Die Deponie der Gedanken

Morgen vor genau zwei Jahren habe ich meinen Blog „Gedankendeponie“ gelöscht.
Später ist mein Blog als „Salzwasser“ wieder auferstanden aber er war eben nichtmehr der selbe.
Ich merkte damals das man beim bloggen doch nicht so anonym ist wie man sich das vorstellt und dann doch sehr schnell persönlich Farbe zu dem bekennen muß was man vorher hinausgeschrien hat.
So ist das Wort ansich nicht frei und auch nicht unschuldig.
Eine Deponie der Gedanken, die dazu dienen sollte, alles was mich in meinem Leben bewegt doch erstmal nieder zu schreiben bevor man es dann wirklich auch eine Deponie des Vergessens schafft und Tatsachen aus seinem Kurzzeitgedächtnis streicht.
Ein Schreiben das in erster Linie mir dienen soll es irgendwo loszuwerden und erst in zweiter Linie sich über Leser freuen soll ,die da in meiner Deponie nach gedanklichen Müll kramen.

Jetzt , wo sich Löschung und Neuanfang das zweite mal jähren erinnere ich mich an die wilde Schreiberei, von Gedanken, die sich in mir meißt revolutionär verhielten.
Weigerte ich mich damals noch gegen das „zensieren“ von Kommentaren ,egal welcher Qualität sie waren, wird heute viel gefiltert.

Jeder sollte alles lesen und alles schreiben dürfen, zumindest bei mir.
Hat so nicht funktioniert.
Somit überlge ich heute zweimal welche Öffentlichkeitskriterien ein Eintrag bekommt.

Dieser Winter gibt nicht auf

Schon längst als Winter abgeschrieben zeigte sich heute morgen wieder frischer Schnee.
Er kann sich bei den doch leichten Plusgraden nicht lange halten aber nun glaube ich an die Propheten des 100Jährigen Kalenders.Nach diesem langen Winter erwarte ich nur einen kühlen und nassen Sommer.

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Krank

Krank aber es geht mir schon besser.
So besser das ich die Krankschreibung schon fast wieder geniessen kann.
Ich kann nicht leugnen ,das mir zwei zusätzliche Tage arbeitsfrei zu Hause zu bleiben auch mal ganz gut tun, egal ob man sich nun auskurrieren muß oder nicht.
Die ganzen Überstunden der letzten Wocen haben dann doch ihre Spuren hinterlassen und so genieße ich es mal nicht das zu tun was ich sonst in der Woche den ganzen Tag tun muß.
Vielleicht entspringt dem ja sogar ein Synergieeffekt wenn ich dann doppelt erholt wieder in die neue Woche starte.

Zeichen des Alterns

Da mich heute Nacht wieder Kopfschmerzen plagten und ich daher kein Auge zugetan hatte, ging mein erster Gang heute morgen zum Arzt um mich für den Rest der Woche aus dem Verkehr zu ziehen.
Ich erzählte wahrheitsgemäß von meinen Kopfschmerzen, die sich immer wieder einstellten wenn das Wetter drohte sich zu verändern.

Ein kurzer Check…und nun war klar das ich ein Bluthochdruckpatient war.
Sicherlich keine einstampfende Diagnose aber dennoch etwas ,was man doch immer den Alten nachsagte.
Bin ich denn schon selbst so alt, das ich mich langsam daran gewöhnen sollte, das mein Körper nichtmehr das neuste Modell mit ablaufender Gerantie ist?

Sogar Medikamente hat mir der Arzt verschrieben.
Sowas gibt einem doch betreffend das eigene Leben schon zu denken.

Bin ich es doch bisher gewohnt völlig unbeindruckt von Alter und eigenem Verschleiß durch die Welt zu springen und kein Wehwehchen ist so schlimm das es nicht innerhalb weniger Tage wieder selbst verheilt.
Ich bin der Herr einer perfekten biologischen Maschine, die sich immer wieder selbst repariert.
Krankheit und Abnutzungserscheinung sind etwas, was auch auf mich zukommen könnte…..irgendwann….so wie irgendwann auch die Sonne auf die Erde fällt.
Alterserscheinungen alles reine Therorie einer fernen Zukunft.

Nun habe ich die „Zukunft“ in Form einer weißen Tablette vor mir und muß mir eingestehen das ich keine 20 mehr bin, wo man davon ausgehen kann das der Körper sich im Leben schon selbst managed.
Angekommen im Alter, wo einen der Arzt auf einen VorsorgeCheck 35Plus anspricht.
Es scheint so als würde ich zwar nicht zu den Ältesten gehören, aber eben auch nichtmehr zu den Jüngsten.
Fängt das alles jetzt schon an, das man seine Arzttermine immer im Auge haben sollte und immer mal wieder im Wartezimmer eines Arztes sitzt weil der Körper es eben nicht schafft sich selbst zu reparieren sondern auf Medikamente angewiesen ist, das sich gegenwärtige Zustand nicht noch verschlimmert?

Willkommen im Leben..im eigenen Leben…das bei näherer Betrachtungsweise doch schon weiter in dem Zeitfenster vorangeschritten ist als man das so im Gefühl hatte.
Wie doch die Zeit vergeht, behinhaltet auch das man eben nicht über der Zeit steht sondern auch von ihr Stück für Stück zerfressen wird.
Es fällt einem scheinbar nur extrem auf, wenn man genau diese Tatsache zu lange außer Acht gelassen hat.

Wie die Zeit vergeht

Hab mal wieder in alten Videos gekramt, die ich mal per Camcorder aufgenommen hatte.
Kaum zu fassen wie unterschiedlich man zwei Jahre wahrnehmen kann.
Auf der einen Seite sind mir die Gegebenheiten und Erlebnisse des Videos doch näher als zwei Jahre aber wenn ich da in die Gesichter meiner Kinder sehe, sind diese ja kaum wieder zu erkennen.
Meine Tochter, ein krabbelndes Baby, macht sich heute beim betrachten ihrer selbst auf dem Video schon selbst über sich lustig.
Zwei Jahre die einem noch so dicht am heute sein können und dann doch schon wieder so eine Ewigkeit weit weg sein können.

Wiedergefunden

Was man so alles findet wenn man mal richtig entrümpelt.
Den alten Gameboy.Noch vor einem Jahr lag das Ding verachtet in der Ecke und nun wollen wir alle mal.
Dinge müssen nur lange genug verschwinden um dann wieder höchst interessant zu sein.

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Griechenland ist Pleite

Griechenland ist Pleite…das ist zumindest das auf was es vom Wortlaut der Berichterstattung in den Medien hinausläuft.

Ein total überschuldetes Land, was nun zum absoluten Sparen verdonnert wird und sogar glauben einige deutsche Hinterbänkler, das Griechenland einige seiner Inseln verkaufen sollte.

Da frage ich mich doch, ob der Herr das ernst meinen kann.
Falls ja dann frage ich mich….was wird aus Deutschland?

Jeder, der in Mathe nicht eine komplette Niete war, weiß doch das man nicht für alle Zeit jedes Jahr immer mehr Schulden machen kann und sich immer schneller höher verschulden kann ohne selbst irgendwann „Pleite“ zu sein.
Sollte man sich schonmal über den Verkauf von Sylt oder Rügen Gedanken machen?
Oder ob wir Siegessäule und kommunale Einrichtungen nicht auch in private Hand geben sollten?

Ich bin kein Grieche, aber es sollte keiner (Nichtmal der Focus) mit dem Finger auf Griechenland zeigen, wenn die eigene Eisscholle im Eismeer nur ein paar Millimeter dicker ist als die, die da gerade sinkt.

Der demonstrierende griechische Arbeitnehmer kann ja wohl selbst nichts dafür, das auch in seinem Land nur kurfristige finanz- und politische Interessen den Ton angeben.

Mißbraucht

Lange war es ruhig in den Medien wenn es um das Thema sexuellen Mißbrauch von Kindern angeht.
Nun häufen sich die Meldungen wieder und man bekommt den Eindruck das gerade in Einrichtungen der Kirche es wohl häufiger passiert als sonst irgendwo.
Auch entsteht der Eindruck es sei ein Problem was aktuell ist, dabei geht es um Fälle die teilweise Jahrzehnte zurück liegen.
Wie kommt es das man erst jetzt darauf kommt dieses aufzudecken?
War das eine lange Mauer des Schweigens die nun nach und nach einfällt umso mehr Betroffene ihr Schweigen zu brechen?
Geht man der ganzen Sache jetzt nur entschiedener nach, nachdem man erstmal den ersten Fall hatte, nun auch die anderen mehr in den Fokus zu nehmen?
Sind vieles von denen „Schubladenmeldungen“ ,Dinge die man schon lange weiß, wartet aber medientechnisch nur auf den richtigen Zeitpunkt diese Erkenntnisse exklusiv in einer „guten Welle“ besser vermarkten zu können?

Meine Gedanken am Samstag

Später Frühling

Da hatte die Sonne doch schon soviel Kraft als sie mal zu sehen war und dann schlägt einem doch wieder Kälte und Schnee ins Gesicht.
Ein langer Winter und eine lange Zeit mit vermindertem Licht, das wirkt sich auf die Stimmung aus, zweifellos, sogar für die, die sich nicht zu den ersten Sonnenanbetern zählen.

Ende Februar hat man doch den Winter meist so satt das man den ersten Anzeichen des Frühlings sehnsüchtig entgegenfiebert.
Kommt dann nochmal Schnee ist das ein bisschen so als würde das Licht am Ende des Tunnels doch eine Lampe gewesen sein.

Mitlerweile merke ich es schon, das lange drinnen sitzen.
Wochenenden an denen man keine Lust hat sich der frischen Luft und den paar Stahlen natürlichen Lichtes aussetzen will.
Irgendwie stockts und drückt aufs Gemüt.

Nachmittags mit künstlichem Licht in der Wohung zu sitzen ist das, was man nun schon so lange hat.

Obwohl ich immer das Gefühl habe der Zeit hinterher zu hinken , bin ich jetzt nun doch schon auf Frühling programmiert und befinde mich dennoch im Winter.

Kann sich ja nur noch um wenige Tage handeln.

Big Brother hält Einzug

Neuer Umgang in meiner Firma.

Kam man doch bisher mit einem persönlichen Handschlag in die Firma und verabschiedete man sich bisher mit einem geläufigen „Komme morgen später rein..“ kommt man jetzt nur noch mit PIN an der Pforte vorbei.
Ein digitaler Assitent begrüßt einen jetzt mit Namen und protokolliert minutiös Ankunfts und Feierabendzeit.
Auch wenn richtig wichtig und super nach IT aussieht, das Ding ist und bleibt eine schnöde Stechuhr.

Weiterhin sollen nun auch bestimmte Abläufe (wegen der Besseren Übersichtlichkeit) auch digital gelenkt werden.
Bedingt sehe ich das auch ein und soll ja auch nicht mein Problem sein, aber zunehmend frage ich mich auch, ob ich irgendwann auch mal auf eine Pommesbude komme an der ich an einem Touchdisplay meine Currywurst bestelle und der Typ dann am Laptop den Grill hochfährt.
Sicherlich sind wir keine Pommesbude und der ganze IT-gestütze Schnickschnack macht auch irgendwo Sinn, aber irgendwie kommt mir das vor als baue man ein System einer 8-Spurigen Autobahn an der alle 2 Tage mal ein Fahrrad drüber fährt.
Protokolliert man schonmal das Kommen und das Gehen und die einzelnen Arbeitsabläufe sieht das in meinen Augen eher nach Optimierung aus.
Mir kanns egal sein, aber in Blick in die Optionen dieses Programms verraten mir das es nun nichtmehr allein an der Einschätzung des Chefs liegen muß um zu urteilen wieviel der Einzelne zum Umsatz und Gewinn des ganzen Unternehmens beiträgt.
Abzüglich der individuellen Lohnkosten läßt sich sogar errechnen, in welchem Verhältnis Lohnkosten und Reingewinn durch diesen Mitarbeiter steht.

Big Brother im wahren Leben.

Traum

Mich hat die halbe Nacht ein dummer Traum wach gehalten.
Zumindest die Phasen dazwischen waren sehr aufwühlend.
Die Sorte Traum bei der man aufwacht und nich sofort wieder einschlafen will um nicht Gefahr zu laufen den Faden der Traums an genau der Stelle wieder aufzunehmen.
Obwohl das ja eher selten passieren soll.
Zu allem Überfluß wache ich nun auch noch mit einem eigenen Nieskonzert meinerseits auf.
Nun warte ich ab ob ich wieder mal ne allergische Reaktion habe (bei dem Frühling draußen könnte das sein) oder mich einfach nur bei der versammelten mitrotzdenden Familie angesteckt habe.
Heute Abend weiß ich mehr.

Amazonasbecken

Da hat sich der Inhalt unseres Aquariums beim Transport durch die Wohnung etwas aufgeschaukelt.

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Sonntag

Eine Woche „Leben auf der Baustelle“ bei unserem Projekt so ziemlich fast jedes Zimmer in ein anderes umzuräumen.
Seit heute sieht man jedoch Licht am Ende des Tunnels, wenn immer mehr Einrichtungsgegenstände ihre endgültige Parkposition erreichen.
Zumindest wird die „Das muß auch noch gemacht werden“ Liste immer kleiner.

Nach einem anstrengenden Umbausamstag waren wir gestern noch im Kino.
„Shutter Island“..ein Film , den ich mir ganz anders vorgestellt hatte wie Klischeebehafteter „Nich noch ein Teenie Horror Film ich weiß immernoch was du in dem letzten Horrorfilm schon für schlechte Erzählweise hattest..“ wurde ich dann doch eher positiv überascht.
Kein Effektgeladenes „Huch“ und „Buh“..sondern gut erzählte Story und Schauspielern, denen man die Rollen auch abnimmt.
Gutes Kino.

Irgendwann wird auch wieder ein Wochenende kommen an dem man auf das Geschaffte zurückblicken kann und zufrieden die Füße hochlegen kann…und einfach mal nichts tun und entspannen.

Faule Katze

Desto mehr rundherum gearbeitet wird umso ruhiger kann sich wohl eine Katze entspannen.

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Der Frühling ist da

Heute war nichtmehr von der Hand zu weisen, der Winter hat den Rückzug angetreten.
Was ein paar Sonnenstrahlen so alles ausmachen.
Wolkenloser Himmel und schon wärmt die Sonne und die knapp zweistelligen Temperaturen lassen die Schneemassen im Zeitraffer schmelzen.
Überall das typische Bild, wenn nach langer Zeit der Schnee den Boden darunter wieder freigibt und man noch nichtmal erahnen kann, das aus dieser Bodenpampe mal was blühen oder leben soll.
Die Tage werden auf einmal wieder spührbar länger wenn man auch im Inneren auf Frühling eingestellt ist.
Man nimmt alles einfach wieder alles wahr.
Einst die weiße Pracht genannt die sich auf ein Winderwunderland legte ist nun eine verhasste braune dreckige Schneemasse geworden, die man sich übergesehen hat.
Gerade nach einem langen weißen Winter machen die ersten Anzeichen des Frühlings besonders Freude…aber sie wären auch nur halb so intensiv, wäre es ein durchwachsener Winter gewesen.
Ein Winter wie ich ihn als normalen Winter empfinde.
Vielleicht folgt nun ein typischer Frühling, so wie ich ihn erwarte?

Am Ende des Monats

Gefühlte 14 Tage ist es her als ich über das Ende des Januars geschrieben habe und mir Gedanken über die immer schneller fliegende Zeit gemacht habe.
Damals schreib ich das der erste Monat schon wieder vorbei ist und das Jahr in mir noch garnicht richtig begonnen hat.
Nun sitze ich wieder hier und muß feststellen das dieser Monat noch eine gewaltige Bescheleunigung erfahren hat.
Scheinbar wir der Februar auch jedes Jahr kürzer und das nicht nur einen Tag.
Nun schreiben wir bald schon März und Hälfte der Hälfte des Jahres ist schon wieder vorbei, könnte man pessimistisch nachdenklich formulieren.
Ist man im Leben richtig eingespannt und hat faktisch keine Sekunde Zeit sich um Dinge außerhalb des eigenen Lebens Gedanken zu machen, scheint die Zeit zu verfliegen.
Die olympischen Spiele habe ich nur so im Vorbeigehen wahrgenommen.
Die Zeit rast an mit vorbei wie ein ICE an einem alten Mann.
Vielleicht aber ein gutes Zeichen was einem nur die Bestätigung gibt, das man froh sein ann keine Langeweile zu haben.

Wohnen "in" der Baustelle

Man kann schon sagen das wir mit der Umgestaltung unserer Wohnung gut voran kommen aber trotzdem ist das ein Leben wie auf einer Baustelle.
Ein kleines Schlafzimer, ein leeres Zimmer (was mal unser Wohnzimmer werden soll), ein zugestelltes Zimmer (was mal das Zimmer meiner Tochter werden soll) und das Zimmer meines Sohnes, das als einzigstes schon komplett eingerichtet ist un nun erstmal als „Kinderzimmer“ funktioniert.
Damit ist das „Kinderzimmer“ auch das einzigste Zimmer überhaupt und so spielt sich da zur Zeit das Familienleben ab.
Es ist das Zimmer in dem man sich zum Fernsehen auch mal hinsetzen kann oder sich mit dem Netbook mal ins Internet wagen kann.
So dringend der Umbau der Wohung auch sein mag, so richtig schön ist das nicht wenn man Abends von der Arbeit nach Hause kommt und die Wahl hat sich nochmal ein paar Minuten ins Kinderzimmer zu setzen oder sich gleich ins Bett zu legen.

Das war auch der Hauptgrund, warum ich dieses Vorhaben immer möglichst weit vor mir herschieben wollte.
Nun hoffe ich das wir am Wochenende gut weiterkommen, damit mal Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist und das hier bald wieder wohnlich wird.