Der Mensch auf der Bühne

Seit Jahren (oder Jahrzehnten) war ich gestern mal wieder im Theater.
Kino zum „anfassen“…ich fühle mich eher als Beobachter anstatt Zuschauer.
Theater fühlt sich realer an, als jede Filmhandlung, sitzt man direkt vor oder gar mitten im Geschehen.
Menschen, die in ihrer Rolle so aufgehen, das man in ihnen nur die gespielte Figur sieht.
Kein Film in 3D mit unzähligen Spezialeffekten, sondern Menschen die ihre Beobachter wahrnehmen und auf sie reagieren.
Theater wirkt echter, lebendiger und emotionaler als alles Andere.
Ein einfacher Dialog…theatergerecht..streitend und spuckend in den Saal geschrien geistert noch heute durch mein Kopf, als hätte ich die Szene irgendwo in meinem realen Leben beobachtet.
Gestern habe ich erleben können, das mir so eine Theatererfahrung in meinem Leben gefehlt hat.
Nur der Mensch selbst ist so echt, das er andere derart beeinflussen kann.

Stubenhocker

So kann sich das ändern, vor einer Woche konnte ich es kaum erwarten, selbst bei absolutem Novemberwetter, nach der Arbeit draußen zu joggen.
Egal ob kalt oder Wind und Regen.
Diese Woche ist mir auf einmal garnicht mehr so danach.
So hab ich den ganzen Tag das Gefühl, nicht so richtig warm zu werden und ich lasse lieber eine Kleidungsschicht mehr an als Gefahr zu laufen irgendwann zu frieren.
Kaltnasses ungemütliches Wetter hat es in meine Stimmung geschafft.
Ich denke das es sich letztlich um ein Überwindungsproblem handelt.
Ich hoffe, das ich diese Woche nochmal den richtigen Punkt finde, an dem ich genug Zeit und genug Überwindung habe einfach nochmal loszulaufen.
Ich bin mir sicher, das würde auch meiner Stubenhockermentalität derzeit entgegenwirken.

Familie

Heute erinnere ich mich bewusst an die Zeit, exakt vor einem Jahr.
Es war ein Wochenende mit der ganzen (großen) Familie an dem mir klar wurde welche Nestwärme eine große intakte Familie hervorbringen kann.
Was Familie überhaupt bedeuten kann und wir mich sich in ihr so wohlfühlen kann.
Eine kleine Reise mit soviel Erkenntnis, die mich da einholte…ist nun auch schon wieder ein Jahr her.

Schlechte Nachrichten

Gestern erreichte uns die traurige Nachricht, das ein Bekannter einen Schlaganfall erlitten hat.
Ich persönlich stehe ihm nicht so nahe, als das es mich jetzt so richtig emotional erschüttern könnte.
Trotzdem bleibt die Stimmung gedämpft und ich grübele so eher über die Verletzlichkeit des Lebens im Allgemeinen, wie unerwartet man aus seinem eigentlichen Leben rausgerissen werden kann und wie schnell sich die Dinge für einen selbst und vor allem für sein Umfeld ändern kann.

Advent

Ab heute ist zumindest beleuchtungstechnisch Weihnachtszeit.

Foto

Wieder Eiszeit

Eigentlich wollte ich mich am Freitag mit einem alten „Freund“ treffen, auch um den alten Dauersingle ein bisschen aus seiner Herbst-Winter-Depression zu holen.
Nicht ist in diesen grauen Tagen doch besser als Ablenkung.
Obwohl ich schon die ganze Woche damit rechnete das auch dieses Treffen wahrscheinlich mangels ständigem Kontakt (und bleibts dann bei Freitag) einfach so unter den Tisch fällt, hatte ich doch mit einer klaren Absage seinerseits gerechnet.
Spätestens an dem Zeitpunkt an dem er für sich beschlossen hat, das Treffen sausen zu lassen.
Nun ist er erstmal auf „Tauchstation“ gegangen, wahrscheinlich auch deswegen weils ihm nun unangenehm wäre sich nun vor mir deswegen zu rechtfertigen, wo es ihm derzeit seelisch gesehen schlecht genug geht.
So richtig sauer bin ich trotzdem nicht, denke mal das er derzeit kaum mit sich selbst klar kommt und keine Kraft hat aus seinem Schneckenhaus zu kommen..
Wahrlich werte ich es so, das es ihm so schlimm geht, das er nichtmal Nerven für seine sozialen Kontakte hat.
Ok herrscht erstmal wieder Funkstille.Mal sehen wie lange.

Sonntagessen

So ein richtiges Steak hatte ich lange nicht gegessen.
Vor lauter Appetit waren dann die Augen größer als der Magen.
Mir fällt immer wieder auf, das das Fassungsvermögen des Magens kleiner wird, wenn man sich nichtmehr regelmäßig überfrist.
Gut zwei Drittel habe ich geschafft..war trotzdem lecker.

Foto

Fußballfreunde

War heute wieder im Stadion.
Neben einem Heimsieg, begleitet von bester Stimmung, war es wieder das Zusammensein mit Freunden, was mir nachträglich genauso positiv in Erinnerung bleibt, wie das Gefühl der drei gewonnenen Punkte.
Das Zusammentreffen mit der „Clique“ macht diesen Samstag irgendwie zu einem gewonnenen Tag.
Ein Tag an dem etwas passiert, was einen so positiv trägt, das man sich noch lange an diesen Tag erinnern wird.
Auch wenn ich noch bis morgen früh noch die Konsequenzen der Glühwein-Saison-Eröffnung tragen werde, wars ein Tag…der einfach nur gut getan hat.

Schnee

Der erste Schnee…pünktlich am Morgen des 1.Dezembers.Das nenne ich mal Timing.Schön wenn sich die Monate an ihre Wetterklischees halten.

Foto

Dezember

Es ist wieder soweit.
Seit Jahren verbinde ich den beginnenden Dezember mit diesem Lied..und nun ist es wieder soweit.

Allein

Wieder die Situation…Frau noch beruflich unterwegs..und dann gehen die Kids zu meinen Eltern und schon bin ich allein.
Auch wenn’s nur ein paar Stunden sind, kann ich so richtig nichts mit dem totalen Alleinsein anfangen, nur eben irgendwie ablenken und die Zeit vergehen lassen bis ich eben nichtmehr allein bin.
Nicht das das Alleinsein bedrückend wäre, aber trotzdem ist es irgendwie eine Zeit, die ich versuche zu überbrücken.
Überbrücken tut man sonst nur Flüsse, durch die man nicht schwimmen kann.
Bei meiner überbrückten Einsamkeit fällt der Gedanke auch immer auf die, die ständig allein sind und ich überlege mir, wie es in mir aussehen würde, wäre das Alleinsein mein Normalzustand.

Ende November

Das war auch schon wieder der November.
Kaum zu glauben, das wir schon wieder (ab morgen) Dezember haben.
Die Zeit zieht an mir vorbei wie ein Schnellzug an einer Schranke.

Spontanentscheidung

Gerade vor ein paar Tagen hatte ich es mit meiner Frau darüber, wie lange wir schon nichtmehr auf einem Konzert waren.
Heute morgen war eine „Band“ zufällig im Fernsehen und das mit den Tourdaten.
Internet an und zwei Tickets gekauft.
Zwischen Entscheidung und dem Kauf lag vielleicht eine Minute.
Es bleibt das Gefühl, genau das Richtige getan zu haben.

Quarantäne

So schnell können sich die Gedanken des Tages ändern.
Gegen Mittag erfahre ich von meiner Frau, das in der Schule unseres Sohnes ein Magen-Darm-Virus sein Unwesen treibt.
Und dann überschlagen sich die „Wasserstandsmeldungen“..erst sind schon 10 Kinder betroffen.. zwei Stunden später sind es schon 60.
Eine weitere Stunde später heißt es, es sind nun 80 Kinder und wir werden gebeten die Kinder morgen zu Hause zu lassen.Weitere 30 Minuten später ist die Schule bis auf Weiteres geschlossen.
Nun haben wir die Kids hier, die bisher keine Anzeichen einer Ansteckung haben aber ob’s so bleibt wird die kommende Nacht zeigen.
Hoffe nun ganz stark auf mein Glück, das es uns diesmal auslässt.

In Gedanken

Nun fällt es mir noch klarer auf, was sich dieses Jahr für mich geändert hat.
Mit das Wichtigste war wohl, das ich (eigenmächtig) beschlossen habe, meine blutdrucksenkenden Tabletten einfach abzusetzen und mich mit mehr Sport, Gewichtsreduzierung und Ernährung mich selbst meinem „Blutdruckproblem“ anzunehmen.
Trotz tiefsten depressivstem Novemberwetter geht’s mir gut wie lange nichtmehr.
Und so denke ich oft an die Zeit zurück, in der diese Tabletten mein Leben und Wohlbefinden so im Schwitzkasten hatten.
Daran, wie es mir so ging mit den ganzen Nebenwirkungen, wie ständig das Gefühl zu haben nicht richtig warm zu sein und meistens sehr erschöpft und müde und antriebslos zu sein.
So als hätte man keine körperliche Kraft mehr und keine Energie mehr, sich aufzuraffen.
Immer war es zu kalt und jeder Spaziergang brauchte erst große Überwindung und dann Kraft, die ich selten hatte.
Als wenn ich im Leben gelähmt bin und mich ständig durch Gelee arbeiten muß habe ich mich gefühlt.
Diese Tabletten hatten sicherlich meinen Blutdruck im Griff, aber es war schlimm, immer das Gefühl zu haben sich sofort in die Ecke schmeißen zu können und sofort einschlafen zu können.
Heute ist mein Körper von diesen Dingern frei und mir geht’s prächtig…aber bei allen neuen Kräften will ich es auch nicht vergessen, wie es mal war..wie ich mich über ein Jahr damit rumgequält habe.
Tabletten bringen nicht immer Heilung, manchmal ziehen sie einen einfach nur runter.

Tag wird es nicht

Es ist 8.30 Uhr und irgendwie will es nicht so richtig hell werden.
Heute Morgen schon im dunklen und nassen losgefahren, schien es dann irgendwann zu dämmern aber der Dämmerzustand scheint stehen zu bleiben.
Wahrscheinlich ist das schon die maximale Lichtausbeute für den Tag und es in knapp sieben Stunden auch schon wieder Nacht.

Foto

Nach Prag gejoggt

Seit Ende April bin ich nun regelmäßig (wie es die Zeit erlaubt) am Joggen.
Heute habe ich mal die gelaufenen Streckenkilometer zusammengezählt und bin auf 357 Kilometer gekommen.
Auf der Landkarte heißt das, ich bin dieses Jahr von Berlin bis hinter Prag gelaufen.
Und erstens ist das Jahr noch nicht vorbei und nächstes Jahr setze ich mir gleich höhere Ziele.

Akku leer

Jetzt kurz vor den „Weihnachtsferien“ liegen meine Nerven blank was den Job angeht.
Viel Arbeit nochmal kurz vor Weihnachten und zu müde und zu resigniert um mit Power weiter gegen die Mißstände zu predigen und zu erschöpft um sich kampfeslustig Kritik zu öffnen.
Sollen die restlichen Arbeitstage schnell und möglichst ruhig vorbeigehen.
Sollten wir uns alle mal eine Zeit gönnen, in der wir wieder Energie auftanken.
Sollte es Anfang nächsten Jahres genauso weitergehen, sollte ich mir Arbeitsalternativen überlegen.

Montag

Der erste Tag der Woche ist der Schwerste, erst recht wenn man vier freie Tage hinter sich hat.
Und dann trifft man noch auf demotivierend viel Arbeit und frusterzeugende Unverständnis.
Gemäß eines Tipps eines guten Freundes sollte ich die Kampfansage in der Firma ausfallen lassen und für die restlichen Tage bis Weihnachten einfach tief durchatmen und Idioten ..einfach ignorieren.