Dunkler Julitag

Bisher zeigt sich der Juli wenig sommerlich. Bei 14 Grad und regnerischem Grau könnte es es genauso auch schon Anfang Oktober sein. Obwohl ich eigentlich kein Fan von hohen Sommertemperaturen während der Arbeitszeit bin, ist mir dieser Sommer bisher trotzdem etwas zu flau, denn Herbst haben wir nachher noch lange genug.

Um mich herum

Es ist Montag und schon am Morgen war ein Problem eines Mitarbeiters bestimmendes Thema. Man versucht zu helfen, wo man kann, ist aber gleichzeitig froh, das man dieses Problem gerade nicht am Hacken hat.
Der Tag hatte noch nichtmal die Mittagszeit erreicht, da kam die nächste Nachricht, das die beste Freundin meiner Frau wiedermal mit ihrem Sohn auf dem Weg ins Krankenhaus ist. Wieder die selbe Sache, mit der er schon so oft in die Klinik mußte und nun gerade mal zwei Wochen wieder draußen ist. Es scheint wie ein Teufelskreis, der mitlerweile sehr an der Substanz seiner Eltern frisst.
Somit trifft uns dieses Thema auch, schon durch die enge Freundschaft meiner Frau zu der Familie.
So hatte ich heute den Eindruck eines turbulenten Montags, der in vielen Ecken um mich rum wieder einmal vieles durcheinander wirft.
Mit soviel Bewegung und Chaos um nich herum, fühle ich mich wie in einer Blase der Ruhe, denn in mir und ganz dicht um mich rum werde ich heute beherrscht von einer seeligen inneren Ruhe und Zufriedenheit.
Vielleicht wirkt auch nur der Normalzustand im Angesicht der ganzen Bewegung um mich herum, wie ein besonders stabiles und ruhiges Sein?
Hoffe trotzdem, das sich das Karussell um mich herum auch bald wieder beruhigt, auch wenn ich in einer Blase der Ruhe hocke, stell ich mir diese noch ruhiger und zufriedener vor, wenn auch die unmittelbare Welt da draußen um mich herum wieder etwas zur Ruhe kommt.
Haken wir den Montag ab und hoffen auf den Dienstag.

Die eigene Biochemie

Genau ein Jahr ist es her, das ich den Entschluss fasste, mich experimentell auf Substanzen einzulassen, um mir selbst ein Bild machen zu können und um gleichzeitig meinen eigenen Erfahrungshorizont ein wenig zu erweitern.
Ein Jahr mit MDMA, Amphetamin, Methamphetamin, Cokain und THC und viele wichtige Erfahrungen reicher. Zum einen habe ich mit dem Eintauchen in diese Welt Seiten meiner Selbst kennengelernt, von denen ich so noch keine Ahnung hatte. Empfindungen und Stimmungen, von denen ich keine Ahnung hatte, das man sie so überhaupt empfinden kann.
Mit den Erfahrungen das ein Rausch nicht immer ein dummes und stumpfen Absacken in die primitivste Form sein muss, wie es bei Alkohol der Fall ist, lässt auch das Thema Alkohol in meinen Augen ganz anders erscheinen. So gibt’s in meinen Augen viele andere Drogen, die weitaus unschädlicher für Körper und Geist sind und darüber hinaus noch einen besser verwertbaren Nutzen für diesen Moment des Genusses haben.
Wäre die psychische Selbstwahrnehmung ein Haus, so ist für mich heute der Konsum von Alkohol mit einem Gang in den schlecht beleuchteten Keller vergleichbar, wogegen alle anderen erfahrenden Substanzen eher einen Weg nach oben aufs Dach oder einen Balkon mit Weitsicht gleichzusetzen wären.
Im Ganzen würde ich dieses Jahr mit diesen Erfahrungen als wichtig und gelungen betrachten ,denn jede Substanz öffnete mir eine bisher verschlossene Tür in eine ganz neue Welt der Selbstwahrnehmung.
Nun weiss ich, welche Tür in welche Welt führt und kann dieses geplant und kontrolliert in meinem Leben einsetzen.
Dabei ist der Raum hinter manchen Türen es wert, immer wieder mal einzutreten, andere hingegen werden wohl eher zukünftig verschlossen bleiben.
Obwohl ich phasenweise oft durch diese Türen gegangen bin, kann ich abschließend bei keiner Substanz auch nur Ansatzweise eine Tendenz oder Gefahr einer Abhängigkeit feststellen, zumindest nicht mehr als sich auch ein Wochenend- oder Feierabendbier sich nach und nach in die Gewohnheit des Alltags schleichen kann.

Somit blicke ich erfüllt auf dieses Jahr zurück, welches mir viele neue Erfahrungen gebracht hat und vor allem eins gelernt hat.
Nicht von dem was man in dem Moment erlebt kann man in der ganzen Bandbreite mitnehmen, man muß sich dafür bereit machen, den Moment wahrnehmen und genießen zu können. Nur wenn man akzeptieren kann, im Hier und Jetzt diesen Moment zu erleben bis er vorbei ist, hat man auch was von ihm und das empfinde ich als Bereicherung für mein Leben.

Gestern Abend

Mit einer perfekten Mischung aus Ruhe und Geselligkeit habe ich das Wochenende rückblickend einfach auch perfekt genutzt. Frau auf Reisen und die Kinder machen im Großen und Ganzen schon ihr eigenes Ding, konnte ich mal ausgiebig bei meiner Lieblingsserie auf der Couch entspannen und musste dies gestern Abend nur durch einen Besuch durch meine verkomplizierte Freundschaft unterbrechen, was aber eine angenehme Unterbrechung war.
Obwohl wir uns mal wieder richtig gut verstanden habe, erkenne ich immer wieder, das es unsere gemeinsamen Zeiten wohl nicht sehr weit über unsere Gespräche allein in der Küche hinaus gehen werden. Zu verändert und zu eigenbrödlerisch scheint er, das ich wohl der Einzigste bin, der darüber hinwegsehen kann, da ich ihn schon so lange kenne und bedingt die Macken ausblenden kann, welche beim Umgang mit Anderen einfach nur peinlich und verstört wirken.
Die Einsamkeit der Jahre hat ihn in seiner eigenen Welt eingeschlossen und ich habe gelernt bestimmte abnormen Dinge an ihm einfach nicht zu ernst zu nehmen und teilweise auch sogar mit in dieses Lied einzustimmen, nur um sein Thema nicht zu kontrovers zu begegnen und damit irgendwie meine Ruhe haben. Oft hat es den Charakter eines „Ja ich weis du hast recht, es sind alle gegen dich..“ nur um durch die Zustimmung schneller aus dem Klagelied zu kommen, was selbst mich stellenweise nervt, aber es soll ihm auch das Gefühl geben, wenigstens einer versteht ihn, während alle Anderen sich schon kopfschüttelnd wegdrehen würden.
So habe ich nun den passenden Rahmen um Umgang mit dieser Freundschaft gefunden, mehr wird nicht drin sein und mehr kann man da einfach auch nicht verlangen.
Trotzdem empfand ich den Besuch gestern als Bereicherung und den Abend für gelungen…und ich denke er auch.

Serienabend

Fast allein zu Haus. Während die Kids ihrer eigenen Freizeitbeschäftigung nachgehen, hatte ich heute mal Zeit , sechs Stunden am Stück meine Lieblingsserie zu gucken. Folge an Folge, über Stunden und schon bekommt die Handlung einen ganz neuen Charakter. Nicht schnell erzählt, wie ein Film, gelingt es mit fortlaufendem Stunden, immer weiter in der Geschichte zu versinken. 

Wie in einem Buch.

Sommer im Regen

Und wieder ist es Freitag, und diesmal auch der letzte Tag in diesem Monat, in dieser ersten Hälfte des Jahres. Halbzeit und das Jahr steht eigentlich mitten im Sommer und dann doch mitten im Regen bei sommerlichen 17 Grad. Immerhin habe ich einen Teil meiner Freitagsstimmung zurück, obwohl ich noch gar nicht weiß, was mich dieses Wochenende erwartet. Tendenziell eher ruhiger geplant, könnte es auch ein ganz ruhiges werden. Diese beiden „ruhigen“ Möglichkeiten der Entwicklung fühlen sich gut an und lassen mich irgendwie auf die kommenden Tage freuen. Das nun alles so durchregnet und eher ruhig nachdenklich anstatt sommerlich warm und aktiv ist , passt heute irgendwie zu mir, muss man kein schlechtes Gewissen haben, wenn man selbst ein wenig runterfährt…und pausiert..so wie der Sommer.

Sport 20

Heute das 20ste Mal Sport hinter mich gebracht und heute stand es wirklich auf der Kippe, ob ich wirklich gehen soll.
Seit zwei Tagen plagen mich wieder diese Erkältungssymptome, bei denen ich nicht wirklich einordnen kann, ob ich mich erkältet habe oder meine Allergie sich mal wieder meldet.
Da die Einschränkungen nicht allzu groß ist, möchte ich bisher auf ein Allergiemittelchen verzichten, denn einmal die Allergie mit chemischer Hilfe bekämpft bedeutet auch, das ich dann auch in näherer Zukunft stärker auf diese Chemie angewiesen bin, will ich weiter beschwerdefrei leben.
Ob nun Allergie oder nicht, zumindest reicht dieses aus um mich nicht so richtig fit zu fühlen und Sport machen zu wollen.
Montag war schon eine ganz schöne Quälerei und daher bin ich heute hoch erfreut, das die Begeisterung für den Sport während dessen kam und ich irgendwie noch länger und mehr machen konnte, als ich überhaupt vor hatte und somit nun die Hoffnung genährt wird, was auch immer mich die letzten Tage ausgebremst hat, ich heute zum größten Teil einfach ausgeschwitzt habe.

Kids-Musik

Bin ich doch bisher eher gewöhnt, das die Kinder (wenn überhaupt) einzig und allein typische Kindermusik hören. Tanzalarm oder Lieder mit lustigen Texten zum mitsingen werden nun durch teenager-typische Chartsmusik ausgetauscht.
Sicherlich ist diese Tatsache wohl eine der natürlichsten der Welt, aber für mich ist der Wechsel des Musikgeschmacks ein weiterer Hinweis auf ihr Erwachsenwerden, welcher mir damit so prompt präsentiert wird.
Jedes Indiz das auf das Ende ihrer Kindheit hindeutet mischt das Gefühl, die Kinder aus dem Gröbsten raus zu haben mit dem Gefühl der ablaufenden Zeit. Kinder werden Erwachsene und gehen damit ihrer eigenen Wege. Sie werden das Haus verlassen und zwar immer meine Kinder bleiben, aber irgendwann nicht mehr die Art von Kind, wie ich sie jetzt wahrnehme.
Die Zeit schreitet mit ihrer Entwicklung voran und hat in solchen Momenten immer das Gefühl in sich, das ein verpasster Zeitabschnitt für immer vorbei ist und wenn er nicht richtig gelebt oder wahrgenommen wurde, einfach vorbei und vertan ist.

Facebook weg

Heute morgen habe ich es getan, und auf meinem Handy die Facebook App mit Messenger gelöscht.

Nachdem ich schon länger festgestellt habe, das dieses rumsurfen zwischen lustigen kleinen Videos und Sprüchen eigentlich total sinnlos ist und mir jeden Tag aufs neue nur die Zeit frist. Sehr viel Zeit, denn ist man erstmal drin, scrollt man unendlich weiter und ich war immer öfter und immer lànger drin, ohne selbst was zu posten oder zu kommunizieren. Meist nur so, zum überfliegen um es dann doch wieder zu vergessen. Was für eine krasse Zeitverschwendung. Da jedes Smartphone auf fast Jeden wie eine Sucht ist, miste ich nun aus und entferne nach und nach alles, was für mich kein nachhaltigen Wert hat und mir nur die Zeit frist und Sucht erzeugt.

Heute war Facebook dran, weg das Ding..brauch ich nicht…nichts fehlt..und mir gehts ohne besser.

Beat Street

Der Kultfilm meiner Kindheit. Ein Film über die HipHop Kultur eines (damals) unerreichbaren Kreises. Damals hatte man sich die Termine im Kalender markiert, wenn dieser Film endlich mal wieder in DDR Fernsehen lief. Mit der Wende und dem Ende des DDR Fernsehens verschwand der Film aus dem Programm ewiger Wiederholungen und auch auf Video oder später DVD war er nicht zu bekommen. Schön, das Tele5 ihn mal wieder aufführt, und ich ihn nun digital in meiner Sammlung habe.Aus heutiger Sicht, ist der Kult um diesen Film für mich nur schwer nachzuvollziehen , eine Reise in meine Kindheit bleibt er aber doch.

Waipu.tv

Nachdem der Umstieg auf DVBT-HD2 sich für uns als absoluter Flop rausgestellt hat, viel mir jetzt Waipu in die Hände. Mit der Umstellung auf HD2 war der Empfang der Kanäle deutlich schlechter, und das obwohl ich in einem „Top-versorgtem“ Gebiet wohne. Ich habe mir eine neue Antenne und eine neue teure Empfangsbox gekauft und dazu ein teures Jahresabonnement abgeschlossen. Alles rausgeschmissenes Geld. Zum Glück kommt mit Fire TV Waipu ins Haus, wo ich dem App-Anbieter mit einem zufriedenen Lächeln zukünftig seine verlangte Abogebühr entrichten werde, wenn ich bedenke, was ich dafür alles bekomme. Fünfzig oder mehr Sender, die ich störungsfrei und ruckelfrei empfangen kann. Zusätzlich kann ich Sendungen von Waipu aufzeichnen lassen. Anschauen von Live TV und Aufnahme , alles wird gestreamt. Irgendwie verschmelzen Internet und TV immer weiter miteinander und die Erfahrung meine Sendungen so ganz ohne Hardware aufzuzeichnen und später anzuschauen, verursacht in mir schon einen futuristischen Tchnik-Flash. Selbst Save.TV (was ich seit Jahren zufrieden nutze) geht den Weg, das ich meine Aufnahmen direkt via „Handyfernbedienung“ auf den TV übertrage. Schöne neue Technikwelt, an der ich merke, das ich alt bin, da es sich nun immer mehr von dem unterscheidet, was ich als typisches Fernsehen kenne.

Trotzdem gefällt mir diese neue und sehr einfache Art des Fernsehempfangens, und kann so schon das Ende von Freenet und Ihrem Antennen TV erkennen, was für mich nur als falschen Versprechen bestand und am Ende alles schlechter war als Vorher. Ein Hoch auf IP-TV.

Geburtstag eines Freundes

Und wieder einmal war es so weit und einer meiner besten Freunde hat Geburtstag. Er selbst ist kein Freund großer Feiern und Förmlichkeiten, erst recht kein Typ, der eine Feier um seine Person selbst ins Leben rufen würde.

Also schlug ich vor, das er einfach nach der Arbeit vorbeikommen sollte (so wie wir uns öfters Freitag afterwork treffen) nur das wir diesmal gleich in kleinstem Kreise wenigstens reinfeiern könnten. Angebot angenommen. Was er nicht ahnte ist, das es ganz so klein nicht bleiben sollte, denn ich lud noch fünf weitere gemeinsame Freunde ein und nach einer überraschenden Grill- und Küchenparty machte ich ihm mit dieser Überraschung das schönste Geschenk des Tages überhaupt, denn was ist schon genialer, als ein bleibendes Event zu „verschenken“.

Hatte auch schnell das sichere Gefühl, mit dieser Idee wieder voll ins Schwarze getroffen zu haben und nicht nur ihm (sondern auch allen Beteiligten) diesen Abend zu einem Besonderen gemacht zu haben. Warm herzliche Stimmung mit guten Gesprächen. Was könnte besser laufen, wenn sich alle Beteiligten an diesen deinen Geburtstag erinnern und sagen, das dies ein genial gelungener Abend war? Und das war er definitiv.

Der längste Tag des Jahres

Und damit der Wendepunkt zwischen Sommer und Winter, zumindest was die Lichtmenge angeht, die täglich auf uns nieder geht. Wird jetzt der Tag nur kurz von einer kleinen Phase der Dunkelheit unterbrochen, geht ab nun wieder jeden Tag ein paar Minuten von dieser Herrschaft ab und man bewegt sich in Richtung Winter.

Hochzeitskirschen

Nichtmal zum Ernten unseres Hochzeitsbaums sind wir dieses Jahr gekommen. Schade, sonst immer ein kleines gemeinsames Ritual. Dieses Jahr hat mein Vater diese Aufgabe übernommen. Die nächste Ernte ist wieder unsere…schmecken tun sie aber trotzdem.

Tage wie Fliegen um mich herum

Inzwischen ist es quasi Ende Juni und nehme ich es genau, dann ist es nur noch der Juli hier zu Hause im Sommer, denn bereits Anfang August geht’s ab in den Sommerurlaub, aus dem wir erst im September wiederkommen werden. Also am Ende des Sommers.
Irgendwie habe ich das Gefühl die Tage schwirren nur so an mir vorbei. Tage vollgepackt mit Leben und Erlebnissen und es bleibt kaum Zeit über das Nachzudenken was so alles passiert und es fehlt an Zeit, in der man einfach mal zur Ruhe kommt.
Noch in diesem Winter, sah ich dem warmen Monat Mai entgegen, in dem wir (wie sonst so oft) die freien Tage am Wochenende im Garten meiner Eltern verbringen werden, und zwischen Pool und Gartenliege die Ruhe und ein gutes Buch genießen. Nun liegt der Mai schon lange hinter mir und hat mich passiert wie ein Schnellzug der an einem Bahnübergang an mir vorbeirauscht.
Mitten im Sommer stelle ich fest, das es von diesen ersehnten typischen ruhigen Sommermomenten im Garten bisher eher weniger gegeben hat, aber scheinbar braucht man auch die Ruhe hin und wieder, das man eben nicht das Gefühl hat die Zeit rauscht nur so an einem vorbei.
Die Zeit vollgepackt mit Eindrücken ohne Pause verstärkt irgendwie diese Wahrnehmung.
Obwohl ich froh sein kann, das sich mein Leben nicht so langweilig entwickelt, das Wochenenden im Garten meiner Eltern schon das absolute Sommerhoch bedeutet, aber dennoch sind dies Momente, die als Momente ansich irgendwie ihre traditionelle Magie hatten. Etwas, das man immer gemacht hat, zu einer bestimmten Jahreszeit und sich dann auch wieder vorstellt zu tun, wenn man wieder an diese Jahreszeit denkt.
Daher macht es mich etwas traurig, wenn ich den Sommer hier schon als fast gelaufen sehe, und die zeitlichen Möglichkeiten für solche Momente immer knapper werden.

Sonntag

Irgendwie entwickelt sich das Wochenende doch ganz anders als geplant.
Zum einen, ist aus dem kleinen Nachmittag gestern doch noch die halbe Nacht geworden, was ich für mich persönlich als sehr angenehm betrachten würde und keineswegs enttäuscht bin, nicht ausreichend Schlaf bekommen zu haben.
Während sich meine Frau gestern auf dieser Party um ein vielfaches verquatscht hatte und ich dieses nicht unterbrechen wollte, bin ich dann allein nach Hause um mich dann meiner ganz eigenen Reise ins Ich widmen konnte.
Mit guter Musik auf den Ohren und genug THC im Blut bin ich dann für den Rest des Abends von einer glücklichen Szene meiner Kindheit zur anderen gesprungen, in meinem eigenen persönlichen Film, der mir in mir und um mich rum allein durch die Kraft entfesselter Phantasie gezeigt wurde.
Somit hatten wir beide einen schönen Abend, zwar jeder für sich und nicht gemeinsam, aber auch das muss nicht immer sein und manchmal ist es gut, persönliche Freizeit zu haben um sich nur mit sich selbst zu beschäftigen.

Wochenende

..sollte ruhig verlaufen, aber selbst wenn wir mal nichts vorhaben, bietet sich immer etwas an, um uns hier die Ruhe zu nehmen.
Ein großer Wocheneinkauf Frist schonmal den Samstagvormittag.Essen und Küche wollen gemacht werden und schon können wir gleich zum Abschlußfest meines Sohnes durchstarten, wo wir als Eltern natürlich auch mit aufschlagen müssen.
Bleibt zu hoffen das der Sonntag wenigstens einer dieser Couchtage wird, den ich mal so richtig nötig habe.

Kleine Melancholie zwischendurch

Den ganzen Tag eigentlich mit guter Laune unterwegs, überkommt mich auf einmal ein nachdenklich-melancholisches Gefühl. Als hätte mich ein Geist aufgesucht, wechselt meine Grundstimmung innerhalb von Sekunden. Ein paar wirre Gedankengänge in einem Gedankenraum, der derzeit keine Probleme kennt und schon schwirren die Gedanken davon. Zuerst zur Tatsache des Todes meiner Ex-Freundin, dann zur Tatsache das unsere beste Zeit nun gerade 20 Jahre zurückliegt, und es für mich nun kein Gegenüber mehr gibt, um mich an diese Zeit zu erinnern. Über die Endlichkeit des Lebens, die Zeitspanne von 20 Jahren und wo ich wohl sein werde, wenn ich nochmal 20 Jahre drauflege. Wenn ich da überhaupt noch bin, dann werde ich da im Rentenalter. Die Frage wieviel Zeit einem selbst noch bleibt, sieht auf einmal sehr überschaubar aus, wenn ich feststelle, das selbst 20 Jahre kein allzugrosser Zeitabschnitt sein muss. Gedanken, was alles schon hinter mir liegt und das es wahrscheinlich mehr sein wird, als das, was noch vor mir liegt. Beruhigend der Schluss, das ich denke, alles richtig gemacht zu haben und nichts wirklich versäumt habe. Alles gehört dazu, sogar solche Momente wie dieser gerade.

Ein krankes Kind

In dem Freundeskreis meiner Frau ist ein kleines Kind erkrankt. Seit Monaten quält sich der Kleine mit immer wiederkehrenden Atemwegsinfektionen. Die Reise von Arzt zu Arzt gipfelt derzeit, das er schon das zweite Mal in diesem Monat per Notfall in ein Krankenhaus eingeliefert werden mußte. Auch ohne diesen traurigen Höhepunkt sah es in den letzten Monaten fast immer nach einem Auf und Ab aus, wobei die Talfahrten bei jeder Besserung noch tiefer wurden, also im Grunde eine ständige Verschlechterung des Gesundheitszustands. Die Arztbesuche und Krankschriften wurden immer mehr und trotzdem brachte diese Maßnahme keine Durchbrechung dieser Abwärtsspirale.
Trotzdem ich selbst Vater zweier (gesunder) Kinder bin, kann ich mir kaum vorstellen, welche Belastung dies für die Eltern sein muß. Ich kann mich da bis zu einem gewissen Punkt reindenken, aber ab einen gewissen Punkt, weigert sich mein Verstand, über diese Tatsache der Krankheit der eigenen Kinder weiter nachzudenken, so als würde ich das Denken stoppen, um einen Schmerz zu verhindern.
Trotzdem frage ich mich einerseits, wie es ihnen in dieser Situation geht, wenn es dem eigenen Kind immer schlechter zu gehen scheint und auf der anderen Seite will ich es gar nicht wissen.
Ich glaube, das Leid des eigenen Kindes ist das Belastendste, was einem so passieren kann, wenn man sich einfach nur hilflos und machtlos fühlt, wenn selbst die Ärzte keinen richtigen Plan zu haben scheinen.

So hoffe ich, das wir mit Beistand und kleinen Hilfen, etwas dazu beitragen können, den Druck der mit diesem Problem herrscht, wenigstens etwas zu schmälern.
Auch wenn dieses Thema auch immer Thema zwischen mir und meiner Frau ist und auch irgendwie auf die Stimmung des Alltags drückt, empfinde ich dies nicht als schlecht, sondern bin irgendwie ganz froh darüber, das wir helfen können.
Das ganze Thema zeigt mir auf einer sehr deutlichen Weise, was Gesundheit für ein Glück und Gut ist und vor allem das der eigenen Kinder. Viel zu oft, als viel zu selbstverständlich angesehen, werden alle anderen Problemchen die uns so umkreisen zu ganz kleinen Problemen, wenn nicht so gar zu nicht vorhandenen Problemen.
Nachdenklich am Montag.

Diese Woche

…startet irgendwie schwer. Schon gestern hätte ich locker erstmal eine Woche Urlaub nehmen können, um meiner inneren Stimme nach Ruhe zu folgen.
Heute morgen dann kam ich nur schwer aus dem Bett und schleppte mich heute irgendwie nur so durch den Tag. Zum Sport habe ich mich dann schon gezwungen, schon weil ich weis, das wenn ich das erstmal einreißen lasse, gar nicht mehr gehe.
Beim Sport selbst merkte ich sehr schnell, das heute irgendwie nichts geht und so habe ich in dem Rahmen mein Sportprogramm durchgezogen, der mir heute in eingeschränkter Weise möglich war.
So hoffe ich für heute nur auf einen schlechten Start und darauf, das sich der Tag nicht so sehr zieht, wie dieser Montag heute.