Bombenfund

Es ist Frühling, und in Berlin wird wieder verstärkt gebuddelt, gebaggert und gebaut.
Bei den ganzen Bauarbeiten kommen noch heute regelmäßig Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg zu Tage.
Kaum eine Woche vergeht in diesen Tagen, das nicht irgendwo wieder eine Fliegerbombe gefunden wird, die dann erstmal aufwendig entschärft werden muß.
Wenn man mal bedenkt wie lange diese Blindgänger da schon liegen und wie lange es noch dauern wird, bis man alle Altlasten des Krieges beseitigt hat, wird ein wenig klarer, wie lange ein Land wirklich brauchen kann um sich von einem Krieg zu erholen.

Was für ein Tag

Heute überschlugen sich die guten Nachrichten in der Firma.
Man kann sagen, das heute alles geklappt hat, was klappen kann.
Sicherlich gibt es immer solche und solche Tage.
An einem sieht es aus als müßte man sich langsam wirklich Sorgen machen und dann sieht alles noch besser aus als man sich das vorstellen wollte.
Die Wahrheit wird irgendwo dazwischen liegen.

Kuschelkatze

Was war diese Katze früher für ein Wirbelsturm.
Kleiner verspielter „Rühr-mich-nicht-an“ , der es garnicht mochte wenn man ihn länger anfasste als 5 Sekunden.
Mit dem Alter wird unser Stubentiger immer verschmuster, bequemer und anhänglicher.
Nach Menschenjahren hat er mich schon eingeholt.
Im Alter wird man Weise und die Prioritäten verschieben sich in Richtung Familie.

Foto

Domian

Eine lange Autofahrt liegt hinter mir.
Ich hatte keine Lust auf Musik und da ich noch 3 Folgen Domian als Audiofile auf dem iPod hatte, hörte ich eben das.
Nach 3 Stunden Nachttalk der Probleme bin ich ganz nachdenklich gestimmt, wie gut es mir eigentlich geht und was es für ein Glück sein kann, wenn einfach nur alles seine normalen Bahnen entlang geht.
Es ist schon klar, das die meisten , die ein Leben in normalen Bahnen führen, nachts um 1 Uhr nicht wach sind um da anzurufen oder die Sendung zu hören/sehen.
Es sind oft die, die wärend der Nacht nicht schlafen können, weil ihr Leben mit schwersten Problemen behaftet ist oder sie von schweren Schicksalsschlägen getroffen ist.
Nachts läßt es sich oft besser und ruhiger und auch tiefer über Probleme reden.
Ich finde die Sendung Domian , als eine gute Anlaufstelle für Menschen, die Ansätze brauchen um mal über Problem zu sprechen und sich durch die anderen Anrufer wahrscheinlich ermutigt fühlen selbst dort anzurufen.
Der WDR geht mit diesem Seelenstriptease sehr diskret und seriös um und schlachtet das ganze nicht nach extremen sensationellen Härtefällen aus.
Hört man aber 3 Stunden Menschen sehr offen über Tod, Schicksal,Krankheit und Leid sprechen, hinterläßt das schon ein Gefühl, man sollte begreifen das es auch ein Segen sein kann, wenn im Leben alles im Lot bleibt.

Wenn nicht jetzt ….wann dann?

Was hatte ich im Leben doch für große Pläne.
Ich wollte die ganze Welt bereisen, und da wo ich schonmal war und es mir besonders gefallen hatte, wollte ich auf jeden Fall noch einmal wieder kommen.Irgendwann.
Bei der Idee eines Freundes , was man so nächstes Jahr mal in Angriff nehmen sollte, „bügelte“ ich diese Idee gleich als „Gut , das machen wir mal irgendwann“ ab, worauf ich mir dann die Frage gefallen lassen mußte…..“Wann, wenn nicht demnächst?“
Beim weiteren Nachdenken über die Sache an sich, fiel mir auf, das ich auch schon Ende dreißig bin und somit schonmal rein zeitlich kaum schaffen werde, alle Orte noch einmal zu besuchen an denen ich bisher war, an denen es mir so gut gefallen hat, das ich nochmals hier her kommen wollte.
Ich meine, ich könnte das schon ,aber dann auch nur das und eben nichts Neues entdecken.
Geht man davon aus, das man zum bereisen ja eigentlich auch nur die 4 Wochen Urlaub im Jahr zur verfügung hat, wirds schon eng.
Und gerade in anbetracht meines mittleren Alters, sollte ich wirklich mal konkrete Pläne machen, was das Reisen oder bestimmte Events angeht.
Aus altem Munde hört man immer wieder, das mir die folgenden 20 Jahre viel kürzer erscheinen werden als die 20 verganenen Jahre.
Alle Träume auf eine lange (jugendliche Bank) schieben..unter dem Motto…das man ich auch nochmal irgendwann im Leben..irgendwann…hab ja unbegrenzt Zeit..trifft bei näherer Betrachtungsweise nichtmehr zu.
Sicherlich ist man mit 60 (und das ist bei mir in gut 20 Jahren der Fall) nicht alt, aber auch nichtmehr jung genug für jede Reise und jedes in der jugend geträumte Event ,was man bis zum letzten Tag nur so vor sich hergeschoben hat.
Daher war der Stich des Freundes schon ganz passend, der mir mich wieder an die vergehende, und besondern an die bereits vergangene Zeit erinnert hat.
Man sollte sich klar machen ,das die Zeit hier begrenzt ist und man sollte sich klar machen ,welchen Teil seiner Träume einem am wichtigesten erscheinen, deren Chancen zur Verwirklichung prüfen und dann klar planen , welche der Träume man in der „Rest-Zeit“ angeht.
Sicherlich sollte ich mich noch nicht zu einem alten Eisen zählen ,dessen Zeit so stakt limitiert ist,das man sich für jede verbleibende Stunde klar sein sollte, was man noch zu erledigen hat, aber ich sollte nun trotzdem anders über Leben und Zeit denken.
Zum einen bin ich nichtmehr jung genug ,das ich alle Zeit vor mir hätte und zum anderen sollte mir klar sein ,das jeder schöne Moment an einem schönen Ort auch der letzte schöne Moment an diesem Ort sein kann und das von hier an die Erinnerung an diesen Moment weiterlebt.
Gerade wenn man sehr weit weg von zu Hause ist..praktisch in einer völlig anderen Welt, sollte man den Moment so aufnehmen als wäre man das letze mal hier.

Kellergang

Besuch hatte sich für heute angekündigt.
Da war Gelegenheit mal die Wohnung bis in die kleinste Ecke aufzuräumen und dabei gleich den einen oder anderen Schrank zu entrümpeln.
Bei der Wahl zwischen „weg“ und „brauchen wir noch“ gabs hin und wieder ein Mittelweg…“Keller“.
Warum bringt man Dinge in den Keller?
Mir scheint so als ist die Option Keller so die Vorstufe der Mülltonne, man braucht es eigentlich nichtmehr aber man will es auch noch nicht wegwerfen.
Somit füllt sich der gerade erst entrümpelte Keller mit Dingen ,die wir zu 90 Prozent bei der nächten Kellerentrümpelung eh entsorgen.
In zwei Tagen weis ich eh nichtmehr welche kostbaren persönlich wertvollen Schätze ich in den Keller getragen habe.
Bei einigen Dingen war ich selbst überrascht, das ich sowas noch besitze, was ja auch heißt das ich es auch nie vermißt hätte wenns denn nichtmehr aufgetaucht wäre.
Also warum „Ahhh guck mal was ich noch habe, gleich mal in den Keller damit“.
Auf der einen Seite ist es schon faszinierend, wenn man nach Jahren wieder mal im Keller stöbert und über alte Gerätschaften stoplert mit denen man Erinnerungen Verbindet und auf der anderen Seite erschreckend, wie schwer man sich doch von Müll trennt und sein Leben voller unnützer Gegenstände packt.

Handy aus.

Gestern war es dann mal soweit.
Ein langes Gespräch hatte an dem Akku meines Handy gesaugt, sodass ich den Nachmittag auf einmal mit rot blinkender Akkuanzeige unterwegs war.
Und dann passierte es, kein Saft mehr, das Handy schaltete sich einfach aus.
Noch vor kurzem habe ich die Leute belächelt, die berichteten das sie sich unwohl fühlen wenn sie „Handylos“ sind, gestern fühlte ich mich selbst ein wenig hilflos.
Ich war nach der Arbeit mit meiner Frau in der Stadt verabredet und hatte nun kein Handy.
Wir hatten zwar Ort und Zeit ausgemacht, aber was ist wenn………?
Ich hätte sie nichtmal mit einem öffentlichen Telefon erreichen können, denn erstens gibts die Dinger kaum noch und zweitens weis ich nichtmal ihre Nummer, denn im Handyzeitalter klicke ich nur auf Namen und gebe keine Nummern mehr ein.
Es ging alles gut, aber mir blieb im Gedächtnis wie abhängig man sich von den kleinen Kommunikatoren gemacht hat.
Jeder hat eins und man ist es gewöhnt, mit jedem schnell mal Dinge auszutauschen oder sich abzustimmen….hat man keins (oder ist es aus) ist man irgendwie „draußen“ …oder einem ist wahrscheinlich was passiert…und das nur weils Handy aus ist.

Richtig gute Fotos machen

Meine Frau und ich fotografieren gerne und benutzen seit dem Eintritt des digitalen Zeitalters leider immer nur kleine, handliche Kompaktkameras.
Diese kleinen Knipsen sind leicht überall mit hinzunehmen und so lassen sich überall schnell mal schöne Schnappschüsse machen.
Aber immer stand in uns der Wunsch nach richtig guter Fotografie.
Nicht wahlos den kleinen Kasten in die Landschaft halten und pausenlos die Gegend auf die Speicherkarte kopieren, sondern lieber mal weniger , dafür richtig gute Fotos machen.
Will man mehr, stößt man mit der kleinen kompakten schnell an die Grenzen.
Im laufe der Zeit, greift man doch eher immer auf die wirklich guten Fotos zurück, die in einem Bild mehr Aussagekraft haben können als man dazu erzählen könnte.
In Zukunft gilt nun, das für die Schnappschüsse zwischendurch das Fotohandy herhalten muß und für die richtig guten, haben wir nun auch den Schritt gewagt uns eine Spiegelreflexkamera zuzulegen.
Gute Bilder mit einer guten Kamera, mit der man einfach mehr machen kann als nur drauf und knips.

eos

Freitag

Der Freitag ist mir der angenehmste Tag der Woche.
Heute sind die Straßen leerer und die Arbeit wird zum Wochenende weniger.
Heute schaltet man einen Gang runter und dazu ist der Arbeitstag nicht ganz so lang.
Als letzter Arbeitstag der Woche steht das ganze Wochenende vor einem.
Viele in der Stadt befinden sich schon im Wochenende, was der Stadt so einen chilliges und ungehetztes Aussehen gibt.
Überall scheint das Leben ein wenig entschleunigter zu passieren, die Stimmung ist entspannter.
Da Freitag auch immer früher Feierabend ist, kann man sich an diesem Tag für den Nachmittag noch was vornehmen und dort erscheint man dann ganz entspannt.
Lockerer Arbeitstag.Zumindest für mich.

Fahrrad vs. Auto

Ich bin heute eine längere Strecke durch die Berliner City gefahren.
Was mir die ganze Zeit auffiehl, war der Radfahrer neben mir.
Über 10 Kilometer hinweg überholten wir uns immer wieder gegenseitig.
Selbst wenn ich mal ein großes Stück im Stadtverkehr (der nicht voller war als sonst) vorangekommen bin, dauert es nicht lange, hatte er mich wieder ein.
Das man als trainierter Radfahrer im Straßenbild nicht unbedingt der langsamste ist, war mir schon klar, aber das er mit mir über eine so große Distanz mithalten konnte hat mich schon erstaunt.
Ich hätte immer gedacht, wenn der Verkehr gut rollt dann ist man mit dem Auto immer schneller, zumindest auf längeren Strecken.
Irgendwie bewunder (nein beneide) ich ihn, denn er kommt fast genauso schnell durch die Stadt und dazu hat er sicherlich den höheren Fitnessgrad und den geringeren CO2-Ausstoß.
Ich glaube irgendwann rächt sich das , das ich so ein bequemer Arsch bin.

Weichen gestellt….Strecke übersichtlich

Gestern war die Welt noch trübe, das bestimmten Weichenstellungen im Arbeitsleben nicht abzuschätzen waren, was das längerfristig für mich persönlich bedeuten könnte.
Heute fühle mich mich da schon besser, kann ich jetzt doch etwas weiter über die Gleise blicken wohin sie führen könnten und wo sich Sackgassen befinden.
So kann es sein, das beruflich alles so bleibt wie es ist, da scheint das letzte Wort noch nicht gesprochen ,aber man muß ja immer vom „Worst Case“ ausgehen und dementsprechend planen.Weichenstellung.
Somit bin ich schon überrascht, das sich ein Kurswechsel in der Firma mich nicht so stark betrifft wie ich dachte.
Sollte es zum schlimmsten angenommenen Fall kommen, wird das auch Arbeitsplätze kosten, aber nicht meinen.
Eher im Gegenteil, ich soll meine Kompetenzen dann eher voll auf die neue Situation konzentrieren und vom Ruderrer mehr zum Steuermann werden.
Das würde für mich mehr Arbeit, mehr Geld, mehr Verantwortung bedeuten.
Aber in diesem Fall wird meine Leistung nochmehr an an meinem Erfolg gemessen, den ich nur partiell beeinflussen kann.
Versage ich hat das weitreichende Folgen für die Firma und einen weiteren Kurswechsel (durch mein Versagen) werde ich dann beruflich nicht überleben.
Schön zu wissen, das man nicht der Gekündigte der ersten Stunde sein wird, aber auch bedrückend welch hohe Erwartungen man mir da überhilft, die ich dann zu meistern habe.
Somit wird meine Freizeit noch mehr beschnitten werden als es eh schon ist und ich werde berufliche Probleme noch öfters mit in den Feierabend und mit ins Wochenende nehmen, zumindest im Geiste.
Jetzt ist für mich das angenehme daran ,das ich recht flexibel arbeiten kann und schon viel Freizeit habe, da mir ab eine bestimmten Punkt ein Mehhr an Freizeit wichtiger ist als ein Mehr an Geld (und damit Arbeit).
Trotzdem beruhigt es mich schon sehr, zu wissen, im Fall der Fälle, nicht der zu sein, der am nächsten an der Tür nach draußen ist.
Am liebsten hätte ich eine Mischung aus neuer Position und den bequemen Geflogenheiten, die ich jetzt genieße, aber das Leben ist ja kein Wunschkonzert.

Persönliches Erdbeben im Leben

Lange Zeit läuft alles gut und dann passiert es doch immer wieder.Meist gerade dann, wenn es schon sehr lange einfach zu gut läuft.
Ein kleines persönliches „Erdbeben“ was das persönliche Leben erschüttert.
Die Situationen in meiner Firma scheinen sich zu verändern und keiner weiß genau wo die Reise wohl hingehen soll.
Es gibt immer Irgendwelche, die dafür sorgen das man genug Steine in den Weg gelegt bekommt.
Fast immer geht es dabei um Macht darum wer nun welche Interessen durchsetzt.
Was tut man nicht alles um den Großkunden nicht zu verlieren und wie ernst ist die Lage der Firma wenn man so vor dem Wegbrechen des Großkunden zittern muß.
Ein Ausweg des Großkunden sieht selbstverständlich nun so aus, das er noch größer werden möchte und man sich gegenseitig noch stärker an einander binden sollte.
Was soll man tun?Gibt man die halbe Firma in die Arbeitslosigkeit oder die halbe Firma in die Hände eines Teilhabers?
An jeder Weiche des Lebens ist klar, das es von nun an in eine neue Richtung geht und bei jeder Richtungsänderung , malt man sich gleich mal aus , wo der Weg für einen ganz persönlich hinführen könnte.
Das sind schon Bewegungen im Leben, die einen selbst an Angestellten schwer auf der Seele liegen können.
Man hat sich schließlich an die Firma und an die Arbeit gewöhnt und sich auch selbst viel eingebracht.
Nicht zuletzt hat man sich an einen gewissen finanziellen Spielrahmen gewöhnt, der da monatsweise aufs Konto kleckert.
Wird man bald bezwungen sein, so einiges im Leben umzustellen?
Wird man von Arbeitslosigkeit betroffen sein oder trifft der Satz zu , das nicht so heißt gegessen wird ,wie es gekocht wird und alles findet seine Bahnen jenseits der schlimmsten Befürchtungen?
Oder nimmt alles einen ganz anderen Weg?
Verändert sich alles in eine Richtung, die man bisher noch garnicht in Betracht gezogen hat oder ist alle Aufregung nur heiße Luft und letztendlich bleibt doch alles (fast) beim alten?

Eine Straße in Ost-Berlin

Früher, in den späten 80ern, erlitt man hier fast einen Achsenbruch wenn man sich durch die Straße quälte, in der heute noch meine Eltern leben.
Mit der Wende kamen die Bauarbeiter und aus der Mondlandschaft wurde 1990 eine Straße auf der man sogar Rollschuh fahren konnte.
Dann kam die Telekom und riß die Straße wieder auf, denn jeder Ossi wollte ja auch noch ein Telefon haben.
Dann kamen noch die Stadtwerke, die nacheinander die Straße wieder für alle möglichen Dinge immer wieder aufrissen und wieder zuasphaltierten.
Nachdem Kanasilation, DSL und VDSL gelegt wurde, kamen noch zwei strenge Winter, der die Nahtstellen der Asphaltflicken durch den Frost immer wieder aufsprengte.
Heute , nach 20 Jahren, haben wir unsere alte Mondlandschaft wieder, die tückischer ist als jeh zuvor.

Neues Design

Kurz mal bei Blog.de hin und her geklickt und schon über die vielen Designmöglichkeiten gestolpert.
Sieht schon ganz anders aus , wenn der Profi was vorgibt als wenn der Laie (wie ich) sich da selbst in HTML und co versucht.
Hab spontan mal das Design meines Blogs geändert.
Hin und wieder soll man sich ja ein neues Outfit verpassen.

Abgerissene Vergangenheit

Ich war heute am Krankenhaus in dem meine beiden Kinder auf die Welt kamen.
Ein Ort, den ich seit der Geburt meiner Tochter nichtmehr besucht hatte.
Das Gebäude (so wie ich es kannte) stammt aus den frühsten Zeiten der DDR und wurde mitlerweile durch ein ultramodernes Krankenhausgebäude ersetzt.
Der typische staubgraue Plattenbaukasten , in den ich zwei mal in meinem Leben eine Zeit lang täglich mehrfach rein und raus ging.
Sicherlich kann man alte (und dazu häßliche Gebäude) nicht aus purer Nostalgie stehen lassen, aber für mich ist das schon eine zweischneidige Erfahrung, das dieses Gebäude in dem ich mit die bewegendsten Minuten meines Lebens verbracht hatte, jetzt nur noch auf Bildern und in meiner Erinnerung existiert.
Ganz nach der Erfahrung wenn man selbst etwas überlebt oder überdauert….spührt man wie die Zeit an einem vorbeirast.

Die Liebesquelle ist versiegt

In der Nähe meines „Heimatdorfes“ gibt es eine kleine Quelle, die so genannte Liebesquelle.
Entspringt am Fuße eines kleinen Hügels direkt in der Nähe der kleinen Schleuse in Woltersdorf.
Magisches Wasser trägt sie zu Tage, denn der, der von ihr einmal trinkt ein Leben lang geliebt wird.
Früher als Kind war ich oft mit meinen Eltern da und ich glaube meine Oma hat schon dort als Heranwachsende immer mal wieder von getrunken um der Liebe auf die Sprünge zu helfen.
Für mich gehört diese Liebesquelle zu Woltersdorf wie der Eifelturm nach Paris.
Heute war ich seit langem wieder da.
Ich war in der Nähe und wollte bei dieser Gelegenheit auch die Quelle besuchen.
Ich habe zwar immer mal wieder von den Problemen gehört, die die Quelle mit dem Straßenbau rings herum hat aber nun ist es Gewißheit, die Quelle ist versiegt.
Laut goldenem Schild da vor dem eingestaubten Austritt steht, wo sich eins das Wasser aus dem Berg begab, steht …Man habe lange alles versucht und immer wieder gehofft, aber nun hat man aufgegeben, diese Quelle ist Geschichte.(Siehe 2. Bild)

Nach über hundert Jahren, gibt die „Liebesquelle“ seine Dienste auf, die Quelle ist ausgetrocknet.
Scheinbar ist sogar das beeinflußbar und damit endlich ,was ich bisher für einen unendlichen Kreislauf der Natur hielt.

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Mitte Mai

Alles steht in voller Blüte, weite Felder strahlen einem gelb entgegen.
Trotz des wenigen Regens scheint die Natur mit dem fehlenden Wasser klar zu kommen.

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Wieder ein krankes Kind

Nachdem meine Tochter zum Ende der letzten Woche unter dem „1 Tagesfieber“ litt hat es nun zu beginn der neuen Woche meinen Sohn erwischt.
Gegen Mittag ruft der Kindergarten an, man möchte doch bitte sein krankes Kind abholen.
So bleibt nur zu hoffen, das er der Letzte der Familie ist , der durch diesen Infekt in unmittelbarer Ansteckung geht.
Wie konnte ich auch glauben, das nach der Gesundung meiner Tochter alles nun wieder überstanden war, hörte man doch schon da aus Familien mit mehreren Kindern, das dieser Virus auch kein Kind ausgelassen hat.

Kindliche Lüge

Ein kleines unbedeutendes Missgeschick in einem der Kinderzimmer.
Die Frage nachdem „Wer war’s “ ist schnell gestellt und wiedereinmal bekomme ich eine unzureichende Antwort.
Wäre es mein 6 jähriger Sohn, so würde er das sofort zugeben.
Er hat mich noch nie belogen.
Nun war’s aber meine Tochter, die dann behauptet sie war es nicht.
Alle Versuche, ihr die Wahrheit so bequem wie möglich zu machen, scheitern.
Immer wieder mache ich ihr klar, das es mir nichtmehr darum geht, was passiert ist, sondern das sie lügt.
Ich kann machen was ich will.Ob drohen, schimpfen oder auf Kumpelbasis sie zum „Fehler zugeben“ zu bewegen, alles erfolglos.
Sie sieht mir in die Augen und lügt mir ins Gesicht ohne dabei Unbehagen zu zeigen, dabei ist sie erst knapp vier und ich kann nicht feststellen, das wir ihr solche Lügerei vorleben.
Diese Situation habe ich nicht oft , aber immer wieder.
Zum einen fühle ich mich erziehungstechnisch mit dem Rücken an der Wand, denn mir fällt kein Ansatz mehr ein ihr den Wert der Wahrheit zu vermitteln.
Sie empfängt dann auch immer die schwerere der beiden möglichen Sanktionen…also Sanktionsgrund Plus Lügerei…auch das scheint nichts zu nützen.
Ich würde ihr gern mal das Gefühl von mildernden Umständen geben, wenn sie sich zu ihrem Fehler bekennt und nicht lügt und dann noch bis aufs äußerste bei ihrer Lüge bleibt.
Zum anderen graut es mir vor der Zeit, in der sie mich dann bewußt und taktisch belügt.
So mache ich mir ernsthaft Sorgen um unser Vertrauensverhältnis mit dem Wissen, das 99 Prozent kindlicher Fehler wahrscheinlich auf Erziehungsfehler meiner selbst zurück zu führen sind.

Was sind schon 5 Jahre

In den letzen Tagen geht mir wieder all das durch den Kopf was so genau vor 5 Jahren in meinem Leben passiert ist.
Die Zeit kommt mir einerseits noch garnicht so weit weg vor, aber angesichts der 5 Jahre ist es dann doch schon eine halbe Ewigkeit.
So rennen mir immer wieder die Szenen dieses Jahres durch den Kopf und das Gefühl, dort irgendwie aktiver im Leben zu stehen, lebensfroher und lustiger zu sein.
Kein Anzeichen dafür das ich mich heute zu den Depressiven zählen würde, keineswegs….aber schon jemand der leicht wehmütig auf dieses Jahr zurück blickt in dem sehr viel passiert ist und ich viel erlebt hatte , auch viel mehr Zeit hatte als heute, Freizeit zu genießen.
Die Spontanität und der Anschein grenzenloser Energie ist das , was im Gegensatz zu heute fehlend auffällt.
Heute rettet man sich von Wochenende zu Wochenende und der Arbeitsstress ist schneller gewachsen als das Lohnniveau.
Vielleicht wirkt die eigene Vergangenheit aus dem Betrachtungswinkel des Abstands der Vergangenheit dann doch noch anders als es wirklich war, oder es ist so, das ich im Leben zunehmends eingespannter bin in den Aufgaben des Alltags.
Vielleicht war es alles nicht ganz so magisch als es mir heute vorkommt und vielleicht sehe ich in weiteren 5 Jahren ganz wehmütig auf das Jahr 2011, welches heute als normales Alltagsjahr an mir vorbeizieht.
Ich kann nichtmal deuten, was heute fehlt, nur was anders ist oder anders wahrgenommen wird.
Meine Wahrnehmung heute hat den Charakter des „zweiten mals“..so wie man eben das zweite mal ins kalte Wasser springt…klar ist es kalt aber es weckt die Erinnerung an das erste Mal.
Heute ist alles ein Etappenlauf..vor 5 Jahren noch ein zusammenhängender Marathon.
Früher Kolumbus heute Linienschiff.
Beim ganzen Zurücksehen in die nahe Vergangenheit frage ich mich ob das die ersten Anwandlungen sind, mich eher in der Vergangenheit zu bewegen als in der Gegenwart.
Dabei sagt doch John Knittel….“Als ist man dann, wenn man mehr Freude an der Vergangenheit hat als an der Zukunft“