Next Generation

Fahre ich so durch Berlin, sehe ich gerade wieder im Frühjahr wie sich das Gesicht der Stadt doch immer mehr verändert.
Klar verändert sich jede Stadt immer und immerzu.

Veränderung bezogen auf meine Jugend in der Stadt und die Jugend heute ,der dieser Stadt Leben und ein Gesicht gibt.
Fahre ich heute mit hochgezogenen Fenstern und eingeschalteter Klimaanlage im Auto durch den Kietz ist kaum noch was so wie es war als ich „jung“ war und ich muß auch erkennen, das ich genau das geworden bin, was ich von mir früher am wenigsten erwartet habe und wo ich mich nie gesehen habe und damals wohl auch nicht sehen wollte.

Als alternder Herr rümpft man oft die Nase über die nächste Generation und bleibt oft auf der Meinung sitzen das das Leben früher besser war.
Aber war es wirklich besser?

An der Ecke ein junger Mann..Rasterlocken, einfache Kleidung.Für mich ein Hingucker an einer langen roten Ampel.
Wärend ich mich von Termin zu Termin hetze, sitzt der junge Mann an einer Straßenecke (mit Freundin) und scheint einfach so den Tag zu genießen.
Gedanken druchströmten mich und immer wieder mußte ich meine jugendliche experimentelle Zeit mit dem Leben heute vergleichen und hatte das Gefühl das heute vieles einfach nur anders ist, weder besser noch schlechter..nur einfach anders.
Es nicht zu verstehen heißt wohl in erster Linie zu den jungen kreativen Weltverbesserern einfach nichtmehr dazu zu gehören.

Die experimentellen Phasen des Seins auf dem Weg zur Selbstfindung.
Ein junger Mann in der Blüte seiner freien kreativen Entfaltung und Offentragung seines geistigen Reifeprozesses.

Als ich die beiden so beobachtete, hatte ich das Gefühl das uns einerseits Welten trennen und dann doch wieder nicht.
Früher war irgendwie alles Uniformer und aufgeteilt in wenigen Jugenbewegungen und Stilen denen man nun angehörte oder eben nicht.
Heute ist jeder individueller, weltoffener,global denkender….persönlicher.

Den alten Kietz den wir mal mit unseren Vorstellungen einer besseren Welt prägten durchfahren wir heute als kopfschüttelnde „Juppies“ und voller Unverständnis für den Wandel der Zeit.

Das Lebensgefühl der frühen 90er ist definitiv vorbei.
Das Gesicht des Kietzes (der Stadt) prägen heute neue Freigeister und neue Freidenker.

Auch wenn es auf den ersten Blick rein garnicht so aussieht ,aber ich traue dieser „Next Generation“ irgendwie für die Zukunft mehr zu als das was wir aus unseren Plänen gemacht haben.

Die Stadt , der Kietz hat sich sehr verändert, er ist nur noch an den alten Gebäuden wieder zu erkennen….aber bei aller schwermütigen Nostalgie das die eigene wilde Zeit Jahrzehnte her ist mischt sich auch eine große Portion Zuversicht.

Mein Lebensgefühl meiner Jugend prägt nun nichtmehr den Kietz, aber das neue Gesicht gefällt mir auch….selbst wenn es nicht meinem Lebensgefühl entsprungen ist.

Google Street View

Hab mir eben mal genauer Googles Street View angesehen.

Ich muß schon sagen das ich vorbelastet und schon sehr kritisch rangegangen bin.
Aber letztlich kann ich die ganze Diskussion nicht richtig nachvollziehen wenn man die Welt abfährt und für jeden visuell nutzbar macht.

Sicherlich beißt hier der Schwanz in den Hund wenn man sich erst beschweren kann, wenn man sein Bild in der Badehose nach allen anderen entdeckt, aber wie sollte man so ein Projekt sonst schnell durchsetzen wenn man erst jeden wegen jeden Pixel fragen solte.

Ich finde das ganz amüsant und wenn es dann mal fertig ist sicherlich auch genauso faszinierend wie die Satelitenbilder die ähnliche Diskussion schonmal vom Zaun gebrochen haben.

Wenn ich will kann ich ja weiter im Mittelalter leben, aber wenn ich alles im Web nutzen will, brauche ich auch einen der das erstmal reinstellt.

Meine Meinung.

Unruhiges Wochenende

Es fing schon besorgt an, dieses Wochenende.
Nachdem meine Tochter schon die ganze letzte zweite Wochenhälfte mit einem Magen-Darm-Virus zu kämpfen hatte, war immernoch nicht ans Ausschlafen zu denken.
Heute gehts meiner Tochter besser, dafür hat es meinen Sohn erwischt.
Es ist ja immer so das wenn es erstmal das eine Kind hat…..

Obwohl meine Tochter längst über den Berg ist, ist so doch eine sehr einfühlsame Solidaritätsspuckerin.
Wenn sich einer von uns beiden Eltern einer mit unserem Sohn über dem Klo krümmt, sollte sich einer um die Tochter kümmern und sie ablenken da sie sich quasi in Sympathie übergeben muß sobald sie was vom kranken Bruder hört oder riecht.

Ich bin da härter im Nehmen, solange ich den Virus nicht selbst habe, aber ich befürchte fast meine Chancen heil aus der Welle wieder raus zu kommen sind mit der Ansteckung meines Sohnes etwas gesunken.

Probieren wir es mal mit übertriebem Gebrauch von Desinfektionsmitteln.

Vielleicht bringts ja was.

Spielgeschwindigkeit oder……es gibt doch eine Lösung

Beim Stöbern nach alten Spieleklassikern die mich so in meiner Kindheit begleitet haben, habe ich nicht schlecht gestaunt das es da auf Youtube Filme gibt in denen das ganze Spiel in ein paar Minuten durchgespielt wird, wobei ich da ganze Wochen vorgessen habe.
Die Lösung war so nah….aber nur weil man sie nicht kannte war das Spiel ja erst so spannend.

Maniac Mansion

und
Zack Mc Kracken

Geheimnisvolle Box

Hatte heute mal ein bisschen Zeit und Laune mich näher mit der Wii Konsole zu beschäftigen, die ja nun schon seit Monaten bei uns im Fernsehschrank steht.
Für mich bisher eine reine Spielkonsole, eine Daddelkiste.

Verbindet man das Ding aber mit dem heimischen WLan kann das Ding mehr als ich ihm zugetraut habe.
Zum einen kann man Spiele übers Internet direkt auf die Wii laden aber auch Spiele-Demos für den DS gleich von der Wii auf den DS übertragen lassen.
Man kann im Internet surfen und sich Youtube-Videos anschauen, Mails versenden und sich scheinbar auch mit anderen Spielern zum Spielen (virtuell) treffen.

Befinden sich auf einer SD-Karte Bilder , die man der Wii zuführt dann ist man zwei Klicks von einer spontanen Diashow seiner Bilder entfernt die da noch musikalisch je nach Wunsch untermalt wird.

Weitergeklickt bin ich auf das Nintendo-Magazin gestoßen, eine (Werbe)Infoshow die sich alle 14 Tage erneuert.
Einmal mit dem Internet verbunden kann man man diesem weißen Kasten also sogar Fernsehen gucken…obwohl nein so richtiges Fernsehen ist das ja nicht.
Man wählt einen Kanal aus, der dann abgespult wird.

Immer wieder wenn mich scheinbar simple Technik so überrascht mit ihren Möglichkeiten, fühle ich mich alt und abgehängt.
Ist schon ein komisches Gefühl wenn so eine Eierdose im Hintergrund soviel kann, was man ihr auf den ersten Blick garnicht ansieht und letztlich auch nicht wirklich genau weiß was das Ding noch so alles macht, wovon man einfach keine Ahnung mehr hat.

2 Jahre Salzwasser

Heute wird mein Salzwasserblog zwei Jahre alt.
Wie sollte ich dem treffender würdigen als mit der Musik genau derer Zeit.

Uniformes Arbeiten

Jetzt ist es soweit, in der Firma , in der ich angestellt bin, hält die Dienstkleidung einzug.

Wir haben kaum Kundenkontakt und auch sonst fällt es keinem schwer Mitarbeiter von Besuchern zu unterscheiden und trotzdem soll nun auf Hemden das Firmenlogo zu erkennen sein.
Was will man damit bezwecken?
Sollen wir uns als Armee im Kampf fühlen, die Seite an Seite gegen die Konkurrenz kämpfen und in völliger Hingabe des Teamgeistet auch immer bereit sind persönliche Opfer zu bringen?
Soll es uns zusammenschweißen und antreiben immer ein Stück besser zu sein als die Konkurrenz?
Oder will man ein Gefühl schaffen, das wir alle eine Familie sind und auch nur die Familie das wichtigste ist und nicht die Lohndifferenz zwischen den Etagen?

Was kommt als nächstes?
Jeden Tag 5 Minuten auf den Tischen stehen und laut im Chor den Firmennamen rufen?
Gibts irgendwann nur noch Urlaub mit den Kollegen, denn die Firma ist unser Leben unsere Familie?

Beim näheren Betrachten der Folgen solch einer Uniformität, kann man froh sein, das diese Firma nicht im Kreativ-Sektor tätig ist.

Mittwoch

Mittwoch ist für mich ein nur halb existierender Tag.
klingt komisch aber ist so, alle anderen Tage scheinen mir präsenter und realer zu sein.
Montags geht die neue Woche los und Dienstags ist sie dann auch bei mir mit allem Streßsymptomen angekommen und dann..ja dann ist auch schon wieder Donnerstag.
Blicke ich am Ende der Woche zurück kann ich mich meißt an jeden Tag gut erinnern was ich getan habe.
Der Mittwoch ist da meißt nur ein kleiner Lückenfüller an dem nichts passiert ist.
Ein Tag der zwischen dem Dienstag und dem Donnerstag steht aber mehr zwischen den beiden Tagen eingeklemmt ist, ja fast zusammengequetscht wird.
Der Mittwoch vergeht auch viel schneller als anderen Tage und ist und bleibt für mich nur ein abgebrochener Tag.
Wenn wirklich die Zeit gestaucht wird , dann ist der Mittwoch der zerbeulteste Tag der Woche.
Mach ich mal einen Blogeintrag an einem Mittwoch, wenn der am Sonntag weg ist…dann hab ich mir den Tag nur eingebildet und den gibts einfach nicht.

Der wirklich letzte Schnee

Angerichts der angekündigten Temperaturen der nächsten Tage, scheint mir das wirklich das letzte schwindende Montment des Winters zu sein.

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Tschüß Hertha

Ja schade.
Es macht mich heute ein wenig Traurig, denn heute wird auch der Letzte begriffen haben das die alte Dame Hertha BSC nichtmehr in der ersten Fußballbundesliga zu halten sein wird.
Auch wenn ich den Zorn randalierender Fans nicht billigen möchte, so kann ich doch den Zorn schon verstehen und manchmal treiben es einem die Emotionen spontan etwas dummes zu machen.
Hier geht wohl eine Ära zuende und der Hauptstadtclub wird meiner Meinung nach lange in der zweiten Liga verschwinden.
!997 aufgestiegen und umso besser ein Jahr lief desto schlimmer wurde eigentlich immer das folgende.
Also nach dem Höhenflug der letzten Saison dieses Jahr nun der Abstieg.
Ich frag mich nur warum man Trainer Favre entalssen hat, denn nun sieht ja jeder das der ausbleibende Erfolg nicht seine Schuld war.
Ich glaube man hätte ihm länger vertrauen sollen, vielleicht hätte er doch noch mehr erreicht als Herr Funkel.

Aber bei aller Enttäuschung…Es ist ein Sport..es gibt Regeln…und einer verliert und einer gewinnt.
Wenn man absteigt, waren eben viele andere einfach besser.

Meine Meinung

Neue Raumaufteilung

Die Neuorganisation unserer Wohnung ist fast abgeschlossen.
Nun ist wirklich nichts mehr da, wo es früher mal war.
Die Kids haben nun beide ihr jeweils eigenes Zimmer und gerade wenn ich meine Dreijährige da in ihrem Bett sitzen sehe sieht sie seit heute größer und älter aus, heute wo sie das erste mal in ihrem ganz eigenen Zimmer schläft.
Jeder Raum hat hier nun eine andere Funktion bekommen und irgendwie fühle ich mich als wäre ich umgezogen.
Gut ist , das die Baustelle Eigene Wohnung so langsam Form bekommt und ein Ende der Umbauarbeiten absehbar ist.

Ein Jahr Twitter

Morgen bin ich genau ein Jahr bei Twitter und staune selbst das ich noch so fleißig dabei bin.
Schon Wochen davor hatte ich mich da schonmal angemeldet aber nie richtig begriffen was das da eigentlich soll.
Gut, so richtig weiß ich das heute auch nicht ,aber wenns Spaß macht und solane ich dabei bleibe , bleibe ich dabei.

Anfangs habe ich mich gefragt ob sich Bloggen und Twittern nicht irgendwie gegenseitig behindern, da ich auch immer wieder feststellte das die kurzen sponanen Momente des Lebens eher bei Twitter landen als in meinem Blog.

Heute denke ich das Dinge wie Twitter nur eine Ergänzung sein können.
Vieles banales gehört einfach nicht in den Blog sondern mal eben schnell zu Twitter und für die wichtigen Dinge des Denkens uns Schreibens ist bei Twitter zu wenig Platz.
Gut so.