Pechtag
Sie sind sehr selten aber es gibt sie….absolute Pechtage.
Nach einer fast-schlaflosen Nacht stand ich schon mit einer leichten Übelkeit auf.
Dann ging mir ein Autoscheinwerfer kaputt, später bemerkte ich dann noch ein Riß in der Frontscheibe, hier und da den Kopf und das Knie gestoßen, Reißverschluß an der Jacke kaputt gegangen und dann noch das neue Schneechaos was meinen Zeitplan komplett durcheinander gebracht hat.
Dann hier und noch da ein paar Hiobsbotschaften ,die mich natürlich alle sammt heute erreichen müssen.Schlechte Stimmung, schlechte Laune.
Tief durchatmen und bewußt werden, das es Schlimmeres gibt..viel Schlimmeres und das auch dieser Tag vorbeigeht und morgen dann wieder ein ganz normaler Tag ist.
Vielleicht habe ich mich schon an die Unbeschwertheit des Lebens gewöhnt das ich manchmal ein Tag voller warnender Signale brauche um mir wieder klar zu werden, das „alles Normal“ auch keine Selbstverständlichkeit ist, sondern man auch als Glück betrachten kann.
Wie auch immer…noch etwas mehr als 7 Stunden und der Tag ist Geschichte.
Birnenwechsel
Da habe ich mich heute morgen nicht verguckt, einer meiner Autoscheinwerfer war wirklich durch.
Ein Blick ins Handbuch und die neue Birne ( für 10 Euro ) war schnell gekauft.
So dachte ich dann auch das sich eine Glühbirne bei einem Auto genauso leicht wechseln lässt wie zu Hause an der Decke.
Nein.Im Ford- Handbuch steht genau beschrieben , wie man bei Eiseskaelte und Schneetreiben die Birne wechselt.
Kühlergrill und Stossfaenger müssen komplett abmontiert werden.
Dann kann man den Scheinwerfer rausschrauben und dann von hinten die Birne wechseln.
Der Wechsel einer simplen Glühbirne sah eher aus als haette ich einen Motorschaden.
Nun geht alles wieder… Ruck Zuck… Schnell mal Birne ausgetauscht in 45 Minuten.
Angekommen.
Tschüss Palm
Über ein Jahr warst du mir ein treuer Begleiter.
Jetzt, wo du die ersten Macken zeigst leg ich dich lieber gleich ab , bevor ich mich immer aufs neue über Ausfälle jeder Art aufrege.
Dein Nachfolger ist nun das iPhone , dem du wohl nachempfunden bist aber dessen du auch immer nur hinterher gelaufen bist.
Wenn in 5 Jahren dein Akku noch lebt, Kram ich dich wieder raus.Aus reiner Nostalgie.
Winterberg
Winter in Berlin
Angekündigt und dann doch so plötzlich überaschend wie Winter und Schnee im Dezember eben sein können.
Ein paar Schneeflocken über Nacht und schon geht nichts mehr.
Der öffentliche Nahverkehr bricht quasi zusammen und auf den Straßen herrscht noch am Nachmittag großes Chaos.
Ich war heute in der unangenehmen Lage mich über den ganzen Tag verteilt mittels Auto durch Berlin zu bewegen.
Gegen 15 Uhr kam mir dann doch der Gedanke, das man nunmehr schon seit 12 Stunden Winterräumfahrzeuge im Einsatz hat und nun….ja 12 Stunden später treffe ich noch immer nicht auf wenigstens eine geräumte Straße.
Wo bitte hat man nun über 12 Stunden in der Stadt die Straßen vom Schnee befreit wenn nicht in der City oder den Hauptachsen des Großstadtverkehrs , die ich heute benutzen konnte.
Ganz normales Naturereignis…..legt die Stadt lahm.
Kleiner Maler
Mein Sohn (fast 6) hat ein Bild gemalt.
Das Thema war frei, also fiel seine Wahl auf seine kleine Schwester (3).
Ich kann mein Blick kaum von diesem putzigen Kunstwerk lösen.Gestern noch ein kleines Krabbelbaby heute schon ein Künstler, bei dem man auf dem Bild schon mehr erkennt als wenn ich mich daran versucht hätte.
iPhone
Lange habe ich mich gegen gesträubt auf diesen iPhone-Zug nun auch noch aufzuspringen.Lange galt ich als Exot, weil ich eben nicht genau das Mobiltelefon hatte welches man anscheinend haben musste.
Nun zeigte aber mein aktuelles Smartphone seine ersten Macken und wirklich begeistern konnte mich kein anders, ausserdem war ich durch IPod- und iPad-käufe dieses Jahr schon ein wenig vorgefärbt was einfache Menüs angeht und traf dann beim iPhone auf was gewohntes.
Nun bin ich auch iPhone-Besitzer und damit endgültig im gesichtslosen Mainstream angekommen.
Egal, das Teil ist auch einfach Spitze….Nicht umsonst ein Erfolgsmodell.
Dezember
Der Winter ist leiser als der Sommer
Der erste Schnee des Winters
Google Street-View
Nun ist Googles StreetView online und wie viele anderen mußte ich natürlich auch erstmal gucken wie es bei mir vorm Haus aussieht, genau die Sicht prüfen, die ich eh jeden Tag zweimal sehe.
Ja, ich (Wohnung) ist bei Streetview dabei.Obendrein muß ich noch zugeben das ich enttäuscht gewesen wäre wenn ein Mieter des Hauses dafür gesorgt hätte es unkenntlich zu machen, denn surft man so durch die Gegend und findet man irgenwann eine Ecke die (auffällig!!) verwischt aussieht, entsteht er die Frage…warum?…was ist dahinter?
Das ganze Projekt sieht , jetzt wo es online ist, noch unbedrohlicher aus als es in der Ankündigung klang.
Bei Flickr ist auch jede Ecke der Welt fotografiert und bei Youtube fast alles abgefilmt und keinen stört es.
Mich würde es nicht wundern ,wenn die wenigen verpixelten Objekte in GoogleStreetView den Abendteuergeist des einen oder anderen wecken würden, der dann mit GPS und Cam loszieht um zu sehen was sich wirklich hinter diesem letzten „Geheimnis“ verbirgt.
Nicht bei StreetView zu erscheinen ist jedermanns eigene Entscheidung, aber es dürfte doch auch jedem klar sein ,das, wenn die ganze Welt zu einem Gruppenfoto zusammenrückt, nur die wirklich herausstechen, die sich die Hand vors Gesicht halten.
Ich finde StreetView Super und glaube das es schneller angenommen wird als GoogleEarth.
The Next Evil
Langsam wird die ganze Sache in meinen Augen lächerlich, wenn man immer global nach einem neuen „Bösen“ sucht.
Damit meine ich nicht, das man auf lokaler Ebene den unberechenbaren Terroristen sucht und schon nach immer neuen verbalen Superlativen sucht um mit Worten die Gefahr und Angst aufrecht zu erhalten.
Ich denke da eher an den globalen Bösewicht mit denen es James Bond in seinen alten Filmen immer zu tun hatte.
Nun will dieser Dr.Evil nicht real die Welt beherrschen sondern eher wirtschaftlich.
Der erste den ich mitbekommen hatte war IBM, die nicht ruhen werden bis jeder einen Rechner von ihnen hat.Dann war es Bill Gates der mit seinem Windows alle PCs dieser Erde besetzt hatte und somit der Monopolist schlechthin war.
Dann kamm Google die alles fressende Datenkrake, die sich alles einverleibte was man ihr (zum größten Teil freiwillig) überlies.
Nach und nach scheint mal sich auf Zuckerbergs „Facebook“ einzuschießen.
Wenn man ein Blick in die Zukunft wirft dann wird dieses Facebook wohl bald die Welt beherrschen und alles über uns wissen, genau wie Gates und Google vor ihnen.(Nicht wenn keiner mitmachen würde).
Braucht man immer einen fiktiven Bösewicht?
In meinen Augen ist es normal das jede geniale Idee schnell um den Globus geht und schnell von sehr vielen Menschen angenommen wird.
Aus den größten Ideen wird meißt ein Mythos des „Was wollen die wirklich?“
Allen Weltbehrrschungsängsten kann man nur entgegentreten wenn man erkennt das die Welt schon lange beherrscht und aufgeteilt ist.
Solange jede Sparte seine politische Lobby hat und AKW-Laufzeiten wieder verlängert werden und am gleichen Tag die Strompreise erhöht werden, hat irgendwo ein Händedruck zwischen zwei Unbekannten funktioniert und ich brauch mir keine Sorgen zu machen das Google mein Haus fotografiert hat.
Facebook-Überwachung mal anders
(Kein Witz-Wahre Geschichte)
Ein Chef einer eher kleinen (zum Glück nicht meiner) Firma läd alle seine Mitarbeiter bei Facebook ein seine Freunde zu sein.
Wer kann es sich schon leisten solch ein „Freundschaftsangebot“ wirklich abzulehnen?
Nun hat JEDER seiner Freunde, die Facebook-Postings wärend der Arbeitszeit hinterlassen haben, eine Abmahnung auf im Briefkasten, da der Arbeitsrechner ja zum Arbeiten da ist und nicht für private Dinge.
An den Zeitangaben der Postings kann man wohl erkennen ,das diese sich über die gesammte Arbeitszeit erstrecken und sich nicht nur auf die Pausenzeiten beschränken.
Dieses wirft in mir 3 Fragen auf.
1.Wäre es nicht leichter für den Chef, nicht gewollte Internetseiten einfach zu blockieren als sie zu lassen und dann anzupinkeln?
2.Wer ist „schuldiger“…der Erfinder eines Überwachungssystem (Zuckerberg)…oder der Nutzer dieser Möglichkeiten..(im Kleinen)?
3.Sollten sich „Freunde“ auf meiner Facebookliste und „Freunde“ aus dem Leben wirklich den gleichen Begriff teilen?
Nicht immer ist der Große auch der Böse 😉
Nachdenkliche Geschichte.
Wahre Worte
Viele Menschen leben nicht in der Gegenwart sondern planen für die Zukunft oder schwelgen in Erinnerungen.
Unter der Glocke
November.
Eine dicke feuchte Nebelschicht liegt auf dem Tag.
Sonne ,Wolken und Licht sind ausgeschlossen.
Es wirkt so als würde es den ganzen Tag dämmern.Noch bevor es richtig Hell werden kann wird’s auch schon wieder dunkel.
Das Geräusch von Winterreifen die über nasse Straßen fegen und dazu das monotone und ständige Wischen des Scheibenwischers.
Altes Zuhause
In unregelmäßigen Abständen zieht es mich an die Orte an denen ich mal gewohnt habe.
Hier war ich schon Jahre nichtmehr, obwohl ich hier über 7 Jahre gewohnt habe.
Auch wenn das auch schon wieder Jahre zurück liegt kam es mir so vor als wäre ich nie weg gewesen und würde immernoch hier wohnen.
Ich betrat das Haus und den Aufzug so als wäre ich nur ein paar Tage weggewesen und selbst die Aussicht vom Balkon des Treppenhauses wirkte auf mich gewohnt und keineswegs so als hätte ich hier ein paar Jahre nicht gestanden.
Hier hat sich so rein garnichts verändert, vielleicht gerade ist deswegen alles so vertraut.













