Es hat nicht sollen sein..

Vor ein zwei Wochen fanden wir die Wunschwohnung in der Wunschgegend.
Wir bewarben uns mit allen anderen Interessenten beim Vermieter für diese Wohnung, die da so unerwartet früh in unser Leben schneite.
Sicherlich war der Zeitpunkt gerade jetzt umzuziehen der denkbar Schlechteste, aber auch das hätten wir irgendwie gemeistert.
Heute kam die Nachricht, das sich der Vermieter für einen anderen Berwerber entschieden hat.
So richtig groß enttäuscht sind wir nicht, denn aufgeschoben ist nicht gänzlich aufgegeben.
Kein tiefer deprimierter Fall, eher das Gefühl es bleibt alles so wie es ist.
Klar wäre der Umzug in diese Wohnung ein persönliches „Upgrade“ gewesen, aber hier ist es auch schön, sonst wären wir damals ja hier nicht hergezogen.
So können wir uns auf ein ruhiges Weihnachten freuen….und irgendwann wird schon nochmal eine Gelegenheit kommen…wenns dann auch zeitlich besser passt…wäre es perfekt.

Neues persönliches Limit

Heute hatte ich mal früher Feierabend und hatte somit noch genug Zeit für meinen Laufsport.
Das Wetter hätte heute nicht ungemütlicher sein können.
Sehr kalt und dichter feuchter Nebel, typisches Novemberwetter war früher zu meiner Asthmazeit eine wahnsinnige Belastung und das auch ganz ohne Bewegung.
Und heute laufe ich das erste Mal über 8 Kilometer in einem Lauf durch.
Eine knappe Stunde joggen am Stück und das ohne allzugroße Anstrengung, in einer Witterung, die mir früher größte Atemnot beschert hat.
Somit ist die Verschiebung meines persönlichen sportlichen Limits auch immer ein später Sieg über die Einschränkungen meine Vergangenheit.

Die Gedanken

Die schweren Gedanken von Gestern lassen mich immer noch nicht recht los.
Auch wenn sie mich heute nichtmehr so dominieren, schleichen sie sich doch immer wieder in meine Gedankenwelt.
Ich hoffe, ab Morgen kann ich mich wieder voll und ganz aufs Wochenende einstellen und kein tragender Gedanke haftet mehr an mir.

Weißer Tag

Kalt und weiß zeigt sich der Tag.
Der Himmel geht ohne Horizont in die Landschaft über.

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Gedanken

Der Kopf wiegt schwer.
Ein Erlebnis am Tage, dessen Gedanken daran sich immer wieder belastend in mein Gehirn regnen.
Es ist so als würde ich mich um diesen Gedanken, dieses Erlebte immer weiter drehen, bis ich es verarbeitet oder verdrängt hat.
Es gelingt mir nur sehr schwer und wenn nicht lange Ablenkung zu finden und meine Gedanken um ein anderes Thema zu binden.
Sonst gleitet man mit freien Gedanken durch den Tag und nun trage ich diesen Rucksack, den ich nicht wollte aber nun hab.
Ein Gedanke, ein Bild…was ich irgendwie nicht loswerde obwohl es mein Leben eigentlich gar nicht tangiert.
Nicht alles kann ein Mensch sofort und spontan abhaken, nichtmal jetzt wo es sich um ein anderes menschliches Schicksal (und dessen Tod) handelt.
Dabei handelt es sich hierbei um einen komplett fremden Menschen, dessen Unfalltod heute meine Gedanken bestimmt.Vielleicht sind wir Menschen doch irgendwie alle miteinander verbunden und teilen unseren Schmerz auch mittelbar.

Morgenkälte

Das erste mal ist es morgens so richtig kalt.
Ein wolkenloser kahler Himmel so wie er für kalte Wintertage typisch ist.
Scheibenkratzen am Auto und frieren im Freien.Es wird Winter.

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Zicke

Wieder mal Stress auf der Arbeit, aber diesmal von der Kategorie „könnte mir eigentlich am Arsch vorbeigehen“.
Eine bestimmte Kollegin hat zwei Seiten.
Einmal die lästernde was die gesamte Chefetage angeht und eine andere, die sich gegen genau dieser Vorgesetzten über uns „ihre Kollegen“ lästern und petzen läßt.
Ein hinterlistiges Flittchen, das hier raue Töne anschlägt um Stimmung zu machen, um dann genau diese Stimmung nach oben weiter zu petzen, als wäre sie diejenige auf die man sich oben verlassen kann und immer brühwarm spioniertes weitergibt.
Heute wurde sie dabei unzweifelhaft ertappt…von mir.
Ich stellte sie zur Rede und gab ihr zu verstehen, wer nach Krieg schreit, bekommt ihn auch.
Ab heute wird sie sich nie sicher sein können, welche Personalempfehlungen ich nach Oben abgebe.
Einmal den Chef drauf angesprochen, der dann nur meinte „verlogenes Biest, muss man aufpassen was man sagt“.
Mehr und mehr wird mir nun auffallen wie kontraproduktiv sie sich für unser Team benimmt.
Wer mir ans Bein pisst , dem beiß ich den Kopf ab.

Weihnachtsbäckerei

Die ersten Plätzchen 2012.
Der typische Duft beim Backen verbinde ich noch mehr mit der Vorweihnachtszeit als den Geschmack selbst.

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Sonntagslauf

Sonntagmorgen in aller Frühe und schon wieder bin ich draußen joggen.
Nach einer schweren Woche , in der ich an jedem Tag meine Runde gedreht habe, fiel es mir heute schon schwerer und ich merke das ein tägliches Training ich kaum längere Zeit durchhalten kann.
Werde nun die Frequenz etwas strecken, aber ich bin immer noch so fasziniert davon, das ich mir selbst was antrainieren konnte, zu dem ich in meinem bisherigen Leben noch nie in der Lage war….einfach mehrere Kilometer am Stück zu laufen.

Nüsse

So typisch im Spätherbst.
Geht’s auf Weihnachten zu, gibt’s Nüsse in allen Variationen.
Heute gab es also die ersten Walnüsse der Saison.
Wenn man sie lange nicht gegessen hat, schmecken sie besonders gut…erst recht wenn sie nicht aus dem Handel sind, sondern vom Nussbaum im Garten meiner Eltern.
Übers ganze Jahr gereift haben sie praktisch das ganze Jahr in sich.Passt dann zum Jahresende.

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Stadion

Heute war ich mal wieder im Stadion.
Zwar war heute kein Heimsieg drin, aber es ging auch nicht verloren.
Es tat mir mal ganz gut, wieder unter „meinen Leuten“ zu sein..ein bisschen quatschen..ein paar Bier und nebenbei ein gutes Spiel.
Auch wenn es mir heute ein wenig schwer fiel, mich aufzuraffen und in den kalten nassen November rauszugehen, kann ich nun nicht sagen, das ich meinen Schritt nach druaßen bereuen würde…nein..es tat mir wirklich gut.

Freundesabend

Lange haben wir keinen gemeinsamen Termin finden können, aber gestern war es dann soweit.
Mal wieder mit einem langen Freund getroffen, den ich seit August nicht gesehen habe.
Einen Abend reden über alte Zeiten und unseren Stand im Leben heutzutage.
Wie schnell die Zeit doch verfliegt und das man sich eigentlich öfters treffen müsste und generell mehr miteinander unternehmen müßte.
Der Abend tat richtig gut…irgendwie mußte das mal wieder sein…bei allem Zeitmangel …Zeit für wichtige soziale Kontakte zu finden.

Arbeit

Wiedermal läuft in dieser Firma alles drunter und drüber, eigentlich wie immer.Es gibt keine Zeit um mit dem Wachstum effektiv umzugehen und es fehlt an der Einstellung an der Nachhaltigkeit der Kundenverhältnisse zu arbeiten.
Kurzfristiger Gewinn und früher Feierabend ist wichtiger als sich Aufbaustrategien zu entwickeln, die uns eine größere Basis bescheren anstatt nur ziellos mitgenommen wird was sich bietet.
Fällt ein Kunde verärgert weg, bemüht man sich nur schnell um dessen Ersatz als ernsthaft der Frage nachzugehen , warum so wenige bei uns bleiben.
Vielleicht muss die, einst so kleine, Firma sich wirklich mal bedrohlich zusammenschrumpfen um dann gesund und vernünftig und planbar wachsen zu können.

Kopfwickel des Lebens

Alles Erlebte, im Leben eines Menschen ist wie eine lange Rolle Frischhaltefolie.
Im Laufe des Lebens (und Erlebens) wird sie ständig um den Kopf gewickelt.
Am Anfang kann man noch gut durch die paar Schichten dieser Folie gucken, aber umso mehr vom Leben bedruckte Folie dazu kommt umso dicker wird das Kneul um unseren Kopf.
Mit zunehmenden Alter vergleichen wir immer öfters die Gegenwart mit den Mustern auf der Folie.
Immer milchiger wird der Blick durch die vielen Schichten der Folie und immer öfter verharrt man in den Lebensmustern der Folie als durch sie hindurch zu sehen.
Die Wahrnehmung wird immer mehr auf die Folie beschränkt, immer öfter schafft es der Blick nicht mal hindurch.
Im Alter starren wir dann fast nur noch auf die Massen an Eindrücken, die sich in die zig Schichten der Folien geprägt haben.Für die Meisten, mit klarem Blick, entfernen wir uns immer weiter von der Welt….von der Welt da draußen.

Mittelherbst

Die Stadtreinigung ist dabei die Straßen vom Laub zu befreien.
In den Gegenden, wo das schon passiert ist, sieht die Landschaft nun noch aufgeräumter und kahl aus.
Die herbstfarbenden Blätter haben dem Auge im Herbst wenigstens noch ein paar Farbtupfer gegeben.Nun gewinnen die Gegenden mit kahlen und leeren Straßenzüge und kahlen Bäumen immer mehr gegenüber den Plätzen an denen noch schön herbstliches Durcheinander herrscht.
Ich bin immernoch gefangen in meiner melancholisch wehmütigen Welt.
Unter einer dicken grauen Wolkendecke fahre ich durch den grau anmutenden und lichtarmen Tag.Leuchtreklame und Laternen, die selbst am Tag gut als leuchtend auszumachen sind, geben dem Licht draußen einen zwielichtigen Charakter.

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Stimmungswechsel

Die ganze Zeit (bis jetzt) bin ich voller Energie durch den Herbst gelaufen.
Und dann ist er da, dieser Moment, der scheinbar Zufällig die Farben des Tages ändert.
Ein zufälliges Lied und schon passt sich meine Stimmung der grauen und trüben Optik an, die sich mir draußen bietet.
Das Lied auf „endlos“ und schon sinke ich immer weiter in diese Stimmung, die meine Gedanken wegträgt.
Weit weg von hier, weit und tief in die eigene Erinnerung.
Finde meine Gedanken mitten in den 80ern wieder, als ich selbst noch ein Kind war und die Farben und Umgebung in meiner Erinnerung mir sureal erscheint, wie durch einen Farb- und Emotionsverstärker.Wehmütiger gedanklicher „Videoclip“.. der eine Stimmungsladung hat , die mich entschleunigt.

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Wohnungsbesichtigung

Ein unerwartetes Wohnungsangebot, heute war die Besichtigung.
Schöne Wohnung zu bezahlbarer Miete in guter Lage.
Aber noch 5 andere Interessenten und in der Wohnung selbst noch viel viel Arbeit, ehe man sich da „zu Hause“ fühlen kann.
Klar ist, wir würden sie haben wollen.
Nun bewegen wir uns in einer Gedankenwelt zwischen Einrichtungsideen und Erfolgsaussichten, die Wohnung überhaupt zu bekommen.
Im Prinzip sind wir nicht schlauer als gestern, ob wir die Wohnung bekommen oder nicht…ein doofer Schwebezustand im Nichts.
Vielleicht sollte man sich (schonmal) vor Augen halten, das es ja hier auch recht schön ist.Positiv überrascht kann man dann immernoch werden….wenn es dann so sein soll.

Bombenfund – Stadt gesperrt

Heute mal wieder kaum mit dem Auto durch die Stadt gekommen, überall Straßensperrungen.
Hätte ich Radio gehört, hätte ich gewusst was mich erwartet.
Ein Bombenfund aus dem zweiten Weltkrieg in einem Wohngebiet.
Als ich so im Stau stand dachte ich an die Tatsache, wie lange einem Land die Folgen eines Krieges verfolgen können.
Bald 70 Jahre nach Kriegsende kann man sich immer noch nicht komplett sicher fühlen, wenn man bedenkt, wieviel Blindgänger noch immer unentdeckt unter der Erde liegen.

Novemberabend

Kalt, nass und dunkel…ein Novemberbild wie man es im Kopf hat.
Es wird tagsüber nicht richtig hell und aus der geschlossenen Wolkendecke tröpfelt es den ganzen Tag.
Selbst so einem düsteren Novembertag kann ich etwas abgewinnen, ist er doch so typisch in dieser Jahreszeit.
Jede Jahreszeit hat seine schönen Seiten.Am schönsten ist es, wenn jede Zeit genau das Gesicht annimmt , das man erwartet.

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