit und beendet damit die erste Hälfte des Jahres 2012.

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Thale

Ein Wochenende im Harz und heute mal wieder hoch auf den Hexentanzplatz.
Diese Aussicht ist für mich dann auch schon wieder 5 Jahre her, was mir bei weitem aber nicht so lange vorkommt.
Letztes Wochenende an der Ostsee und dieses in den „Bergen“..fühlt sich schon fast wie ein großer Urlaub an wenn man jedes Wochenende unterwegs ist.
Die Arbeitswoche dazwischen ist mir kaum aufgefallen.

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Alter Kiez

Durch einen Zufall wieder hier.Scheint ja richtig zu einer kleinen Tradition zu werden einmal im Jahr meinen alten Kiez zu besuchen.
Wieder Ende Juni und wieder an einem Sommertag, der kein richtiger ist.Eine dicke Wolkendecke und windige Temperaturen um die 15 Grad.
Keine Frage, es ging wieder in meine Pizzeria um das zu bestellen, was ich hier immer hatte.
Geschichte wiederholt sich.
Nachdenklich über die Zeit, in der ich hier lebte, verlasse ich wieder diese Gegend.

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Ein magischer Moment

Auf einmal war er da…ein kurzer Moment, der einfach so passierte, bei dem mir sofort klar war, das es einer sein wird an den ich mich noch lange erinnern werde.
Eine ruhige und nachdenkliche Minute und ein ehrfürchtiger Moment und es wird klar, das hier etwas passiert, was sich tief im „Ich“ verankern wird und von nun an als magischer Moment bestehen bleiben wird, an dem man sich mit den Jahren immer wehmütiger zurück erinnern wird.
Schön, wenns passiert und man sich genau in diesem Moment über dessen Bedeutung bewußt ist .
So läßt er sich noch intensiver wahrnehmen.Im Abklang eines solchen Momentes entstand dieses Bild.

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Zurück am Meer

Es ist gerade mal drei Monate her, als ich das letzte mal hier war.
Nun sind die Temperaturen angenehmer und die Momente hier viel prägender, denn diesmal bin ich mit meiner Frau hier.
Wenn man lange auf Zweisamkeit verzichten mußte, kommen einem dann diese Momente viel intensiver vor, erst recht an einem so schönen Ort.

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Der längste Tag

Wäre heute das Wetter danach gewesen, wäre heute der längste Tag des Jahres gewesen.
Herbstlich hängen dunkle Wolken tief über dem Grund.
Auch wenn mans jetzt noch nicht merkt aber ab heute geht’s wieder Richtung Winter und Weihnachten.

Wieder eine(r) weniger

Für mich völlig unerwartet, bat uns heute eine Kollegin kurz zusammen und offenbarte, das sie unsere Firma auf eigenen Wunsch verlassen werde.
Sie fühlt sich zwar hier mit ihren Kollegen sehr verbunden, aber von der Firmenleitung nicht genug anerkannt und bestätigt, daher der Wechsel als eine Lebensverbesserung.
So sehr ich ihr das auch gönne, trifft mich ihr Fortgehen sehr.
Sie ist über ein Jahrzehnt länger in der Firma als ich und da sie um die 50 ist ,hat ihr niemand so einen Schritt zugetraut.Aber gerade das bringt mich zum Nachdenken, das es kein Alter gibt, in dem es für eine Veränderung zu spät ist.
Ihr Entschluss kommt für mich einerseits sehr überraschend aber andererseits wußte ich um ihre Unzufrieenheit lange Bescheid .
Ich hätte nie gedacht, das mich das nun emotional so runter zieht, spiele ich doch selbst seit Wochen mit dem Gedanken, die Firma zu verlassen.
Mit ihr geht nun auch die letzte Kollegin, mit der man zwischendurch immer mal wieder über die Dinge der Welt philosophieren konnte.
Seit dem ich in dieser Firma arbeite, hat fast das gesamte Personal meiner Abteilung komplett ersetzt.
Nucht unbedingt zum Nachteil ,aber das „alte“ und „Ursprüngliche“ meiner Anfangszeit wird mir fehlen.
Bei aller Traurigkeit…ich kann ihren Schritt verstehen.
Das Leben steckt voller Veränderungen, was natürlich das Berufsleben nicht ausschließt.

Mitte Juni

Gestern gabs für meinen Sohn das erste Zeugnis.Tatsache ist nun das nun das erste Schuljahr für ihn schon wieder Geschichte ist.
Nun beginnen die Sommerferien, was man an den deutlich leereren Straßen merkt.
Mitten im Sommer ist noch gar kein richtiger Sommer, eher ein besserer Herbst.
Das dunkle Wetter zieht die Stimmung nach unten und das kleine Sommerloch entschleunigt die Gedanken und macht Platz für Melancholie.

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Einsamkeit

Die Woche neigt sich dem Ende, alles wird ein wenig ruhiger und morgen wirds noch ruhiger.
Ich liege hier und fühle mich einsam, oder allein…oder beides und das obwohl ich das nicht bin.
Den ganzen Tag unter Kollegen, am Nachmittag die Familie um mich rum und am Wochenende steht wieder ein Geburtstag in einer lustigen Runde auf dem Plan.
Und doch fühle ich mich einsam sobald ich mal kurz im „Leerlauf“ bin, also mal nicht direkt in einer Kommunikation bin.
Es ist so, als hätte ich zwar soziale Kontakte um mich, die aber nicht ausreichen.
So als würde was fehlen.
Eigentlich Quatsch aber es ist so das ich mich leer und allein fühle, was dann auch eine Nachdenklichkeit mit sich zieht..Melancholie.
Gedanken an vergangene Zeiten, ohne das ich sagen kann das sie „Besser“ waren, aber heute vom Gefühl her, als wäre das Gras füher grüner gewesen.
Schwermütiges Gefühl, oft zum Wochenende.

Ku’damm

Ich war gestern mal seit langem wieder auf dem Ku’damm.
Tourist in der eigenen Stadt.
Hier war für mich der lebendigste Punkt der Stadt in den 90ern…vorher kannte ich ihn nicht.
Zum Ku’damm konnte man immer fahren, hier war immer was los….wenn es was weltstädtisches gab, dann hier.
Die 90er Jahre sind lange her und schon lange hat die neue Mitte in Berlin dem Kuhdamm das Leben entzogen.
Als ich das letzte Mal vor ein paar Jahren hier war, fand ich es erschreckend, wie wenig von dem einst so pulsierenden Ort übrig geblieben ist.
Das wurde auch an anderer Stelle so empfunden und so erfährt der Kudamm seit zwei Jahren einen Wiederbelebungsversuch.
An allesamt Ecken wird gebaut, modernisiert oder umgebaut.
Zur Zeit eher Baustelle und Ort im Wandel als Magnet der Massen.
Ob’s was bringen wird, weis ich nicht.
Bisher scheint es mir so als ginge es zu viel darum, kleine Läden und Cafés raus….und teure Nobelmarken oder Ketten-Restaurants rein….was den alten Charme des Kurfürstendamm nicht wiederbringen wird.
Aber ich will mir vor Vollendung der absoluten Umstrukturierung kein allzu großes Urteil bilden.
Ich hoffe ,der Ku’damm erwacht wieder zum Leben, mit viel neuem aber auch noch Altem…damit man ihn noch wieder erkennt.
Wäre schade drum, wenns nur eine Wilmersdorfer Hauptstraße bleibt.

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Scheißtag

Heute…so kann ich sagen…hab ich den Kanal so richtig voll.
Im Job stark angefressen, aber schon über Wochen.
Heute dann wieder ein Fall , der mich überlegen ließ, hier alles hinzuschmeißen.
Das alte Phänomen von….reicht man den kleinen Finger ,so ist der Arm ab.
Und nun beschwert man sich auch noch über die Qualität des abgerissenen Arms.
Ignorant und niederträchtig ist der zweifelnde Befehlston mir gegenüber, das ich mir überlege wie lange ich mir das noch antun will.
So habe ich heute darum gebeten, zu erwägen, mich von einigen der Aufgaben zu entbinden, die ich mir freiwillig ans Bein gebunden habe.
Ich sah in lange Gesichter voller Unverständnis, aber wenn man immer nur meckert ohne konstruktiv zu kritisieren, dann kann ich auch sagen….macht euern Scheiß alleine.
Wer nur niedermachen kann, was er selbst nichtmal im Ansatz hinbekommt, den sollte man auch irgendwann vor genau diese Aufgabe zwingen und ihn damit einmal gnadenlos Versagen lassen.

..So Frust des Tages verggeblogt

Geburtstag

Heute hatte meine Tochter ihren 5.Geburtstag.
Gefeiert wurde recht groß und schön im Garten mit allen ihren Freunden.
Sonst stolper ich so durch die Zeit und alles was sich so jährt, kommt mir noch gar nicht so alt vor.
Diesmal war mir heute aber so, als wäre meine Tochter schon viel länger Teil meines Lebens und ihre Geburt scheint mir viel länger her.
Sie ist immernoch die kleine Prinzessin und wird für mich nicht so ruckartig schnell größer und älter wie mein Sohn, der eben noch gefühlt auf dem Wickeltisch liegt und jetzt dem Ende des ersten Schuljahres entgegen geht.
Zeit und persönliche emotionale Momente werden scheinbar unterschiedlich von mir wahr genommen.