Stärkung
Projekt-Gipfel überschritten
Nachdem mich dieses Projekt, was wir uns freiwillig eingetreten haben schon seit längerer Zeit nervt, war ich froh ,das man gestern den Zenith überschreiten konnte, und ab jetzt die heiße Phase vorbei ist und es von nun an auch täglich ruhiger werden wird.
Nicht nur, weil es in Sachen Stress und Belastung einen dicken Keil in die Gruppe gestoßen hat, den ich lieber nicht da hätte, auch weil es mich einfach Zuviel Zeit und Energie kostet.
Bisher weiß ich nicht, ob man sich von dem Keil, der nun zwischen uns steckt wieder erholen werden, oder ob wir sogar vielleicht am Ende gestärkt aus der Sache herausgehen werden, wenn wir wirklich alles überstanden haben und die Früchte des Projektes ernten können.So sagen es zumindest die, die ja dann am Ende doch immer Recht haben.Warten wir es ab.
Rückblickend auf den Tag gestern kann ich aber nicht behaupten das mich diese Aktion nur gestresst und genervt hat.
Sicherlich war da auch dieses gute Gefühl, das man dabei ist etwas ganz besonderes zu schaffen, in der Gruppe, was irgendwie ja doch die Gruppe zusammenschweißt zumindest momentan in dieser Sache.
Wie es dann in der Endbilanz aussehen wird, bleibt abzuwarten.
Bei einer Hochzeit
Es war wieder soweit, wieder waren wir auf einer Hochzeit eingeladen, diesmal die Eheschließung vom Chef.
Wenn ich mir überlege, das wir uns schonmal spinnefeind vor Gericht gegenüberstanden und seitdem eigentlich ständig an der Wiederherstellung und Verbesserung unseres Verhältnisses arbeiten, ist es für mich schon ein symbolischer Akt, das er mich an so einem privaten Tag mit auf seiner Gästeliste hatte.
So hatte ich die Gelegenheit, ihm von Herzen alles Gute in seiner neuen Ehe zu wünschen.
Ich hatte zwar schon eine gut durchdachte Feier erwartet, aber das sie dann so gut durchdacht und gelungen wird, hatte ich nicht erwartet.
Nach meiner eigenen war es wirklich die schönste, lockerste und kurzweiligste Hochzeitsfeier, bei der wirklich an alles gedacht wurde.
Ein rundrum schönes Fest, auf dem ich mich sehr wohl gefühlt habe und die Zeit genießen konnte.
Noch nachträglich wirkt es angenehm nach, endlich wieder auf der ruhigen Seeseite des Lebens angekommen zu sein…zumindest was diese Baustelle betrifft.
Tag und Nacht
Heute ist der Tag, an dem Tag und Nacht zeitlich ungefähr gleich ist.
Ab heute beginnt die Zeit, in der es eigentlich dunkel ist und die Helligkeit des Tages zu Besuch kommt.
Rein zeitlich regiert die Dunkelheit der Nacht….es wird Herbst und Winter..willkommen dunkle Jahreszeit.
CoC 115 Tage
Freitag
Und wieder ist es Freitag und ich bewege mich immer noch im Hamsterrad dieses Projektes, das für sich gut läuft und sein Ziel nun definitiv erreichen wird, aber die Schäden, die diese Aufopferung in unserem Leben verursacht haben beschäftigen mich den ganzen Tag.
Nicht zu wissen, ob diese Schäden von Dauer sind und vielleicht nur eine Art Durststrecke darstellen und man am Ende ein vielfaches an Lohn bekommt und sonst einfach alles wieder gut ist, oder ob die eingefangenen Schäden uns einfach so überfordert haben, das von nun an alles anders ist, undzwar schlechter, plagt mich am meisten.
Wie werden wir alle aus dieser Geschichte herausgehen, was werden wir verlieren und was gewinnen?
Somit steht dieser Freitag natürlich wieder nicht für den entspannten gedankenverlorenen Tag den ich sonst an einem Freitag erwarte, sondern wiedermal ein Tag vor einer Reihe vvon Ereignissen, von denen ich nicht weis, in welcher Weise sie meine nähere Zukunft beeinflussen werden.
Projekt…Krise oder Tod?
Es ist zum verzweifeln.
Irgendwie hat uns die Durchführung des Projektes irgendwie doch überfordert, denn Meinungen und Medienarbeit gehen jetzt soweit auseinander, das die Sache uns einfach über den Kopf wächst.
Mißverständnisse und Kommunikationsprobleme mit der Presse führte zu einer total verzogenen Darstellung der Sache, die die einen gar nicht so gesehen haben wollten und die anderen nun denken, das die einen es genau so in der Presse haben lesen wollen.
Somit entsteht ein Wortgefecht und ein folgender Streit, der erstens völlig am Sinn des Projektes vorbei geht und zum anderen stehen hier Freundschaften auf dem Spiel ,die nun durch gefühlte Enttäuschungen und Mißverständnisse zu zerbrechen drohen.
Nach und nach wird es den Beteiligten Zuviel und ziehen sich aus dem Projekt zurück und mit jedem, der geht, stirbt ein Teil des Ganzen.
Die Ironie an der Sache, gerade jetzt haben wir genau die Öffentlichkeitswirkung die wir haben wollten und genau jetzt würde es darum gehen, die Früchte unserer Arbeit zu ernten und das ganze Projekt weit über den geplanten Erfolg hinaustragen.
Ganz nebenbei, mitten im Streit, stellte sich schon heraus, das wir mit dem Projekt soviel Zuspruch bekommen werden, das wir unser eigentliches Ziel damit erreichen werden.
Also kurz gesagt, das Projekt ist geglückt, nur hat das heute niemand richtig wahrnehmen wollen und können, da wir alle untereinander so zerstritten sind und damit beschäftigt sind, die gegenseitigen Unterstellungen und Beleidigungen gegeneinander zu trennen oder zu rekommentieren.
Eigentlich schade, das wir uns mit diesem Vorhaben, was hätte noch viel mehr bewegen können, als jetzt doch erreicht wurde, es nicht geschafft haben, uns auf einen Nenner zu einigen und es gemeinsam zu verfolgen, sondern nun nur noch um den Fortbestand unserer Freundschaft kämpfen.
Die Ex-Begegnung
Ich hatte diesem Vorhaben zugestimmt, weil ich der Meinung war, das zwischen meinem Leben heute und meine Zeit mit meiner verirrten Affäre nun schon fast zwei Jahre zurück liegen und sie in mir schon lange als „vergessen“ zählt.
Außerdem scheint niemand sonst damit ein Problem zu haben, denn alle Beteiligten haben alles was damals passiert war weit hinter sich lassen können, und sogar meine Frau kommt mit ihr gut aus.
Nur ich scheine der eigenartige Vogel zu sein, der diese Frau nicht wiedersehen möchte und auch keine Freundschaft oder sonst irgendwelchen normalen Umgang anstreben möchte.
Die Beziehung und die damit verbundene schwere Zeit gehört, genau wie die Frau selbst, der Vergangenheit an und ich will ihr einfach nicht über den Weg laufen, wenn es nicht sein muss.
Nicht aus Angst, ich könnte nochmals Interesse aufbringen, sondern eher, weil es mir schon damals in ihrer Gegenwart nicht gut ging und ich derzeit mit meinem Leben so zufrieden bin und damit keine störenden Aspekte haben will.
Trotzdem habe ich mich nun dazu erklärt über meinen Schatten zu springen und den normalen Umgang eines vernünftigen Menschen zu bieten.
Ich habe recht schnell gemerkt, das genau dieses nicht geht.
Verkrampft sitzt man sich ignorierend gegenüber und weiß das der andere auch noch genau weiß, was die Situation gerade so krampfig macht und auch nie so wunderbar freundschaftlich gelöst werden kann.
Wir sind halt keine Freunde, wir sind eben nur Mann und Frau, die sich in passender suchender Lebenssituationen über den Weg gekreuzt sind.Viele Verbindungen gibts da nicht.
Eine Beziehung mit der Art, das man sich mit Ende aber dann schnell hinter sich lassen wollte und das weitaus unangenehm drückende Gefühl einfach nur vergessen wollte.
Sonst habe ich mit meinen „Verflossenen“ ein meist gutes Verhältnis, was aber darauf beruht, das wir auch stets eine gewisse Tiefe erreicht hatten, auf die man sich immer beziehen kann und sich meist mental weiterhin gut versteht /verstehen kann.
Hier blieb absolut nichts übrig und ein bereits beerdigtes Zeitalter wurde wieder exhumiert, was sich irgendwie falsch anfühlte.
Mir war schnell klar, das dies ein Fehler war, und es Dinge gibt, die läßt man hinter sich um sie Kanal nie wieder vor sich oder neben sich haben zu wollen.
Es gibt Dinge die passieren, und sind dann aber passiert.
Wie ein gutes Glas Wein nur zur letzten Party am letzten Abend passt und man sollte den Rest in den Gläsern wegschütten, und sich an die Zeit erinnern, aber die halbieren Gläser auszutrinken bringt nur einen schlechten Atem am Morgen.
So fühlte ich mich durch diese Zusammenkunft immer noch etwas angegriffen, als hätte mich meine eigene Vergangenheit nun doch eingeholt und es wäre eine Illusion gewesen, ich hätte in den letzten zwei Jahren immer mehr Zeit dazwischen lassen können.
Ich hoffe, ich werde die Ruhe schnell wiederfinden….dieser Tag, mit dieser Idee…war ein Fehler.Zumindest aus diesem nahen Blickpunkt heraus.
Torgau
The Player
Entstanden im Jahr 1992 und per Zufall als Boardfilm in einem ICE von Berlin nach Stuttgart gesehen, ist dies damals für mich gleich zu einem persönlichen Kultfilm geworden.Damals , vor 20 Jahren , im Sommer 1996.
Seit langem schaue ich mal wieder diesen Film, dessen Ende mich nun nicht mehr überrascht, aber das dann doch ein Ende ist, so wie das Leben.
Es ist Herbst
Nachdem sich der Sommer doch sehr weit in den September gedehnt hat, geht es nun mit Herbst ganz schnell.
Kaum fallen die Temperaturen und es wirkt ein bisschen nass, schon wirkt es wie ein richtiger Herbsttag.
Fast von einem Tag auf den Anderen fallen mir dann auch diese typischen Herbstdetails auf.Zum Beispiel das schon Blätter, Eicheln und Kastanien von den Bäumen fallen.
Und wieder der Kopf
…es kam wieder in den frühen Morgenstunden.
Ein typischer Kopfschmerz, den ich genau so fürchte.
Gleich mit Paracetamol gegengesteuert, aber in diesem Fall weiß ich Bescheid.Ich muss nun warten, bis die Tablette wirkt, bis dahin wird es nur noch schlimmer, bevor es besser werden kann.
Neben dem Kopfschmerz kommt nun noch Übelkeit dazu und damit das Problem diese wichtige Schmerztablette mit ihrem Wirkstoff im Körper zu halten.
Am Ende kommt dann nur eine unbeschreibliche Müdigkeit, die so stark ist, das man kaum dagegen ankommt und nur noch davon wachgehalten wird, das man sofort speiübel und mit noch stärkeren Kopfschmerzen hochschreckt, sobald man auch nur eine Sekunde wegdöst.
Letztendlich verschwindet Kopfschmerz und Übelkeit, aber den ganzen Tag noch bin ich irgendwie von dieser Attacke gezeichnet.
Noch ein Familienfest
Experiment Ich
Wiedermal ein Abend mit meiner eigentlich so verkomplizierten Freundschaft, zu der ich gestern einen völlig unkomplizierten kommunikativen Zugang hatte.
Die Anwendung von befreienden Mitteln ließ erahnen, das die Barrieren zwischen uns schmelzen würden, aber das wir dann zu so tiefen Gesprächen fähig sind, hatte mich richtig überrascht.
Deswegen ein richtig gelungener Abend, mit Eindrücken, die nur schwer zu umschreiben sind.
Was bleibt ist die Erfahrung einer kleine Reise in uns selbst..
Auf dem Dach
Nachdenkliche Nachricht
Der Umgang mit meiner verkomplizierten Freundschaft ist nach wie vor gewöhnungsbedürftig, aber ich habe mich dran gewöhnt, ihn so zu akzeptieren wie er ist.
Das einzige, was mich in letzter Zeit noch bewegt hat, war die Tatsache, das ich ihn nichtmehr temporär auf die Sonnenseite des Lebens zurückführen kann, in der er seine selbst erwählte Isolation zumindest mal kurz vergessen kann und sich an einem Moment erfreuen kann und vielleicht auch daraus Kraft schöpfen kann.
Mehr hatte ich von ihm gar nicht mehr erwartet, mußte nur mit ansehen , wie er immer mehr in seiner ganz eigenen Welt versinkt und habe nur nicht verstehen können, wo der Drang hin ist, da zumindest zeitweise auch mal ausbrechen zu wollen.
Nun kam heute eine unerwartete Nachricht, die auf keiner vorausgehender Kommunikation basiert, sondern einfach so ungefiltert rauskam, und vieles erklären sollte.
Er schrieb, das er an sich körperlicher Veränderungen festgestellt hat, die auch nicht immer schmerzfrei sind und bisher aus Angst vor der eventuell drohenden Gewissheit den Gang zum Arzt gescheut hat.
Nun aber doch einen Termin vereinbart hatte, der zwar noch aussteht, den er aber mit wenig Optimismus entgegensieht.Er hat da ein ganz schlechtes Gefühl heißt es , gerade weil ihn diese Probleme nun doch schon länger als ein Jahr beschäftigen und die Tendenz wohl eher zunimmt als das es besser wird.
Das soll auch der Grund für seine Selbstisolation sein und seine Kraftlosigkeit, irgendwas zu unternehmen, was ihn aus seinem seelischen Gefängnis befreien könnte.
Kann mit dieser Nachricht irgendwie nicht richtig umgehen, denn auf der einen Seite weiß ich wie negativ er denken kann und das auch sehr auf sich beziehen kann, aber auf der anderen Seite sind beobachtete Unregelmäßigkeiten von ihm nicht eingebildet oder vorgelogen.
Diese Nachricht umkreist mich heute etwas, könnte es doch auch sein, das sein Verhalten eigentlich nur ein Flucht in einen andere Sache war, um sich nicht weiter mit einem Problem beschäftigen zu müssen, das er nicht weiter in seinen Gedanken haben will.
Unser Projekt
Es hat sich irgendwie von ganz allein entwickelt, das , wo wir alle drinstecken.
Am Anfang war die Idee, mal etwas zu tun, was Anderen zu Gute kommt, kurz gesagt, das Unmögliche wahr machen um körperbehinderten Menschen möglicherweise einer ihrer schönsten Tage im Leben zu ermöglichen.
Eine Idee, die wahnsinnig viel Geld kostet, das man nichtmal ansatzweise daran glauben konnte, das wir soviel finanzielle Mittel organisieren konnten.
Dieses Projekt geht weit über das hinaus, als wenn hier mal eine große Runde für was Gutes zusammenlegt.
Hier geht es um eine richtige Stange Geld, viele Absprachen, viel Organisation und vor allem viel viel Öffentlichkeitsarbeit.
Öffentlichkeitsarbeit, die uns allen die gesamte Freizeit auffrist, denn seit dem Projekt bleibt privat kaum noch ein Gedanke oder eine Minute für andere Dinge übrig.
Im Kopf immer die Vision, was man damit am Ende erreichen will, auch wenn nun mit jeder neuen Dynamik die Ziele höher gesteckt werden.Man will nun nichtmehr etwas bestimmtes erreichen, sondern eher für eine bestimmte Sache, das Maximum rausholen.
Noch nie habe ich so eine Teamarbeit einen zusammenhält erlebt, das Ideen so schnell eingebracht werden, von allen anderen diskutiert und geformt werden und schließlich so geschliffen werden, das daraus Pläne und Taten entstehen, die dann auch unmittelbar umgesetzt werden.
Jede Aktion ist im Prinzip die Masse der einzelnen Ideen, die tausendfach hin und herumgeworfen wurden, das etwas draus entsteht, was einfach nur das große ganze ist und jede individuelle Quelle nichtmehr erkennbar ist.
Jede Idee basiert auf der Idee des Vor-Ideengeber und somit kann man wirklich sagen, das ist unser Projekt, in dem wir bereits jetzt gedanklich verschmolzen sind.
Und das, obwohl wir alle in der Woche arbeiten müssen und alles per whatsapp oder telefonisch abklären müssen.
Wenn jeder Individuelle Einfluß in diesem Crowdfounding-Prozess verschwindet, erlebe ich eine ganz neue Form eine Sachen voranzutreiben….unser Projekt.
Döner
Drachenboot
Ausgefülltes Wochenende…dritter Teil.
Meine Frau wollte hier unbedingt hin, und nun nachdem ich auch das erste Mal beim Drachenboot Fun Cup bin, fand ich es besser als erwartet.
Die angenehme Anwesenheit der Union-Familie füllt den Tag.Wie immer gilt, auch wenn man anfangs Niemanden kennt, man lernt sich schnell kennen und kommt schnell in gute Gespräche.
So konnten wir den Sommertag im September nochmal optimal am Wasser nutzen und mit schönen Erlebnissen und Eindrücken füllen.
Jetzt, wo das ganze und sehr erfüllende Wochenende hinter mir liegt, fühle ich mich so richtig durch..aber so herrlich glücklich durch..














